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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neue AMVV- der ganz normale Wahnsinn



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Feuerblick
26.07.2015, 11:42
Es ist natürlich auch NICHT okay, wenn Arzthelferinnen oder Arzt auf nen freundlichen Hinweis genervt reagieren. Selbst wenn es gefühlt der hundertste Anruf ist... :-meinung

Hanno04
26.07.2015, 11:50
ich bin zwar noch nicht in der arbeitswelt, aber was wäre -rein theoretisch- wenn beide seiten sich den neuen verordnungen widersetzen bzw. sie nicht richtig befolgen, da sie anscheinend undeutlich formuliert sind?
würde so der gesetzgeber nicht am ehesten merken, dass es an informationsbedarf mangelt?
irgendwo sitzen apotheker und ärzte doch im selben boot. könnte man da nicht einfach mal merh zusammen halten? korriegrt mich, wenn das nicht geht. ich habe manchmal nur den eindruck, dass es in der arzt-apotheker-beziehung einfach zu sehr um konkurrenzdenken geht.

EVT
26.07.2015, 13:55
Warum gibt es eigentlich unterschiedliche Ausgaben vom Ärzteblatt? Verordnungen sind ja jetzt nicht regional unterschiedlich.

Dann sollte man sich da mal beschweren, dass sie solche wichtigen Änderungen mal früher reinschreiben sollten.. Die Apotheker haben das ja auch hinbekommen.

Kandra
26.07.2015, 13:56
Bei den Apothekern gehts da aber auch um Geld ;)

EVT
26.07.2015, 14:09
Bei Ärzten um zusätzliche Arbeit und Zeit, also letztlich auch Geld.

WackenDoc
26.07.2015, 14:10
Die verschiedenen Ausgaben des Ärzteblatts sind nicht regional unterschiedlich, sondern eine für Kliniker, eine für Niedergelassene, eine für Sonstige.

cavalorn
26.07.2015, 20:23
Bei Ärzten um zusätzliche Arbeit und Zeit, also letztlich auch Geld.

Eine Verordnung der Verordnung entsprechend anzufertigen, kostet nicht mehr mehr Zeit...

Großkotzig sind mehrheitlich die Ärzte, meiner Erfahrung nach. Und ich kenne beide Seiten sehr gut...

EVT
26.07.2015, 20:42
Ich meinte, wenn es korrigiert werden muss, weil man es nicht wusste.

Minoo
27.07.2015, 18:40
Bei Ärzten um zusätzliche Arbeit und Zeit, also letztlich auch Geld.

Klar es geht bei uns allen um Geld. Bei s übrigens auch um Zeit und Arbeitskraft, was wieder aufs Geld hinaus läuft.
Zu eurem Ärzteblatt: Gibt es da nicht auch ein online Portal für dich wichtigsten Meldungen?
bei uns werden solche dringenden Dinge übers Internet verbreitet.

WackenDoc
27.07.2015, 18:58
Ja, es gibt ein Onlineportal, aber da da meist eh nichts brauchbares oder aktuelles drin steht, schaut man nicht regelmäßig rein. Und nein, sowas steht da auch nicht schneller drin als in der offiziellen Ärzteblattausgabe

Muriel
27.07.2015, 20:38
Und ich stehe weiterhin auf dem Standpunkt, dass, wenn eine Behörde o.ä. von mir aus welchen Gründen auch immer verlangt, dass ich einen Stempel änder oder ein Rezept anders ausfülle, dass diese es mir dann auch auf direktem an mich adressierten Wege mitteilt und dass sie nicht verlangen kann, dass ich in irgendwelche Zeitschriften, die ich nicht mal freiwillig abonniere, hineinschaue auf der Suche, ob sich ggf etwas verändert haben könnte in irgendeinem Bereich. Das hat für mich absolut nichts mit der selbstverständlichen Fortbildungspflicht zu tun.

Minoo
01.08.2015, 17:11
Muriel, ich kann dich ja verstehen. Es wäre natürlich schön, wenn man solche Änderungen auf seinen Schreibtisch geschickt bekommt. Wir in der Apotheke sind es gewohnt, dass wir uns informieren müssen und verpflichtet sind aktuelle Informationen aus den entsprechenden Informationsquellen zu ziehen. Vielleicht musst du auch bedenken, dass es ein ganz schöner Aufwand ist + Kosten jeden Arzt anzuschreiben.
So lange dauert ein Blick ins Netz doch auch nicht

McQ
01.08.2015, 19:53
Also zunächst mal zum Generellen. Lt. Gesetz dürfen wir kein fehlerhaftes Rezept beliefern. Wer das macht, der wird retaxiert. Also hat man 3 Möglichkeiten: wegschicken (macht keiner), trotzdem beliefern oder ändern lassen. Das klappt soweit bisher im großen und ganzen bis auf die Kliniken. Kann man sich jetzt stundenlang drüber aufregen oder man akzeptiert es, weil wird ja keiner gezwungen, in der Öffentlichen zu arbeiten und hier ist die Hauptaufgabe nunmal die Logistik bzw. der Deal Medi gegen Rezept.

Ich persönlich achte gar nicht drauf. Das machen die Apothekerinnen im Nachgang. Stehe eh auf dem Standpunkt, die 6 Monate (die ich eigentlich lieber in ner ausländischen Apotheke gemacht hätte, wenn schon unbedingt Pflicht) möglichst stressfrei rumzubekommen. Und für die paar Piepen und diese Art der Arbeit mach ich keiner Finger mehr krumm als nötig. Meine Chefin fährt nen dicken Benz, die kann es wohl verkraften. Von daher: immer ruhig bleiben und nicht aufregen.

Brutus
02.08.2015, 18:47
Muriel, ich kann dich ja verstehen. Es wäre natürlich schön, wenn man solche Änderungen auf seinen Schreibtisch geschickt bekommt. Wir in der Apotheke sind es gewohnt, dass wir uns informieren müssen und verpflichtet sind aktuelle Informationen aus den entsprechenden Informationsquellen zu ziehen. Vielleicht musst du auch bedenken, dass es ein ganz schöner Aufwand ist + Kosten jeden Arzt anzuschreiben.
So lange dauert ein Blick ins Netz doch auch nicht
Nochmal: wie ich oben schon verlinkt hatte, ist die ERSTE Info, die ich ganz sicher nicht gelesen habe, im Ärzteblatt MITTE Juli aufgetaucht. Und da auch nicht im allgemeinen Teil, sondern nur für ein bestimmtes Ärzteklientel. Und die Kliniker haben nix davon erfahren. Insofern sehe ich mich nicht in der Pflicht, jede Woche das juristische Wochenblatt querzulesen, ob es irgendwelche Änderungen in für mich releventen Bereichen gegeben hat.
:-meinung

Phosphorsalzperle
05.08.2015, 08:50
Ich persönlich achte gar nicht drauf. Das machen die Apothekerinnen im Nachgang. Stehe eh auf dem Standpunkt, die 6 Monate (die ich eigentlich lieber in ner ausländischen Apotheke gemacht hätte, wenn schon unbedingt Pflicht) möglichst stressfrei rumzubekommen. Und für die paar Piepen und diese Art der Arbeit mach ich keiner Finger mehr krumm als nötig.

krasse Einstellung: Ich lese daraus, dass du dich gerade im Praktischen Jahr befindest?
Hm ich weiß nicht, ob ich deine Einstellung so cool finde wie sie rüber kommt. Wenn man schon als Berufsanfänger so eine Null-Bock-Stimmung hat, fällt es mir schwer vorzustellen, dass du später deine Arbeit gewissenhaft machst.

Minoo
05.08.2015, 10:18
Nochmal: wie ich oben schon verlinkt hatte, ist die ERSTE Info, die ich ganz sicher nicht gelesen habe, im Ärzteblatt MITTE Juli aufgetaucht. Und da auch nicht im allgemeinen Teil, sondern nur für ein bestimmtes Ärzteklientel. Und die Kliniker haben nix davon erfahren.
okay, okay,... ein Erscheinungsadatum von mitte Juli ist wirklich nicht korrekt. Nun leuchtet mir auch ein, warum gerade in den Kliniken noch bis heute diese Neuerung nicht bekannt ist. Gu, man könnte natürlich auch jetzt die Klinikverwaltung in die Mangel nehmen. Aber das ist ein anderes Thema.
Wir halten mal wieder fest: Das Gesundheitssystem hat große Mängel auszuweisen. Löcher werden allmählich zu Kraterlandschaften...

McQ
06.08.2015, 18:24
@ Phosphorsalzperle

Ich denke mal, jeder Pharmazeut hat so seine Meinung über die Öffentliche. Für mich sind die 6 Monate nicht mehr als ein notwendiges Übel. Mein Team ist soweit super nett und die Arbeitszeiten sind top, keine Frage. Das wiegt aber für mich nicht die Art der Arbeit auch (und die miese Bezahlung im PJ). Ich wollte nie in die Öffentliche, weil ich diese schlicht nicht als zukunftsfähig erachte. Das Ding mit der AMVV bestärkt mich nur in meiner Ansicht. Wer will sich denn den ganzen Tag freiwillig darüber Gedanken machen, ob er Medikament A oder Medikament B nun abgeben darf? Und das wird in Zukunft auch nicht besser werden, ganz im Gegenteil. Und Sachbearbeiter kann ich auch bei einer KK werden, dort aber wenigstens mit Büro.

Lissminder
08.08.2015, 15:54
@ McQ: was ist denn deiner Ansicht nach zukunftsfähig?
Ich finde die Öffentliche nun auch nicht mega spannend, aber so unendlich viele andere Möglichkeiten hat man auch nicht.
Von der Industrie höre ich auch immer wieder sehr unschöne Geschichten: Extremer Leistungsdruck, Überstunden, Mobbing, befristete Veträge etc
Wo arbeitest du jetzt eigentlich? hast du deine Nische gefunden :) ?

McQ
09.08.2015, 10:17
Gut, das wäre ein Blick in die Glaskugel. Meine persönliche Meinung dazu ist, das wichtige Trends nicht angenommen werden. Der technologische Fortschritt und digitale Anwendungen haben das Potenzial, die Art und Weise der Krankheitsbehandlung zukünftig umzukrempeln, was heute schon zum Teil zu beobachten ist. Manche Hersteller wie Abbot mit dem Freestyle Libre setzten hier schon gar nicht mehr auf die Apotheke. Es gibt genügend kluge Köpfe, die am Gesundheitssystem von morgen arbeiten. Das die Apothekerschaft eher konservative Menschen ohne großen Hang zum Risiko ist, ist ja erstmal nicht verwerflich. Auch mag man mit der Medikamentenabgabe noch gut verdienen. Die Frage, die ich mir stelle ist, ob das alles, so wie es heute ist,ein zukunftsfähiges Modell ist und ich habe da so meine Zweifel.

Ich habe neben dem Studium für eine Unternehmensberatung gearbeitet und würde gerne in diesem Bereich bleiben. Ich arbeite gerne analytisch und problemorientiert. Ist aber sicherlich auch kein Ponyhof. Pharmazeuten sind hier halt Exoten aber genießen auf Grund der Härte des Studiums einen guten Ruf. Bin gerade im 1. HJ im PJ in der Apo und mir sagt die Arbeit nicht wirklich zu.

Lissminder
12.08.2015, 17:51
Ich habe neben dem Studium für eine Unternehmensberatung gearbeitet und würde gerne in diesem Bereich bleiben. Ich arbeite gerne analytisch und problemorientiert. Ist aber sicherlich auch kein Ponyhof. Pharmazeuten sind hier halt Exoten aber genießen auf Grund der Härte des Studiums einen guten Ruf. Bin gerade im 1. HJ im PJ in der Apo und mir sagt die Arbeit nicht wirklich zu.

Interessant. ich mag so Quereinsteiger. Na immerhin hast du dir schon deinen guten Ruf erkämpft :).
Ich halte die Apotheke wie sie heute ist auch nicht für Zukunftsweisend. Ich verstehe manchmal auch nicht, warum viele Apotheken den technischen Fortschritt nicht mehr Nutzen. Bin derzeit auch PhiP und ärgere mich jedes Mal, dass es in meier Apotheke keinen Komissionierer gibt. Wie ich es finde ständige die Ware wegzuräumen. Hallo, das ist doch nicht mehr zeitgemäß!!!
Willst du also nach deinem 3. Examen Vollzeit in die Unternehmensberautung oder wie sind deine Pläne?