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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bewerbung während Wartezeit



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Absolute Arrhythmie
14.10.2015, 13:48
Ab 30 150€ statt 80€ zahlen zu müssen ist kein Beinbruch. Wenn man bis dahin eine Ausbildung hinter sich hat, kann in den Semesterferien gutes Geld auf die Seite legen, seine erhöhte Kassenbeiträge ruhig begleichen.

Achso? Dann kannst du gerne meine Beiträge dann auch übernehmen, wenn das so einfach ist?
Also ich kann mir trotz BAföG und Job nicht einfach so jeden Monat 70€ mehr aus der Tasche schütteln.

schweindel
14.10.2015, 13:54
Ich habe es nicht böse gemeint, fühle Dich bitte nicht angesprochen. Jeder hat halt eigene finanzielle Lage in seinem Leben. Ich könnte mich fürs nächste Semester ja bewerben, habe über 18 WS, arbeite aber noch 1,5 Jahre voll, damit ich auf die Seite Geld lege, so dass ich mit dem Arbeiten in Semesterferien die Studienzeit gut überbrücke.

So kann ich auch 150€ zahlen statt 80€.

Absolute Arrhythmie
14.10.2015, 13:59
Dann mach doch bitte auch keine Aussage über die finanzielle Situation anderer Leute, danke.

schweindel
14.10.2015, 14:09
Das, was ich schreib, beinhaltet weder eine negative Bedeutung noch eine Aussage über die fin. Situation anderer, du hast das lediglich persönlich genommen.

Mit einer Ausbildung kann man (nach dem Abschluss) bis zum Start auf der Uni Geld sparen, um sich eine vernünftigere Zeit zu ermöglichen. Daran ist nichts falsch.

Absolute Arrhythmie
14.10.2015, 14:17
Du hast geschrieben, dass es kein Beinbruch wäre 70€ mehr zu zahlen, das ist schon bewertend. Und wer während der Wartezeit spart, bekommt kein bafög. Ich hab mich fürs Bafög entschieden.
Wenn du irgendwann mal studierst und dann das Geld locker sitzen hast, dann ist das sehr gut für dich. Trotzdem gibt es hier viele die mit wenig Geld auskommen müssen (dazu gehöre ich wohl eher auch nicht), vielleicht wartest du auch mal ab wie sich dein Studium so angeht, bevor du aussagen darüber triffst, wieviel man zB in den Ferien arbeiten kann. Ganz zu schweigen davon, dass man mit bafög max 4800€/Jahr verdienen darf.

Der Hinweis, die Bescheinigungen zu sammeln, ist also für viele sicher sehr relevant. Hinzu kommt, dass man den Krankenkassen wohl nicht unbedingt freiwillig noch Geld in den Rachen werfen muss.

schweindel
14.10.2015, 14:21
Ok, die gebe ich Recht.

Aprophys
14.10.2015, 15:41
...habe über 18 WS, arbeite aber noch 1,5 Jahre voll, damit ich auf die Seite Geld lege, so dass ich mit dem Arbeiten in Semesterferien die Studienzeit gut überbrücke

Wenn du genügend Geld hast um auf BaföG oder einen Studienkredit verzichten zu können, ist das für dich ja auch i.O. Allerdings hast du bisher ja auch (aus wohl wirtschaftlichen Gründen) auf den Studienplatz verzichtet, kannst dich also schlecht auf eine wirtschaftliche Benachteiligung berufen. Im BaföG-Satz sind jedenfalls nur die knapp 80 € für die KV vorgesehen. Alles darüber hinaus müsste der Student sich grundsätzlich vom Munde absparen. Zu der Frage mit dem Einkommen während des Studiums. Für Studenten gilt grundsätzlich der Studentenbeitrag, egal ob die nebenher Jobben. Wenn du allerdings zwischen 450,01 € und 850,00 € verdienst (sog. Midi-Job), zahlst du von rund 11% bis zum vollen Arbeitnehmeranteil. Bei 450,01 € müssten das dann also rund 50 € sein. Ansonsten liegt der Mindestbeitrag bei diesen ca. 150 €.

Sollte die KV dann (mangels Ablehnungsbescheiden) nicht anerkennen, dass ich nicht früher zum Studium hätte zugelassen werden können, kann ich trotzdem nicht mehr zahlen als den geminderten Studentenbeitrag. Ich seh schon, dass das wieder eine Sache fürs Sozialgericht wird.

schweindel
14.10.2015, 16:16
Gem. BaföG bin ich Zweitstudienbewerber, da ich bereits im Ausland studiert habe. Daher ist der Verzicht auf Studienplatz bei mir eher zwanghaft. Ohne gute Vorbereitung müsste u.U. das Studium (oder ich) drunter leiden.

Gerade nicht jeder hat solche feine Möglichkeit wie BaföG, auch wenn dessen Regelungen wie beschrieben scharf klingen. Schärfer wäre es, wenn das Einkommen in Studienzeiten stoppen würde, wo das Konto leer ist.

Aprophys
14.10.2015, 16:28
Du kannst doch einen Studienkredit aufnehmen.

Mich würde mal interessieren: Woher weiß das BaföG-Amt, dass du im Ausland studiert hast?

schweindel
14.10.2015, 17:03
Ich weiß nicht, wie die Ämter miteinander kommunizieren, aber man könnte es u.U. erfahren, dass ich meinen (reglementierten) Beruf in D ausübe, was eine erfolgreich absolvierte Ausbildung erfordert und beweist, dass mein Erststudium abgeschlossen wurde. So kann es nach hinten losgehen. (Evtl. Rückzahlung usw.)

Studienkredit ist auch eine Option, was ich z.B. in letzten 4-5 Semestern in Anspruch nehmen würde, falls nötig ist. Den Unterschied zwischen SK und BaföG brauch ich Dir ja nicht zu erzählen...

Sticks
15.10.2015, 08:28
Doppelt.

Sticks
15.10.2015, 08:32
Ab 30 150€ statt 80€ zahlen zu müssen ist kein Beinbruch. Wenn man bis dahin eine Ausbildung hinter sich hat, kann in den Semesterferien gutes Geld auf die Seite legen, seine erhöhte Kassenbeiträge ruhig begleichen.

Arbeiten? In den Ferien? Ha ha. Träume weiter.
Wenn dekadent, dann bitte richtig.

Abgesehen davon halte ich es unabhängig vom finanziellen Stand für sinnvoll, trotzdem kein Geld "zu verschenken".

schweindel
15.10.2015, 14:16
Vielleicht kannst du als Erfahrener einem Träumer erzählen, ob es gar nicht möglich ist, am WE und in den SF zu arbeiten. Auch diejenige, die von Eltern finanziert werden, bräuchten Zeit für Urlaub, Familienbesuch, dies und das.

Hier stellt sich die Frage: wie schaffen die Leute das, die keine reichen Eltern haben und arbeiten gehen?

Verschenken sollte man keinem was, da bin ich dabei. Mit der Aussage "unmöglich" kommt man aber an der Lösung vorbei. Das, was man gerade in der Medizin nicht tun sollte.

schweindel
15.10.2015, 14:26
Hier gibt es ein Beispiel dazu:


@RA05: vielleicht interessiert Dich ja noch eine Meinung mehr, von jemandem, der studiert und nebenbei Vollzeit gearbeitet hat. Grundsätzlich: ES GEHT. Wobei ich im Nachhinein sagen muss, dass meine Physikumsnote durch 30-40 h/Woche als Krankenschwester nebenbei doch gelitten hat. Zum Glück zählte bei mir damals nur "Bestanden"; Note wurde in Endzensur nicht eigerechnet... Ich bin regelmäßig vom Nachtdienst (habe in Rettungsstelle gearbeitet) direkt in die Vorlesung. Was uns nicht umbringt, macht uns stark. ;-) In den Semesterferien hat man alle Zeit der Welt, fleißig Geld zu verdienen. Hast Du monatlich mehr als 400 Euro, zahlst Du Sozialversicherung + Steuern. Die Steuern holt man sich durch Einkommenssteuererklärung komplett wieder zurück und nach Studienende schon einige Jahre in RV und AV eingezahlt zu haben, ist nicht das Schlechteste. Erfülle Dir Deinen Traum. Wie hier schon geschrieben, hast Du auch ohne Abi die Möglichkeit dazu. Viel Erfolg! :-top Mit dieser Berufsausbildung wirst Du später bei Bewerbungen für Chefs umgemein interesssant. So war es jedenfalls bei mir.

Absolute Arrhythmie
15.10.2015, 14:39
Das Thema wurde im Wartezeit-Forum schon umfassend diskutiert. Klar kann man arbeiten. Die Frage ist: wie schnell lernst du und wie gut kannst du dich organisieren. Willst du nur bestehen, oder willst du dich mit dem Stoff wirklich auseinander setzen und gut sein. In den Ferien musst du außerdem ggf Pflegepraktikum und später Famulaturen machen. Ich stelle es mir schwer vor, daneben mehr als an den Wochenenden zu arbeiten.

Sticks
15.10.2015, 18:52
Klar kannst du in den Ferien arbeiten gehen. Wenn du musst, oder möchtest.
Mein Beitrag war dahingehend ernst gemeint, dass ich eher nicht möchte. Um auf deinen dekadente "was machen schon 70€" einzugehen.