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KalleTheDog
16.12.2015, 13:29
ach was, sowas gibts? Aber sind die auch vom Magen-Darm-Trakt in Ordnung?

Ich habe auch einmal ein Blutbild von einem Hund gesehen, der über Jahre vegan ernährt wurde. Da stehste dann wie ein Idiot da. "Und? Was sagst Du jetzt? So ungesund kann es ja dann doch nicht sein!"

Tja dann mal weiter so… mal sehen ob ich den Hund später auch pathologisch untersuchen darf ^^

Nurse4U
16.12.2015, 14:17
also um das mal richtigzustellen...der hund ist kein fleischfresser, sondern er gehört zu den omnivoren, also den allesfressern. getreide ist als kohlehydratquelle nicht grundsätzlich schlecht. durch die domestikation hat sich der magen-darm-trakt des hundes angepasst, und auch wölfe fressen nicht nur reines muskelfleisch, sondern auch die innereien der beutetiere.
letztes jahr war ich bei einer fortbildung von einer fachtierärztin für ernährung und sie hält gar nichts vom "wolfsblut". schon allein das calcium-phosphor-verhältnis (wichtig für knochen) stimmt nicht mit den bedürfnissen eines hundes überein. das machen ein paar waldfrüchte auch nicht wieder gut.

Suse77
16.12.2015, 14:49
Aber gibt es bei Hunden nicht sowas, wie eine Getreideintoleranz??

JazzKo
17.12.2015, 10:42
also um das mal richtigzustellen...der hund ist kein fleischfresser, sondern er gehört zu den omnivoren, also den allesfressern. getreide ist als kohlehydratquelle nicht grundsätzlich schlecht. durch die domestikation hat sich der magen-darm-trakt des hundes angepasst, und auch wölfe fressen nicht nur reines muskelfleisch, sondern auch die innereien der beutetiere.
letztes jahr war ich bei einer fortbildung von einer fachtierärztin für ernährung und sie hält gar nichts vom "wolfsblut". schon allein das calcium-phosphor-verhältnis (wichtig für knochen) stimmt nicht mit den bedürfnissen eines hundes überein. das machen ein paar waldfrüchte auch nicht wieder gut.

Und hast Du auch mal geguckt für wen die FTÄ arbeitet? (Nur so ne Vermutung!!).
Ich konnte kein Problem beim Ca:P Verhältnis erkennen. Man muss natürlich einen jungen Hund (vor allem große Rassen) mit entsprechendem Welpenfutter versorgen bis er ausgewachsen ist. Verstehe die Satz mit den Waldbeeren nicht. Das ist ja nicht die Hauptquelle für Ca und P.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Getreide in einem Hundefutter nichts(!!!!) verloren hat. Ein gutes Buch zum Thema: Katzen würden Mäuse kaufen - Schwarzbuch Futtermittel (http://www.amazon.de/Katzen-würden-kaufen-Schwarzbuch-Tierfutter/dp/3552060499)

Viehdoc
17.12.2015, 12:44
Natürlich darf man nen Hund nicht rein mit Fleisch ernähren, trotzdem muss er den ganzen Kram ja auch verdauen können. Da können ja die ganzen Mineralstoff-Verhältnisse perfekt sein in der Theorie, wenn das Tier es nicht aufnehmen kann, bringt es ja einfach nichts... es ist einfach wahnsinnig viel scheiß verarbeitet in den ganzen Futtern und viele künstliche Mineralstoffe, die schlecht aufgenommen werden können.

Steph94
23.12.2015, 17:45
In Berlin gibt's von Hill's und Royal Canin Sonderkonditionen und zu Beginn des Studiums gab's sogar 2 kg Gratis-Säcke von Hill's. Für uns ist es ja von Vorteil, dass die großen Firmen uns gleich ködern wollen... :)

DrJoa
23.12.2015, 17:47
In Berlin gibt's von Hill's und Royal Canin Sonderkonditionen und zu Beginn des Studiums gab's sogar 2 kg Gratis-Säcke von Hill's. Für uns ist es ja von Vorteil, dass die großen Firmen uns gleich ködern wollen... :)

aha, daher kommt also das image, dass wir alle da unter vertrag stehen :p

Nurse4U
23.12.2015, 18:02
das mit den waldfrüchten fand ich nur so lustig, weil das in dem werbetext vom wolfsblut so fettgedruckt steht, als wenn es irgendwie wichtig für ein Hundefutter wäre.
die besagte tierärztin ist selbstständig tätig, sie hat eine praxis, die ausschließlich ernährungsberatung macht. sie stellt zum beispiel auch rationsberechnungen für barfer auf, ist von keiner Firma engagiert und hat ganz objektiv die pro und contras aufgezeigt. barfen ist laut ihrer aussage auch nicht grundsätzlich schlecht, man muss es nur richtig machen. und wenn man einen welpen hat oder keine zeit für komplizierte rationsberechnungen hat, sollte man es mit dem barfen lieber lassen.

Nurse4U
23.12.2015, 18:04
das hier ist die homepage von der frau:

http://www.napfcheck.de

ich finde sie super und war von ihrer kompetenz begeistert!

KalleTheDog
24.12.2015, 12:10
Wenn ich an meinen letzen Hund denke, ist der ohne Probleme 15 Jahre alt geworden und die ersten 8 Jahre NUR "Scheißdreck" zu fressen bekommen. Dosenfutter, billiges Trockenfutter ad libitum… wurde nur einmal im Jahr entwurmt und das auch meist am Tag der Impfung… :-D :-D :-D

Die meisten Hunde, die ich von Tiermedizinern kenne, haben irgendeine Erkrankung. Sie bekommen das beste Futter, Impfungen und Wurmkuren nach Plan, Training und und und… je mehr ich über Hunde gelernt habe, desto komplizierter wurde ein Zusammenleben.

Früher als ich nach Gefühl entschieden habe, was den Hund betraf, war alles einfacher. Der Hund war super erzogen ohne dass ich ihn jemals erzogen hätte. Ein selbstständiger, freundlicher Zeitgenosse. Jetzt habe ich ein kleines Monster im Sessel liegen stattdessen. Obwohl ich alles richtig gemacht habe. Von der Prägung, der Sozialisation, der Belastung, der Fütterung alles altersentsprechend… Er ist ein Allergiker mit intermittierenden Durchfällen, aggressiv ggü. anderen Rüden, zieht wie gestört an der Leine und kriegt nen Anfall bei größeren Menschenmengen….

Jetzt stellt sich mir die Frage? Sind unsere Tiere krank, weil sie krank sind oder weil wir sie kaputt diagnostizieren???

RockHolly
24.12.2015, 16:45
Wenn ich an meinen letzen Hund denke, ist der ohne Probleme 15 Jahre alt geworden und die ersten 8 Jahre NUR "Scheißdreck" zu fressen bekommen. Dosenfutter, billiges Trockenfutter ad libitum… wurde nur einmal im Jahr entwurmt und das auch meist am Tag der Impfung… :-D :-D :-D

Die meisten Hunde, die ich von Tiermedizinern kenne, haben irgendeine Erkrankung. Sie bekommen das beste Futter, Impfungen und Wurmkuren nach Plan, Training und und und… je mehr ich über Hunde gelernt habe, desto komplizierter wurde ein Zusammenleben.

Früher als ich nach Gefühl entschieden habe, was den Hund betraf, war alles einfacher. Der Hund war super erzogen ohne dass ich ihn jemals erzogen hätte. Ein selbstständiger, freundlicher Zeitgenosse. Jetzt habe ich ein kleines Monster im Sessel liegen stattdessen. Obwohl ich alles richtig gemacht habe. Von der Prägung, der Sozialisation, der Belastung, der Fütterung alles altersentsprechend… Er ist ein Allergiker mit intermittierenden Durchfällen, aggressiv ggü. anderen Rüden, zieht wie gestört an der Leine und kriegt nen Anfall bei größeren Menschenmengen….

Jetzt stellt sich mir die Frage? Sind unsere Tiere krank, weil sie krank sind oder weil wir sie kaputt diagnostizieren???

Das ist eine interessante Fragestellung. Meinte neulich eine Bekannte aus der Humanmedizin auch.
Manchmal ist zu viel eben auch nicht gut ;)

Viehdoc
27.12.2015, 18:26
Jetzt stellt sich mir die Frage? Sind unsere Tiere krank, weil sie krank sind oder weil wir sie kaputt diagnostizieren???

die Frage hab ich mir auch schonmal gestellt... vor allem komme ich mir immer mal wieder vor wie ein Hypochonder, vor allem wenn dann alle anderen meinen: das bildest du dir ein!
Aber ich kann nur eins sagen: ich denke, man muss sich auf sein Bauchgefühl verlassen. Ich persönlich werde mir NIE wieder einreden lassen, dass ich mir etwas einbilde. Wenn ich mich nämlich vor einigen Monaten auf mein Bauchgefühl verlassen hätte, hätte ich jetzt nicht 3 Monate damit verbringen müssen, meinem rehegefährdeten Pony wieder 50kg aufzufüttern, was echt verdammt schwierig ist. Letztendlich haben wir Anfang Dezember den Stall verlassen und sind übergangsweise dort untergekommen, wo ich sie gekauft habe und haben jetzt ab Januar wieder einen richtig schönen Stall :). Und wie von Zauberhand war der Stress weg: kein Zähne knirschen mehr, kein Leerkauen, kein trüber Blick, die kein-Bock-Einstellung ist weg und sie ist wahnsinnig aufgeblüht und hatte echt schnell einige Kilos wieder drauf... Diese Entscheidung hätte ich schon sehr viel früher treffen sollen. Und ich hätte viel eher reagieren müssen, als sie abgebaut hat...

Ich kenne genug Leute, die an ihren Tieren gar nichts rumdiagnostizieren und richtig oft denk ich mir nur: um Gottes willen, wir kann man es seinem Tier nur antun, dass es so rumläuft?

Vielleicht ist es einfach Pech, wenn man ein Tier hat, was einfach für bestimmte Dinge anfällig ist und charakterlich eher schwierig, soll es ja durchaus geben, ganz unabhängig davon, ob man in der Aufzucht alles richtig gemacht hat ;)

RockHolly
27.12.2015, 19:28
Ja ich finde, wir haben heute in der modernen Gesellschaft verlernt, sich auch mal auf unser Bauchgefühl zu verlassen oder im Allgemeinen auch mal auf unseren Körper zu hören.
Würde manchmal einiges leichter machen ^^

Aber schön, dass es sich bei euch jetzt zum Positiven geändert hat :)

Elvira93
28.12.2015, 11:36
Aber ich kann nur eins sagen: ich denke, man muss sich auf sein Bauchgefühl verlassen.

Ich kenne genug Leute, die an ihren Tieren gar nichts rumdiagnostizieren und richtig oft denk ich mir nur: um Gottes willen, wir kann man es seinem Tier nur antun, dass es so rumläuft?

Vielleicht ist es einfach Pech, wenn man ein Tier hat, was einfach für bestimmte Dinge anfällig ist und charakterlich eher schwierig, soll es ja durchaus geben, ganz unabhängig davon, ob man in der Aufzucht alles richtig gemacht hat ;)

ich denke auch, dass man ja meist sein Tier am besten kennt. Auch wenn ein Außenstehender vielleicht mal objektiv drauf schauen kann.
Andererseits, wenn ich dran denke, dass die Katzen von meiner Oma damals nur Essensreste bekommen haben und ansonsten von Mäusen usw. gelebt haben und fast 20 Jahre alt geworden sind, ohne ein einziges Mal in ihrem Leben den Tierarzt gesehen zu haben, fragt man sich halt schon, woran das liegt ^^.

JazzKo
28.12.2015, 21:39
29526

Das ist mein Hund Tony. Er liegt immer irgendwie verkrumpelt da, ist drei Jahre alt und recht faul und träge, hat wenig Ausdauer, hat häufig Hechelattacken bis die Zunge blau wird und beruhigt sich dann wieder.

Ich habe diesen Hund, kardiologisch, orthopädisch, neurologisch, parasitologisch und klinisch untersuchen lassen… modernste Bildgebung, sämtliche Mittelmeertests mehrfach wiederholt… ER HAT NICHTS!!! Ein "Pseudo-Eosinophilie"…. (ja regelmäßig entwurmt und vom Kot unauffällig). Er ist halt ein Lulatsch mit Mundgeruch (ja auch Maultumoren wurden gründlich gesucht :-)) und nem knochigen Schädel…

Seine Schwester (gleicher Wurf) ist dagegen ein Energiebündel, dass auch gut "Flummi" heißen könnte.

Nurbanu
29.12.2015, 10:43
Was für Futter / Marken könnt ihr denn für Katzen empfehlen? Würde später die Katze gerne barfen, weil das Fertigfutter so minderwertig ist. Aber ich kenne auch nur das aus den Drogerien.

Viehdoc
29.12.2015, 14:50
Das ist mein Hund Tony. Er liegt immer irgendwie verkrumpelt da, ist drei Jahre alt und recht faul und träge, hat wenig Ausdauer, hat häufig Hechelattacken bis die Zunge blau wird und beruhigt sich dann wieder.

Ich habe diesen Hund, kardiologisch, orthopädisch, neurologisch, parasitologisch und klinisch untersuchen lassen… modernste Bildgebung, sämtliche Mittelmeertests mehrfach wiederholt… ER HAT NICHTS!!! Ein "Pseudo-Eosinophilie"…. (ja regelmäßig entwurmt und vom Kot unauffällig). Er ist halt ein Lulatsch mit Mundgeruch (ja auch Maultumoren wurden gründlich gesucht :-)) und nem knochigen Schädel…

Seine Schwester (gleicher Wurf) ist dagegen ein Energiebündel, dass auch gut "Flummi" heißen könnte.

der ist ja goldig :). Tja es gibt halt Tiere, die einfach keine Energiebündel sind ^^.

zum Thema Katzenfutter: finde ich auch sehr schwierig. Also unsere bekommt Trockenfutter von gut&günstig und ein bisschen RoyalCanin Zahnfutter, weil sie das so liebt. Auf barfen hab ich ehrlich gesagt echt keine Lust und da muss man sich auch immer mega genau an die Zutaten halten, grade bei der Katze... von Nassfutter bekommt sie richtig, richtig übel Durchfall, so dass sie es nicht mal mehr aufs Klo schafft O_o

Nurse4U
29.12.2015, 18:28
ich bin von hill's und royal canin überzeugt. die stecken jedes jahr einen haufen kohle in die forschung, da muss ja was vernünftiges bei rauskommen. ist natürlich nicht ganz billig.

in "felix" ist z.B. viel zu viel Phosphor drin, was wiederum die nieren schädigen kann. und katzen sind ja sowieso schon sehr anfällig für niereninsuffizienz.

generell kann man sagen, dass eine feuchtfutterfütterung durch die höhere wasseraufnahme bei schlecht trinkenden Katzen besser für die harnwehe ist (blase/niere). allerdings schlechter für die zähne (zahnsteinbildung). beim trockenfutter ist der wasseranteil zwar nicht so hoch, jedoch hat man den zahnabrieb und dadurch einen pflegenden effekt für die zähne. ein guter mix aus beidem wird wohl das beste sein.

Nurse4U
29.12.2015, 18:30
tony ist wirklich putzig! komisch, dass sich da nichts finden lässt. es gibt eben ganz besondere tiere mit einem liebevollen charakter. :-love

JazzKo
29.12.2015, 20:52
ich bin von hill's und royal canin überzeugt. die stecken jedes jahr einen haufen kohle in die forschung, da muss ja was vernünftiges bei rauskommen. ist natürlich nicht ganz billig.

in "felix" ist z.B. viel zu viel Phosphor drin, was wiederum die nieren schädigen kann. und katzen sind ja sowieso schon sehr anfällig für niereninsuffizienz.

generell kann man sagen, dass eine feuchtfutterfütterung durch die höhere wasseraufnahme bei schlecht trinkenden Katzen besser für die harnwehe ist (blase/niere). allerdings schlechter für die zähne (zahnsteinbildung). beim trockenfutter ist der wasseranteil zwar nicht so hoch, jedoch hat man den zahnabrieb und dadurch einen pflegenden effekt für die zähne. ein guter mix aus beidem wird wohl das beste sein.

Bin voll Deiner Meinung. Unser Kater bekommt einmal am Tag Nassfutter (Einen Beutel). Das ist dann meist irgendein Billigscheiß, einfach weil er es liebt. Dazu bekommt er seine abgewogene Royal Canin Senioren Portion und ab und an mal Katzenmilch und Dreamies. Er ist inzwischen fast 13 Jahre alt, Freigänger und ein völlig unkomplizierter Kater. Quasi der einzige in meinem Zoo, der nie ernsthaft krank war. :-D