Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie schaffen es manche, so viel zu publizieren?
ehemaliger User_13052016-1
25.08.2015, 14:36
Es läuft total betreuer-abhängig...Hängt gar nicht vom Doktorvater so viel ab...Ich meine meist vom DIREKTEN Betreuer, wie ambitioniert er ist...Der Doktorvater würde dir immer sagen am Anfang, dass er was publizieren will...Ob das am Ende auch stimmt und ob er die Bedingungen für so was verschafft ist anscheinend eine andere Geschichte...
natürlich hängt es vom betreuer und vom doktorvater ab. das ist immer so. deine klinische ausbildung hängt auch vom oberarzt/chef ab. aber du solltest vor beginn der diss ja ein gespräch mit beiden gehabt haben. wäre das nicht der fall, hätte ich weiter gesucht. nochmals für die zukunft: sprich mit ehemaligen/derzeitigen mitarbeitern über deren erfahrungen, egal ob labor, diss, postdoc, assi.
du bist doch für die zukunft gut aufgestellt. du hast eine experimentelle arbeit mit mehreren posterbeiträgen. mit etwas engagement springt noch eine autorenschaft bei raus. damit fängst du erstmal in der klinik an und suchst dir in deiner abteilung ein gebiet welches dich interessiert und du ansprechpartner hast, bei denen du glaubst, dass sie dich unterstützen. dann forscht du neben der klinik etwas, machst vielleicht noch ein postdoc und dann läuft das schon. auch in der wissenschaft wird nur mit wasser gekocht
arbeiter79
26.08.2015, 11:57
Und wie wird ein prof. an der Uni bezahlt wenn er nicht grade Chefarzt ist? überlicherweise mit AT Vertrag und üppiger Poolbeteiligung oder auch viele nur nach Tarif?
Frage mich auch ob man als Uni Prof Oberarzt locker eine CA Stelle in kleinen bis mittelgroßen Häusern bekommt?
Als Student >1 Erstautor Paper zu machen ist schwierig, weil meist ein Mitarbeiter die Authorship braucht (zu Recht). Da kann man aber schon einmal Co-Authorships sammeln. Wuerde das aber nicht zu verkrampft sehen waehrend dem Studium.
Ich hatte die 8 Erstautor Paper fuer Habil nach 2 Jahren im Job voll und jetzt >20 Erst- und Letztautorschaften (nur Research, Review Artikel nicht gezaehlt) nach ca. 3,5 Jahren.
Chefs suchen aber IMMER jemanden, der die Forschung in ihrer Abteilung richtig vorantreibt. Da rennt man ueblicherweise offene Tueren ein.
Als Student >1 Erstautor Paper zu machen ist schwierig, weil meist ein Mitarbeiter die Authorship braucht (zu Recht). Da kann man aber schon einmal Co-Authorships sammeln. Wuerde das aber nicht zu verkrampft sehen waehrend dem Studium.
Ich hatte die 8 Erstautor Paper fuer Habil nach 2 Jahren im Job voll und jetzt >20 Erst- und Letztautorschaften (nur Research, Review Artikel nicht gezaehlt) nach ca. 3,5 Jahren.
Chefs suchen aber IMMER jemanden, der die Forschung in ihrer Abteilung richtig vorantreibt. Da rennt man ueblicherweise offene Tueren ein.
Du bist bestimmt in der Radiologie ;-) :-))
Falls ja, kann man meiner Meinung nach die publikatorischen Aktivitäten, die in der Radiologie, häufig an den Tag gelegt werden, auf die wenigsten anderen Fachbereiche übertragen. :-nix Insbesondere bei experimenteller Arbeit ist sowas nicht möglich aber auch klinische Forschung in anderen Bereichen ist oft nicht so ertragreich wie es anscheinend in der Radiologie der Fall ist. :-meinung
test danke, ich habe gerade an meinem "Welt-"bild gezweifelt!
Ich habe gerade wirklich überlegt, wie das funktionieren soll (zB in der Elektrophysiologie oder Molekularbiologie) - ich kenne zwar einige Anfänger mit +/-4 Erstautorschaften, aber die haben maximale Zeit investiert ohne nebenher Vollzeitklinik.
Haha ja genau, sind aber selbst fuer Radiologie wohl recht viele Paper.
Hatte aber nie am Tag Zeit, immer nach Arbeit, an Wochenenden, im Urlaub.
Aber retrospektive Paper zusammenschreiben kann man ja nun wirklich in fast allen klinischen Fachrichtungen.
Das Problem ist der Einstieg und die ersten Submissions, hier ist die Lernkurve unglaublich steil, da fallen auch native speaker regelmaessig auf die Nase. Ich korrigiere daher alle Paper meiner Forschungsgruppe ausfuehrlich. :-?
Wenn man aber auf Forschung aus ist und eine Stelle in Sicht ist, empfehle ich immer, die Namen aller Assistenten durch PubMed zu jagen, um zu sehen, was dort moeglich ist.
Everyman
07.09.2015, 08:01
Du bist bestimmt in der Radiologie ;-) :-))
Falls ja, kann man meiner Meinung nach die publikatorischen Aktivitäten, die in der Radiologie, häufig an den Tag gelegt werden, auf die wenigsten anderen Fachbereiche übertragen. :-nix Insbesondere bei experimenteller Arbeit ist sowas nicht möglich aber auch klinische Forschung in anderen Bereichen ist oft nicht so ertragreich wie es anscheinend in der Radiologie der Fall ist. :-meinung
Könntest du das vielleicht näher erläutern?
Könntest du das vielleicht näher erläutern?
Kann ich gerne. Ich arbeite selber seit ca. 8 Jahren an der Uni und bin habilitiert und erlaube mir daher zu behaupten, dass ich einen gewissen Überblick darüber habe, was so Kollegen aus den verschiedenen Fachgebieten in welchem ZEitraum so publizieren und wie schnell, welche Karriereschritte erreicht werden. Auch kenne ich persönlich einige, die in der Radiologie sich akademisch betätigen sowie viele weitere, die dies in anderen Fächern tuen, sowohl experimentell als auch klinisch.
In der Radiologie sind die Publikationszahlen (nicht Impact Faktoren!) bei allen, die ich kenne, und auch im Vergleich von verschiedenen Abteilungen im Durchschnitt durchweg um ein vielfaches höher als in anderen Bereichen, insbesondere im Vergleich zu denen, die experimentell arbeiten. Das liegt vermutlich einfach an dem schnellen Fortschritt der Technik (Hardware und Software), die eben erlaubt immer neue Protokolle bzw. Geräte auf Fragestellungen anzuwenden.
Die Aussage man könne überall retrospektive Arbeiten machen, trifft nur zum Teil zu, da es in einigen Fachgebieten inzwischen kaum noch möglich ist unizentrische retrospektive Studien irgendwo zu publizieren. Wobei auch da die Fachgebiete recht unterschiedlich sind. Das soll nicht als Fachgebietbashing oder falscher Neid rüberkommen. Es ist einfach so, dass man nicht einach nur auf Quantität gucken darf, sondern jedes Fach im Forschungsstil einfach anders ist und man auch klinisch und experimentell nicht pauschal vergleichen kann. Am besten schaut man im wesentlichen auf seine eigene "peer-group" und vergleicht sich nicht mit Leuten in ganz anderen Gebieten ;-) Das war das, worauf ich hinaus wollte. ;-) Daher würde ich mir radiologische Publikationsleistungen nicht als Ziel setzen, wenn ich in der neurologischen Grundlagenforschung tätig bin ;-) :-nix
Everyman
07.09.2015, 20:24
Vielen Dank, test.
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