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par
04.10.2015, 07:25
Wenn du damit meinst, dass FÄ auch deiner Ansicht nach berücksichtigt werden sollten, ist das doch eine wichtige message.

par
05.10.2015, 09:51
Liebe Alle!

Die Umfrage ist jetzt 1 Woche alt und vielen lieben Dank an all diejenigen, die sich bisher schon beteiligt haben!!! :-)

- Hier kristalisiert sich so langsam ein sinnvoller Fragenkatalog heraus, mit dem sich "Engagement" und "Vorbildlichkeit" greifbar und etwas konkreter erfassen lassen.
- Ausserdem scheinen FÄ hier Vielen eine im klinischen Alltag zu sehr stützende Rolle zu spielen (wenn denn engagiert), als dass man sich nur auf OA beschränken sollte.

To do: Jetzt gehts auch um Zahlen (wer, wo, auf welchem Fachgebiet, unter welcher LÄK tätig).
Könnte etwas länger brauchen, für dieses update; wirds aber auch geben!

Gerne weiter Kritik und jede weitere Beteiligung hilft, sich ein Bild zu machen, was zumindest Kollegen, die hier unterwegs sind, sich wünschen oder eben nicht.

Eure Par!
:-)

par
23.10.2015, 19:05
Wusstet ihr, dass in Deutschland zum 31.12.2014 365.247 Ärzte berufstätig gewesen sind (Quelle: Statistik der BÄK (http://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/Statistik2014/Stat14AbbTab.pdf))?
Unter den Ärzten mit Gebietsbezeichung waren folgende Fachrichtungen unter den Top 5:
1. Innere Medizin, 2. Allgemeinmedizin, 3. Chirurgie, 4. Anästhesiologie, 5. Frauenheilkunde/Geburtshilfe.
Wenn man sich speziell stationär tätige Ärzte anschaut (186.329), fällt Allgemeinmedizin rauss mit 5. Kinder-/Jugendmedizin

An euch zum Mitgestalten!:
1) Findet ihr das eine gute Idee, hättet auch jemanden im Sinn, würdet aber ehrlich gesagt, wenns die Möglichkeit gäbe, doch nicht vorschlagen? Dann schreibt warum und was euch abhalten würde!

2) Seht ihr die Umfrage und denkt, das wird sicher nicht funktionieren? Dann schreibt, weshalb und was euch zu bedenken gibt! ("grosser Aufwand" zählt nicht :) )

3) Wieviel Zeit würdet ihr in die Nominierung investieren? Sind euch 8min zuviel? Würden euch 30min nichts ausmachen?

4) Würdet ihr einen Freitext schreiben, um eure Wahl begründen zu können, oder lieber Ankreuzen, was auf eure Wahl zutrifft.

Schreibt gerne eure Meinung und nimmt an der Umfrage teil :)

Eure Par!
:-)

par
31.10.2015, 14:40
Zu der obigen Liste noch ein Punkt, der gern öffentlich angesprochen werden darf:

5) Grundsätzlich kommt es ja (aus unterschiedlichen Gründen) in Frage
a) alle AA in Weiterbildung in Deutschland anzusprechen oder
b) alle in einem Bundesland oder
c) alle auf einem Fachgebiet (darauf zielte die Auflistung oben der Top 5 Fachrichtungen ab)

Im letzten Fall: was meint ihr? Gibt es ein Fachgebiet, das von solch einer Aktion besonders profitieren könnte, d.h. von weniger idealen Verhältnissen am ehesten betroffen ist, so dass besonderes Engagement umso schwieriger ist? Es kann natürlich sein, dass das primär eine Frage des Hauses bleibt und so ein Trend gar nicht existiert. Was meint ihr? Auch gern zu den anderen Punkten. Und gern beteiligen :-)

Eure Par!

Attempto
15.11.2015, 10:54
Hallo par,
mich beschäftigt das Thema mit etwas anderem Schwerpunkt in einem anderen Thread (http://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?t=93170) auch.
Ich habe zahlreiche OÄ und CÄ gehabt, von denen ich viel gelernt habe und wo ich für die Möglichkeit einer offiziellen Anerkennung dankbar wäre.
Nach meiner Zeit wurde an der Uni für die Studenten so etwas eingeführt. Dort gab es dann eine Umfrage unter den Studierenden und es wurden die besten Dozenten in der Fakultät ermittelt und geehrt. Ich bin sicher, dass das Einfluss darauf gehabt hat, dass sich die Profs mal Gedanken gemacht haben, wie gut oder schlecht eigentlich ihr Unterricht so ist. Ich war damals schon Assistent, aber ich kannte einige der Preisträger in einem Jahr und kann bestätigen, dass die richtigen ausgesucht wurden, nämlich de, die wirklich mit Begeisterung, Freude und Leidenschaft Wissen weitergegeben haben.

Der bisherige Verlauf im Thread hat etwas unter einen Phänomen gelitten, welches ich auch aus meiner jetzigen Klinik und Funktion kenne: Der Kunst, zwischen dem Ziel des Projekts und den Herausforderungen der Umsetzung zu unterscheiden. Ohne dass das Ziel ganz klar ist werden schon die Probleme der Umsetzung gewälzt und das Ziel ist garnicht mehr klar.

In vielen Beiträgen hier im Forum wird die Unzufriedenheit mit der Ausbildung angesprochen. Gleichzeitig fehlen Möglichkeiten, ohne selbst ins Schussfeld zu geraten auf Missstände hinzuweisen bzw. (viel besser als Kritik üben!): die Wünsche zu äußern, wie es gut laufen sollte.

Gäbe es eine Art Zertifikat, ähnlich wie bei einer QM-Zertifizierung, dann könnte das für Kliniken mit Ärztemangel durchaus interessant sein und könnte Klinik-Chefs animieren, sich darüber mehr Gedanken zu machen.
Letztendlich geht es doch immer darum, wie man Veränderung den Menschen erstrebenswert erscheinen lässt, ohne sie zu kritisieren und in die Offensive zu zwingen.

In meinem Fach gibt es übrigens ein Zertifikat der Fachgesellschaft für die FA-Weiterbildung. An der letzen Klinik wo ich war hat mein CA Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, weil er das Zertifikat haben wollte. Erhoffte sich damit mehr Arzt-Bewerbungen und es hatte ihm die Augen geöffnet, dass da an seiner Klinik nicht alles ganz optimal lief... Und plötzlich gab es eine strukturierte Weiterbildung, feste Curricula, Ansprechpartner usw.!

Ich find die Idee von par super.
@par: Lass Dich nicht entmutigen!

par
16.11.2015, 17:46
Vielen Dank Attempto für deinen Beitrag!


Nach meiner Zeit wurde an der Uni für die Studenten so etwas eingeführt. Dort gab es dann eine Umfrage unter den Studierenden und es wurden die besten Dozenten in der Fakultät ermittelt und geehrt. Ich bin sicher, dass das Einfluss darauf gehabt hat, dass sich die Profs mal Gedanken gemacht haben, wie gut oder schlecht eigentlich ihr Unterricht so ist. Ich war damals schon Assistent, aber ich kannte einige der Preisträger in einem Jahr und kann bestätigen, dass die richtigen ausgesucht wurden, nämlich de, die wirklich mit Begeisterung, Freude und Leidenschaft Wissen weitergegeben haben.
Ja, die Analogie zu Lehrpreisen war auch einer meiner ersten Gedanken. Diese sind eben leider nur "offiziell" an der Lehre beteiligten OÄ zugänglich. Sehr viel teaching gerade für AÄ spielt sich jedoch im Klinikalltag ab, ein Raum, der schwerer erfasst werden kann. Da gibt es dann eben die, die sich wirklich engagieren (Zeit! etc) und die, die es eben nicht tun. Leider glaube ich nicht, dass sich desinteressierte Menschen dadurch in ihrer intrinsischen Motivation so schnell ändern werden, jedoch, dass diese vielleicht mit ein wenig mehr "Ehrfurcht"/Respekt gegenüber engagierten Kollegen auftreten ("müssen"): es gibt zB Szenarien, in denen ein OA seine Verantwortung gegenüber Patienten/Kollegen etc vielleicht einfach nur ernst nimmt und das wird von einem zweiten OA ausgenutzt, der dann auch eigene Verantwortung "abgibt", etc.
Ich erhoffe mir in erster Linie tatsächlich eine nur etwas öffentlichere Würdigung (kein Hype etc). Viele Dozenten, die Lehrpreise erhalten, dokumentieren dies im CV, leider lässt sich das mit einem persönlichen Danke nicht (was noch immer die schönste, direkteste und persönlichste Kommunikation bleibt). Es stellt einen Weg da, Werte zu thematisieren und sich dabei zu bedanken.


Der bisherige Verlauf im Thread hat etwas unter einen Phänomen gelitten, welches ich auch aus meiner jetzigen Klinik und Funktion kenne: Der Kunst, zwischen dem Ziel des Projekts und den Herausforderungen der Umsetzung zu unterscheiden. Ohne dass das Ziel ganz klar ist werden schon die Probleme der Umsetzung gewälzt und das Ziel ist garnicht mehr klar.
Ich habe versucht, fragen zu formulieren und überlege natürlich selbst auch weiter.
Es kann schon sein, dass mit der Umsetzung, das Ziel steht und fällt (zB verlief eine Evaluation nicht anonym; das Ergebnis kann schlicht verzerren und damit das Gegenteil erreichen, von dem, was intendiert gewesen ist), aber ich denke auch, dass man in diesen Fällen an einer Optimierung der Umsetzung ansetzen sollte.
Es gibt zum Beispiel berechtigte Bedenken, wie man sicherstellt, dass "die richtigen" vorgeschlagen werden.
In einer Weiterbildungsevaluation, wie der von 2009, 2011 (über die ETHZ koordiniert) oder der aktuellen daran angelehnten, jedoch vereinfachten Evaluationsreihe mit Koordination aus Deutschland (geplant wird ein Ausbau auf weitere LÄK): http://www.evaluation-weiterbildung.de/ ist man auf eine hohe Rücklaufquote angewiesen (10% Rücklaufquote ist nicht nur nicht aussagekräftig, sondern kann verzerren (es brauchen nur die paar "Profitierenden" zu antworten). Und weiterhin können CÄ die Publikation der Daten einfach verweigern...)


In meinem Fach gibt es übrigens ein Zertifikat der Fachgesellschaft für die FA-Weiterbildung. An der letzen Klinik wo ich war hat mein CA Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, weil er das Zertifikat haben wollte.
Erhoffte sich damit mehr Arzt-Bewerbungen und es hatte ihm die Augen geöffnet, dass da an seiner Klinik nicht alles ganz optimal lief... Und plötzlich gab es eine strukturierte Weiterbildung, feste Curricula, Ansprechpartner usw.!Interessant! Welche Fachrichtung ist das bzw. wie heisst das Zertifikat?
Und hat sich der Erfolg auch länger gehalten? Man hört ja auch (auch hier im Thread/Forum), dass häufig, am "Prüfungstag" alles optimal läuft, man dann aber schnell wieder in den alten Modus zurückfallen kann. Wenn es in der alten Klinik weiterhin gut läuft, ist doch prima!

@par: Lass Dich nicht entmutigen! Danke. :-) Mir ist eine möglichst differenzierte Resonanz, zB aus unserem Forum, die auf Schwächen etc hinweist wichtig (gabs ja auch schon; unterstützende Kommentare sind natürlich auch willkommen :) ).
Ich selbst denke, es bleibt eine sehr schöne Geste mit etwas öffentlicher Wirkung (auch am Bsp. aus CH; dort gibt es das auch erst (!) seit 2014 mit steigendem Rücklauf)

par
20.12.2015, 13:01
Liebe Alle!
Es wird noch getüftelt :)
Ich würde mich über eine "Endspurt-Beteiligung" zum Jahresende nochmal sehr freuen!
...und natürlich auch weiterhin über Anregungen und Kritik.

Eure par :-)

Attempto
20.12.2015, 16:26
Gerne!
Welche konkreten Fragen beschäftigen Dich denn im Endspurt?
Gruß Attempto

par
20.12.2015, 20:07
Gerne!
Welche konkreten Fragen beschäftigen Dich denn im Endspurt?
Gruß Attempto
Der Entspurt war auf die "Umfrage-Beteiligung" in diesem Jahr bezogen (ich selbst bin noch mittendrin).
Mich beschäftigen die Punkte 1)-5) (s.o.); habe da sicher eigene Vorstellungen, nehme feedback aber gerne entgegen.

par
13.02.2016, 21:44
Liebe Alle!
Nachdem ich jetzt eine neue Ärztekammer habe, werde ich mich bald an diese wenden können und werde auch eure Überlegungen und Kritik einfliessen lassen.
Hier sind doch sicher mehr als 28 AÄ+ unterwegs?! :) Danke an die!!
Bevor ich alles zusammenhabe, werde ich mich nochmals hier melden!

Eure par :-)

par
14.02.2016, 07:50
Vllt. noch eins: der Thread umfasst einige Seiten; sollte euch einiges unklar sein und die Zeit zum durchlesen fehlen oder solltet ihr euch darunter nicht ausreichend vorstellen können, einfach fragen.

par
29.09.2016, 21:28
Liebe Alle!
Ich muss gestehen, die letzten 2-3 Monate konnte ich mich nicht so intensiv damit beschäftigen.... jetzt wieder etwas mehr (schon mehr Aufwand, als gedacht). Es wäre super, wenn noch mehr Leute an der Umfrage teilnehmen würden oder Vorschläge / Beispiele bringen.

par :-)

firstdayofwinter
01.01.2018, 21:36
Ich bin mehreren OÄs, die mir begegnet sind, sehr dankbar für ihre Anleitung und Hilfe. Damit meine ich Dinge wie, mit mir über Patienten sprechen, Kurvenvisite machen, zum Ausdruck bringen, was er/sie gut fand oder schlecht fand, was ihm/ihr bei der Patientenversorgung wichtig ist, und insgesamt einfach durch Kommunikation die Patientenversorgung (durch mich) zu optimieren und mich damit auch weiter zu bringen.

Einerseits finde ich das fast selbstverständlich, denn meiner vielleicht sehr naiven Vorstellung nach, ist das der Grund, warum diese Personen OÄ sind und ich (wir) AÄ. Die OÄ haben eine überwachende Funktion und führen Lehre durch, in dem sie diese wahrnehmen, die AÄ versuchen, ihre Arbeit gut zu verrichten, sodass die OÄ wenig zu bemängeln haben, und den Anleitungen/Forderungen der OÄ zu genügen (nicht gleichbedeutend mit immer zu allem ja sagen).

Andererseits weiß ich jetzt nach ein paar Jahren Berufserfahrung, dass das alles andere als wirklich selbstverständlich ist und es vielen OÄ wirklich nicht interessiert, was mit den Patienten passiert oder was ihre AÄ so machen, so lange keine offensichtliche Schädigung des Patienten (für die man womöglich juristisch zur Verantwortung gezogen werden könnte) vorliegen.

Deshalb denke ich, dass eine explizite Danksagung und auch Auszeichnung der Menschen, die stets versuchen, ihre Pflicht möglichst vollständig zu erfüllen, angemessen ist. Wobei man auch bedenken muss, dass OÄ, die sich nicht kümmern, dies möglicherweise auch durch z. B. Personalmangel einfach nicht können, und eine Nicht-Auszeichnung sie nur unter mehr Druck setzen könnte.

Naja, jedenfalls habe ich für ja gestimmt.

par
06.01.2018, 22:53
Wobei man auch bedenken muss, dass OÄ, die sich nicht kümmern, dies möglicherweise auch durch z. B. Personalmangel einfach nicht können, und eine Nicht-Auszeichnung sie nur unter mehr Druck setzen könnte.
Das ist in der Tat ein guter Punkt. Ich glaube dadurch, dass insg. eine Minderheit eine explizite Wertschätzung erfahren wird "pro Jahr" (z.B.), werden Kollegen, die keine kleine Auszeichnung / Aufmerksamkeit erhalten in der großen Mehrheit bleiben und damit der Druck auf diese eher gering ausfallen.

Kackbratze
07.01.2018, 09:31
Jetzt, als OA kann ich mein Posting von 2015 nochmal in Erinnerung rufen und von der "anderen Seite" des OP-Tisches berichten.
Ausbildung ist Tagesform, persönlichem Interesse und auch Empathieabhängig.
Für den Einen ist tolle Ausbildung "ich kann wegen jedem scheixx anrufen und muss nicht selber denken", für den nächstens ist es "ich darf alles operieren, der OA hält mir selbst bei groben Schnitzern den Rücken frei" und dann auch "ich kann mit Kollegen umspringen wie ich will, wenn ich dann Ärger bekomme kann ich mich bei "meinem" OA ausheulen und der bestraft dann die Doofen".
Deine Idee in allen Ehren, ich sehe dafür keine vernünftige Basis, ausser, dass es wie der nächste Comet, Bambi oder sonstwas endet. Eine undurchsichtige Entscheidungsfindung (Algorhitmus? Stimmzuteilung pro Klinik? Statistische Sonderauswertungen?) werden die Vergabe nicht transparenter machen und ich sehe am Ende immer unterschiedliche Leute aus den gleichen Kliniken die Dankesreden halten.
:-meinung

Ein einfaches "Danke" macht mich im Rahmen der Ausbildung glücklicher, als jeder Pokal auf der Fensterbank, genauso wie strukturierte Kritik an meiner Ausbildung, die mir hilft, besser auszubilden.
:-meinung

par
18.01.2018, 18:04
Jetzt, als OA kann ich mein Posting von 2015 nochmal in Erinnerung rufen und von der "anderen Seite" des OP-Tisches berichten.
Ausbildung ist Tagesform, persönlichem Interesse und auch Empathieabhängig.
Meinst du die des AA oder des OA? In beiden Fällen sehe ich keine konkrete Folge aus deiner allgemeingültigen Aussage.


Für den Einen ist tolle Ausbildung "ich kann wegen jedem scheixx anrufen und muss nicht selber denken", für den nächstens ist es "ich darf alles operieren, der OA hält mir selbst bei groben Schnitzern den Rücken frei" und dann auch "ich kann mit Kollegen umspringen wie ich will, wenn ich dann Ärger bekomme kann ich mich bei "meinem" OA ausheulen und der bestraft dann die Doofen". Die Nominierung wird schriftlich begründet und besondere Umstände etc. fließen mit ein. Alle drei Fälle sind leicht aus einem Freitext (!) herauszulesen und alle drei Fälle sind so wie du sie präsentierst "ungeeignet".
Angelehnt ist die Überlegung wie an anderer Stelle beschrieben an Lehrpreisen (wie sie zB in größerem Stil an der ETH Zürich vergeben werden). Auch hier sind die Kriterien nicht hart, aber irgendwie spiegelte sich die Wahl in den Vorlesungen / Erfolgsquoten / Begeistungsfähigkeit wieder.


Deine Idee in allen Ehren, ich sehe dafür keine vernünftige Basis, ausser, dass es wie der nächste Comet, Bambi oder sonstwas endet. Eine undurchsichtige Entscheidungsfindung (Algorhitmus? Stimmzuteilung pro Klinik? Statistische Sonderauswertungen?) werden die Vergabe nicht transparenter machen und ich sehe am Ende immer unterschiedliche Leute aus den gleichen Kliniken die Dankesreden halten.
Hehe, der Vgl. hat was ^^. Aber im Gegensatz zu den o.g. Preisen, welche für den jeweiligen Preisträger und in der jeweiligen Branche die hunderste Ehrung tlw. für die selbe Leistung (!) darstellen, gibt es in der Klinik, wo wir uns doch so viel über die fehlende Leitkultur und das auf der Strecke bleibende Teaching beschweren, gar keine Möglichkeit irgendeiner Anerkennung, welche die Werte erstrebenswert deklariert.
Zu deiner Frage nach die Art und dem Rahmen der Anerkennung (und es geht nicht um einen Staubfänger im Regal) bitte ich die ersten Seiten des Threads zu lesen. Vllt. stelle ich auch mal eine Zusammenstellung auf (die wird man aber eher nicht finden, weil sie iwann mitten im Thread liegen wird).


Ein einfaches "Danke" macht mich im Rahmen der Ausbildung glücklicher, als jeder Pokal auf der Fensterbank, genauso wie strukturierte Kritik an meiner Ausbildung, die mir hilft, besser auszubilden. Natürlich ist ein persönliches Danke unersetzlich. Das schließt aber eine öffentlichere Erwähnung nicht aus. Wenn ich als AÄ ein aufrichtiges Danke bekomme, freut es mich sehr und lässt mich einige Überstunden schnell vergessen. Aber ich könnte mir vorstellen, dass eine Wertschätzung dieser Qualität als erstrebenswert für die Klinik, der Kultur gut tun würde und der Respekt gegenüber den OÄ die darin Zeit investieren und Arbeit übernehmen, die sie (eben!) nicht übernehmen müssten, steigen wird.

par
10.02.2018, 14:40
Vllt. noch eine Anmerkung dazu, wer / wieviele in Frage kommen:
ich kenne mittlerweile 3 Kliniken (wobei 1x Fremdjahr) gut und mir sind genau nur 2 Personen aufgefallen, die in Frage kommen würden. Und das sind nicht zufällig genau die, die von der Mehrheit der assistenzärztlichen (!) Kollegen sehr geschätzt werden. Unter den Oberärzten selber ist es in einem kompetitiven Umfeld (z.B. Uniklinik) leider nicht selten so, dass so ein Extra-engagement belächelt oder gar ausgenutzt wird; und die Meinung der Assistenzärzte hat kaum Durchschlagskraft, auch weil Oberärzte natürlich auch andere Aufgabenbereiche besitzen, die für Ihre Einstellung relevanter sind.
Allein die Tatsache, dass knapp 18% gar keinen derart positiv auffallenden OA nennen können, ist eigentlich enttäuschend.
Eine Anerkennung würde den Assistenzärzten auch eine "Stimme" geben und dieses Engagement als ein "öffentliches Qualitätskriterium" greifbar werden lassen, selbst wenn es natürlich kein Einstellungs-/ Weiterbeschäftigungskriterium sein wird.

par
26.08.2018, 06:42
- update -
leider kann ich mich v.a. dann darüm kümmern, wenn ich gerade selber etwas "Leerlauf" habe.
Bisher haben zwei Stellen, an denen ich angefragt habe, kein Interesse gehabt. Zu einer näheren Unterhaltung ist es in beiden Fällen nicht gekommen, also kann es gut sein, dass es die falschen Anlaufstellen gewesen sind, oder das Profil der Überlegung passte denen nicht. Eine weitere Anlaufstelle wird sich Anfang November ergeben. Über die Sinnhaftigkeit einer vierten denke ich nach.

Also: nimmt teil an der Umfrage, äußert weiter Kritik (falls schon beantwortet, werde ich verlinken), macht Verbesserungsvorschläge!
.... oder: macht mit! (PN an mich :-) )


:-dafür ? :-dagegen ?


Eure par! :-micro

par
13.10.2018, 12:37
Liebe Alle,

"Anfang November" steht vor der Tür (genauer: bis 3.11.): dann wird sich wieder eine Gelegenheit ergeben, diese Überlegung mit Menschen zu teilen, die an einer Umsetzung interessiert sein könnten. Hierzu werde ich auch eure Kommentare / dieses Thread einbringen -> nimmt also Teil an der Umfrage, gerne auch mit Freitext!

... und weiterhin gilt: gerne mitmachen! (PN an mich :-) )

Eure Par :-micro