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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tätigkeit neben Assistenzarztdasein erlaubt?



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garfff
10.07.2015, 11:31
Bin schon gespannt, wann ich auf die ersten Rechtschreibfehler aufmerksam gemacht werden. Demjenigen empfehle ich dann bitte Hygiene und QM-beauftagter Arzt in seinem Haus zu werden.

Coxy-Baby
10.07.2015, 11:35
hmmm 6 Ärzte hier in diesem Thread sind der Meinung "unseriös", und zum Thema Nestbeschmutzer, dass kann man von der anderen Seite her genauso gut aufziehen, Leute mit 0% Erfahrung die meinen nur weil sie Arzt sind, die Generalvollmacht für medizinisches Wissen haben und dieses gewinnmaximierend an den Mann zu bringen wollen sind ja auch irgendwie Nestbeschmutzer...

WackenDoc
10.07.2015, 11:40
Don´t feed the troll!

erdbeertoertchen
10.07.2015, 11:41
Leute regt euch doch nicht so auf. In einem öffentlichem Forum wird man wohl auch Fragen stellen und beantworten können die nicht eurer persönlichen Meinung bzw. Vorstellung entsprechen. Ich fand ihre/seine Frage sehr gut und interessant und finde es nett dass sie/er die Infos von der Ärztekammer reingestellt hat. Verwässert den Thread doch bitte nicht so mit euren unsinnigen Grundsatz Diskussionen :o)
Es geht nicht darum, dass jemand eine Nebentätigkeit aufnehmen möchte, es geht darum, wie der TE hier Auftritt und ohne fundiertes Wissen Coaching anbieten möchte für Leute, die durch den Mangel an Plätzen bei qualifizierten Praxen, gar nicht anders können , solche Plätze anzunehmen, Für mich ist es Geldmacherei. wenn der TE eine Coaching Ausbildung hätte und nach der Möglichkeit, wie man die neben dem Job in der Klinik vergüten lassen kann, gefragt hätte, wäre diese Diskussion nicht entstanden.

Feuerblick
10.07.2015, 11:45
Nur mal was Grundlegendes: Als Weiterbildungsassistent arbeitest du formal unter Facharztaufsicht und darfst natürlich Diagnosen stellen und therapieren. Wenn du das aber alleine und eigenverantwortlich in Wald und Flur tun willst, wirst du wohl oder übel eine gewisse Qualifikation vorweisen müssen, sonst ist es mit der Berufshaftpflicht mehr als problematisch. :-nix

Wenn du aber den Thread nur eröffnet haben solltest, um dich über die Unzumutbarkeit des Arztberufs und die Naivität derer, die sich an Regeln halten auszulassen, dann hat sich das hiermit erledigt. Beleidigungen (Nestbeschmutzer...) sind übrigens auch ganz in gar nicht erwünscht...

THawk
10.07.2015, 11:55
@THawk: ich finde du hast ein krasses Selbstbild!
Was bitte ist daran Scharlatanerie? Wir haben diesen Beruf studiert - Psychologie, Psychatrie, Psychosomatik etc.. wurde alles gelehrt!?

Glaubst du wenn du als Assistent in der Inneren in der 2. Arbeitswoche eine Pneumonie oder einen MI diagnostizierst und behandelt, ist das dann etwas anderes? Nein!

Ich denke, es ist langsam mal an der Zeit an der Berufsordnung einiges zu ändern

Spannend, mein Selbstbildnis wurde hier noch nie in Frage gestellt, Chapeau. Ich glaube, im Gegensatz zu dir habe ich ein paar Jahre Erfahrung mit dem was ich tue und weiß was ich einem Berufsanfänger zutrauen kann. Erkläre mir mal bitte die Begründung für 5x Satz bei deinen Patienten.

Mach was du willst, aber du musst es uns wohl überlassen wenn wir dein Verhalten nicht gut heißen.

garfff
10.07.2015, 12:03
@erdbeertörtchen: ja, Arbeit ist Geldmacherei.

was du mir unterstellst, bzgl Mangel an qualifizierten Praxen etc. stimmt nicht. Ich denke selbst als unerfahrender approbierter Arzt gibt es ein Wissensgefälle zu einem medizinischen Laien, das sich durch eine ärztliche Tätigkeit "gewinnbringend" ausnutzen lässt. Im Sinne: der Patient nutzt mein Wissen gegen Geld.

Aber wie gesagt, man kann das Coaching gerne raulassen.

1. Was mir aufstößt ist die Tatsache, dass ich auf der einen Seite als Berufsanfänger alleine bei frisch operierten Patienten Nachtdienst machen soll, es auf der anderen Seite aber nicht mal möglich ist, haftungsmäßig auf der sicheren Seite zu stehen, wenn auf Patientenwunsch! hin eine Thrombosespritze (macht norml jede Krankenschwester, med. Laie) als Privatarzt ohne Facharzt verabreicht werden soll.

2. Wir als Ärzte arbeiten in einem völlig durchökonomisierten System, bei dem es für sämtliche! Teilnehmer (Kassen, MdK, KRankenhausverwaltung, Patienten, Pharmabranche etc.) absolut legitim ist neoliberal-wirtschaftliches Handeln an den Tag zu legen. Aber wehe!! ein Arzt möchte bei diesem System mitspielen!
Dann kommen die eigenen Leute (erdebeertörtchen, coxy-baby..) und werfen einem vor, Geld verdienen zu wollen.
Wie das zusammengeht, ohne dass es für uns als einst zentralen Pfeiler des Systems weiter bergab geht und wir nurnoch Spielball von MdK und CO werden - bitte um Erklärung.

garfff
10.07.2015, 12:20
@THawk: den 5x Satz kann ich dir erklären.
Wenn man angesprochen wird, sagen wir mal 2x am Tag eine Thrombosespritze zu setzen, weil das dem Patienten lieber ist (übervorsichtig), dass das ein Arzt macht und er bietet dir an, dafür 2x 70,- zu zahlen. Weil er hats halt und gibt seinem Friseru eh 50,- Trinkgeld und ist der Meinung ein Arzt gehört ordentlich bezahlt (Hier bitte dein erster Einwand;)).
Jetzt würde ich natürlich neben meinen x Assitenzarzt-Wochen-Stunden für ein paar Euro-GOÄ-Satz nicht 2x am Tag bei dem HOtel vorbeiradeln. Aber gut, er bietet mir ja 140,- pro Tag für die nächsten 3 Wochen.

Ich kann eure Anfeindungen (Geldmacherei…) einfach nicht nachvollziehen. Es muss doch möglich sein, dem PAtientenwunsch zu entsprechen. Da ich aber nicht pauschal abrechnen darf, sonder nur nach GoÄ müsste ich da eben irgendwas miteinander multipilzieren um auf 140,- am Tag zu kommen, vileleciht noch ärztliche Beratung etc... Ist das verwerflich? KLar GoÄ ist GoÄ, aber ist das die Realität?
Also geh ich jetzt hin und sage, tut mir leid, kann ich nicht machen, die Bürokratie hindert mich. Patient: Oh nein, eine Krankenschwester/Pflegedienst lässt er da nicht ran, schon zu viel passiert. Und jetzt einen vertrauenswüridgen Arzt (bitte hier erneuten hämischen Kommentar) zu finden, der jeden Tag 2x kommt? Wem ist jetzt geholfen? Dem Patienten sicher nicht.

Das ist jetzt sicher kein repräsentativer Fall, passiert aber nun einmal. In dieser KOnstellation finde ich es schade, dass es nahezu unmöglich ist, dies als Arzt rechtssicher durchzuführen und frage mich, was id Aprobation überhaupt wert ist!?

garfff
10.07.2015, 12:21
@THawk: den 5x Satz kann ich dir erklären.
Wenn man angesprochen wird, sagen wir mal 2x am Tag eine Thrombosespritze zu setzen, weil das dem Patienten lieber ist (übervorsichtig), dass das ein Arzt macht und er bietet dir an, dafür 2x 70,- zu zahlen. Weil er hats halt und gibt seinem Friseru eh 50,- Trinkgeld und ist der Meinung ein Arzt gehört ordentlich bezahlt (Hier bitte dein erster Einwand;)).
Jetzt würde ich natürlich neben meinen x Assitenzarzt-Wochen-Stunden für ein paar Euro-GOÄ-Satz nicht 2x am Tag bei dem HOtel vorbeiradeln. Aber gut, er bietet mir ja 140,- pro Tag für die nächsten 3 Wochen.

Ich kann eure Anfeindungen (Geldmacherei…) einfach nicht nachvollziehen. Es muss doch möglich sein, dem PAtientenwunsch zu entsprechen. Da ich aber nicht pauschal abrechnen darf, sonder nur nach GoÄ müsste ich da eben irgendwas miteinander multipilzieren um auf 140,- am Tag zu kommen, vileleciht noch ärztliche Beratung etc... Ist das verwerflich? KLar GoÄ ist GoÄ, aber ist das die Realität?
Also geh ich jetzt hin und sage, tut mir leid, kann ich nicht machen, die Bürokratie hindert mich. Patient: Oh nein, eine Krankenschwester/Pflegedienst lässt er da nicht ran, schon zu viel passiert. Und jetzt einen vertrauenswüridgen Arzt (bitte hier erneuten hämischen Kommentar) zu finden, der jeden Tag 2x kommt? Wem ist jetzt geholfen? Dem Patienten sicher nicht.

Das ist jetzt sicher kein repräsentativer Fall, passiert aber nun einmal. In dieser KOnstellation finde ich es schade, dass es nahezu unmöglich ist, dies als Arzt rechtssicher durchzuführen und frage mich, was id Aprobation überhaupt wert ist!?

Coxy-Baby
10.07.2015, 14:06
Nur mal so aus Interesse, "Patient im Hotel", frisch operiert inner Privatklinik und dann im Hotelzimmer zur Wundheilung? Was bekommt er denn gespritzt UFH,NMH?
Wer macht regelmäßige Laborkontrollen? Wer informiert dich dann über die Ergebnisse? Einfach mal so vorbeiradeln und Spritze rein, ist halt nicht, bzw. kann mal böse nach hinten losgehen wenn es zu Komplikationen kommt....

garfff
10.07.2015, 14:17
es wäre einzig und allein um die gabe der spritzen gegangen. indikation, bb-kontrolle etc. alles über niedergelassenen kollegen. sei´s drum.

Coxy-Baby
10.07.2015, 14:38
Wenn du als Arzt tätig wirst, geht es nie um mal eben machen, das ist ja der Unterschied zum Pflegedienst, der arbeitet auf ärztliche Anweisung und wenn da was schief läuft ist klar wer dran ist. Wenn bei deiner Spritzerei was schief geht, wirst du in vorderster Reihe stehen und wenn dann rauskommt, keine Untersuchung, keine Indikationsstellung, keine Angaben zum Labor könnte das schwierig werden.

garfff
10.07.2015, 14:52
was ist denn bei dir los? willst du das falsch verstehen? die indikation steht (arztbrief), die laborkontrollen macht der niedergelassene, es wäre eben um die gabe der Spritzen gegangen. slebstverständlich incl. dokumentation, rückmeldung niedergelassener etc.
?

WackenDoc
10.07.2015, 15:24
Siehst du, das ist eben der Unterschied zwischen der Durchführung durch Angehörige oder Pflegedienst und dir als Arzt.
WENN was passiert bist du dran. Aber mach ruhig, ist ja nicht meine Approbation.

mainzer
10.07.2015, 19:10
grad mal nachgelesen...5,36€ gibt's lt. GOÄ für die s.c. Injektion...und das mit 3,5-fachem Satz..da wirste noch vom angenommenen 5-fachen Satz aber noch n bissl was draufschlagen müssen...aber rechnen kannst du ja genausogut wie pycholog. Coaching...gab ja schließlich n Mathe-Vorkurs an der Uni ;-)

und ganz ehrlich...wer auf DIESEM Standpunkt ist:

Weiterbildung, Zusatzbezeichung etc. ist doch mal ehrlich gesagt nix als BEschäftigungtherapie.

..der sollte sich vielleicht überlegen, ob er sein Geld nicht irgendwo anders besser verdienen kann ohne hier (im Übrigen berechtigterweise) auf grobe Fehler hingewiesen zu werden - du nennst es angefeindet zu werden und mit einem Bein im Gefängnis zu stehen...das wären mir die 140€ nämlich nicht wert (mal abgesehen vom angenommen Patientenklientel)..
im Vgl. dazu, wenn man denn mal Zusatzweiterbildungen gesammelt hat...machst du ziemlich genau 3 24h Dienste auf einem ruhigen NEF mit wenig Einsätzen und hast weitaus juristisch korrekter/sicherer die gleiche Kohle zusammen (wenn es dir denn darum geht).

Lakemond
10.07.2015, 19:12
Die Einfachste Lösung: nach GOÄ abrechnen und den Rest sich schenken lassen. Danach alles versteuern.
Ich finde es auch total blöd, dass man durch irgendwelche Gesetze begrenzt ist.
Ob 70 Euro für ne Spritze zu kassieren ethisch ist, ist eine ganz andere Frage...
Apropos, wann hast du deine letzte Thrombose spritze gegeben? Jede Krankenschwester macht dutzend davon jeden Tag....so viel zur Erfahrung

FirebirdUSA
10.07.2015, 21:27
1. Hat die Ärztekammer dir ja schon gesagt: Für privatärztliche Tätigkeit gilt die Niederlassungspflicht + Anmeldung bei Ärztekammer + extra Berufshaftpflicht (wahrscheinlich relativ teuer, rechne mal 3-4 stellig/Jahr)
2. Abrechnen darfst du nur nach GOÄ und musst Zuschläge begründen
3. Wenn dir einer mehr bezahlt zwingt dich ja keiner es zurück zugeben. Steuerlich würde ich mich da aber bersten lassen.
4. Als Arzt MUSST du die Indikation, Kontraindikation, etc. prüfen (du bist eben keine Krankenschwester) und musst dich deswegen versichern dass der Kollege es auch richtig macht ( Labor kontrollieren etc.) & natürlich auch dokumentieren

Was du privat ansonsten anbietest (Coaching, etc.) ist dir überlassen, nur wäre ich vorsichtig es als ärztliche Leistung anzubieten. Psychiater in der Ausbildung haben Supervision, d.h. die sprechen die Fälle auch noch mit jemand fertig Ausgebilddtem durch. Das kannst du also schlecht vergleichen.
Wenn du nachts auf Station ein Problem hast gibt es einen OA der erreichbar ist.

Mano
10.07.2015, 22:24
Wenn du in deiner Klinik offensichtlich keine Weiterbildung bekommt sondern ihr Harakiri betreibt - wäre es dann nicht an der Zeit sich eine andere Weiterbildungsstelle zu suchen?
Ich meine auch anderswo ist nicht alles Gold was glänzt - aber eine gewisse Supervision und Ausbildung gibt es inzwischen auch in Deutschland in den meisten Kliniken...

kingston
11.07.2015, 08:04
Was ist denn ein psychologisches Coaching genau?
Ein Coaching für was auch immer, müßte jeder anbieten können, da brauchts doch keine spezielle Ausbildung dafür, ist ja keine Psychotherapie.

Mit dem Spritzen-Geben wäre ich tatsächlich etwas vorsichtig.

blaabc
11.07.2015, 09:20
Es scheint mir, dass eher der Threadersteller ein "psychologisches Coaching" braucht.