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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wer macht den FA für Allgemeinmedizin und kann Erfahrungen teilen?



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Praia-do-Forte
08.05.2016, 18:14
Harvey, ich würde gern noch von Dir wissen: Wie bist Du in die 6 Monate Pädiatrie reingekommen?
Hast Du von Anfang an gesagt dass Du nur so kurz bleibst?
Ich habe noch 10 Monate übrig zur freien Wahl und Päd in dera Praxis wäre eine Möglichkeit.....
Allerdings habe ich hier in der Umgebung noch nie einen Päd-WBA gesehen und ich finde auch dass die Pädpraxen in sich so "geschlossen" wirken dass ich mich fast nicht traue nachzufragen ;-)

klingelpütz
08.05.2016, 21:04
Wieviele Kinder (also "richtige" bis zum Schulalter) kommen denn tatsächlich in eine Allgemeinarztpraxis? Alle meine Freunde mit Kindern gehen ausnahmslos zum Kinderarzt, wenn etwas ist. Oder ist das auch Land-Stadt abhängig?

Praia-do-Forte
09.05.2016, 05:37
Also wir sind ja sehr ländlich und haben täglich mit Kindern zu tun. Wir machen auch U- und J-Untersuchungen, Impfungen etc.
Ich bin auch schon auf Hausbesuchen zu Kindern gefahren..... Grippe, Magen-Darm, aggressive Schulverweigerer....

Malisa
09.05.2016, 05:53
@Praia: Also ich würde einfach bei Kinderarztpraxen mit WB-Ermächtigung anfragen und auch gleich die 6 Monate erwähnen. Wenn die Gerüchte stimmen, dass die ambulante Förderung auf 4800 Euro pro Monat angehoben wird, dann ist man auch für 6 Monate ne attraktive Arbeitskraft ;-) und bekommt hoffentlich eher Stellen bei niedergelassenen Fachärzten.

Peter_1
09.05.2016, 21:27
Wieviele Kinder (also "richtige" bis zum Schulalter) kommen denn tatsächlich in eine Allgemeinarztpraxis? Alle meine Freunde mit Kindern gehen ausnahmslos zum Kinderarzt, wenn etwas ist. Oder ist das auch Land-Stadt abhängig?
Kommt auf den Ort und die Offenheit/Professionalität des Arztes/der Ärztin an. Prinzipiell: je mehr Land, desto mehr Kinder. In meiner WB zeit in einer Dorfpaxis waren die Hälfte meiner Patienten Kinder (weil ich größtenteils die Akutfälle abarbeitete und gerade zu Infektzeiten waren die meisten Betroffenen halt Kinder), U-s, Impfungen usw. waren tägliche Praxisroutine. Jetzt praktiziere ich in einer mittelgroßen Stadt und habe so ca. 10 Kinder/Woche, U-s mache ich (ausser J) nicht, da es hier im städtischen Gebiet genügend Kinderärzte gibt.

klingelpütz
09.05.2016, 21:49
Danke für die Antwort, so in etwa hatte ich das erwartet.

shany
09.05.2016, 22:41
Hallo, Ich befinde mich z.Z. in Weiterbildung zum Allgemeinmedizin im klinischen Teil auf intern. Station. Das Krankenhaus hat für mich Fördergelder beantragt. Ist das normal? Wird die Förderung auch für stat. Teil gezahlt? Und für wielange?

Harvey
10.05.2016, 08:39
Harvey, ich würde gern noch von Dir wissen: Wie bist Du in die 6 Monate Pädiatrie reingekommen?
Hast Du von Anfang an gesagt dass Du nur so kurz bleibst?
Allerdings habe ich hier in der Umgebung noch nie einen Päd-WBA gesehen und ich finde auch dass die Pädpraxen in sich so "geschlossen" wirken dass ich mich fast nicht traue nachzufragen ;-)s

Wie die anderen schon sagten: habe gleich klar gesagt sechs Monate, Allgemeinmedizin. Habe auch schon im Bewerbungsschreiben geschrieben, dass man auch mal Kinder zu behandeln hat und daher Wissen sammeln möchte und nicht das Ziel ist Kinder auch primär zu behandeln. Z.B. Im Bewerbungsgespraech gesagt Die U-Untersuchungen als Allgemeinarzt - bin eher im städtischen Bereich taetig - nicht machen werde. Also kein Konkurrent sein will.
Und natürlich besonders gezogen hat - im Bewerbungsschreiben gleich hingeschrieben - die Foerderung. Hab da beim Gehalt auch nicht gehandelt, weil meine Kunderaerztin auch nicht igelt und dafür eher mehr Freizeit rausgeholt.

Auf jeden Fall meine beste Ausbildungszeit. Nicht nur die Erfahrung im Umgang mit Kinder als Arzt sondern wenn man später selbst Kinder bekommt nicht mit Gold aufzuwiegen. Und für KV-Dienste wirklich wichtig. Selbst in der Stadt kommen häufiger Eltern besonders wenn der Kinderarzt schon zu hat, weil sie nicht zum unbekannten Vertreter wollen und erst recht nicht zum Kinderaerztlichen Notdienst...

Zudem lernt man in der Kinderarztpraxis viel ueberfaellz banalen Infekte und Verlaeufe, was viel dann in der Allgemeinmedizin einbringt. War aus der Klinik erst dort gelandet und dann in Allgemeinmedizinpraxis. Zudem habe ich nirgends so klare Lungenauskultation gelernt.

Kinderarzt sein wäre nicht erstrebenswert, aber als Allgemeinarzt immer mal wieder Kinder zu behandeln ist die schönste Abwechslung im Alltag.
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Zur Obigen Frage Foerderung stationär. Ja das Krankenhaus kriegt ebenfalls Geld wenn sie Allgemeinmediziner ausbildet, aber der Auszubildene hat nicht wirklich etwas davon direkt.

Sorry für den Text -tippe mit kleinem Smartphone von Unterwegs

vanilleeis
10.05.2016, 08:45
Zu der Förderung (Höhe, Dauer) schaust du am besten bei der für dich zuständigen kv-Homepage nach

Praia-do-Forte
10.05.2016, 18:34
Danke für eure Antworten! :-top

dqw79
13.05.2016, 14:42
Hallo,
war jeder von Euch vorher auf der Intensivstation in der Klinik oder wie habt ihr die Basiskenntnisse bescheinigt bekommen?
Habe bisher in der Inneren alles durchlaufen nur fehlt mir noch die Intensivzeit.

Syringa
14.05.2016, 11:49
Zumindest in Niedersachsen ist eine Tätigkeit auf der Intensivstation für den Allgemeinmediziner nicht vorgeschrieben. Ich hab es wegen der Weiterbildungsstruktur machen müssen (und habe es gehasst, aber auch wegen der hausinternen Strukturen), trotzdem aber eine Menge aus der Zeit mitgenommen, was mir dann auch in weiteren Diensten geholfen hat.
Die Notfallsituationen bekommst du aber spätestens in internistischen Nachtdiensten auch zusammen (Dyspnoe, ACS, Synkope, Tachycardie.....)
Wenn du aber kannst, mach zumindest ein halbes Jahr Intensivstation, es ist mM nach auch für den Allgemeinmediziner sinnvoll.

Solara
14.05.2016, 12:07
Und man kann ITS brauchen, wenn man Notarzt fahren will

Syringa
16.05.2016, 16:13
Und man kann ITS brauchen, wenn man Notarzt fahren will

Das stimmt natürlich, war für mich aber aus verschiedenen Gründen nie Thema. :-)

lux12345
28.05.2016, 12:08
Siehe auch: https://www.marburger-bund.de/mbz/07-2016/vereinbarung-zum-foerderprogramm-steht-fest

arbeiter79
28.05.2016, 15:38
Wie siehts eigentlich mit Diensten aus, habt ihr die in den jeweiligen Fachdiziplinen gemacht?

Die Allgemeinmediziner die in den letzten Jahren an meiner Klinik ausgebildet waren dazu nicht verpflichtet.
Ich hab muss als Umsteiger noch 1.5 Jahre Innere machen, dort habe ich erstmal vereinbart die ersten 6 Monate keine Dienste zu machen, danach kann ich mir vorstellen im sehr geringem Umfang und vornehemlich zu Ausbildungszwecken einige wenige Dienste zu machen.

Evil
28.05.2016, 17:48
Ich hab in jedem Fach ganz regulär Dienste gemacht: Anästhesie, Chirurgie, Innere, NEF, KV.
Halte ich auch für sinnvoll, sonst lernt man das Fach nicht wirklich kennen. Ohne isses natürlich bequemer...

Pflaume
29.05.2016, 14:15
Bei uns werden die Allgemeinmediziner in der Inneren so wie die zukünftigen Internisten regulär zu Diensten herangezogen (mit Ausnahme der Intensivstation, auf die die Allgemeinmediziner nur bei besonderem Wunsch kommen). In der Chirurgie werden die Allgemeinmediziner bevorzugt zu den Rufdiensten eingeteilt, die nur für OPs und für die Wochenendvisiten ins Haus kommen. In der Neurologie sollen regulär Dienste gemacht werden. Die Pädiatrie stellt keine Allgemeinmedizin-Weiterzubildenden ein.

arbeiter79
30.05.2016, 11:25
Das ist ja ganz schön stressig, nehme mal an das sie auf der Chirurgie und neuro nur ein halbes Jahr sind, da macht man immer wieder als Anfänger Dienst. Das erste halbe Jahr habe ich in meiner alten Fachrichtung jedenfalls ziemlich ungern und unter Stress Dienste gemacht.

Die Allgemeinmediziner die ich erlebt haben waren schon alle in einer anderen Fachrichtung jahrelang beschäftigt, teilweise sogar schon Fach oder Oberärzte die mussten dann meist nur noch Innere machen und wurden geschont was Dienste anbetrifft.

Ist es bei euch so das mit den Allgemeinmedizinernen in Weiterbildung richtig geplant wird, hier sind mal welche da dann wieder 1 Jahr und länger gar keine.