Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Total enttäuscht vom Studium?
Thunderstorm
25.10.2015, 11:19
Wirklich wichtig ist der Hinweis, der jetzt schon von mehreren Leuten kam, sich so früh wie möglich die Altklausuren (AKs) zu holen! Nicht um sie auswendig zu lernen, sondern um festzustellen, welche Themen in welcher Bandbreite geprüft werden (damit verhinderst Du, dass Du Dich in Details verlierst). Davon machst Du Dir eine Aufstellung, gleichst das mit den Vorlesungen ab (um die "Aktualität" der Themen zu überprüfen) und vertiefst das Ganze an Hand von Büchern, mit denen Du das Thema verstehst.
Und so schaffst Du es, strukturierter zu lernen und die ganzen komischen Fächer zu bestehen.
Ich habe damals für Physik mehr gelernt, als für so manches große Fach - einfach weil ich die kryptischen Vorlagen von der Uni einfach nicht verstanden habe.
Nach 2 Wochen kann man schlecht schon die Flinte ins Korn werfen, aber so kann es auch nicht weitergehen. :-heul Ich schaffe es nicht mal mich an den Schreibtisch zu setzen und zu lernen, da ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll und es eh nie auf den aktuellen Stand hier schaffen werde. Ich bin nach den zwei Wochen hier schon maßlos überfordert, und der Stoffberg wird jeden Tag größer. :-(( Hat sich noch jemand einfach zu dumm und unfähig fürs Studium gefühlt? Wird das besser oder sollte man, wenn man das schon nicht aushält, das Ganze an den Nagel hängen?
Also die Elite des Landes hat nach zwei Wochen ihre erste Prüfung.
Wenn du dich schon maßlos überfordert fühlst würde mir das zu denken geben. Aber vielleicht dramatisierst du auch nur zu sehr. Dann heißt es auf den Hosenboden setzen und lernen.
Feuerblick
25.10.2015, 12:28
Mit dieser Überforderung bist du sicher nicht alleine. Ich war für Physik und besonders Chemie eigentlich immer zu doof...sogar zu doof, um vom Spickzettel korrekt abzuschreiben. Trotzdem habe ich alle Klausuren im ersten Versuch bestanden. Nicht gut, aber bestanden.
Wichtig ist: Verabschiede dich vor dem Gedanken, dass du diese Fächer wirklich unbedingt bis ins Kleinste verstehen musst. Und verabschiede dich vom Gedanken, alles besonders gut können zu müssen. In der Schule wurde einem alles schön über Tage und Wochen vorgekaut und tausendfach wiederholt. Da hatte man Zeit, sich die Zusammenhänge zu erschließen. Diese gemütliche Zeit ist im Studium vorbei. Das musst du einfach akzeptieren und dich drauf einstellen.
Besorg dir Altklausuren und frag ältere Semester, was wichtig ist für die Klausuren (bei uns waren die Betreuer in den Praktika da sehr hilfreich). Besorg dir ein Buch, das die Zusammenhänge "für Dummies" erklärt. Verabschiede dich vom Gedanken, dass das, was du da lernst, für später unbedingt und immens wichtig ist. Ist es nicht. Manches kommt vielleicht nochmal in Physiologie oder Biochemie. Aber selbst wenn du das alles nicht begriffen hast, wirst du trotzdem Ärztin. Dann halt nicht in Fächern, in denen Chemie oder Physik wichtig und nötig sind.
Und wenn alle Stricke reißen, dann lern einfach die Altklausuren auswendig... häufig wiederholen sich die Fragen nämlich. Und die Wiederholungsfragen hast du dann schon mal im Sack. Der Rest ist dann schon irgendwie zu beantworten. Ziel ist: Klausuren bestehen und Schein machen. Das alleine ist wichtig. Alles darüber ist Bonus. :-meinung
Confused.
25.10.2015, 14:10
Und nicht denken "Die sind alle soo schlau und ich weiß gar nichts". Die Hälfte von denen, die behaupten so ein super Brain zu sein haben vllt. ein gutes Abi aber das allein reicht nicht.
Monsunfisch
25.10.2015, 14:12
Im Zweifel schreibe ich hier das gleiche wie die anderen vor mir; aber ich kann sagen, mir ging es damals ganz genauso. Wirklich konkrete Tipps kann ich schwer geben; bei mir war es so, dass ich die gesamte Vorklinik über gelitten habe (Selbstmitleid hin oder her, EVK!). Mir ging es zeitweise so dreckig durch Überforderung/ Null Spaß an den vorklinischen Fächern/ Mangel an Motivation im Vergleich zu den Kommilitonen/ kein Anschluss in einer größeren Clique, dass ich zur Unipsychologin bin (hat mir wenig geholfen) und fast abgebrochen hätte.
Knallhart gesagt hat mich eigentlich nur mein Mangel an Alternativen durch die Vorklinik gebracht. Mir hat Sport immer viel Spaß gemacht, das habe ich zu Beginn völlig vernachlässigt- habe mir dann sportliche Ziele gesetzt (such dir was außerhalb des Studiums, das dich motiviert und dir andere Ziele gibt!) und mich so durch die Wochen gebracht. So ging die Vorklinik dann irgendwie doch um, und mehr oder weniger erfolgreich waren die Prüfungen dann doch machbar.
Ende vom Lied- jetzt bin ich in der "richtigen" Medizin des Studiums angekommen und es macht mir super viel Spaß. Ich erfahre einen richtigen Aufwind, gehöre auch mal zu den guten und fühle mich nicht mehr hoffnungslos dämlich neben allen anderen. Und, das wichtigste: Es war die Quälerei wert!
Liest sich vielleicht sehr negativ, soll aber die Botschaft vermitteln- die Vorklinik hat mit der Medizin selbst kaum tangential zu tun! Du wirst sehen, ab und an wird mal marginal ein Thema angeschnitten, das klinischen Hintergrund hat, und schwupps, vielleicht siehst du dann, das ist genau mein Ding.
Gib dem ganzen Zeit, komm erstmal an. Und mach nicht das Studium zum alleinigen Zentrum deines Lebens.
Was deine konkrete Angst vor den chemischen/ physikalischen Themen betrifft- glaub mir, die meisten anderen werden nicht beides im LK gehabt haben und supercracks sein. Ich hatte keinen Plan von Orbitalen, zur Prüfung hatte ich einen kaum existenten Plan von Orbitalen und jetzt habe ich wieder keinen mehr. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass es daran scheitert, sondern viel viel mehr an mangelndem Spaß! Und wenn Medizin wirklich das ist, was du machen willst, dann hol dir den Spaß in einem anderen Bereich deines Lebens (besuch Kurse , unternimm was!). Diese vier, fünf Semester gehen um und dann steht dir alles offen!
(im Übrigen macht Anatomie und Physio vielen auch schon viel Spaß, warte also wenigstens diese Fächer ab!!!)
Bei uns haben tatsächlich einige seehr früh abgebrochen. Ein großer Fehler. Die ersten Wochen geben am allerwenigsten Aufschluss darüber, ob dir das Studium liegt.
Ach ja, es gibt übrigens tolle Lernvideos auf Youtube, schau doch da einfach mal, ob dir das was hilft!!!
Viel Erfolg!
Ich finde es ja auch richtig, dass der Threadstellerin Mut gemacht wird (zu Recht, denn wenn der Arztberuf der Traumjob ist, dann ist das Studium die Mühen wert), aber wenn ich hier lese, was einige (weibliche) UserInnen schreiben, dann kommt mir als Frau das kalte Kotzen. Da wird sich wieder im geistigen Morast des letzten Jahrhunderts gesuhlt. Die Threadstellerin schreibt, sie werde Kräfte, die auf Autos wirken oder das Orbitalmodell nie verstehen, Feuerblick schreibt, sie sei für Physik und Chemie zu doof. Entschuldigt, Leute, aber die Naturwissenschaften im Medizinstudium sind kein Hexenwerk. Man darf nur eben nicht mit dieser (sehr weiblichen, jedenfalls wenn ich mich in meinem Jahrgang so umgeguckt habe damals) Einstellung drangehen "das sind Naturwissenschaften, das versteh ich eh nicht". Wer das bisschen (und mehr ist es nicht) Physik und Chemie im Medizinstudium trotz vorhandenem Willen und angemessener Anstrengung nicht versteht, dem fehlt es vielleicht auch einfach an Grips. :-meinung
Feuerblick
25.10.2015, 14:34
Och je, eine Emanze... *reicht Kotztüte*
Dann fehlt es mir halt an Grips. Denn zumindest Chemie habe ich in der Tat nie verstanden. Bei Physik hatte ich das Glück einer Ausbildung mit hohem Physik-Anteil, so dass ich zumindest in Optik und Mechanik klarkam.
Aber es hat mich, mit Verlaub, alles auch einfach NULL interessiert. Nicht, weil ich weiblich bin sondern weil ich beide Fächer unfassbar ÖDE fand. Warum dafür Lernaufwand zu betreiben, wenn ich es am Ende nur noch in Randbereichen überhaupt brauche?
Ich habs also nicht nur nicht vollumfänglich verstanden, weil ich als Frau Naturwissenschaften sowieso nicht verstehen kann (gäääähn...), sondern weil ich es überflüssig fand, meinen Grips für etwas einzusetzen, was mich einfach nicht die Bohne interessiert. Hast du denn jedes, wirklich jedes Fach mit Begeisterung und maximalem Aufwand gelernt? Ernsthaft? Immer? Garantiert nicht ;-)
Wenn du das als Mangel an Emanzipation und Untergang des Abendlandes siehst, nur zu. Ich für meinen Teil beanspruche für mich, selbst enscheiden zu dürfen, für was ich mich interessiere und einsetze und was mir so egal ist, dass ich beschließe, keine unnötige Energie darauf zu verschwenden. Insofern bin ich in der Tat zu doof für Physik und Chemie, denn der für mich (!!!) angemessene (!!!) Lernaufwand führte nicht dazu, es wirklich zu verstehen. Außer Physik und Chemie gab es da durchaus auch später Fächer, mit denen ich genauso umgegangen bin. ;-) Für die Scheine hats aber immer gereicht. Also wozu sich Stress machen? Sich in Unnötigem lustlos zu verzetteln, macht keinen guten Studenten oder Arzt aus. :-meinung
Ich würde mich nicht als Emanze bezeichnen, Feuerblick. Du hast ja anscheinend auch alle naturwissenschaftlichen Scheine bestanden. Ich habe auch nicht gesagt, dass man sich für Naturwissenschaften interessieren muss. Ich habe auch nicht gesagt, dass man alles verstehen muss. Aber man sollte Anstrengungsbereitschaft mitbringen und nicht schon im Vorfeld mit dieser "das versteh ich eh nicht"-Einstellung rangehen. Und bei einem bleibe ich: jeder, der Arzt werden will, sollte in der Lage sein, Dinge wie das Atommodell PRINZIPIELL verstehen zu KÖNNEN. Sonst ist man, schlicht, zu doof. Bei der Threadstellerin bin ich mir übrigens sicher, dass sie NICHT zu doof ist, um die Naturwissenschaften zu meistern. Das sind auch die Wenigsten.
Feuerblick
25.10.2015, 15:18
Ja, habe ich. Aber nicht, weil ich es verstanden hatte sondern weil ich gesehen habe, wie ich mich durch die Klausuren mogele. Und ich glaube zwar, dass ich das Atommodell und andere Dinge prinzipiell verstehen könnte, aber ich will es gar nicht, weil mich das unnötig Lebenszeit kosten würde. Also bin ich irgendwie schon zu doof dafür, denn ohne maximale Anstrengung würde daraus nix. Und das ist keine weibliche Argumentationsschiene, daher verstehe ich deinen Aufschrei nicht ;-)
Melina93
25.10.2015, 15:35
Später in der Klinik bockt das auch kein Schwein mehr wie man Kräfte ausrechnet. Ich glaube auch kaum, dass man daran die Intelligenz eines Menschen bestimmen kann. Intelligenz hat viele Facetten und ehrlich gesagt ist diese immer wieder aufkeimende Diskussion auch ziemlich lästig. Ich finde es auch absolut legitim, dass man am Anfang etwas erschlagen ist und vielleicht sich das Ganze erst einmal nicht so zutraut. Fakt ist auch, dass es die meisten dann trotzdem schaffen.
Aber man sollte Anstrengungsbereitschaft mitbringen und nicht schon im Vorfeld mit dieser "das versteh ich eh nicht"-Einstellung rangehen. Und bei einem bleibe ich: jeder, der Arzt werden will, sollte in der Lage sein, Dinge wie das Atommodell PRINZIPIELL verstehen zu KÖNNEN. Sonst ist man, schlicht, zu doof. Bei der Threadstellerin bin ich mir übrigens sicher, dass sie NICHT zu doof ist, um die Naturwissenschaften zu meistern. Das sind auch die Wenigsten.
Ich entnehme diesem post (s.u.) der Threaderstellerin nicht, dass keine Anstrengungsbereitschaft vorliegt, eher eine fehlende Lernstrategie und ein in den ersten 2 Wochen nicht seltenes Gefühl, von der Stoffmenge erschlagen zu werden, gerade, wenn man die Inhalte nicht gut aus der Schule kennt, wo man mehr Zeit hatte, sich damit auseinanderzusetzen (abgewählt, etc). Es kann gut sein, dass das "blockiert".
Es macht mir auch absolut keinen Spaß und ich hasse diese Fächer :-kotz Es war mir klar, dass es viel zu lernen wird und nicht leicht, aber ich hätte gedacht, dass es wenigstens halbwegs interessant ist. [...]
Ich schaffe es nicht mal mich an den Schreibtisch zu setzen und zu lernen, da ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll und es eh nie auf den aktuellen Stand hier schaffen werde. Ich bin nach den zwei Wochen hier schon maßlos überfordert, und der Stoffberg wird jeden Tag größer. :-(( Hat sich noch jemand einfach zu dumm und unfähig fürs Studium gefühlt?
@ Carolin1997: Spass in einem Fach setzt ein Minimum an Verständnis voraus. Es ist also völlig normal, dass du jetzt enttäuscht bist, weil es noch nicht einmal interessant ist. Drehe die Sache um: die Fächer zu hassen ist wirklich keine produktive Einstellung (du musst sie dennoch bearbeiten). Fange an zu lernen, es ist noch nicht zu spät. Je mehr du beherrscht, desto mehr traust du dich vielleicht hier und da nach dem "Warum" zu fragen und freust dich, wenn du die Antwort verstehst. Dabei haben die Klausurrelevanten Inhalte Priorität (nicht verzetteln). Klammere deine Einstellung gegenüber den Fächern aus und gehe neutral und unvorbelastet heran. Es kann sein, dass die Zeit nicht reichen wird, die Tiefe zu erreichen, die notwendig ist, um auch Spass zu haben, aber dann hast du wenigstens die Klausuren hinter dir. Gehe in deiner Einstellung so weit, dass du Interesse zulassen kannst und vllt. (das andere Extrem) landest du in deiner Dr. doch wieder bei "den Naturwissenschaften", weil du in der Vorklinik neugierig geworden bist. Das mit dem "zu dumm" etc trifft, wie throni meinte ganz bestimmt nicht zu.
][truba][
25.10.2015, 16:14
Ja, habe ich. Aber nicht, weil ich es verstanden hatte sondern weil ich gesehen habe, wie ich mich durch die Klausuren mogele. Und ich glaube zwar, dass ich das Atommodell und andere Dinge prinzipiell verstehen könnte, aber ich will es gar nicht, weil mich das unnötig Lebenszeit kosten würde. Also bin ich irgendwie schon zu doof dafür, denn ohne maximale Anstrengung würde daraus nix. Und das ist keine weibliche Argumentationsschiene, daher verstehe ich deinen Aufschrei nicht ;-)
:-party :knuddel::kiss::-party Juhu! Ich seh es auch so! Danke für die Worte. Warum sollte ich mich mit sowas beschäftigen, wenn ich mit einer Analyse der Altklausuren sehe, dass ich das gar nicht verstehen/können muss. Ich finde diese Strategie hat auch was mit Intelligenz zu tun (meiner Meinung nach sogar viel) ;-)
Feuerblick
25.10.2015, 16:25
*schmunzel* Es war zumindest eine damals bei mir schon erprobte und immer erfolgreiche Strategie. Und hey, ich habs sogar zur Fachärztin geschafft ;-)
WackenDoc
25.10.2015, 16:31
Ähm Funkelchen- habt ihr nicht nur diesen Wochendkurs?
..
Achne- hab´s gerade noch einmal in deiner Signatur gelesen- waren ja 2 Wochen ;-)
"Timmy, was ist fünf plus drei?"
"Weiss nicht, dafür interessiere ich mich nicht...sieben?"
"Super, fast richtig! Damit kannt du immerhin noch Augenarzt werden!"
Feuerblick
25.10.2015, 16:44
Ähm Funkelchen- habt ihr nicht nur diesen Wochendkurs?
..
Achne- hab´s gerade noch einmal in deiner Signatur gelesen- waren ja 2 Wochen ;-)
Da haste aber grad nochmal die Kurve bekommen ;-)
@Throni: Ohne Zahlenverständnis wirste als Augenarzt zumindest bei meiner Lieblings-Subspezialisierung ziemlich dumm dastehen :-)) Aber Chemie brauchts dafür nicht. Wäre verschenkte Lebenszeit gewesen ;-)
Throni- was ist dein Problem? Dass sich nicht jeder (wie wohl du) mit jeder Kleinigkeit intensivst auseinandersetzt bis er sie verstanden hat (obwohl nicht relevant fürs weitere Überleben)?
Ich beschäftige mich mit dem was mich interessiert und was ich tatsächlich brauche.
Und als Studentin seit 2 Wochen darf man gerne mal ein Tief haben, ist doch alles so neu und geht im Vergleich mit der Schule so schnell, man ist nicht mehr die Elite, sondern einer unter vielen - und wenn man dann noch das Gefühl hat nicht mitzukommen ... Harte Bedingungen fürs Selbstbewusstsein- aber noch lange kein Grund, das Studium zu schmeißen.
Beau Frost
25.10.2015, 18:25
"Timmy, was ist fünf plus drei?"
"Weiss nicht, dafür interessiere ich mich nicht...sieben?"
"Super, fast richtig! Damit kannt du immerhin noch Augenarzt werden!"
Immerhin ist sie schon Arzt, scheint also nicht so schlecht zu sein.
Sternchenhase
25.10.2015, 18:25
Hey Carolin :-),
wie vielen in dem Thread ging es mir am Anfang (und immer noch in der Prüfungszeit) wie dir.
Ich bin in der Schule immer gut mitgekommen und habe abgesehen vom Abi nie wirklich viel gelernt, hat immer hingehauen.
Im Studium hat mich dann zu Beginn die schiere Stoffmenge erschlagen. Ich habe dann gerade für Chemie und Physik angefangen aus Büchern zu lernen, unabhängig von den Vorlesungen. Hätte ich mal in die Altklausuren geschaut, hätte ich gewusst, dass der Erwartungshorizont wesentlich geringer ist und auf was Wert gelegt wird. Wirklich verschwendete Lebenszeit, wie davor schon jemand geschrieben hat.
Ich gebe auch ganz ehrlich zu, dass ich in diesen Fächern nur Altklausuraufgaben letztendlich auswendig gelernt habe und trotzdem gut bestanden habe. Und dass ich es jederzeit wieder machen würde. Die Zeit, die ich darauf verwendet hätte, Sachen zu verstehen, die nie wieder jemand von mir wissen will & die ich nach 2 Wochen wieder vergessen hätte, bzw. im Einzelfall schnell googeln würde habe ich guten Gewissens in Anatomie oder Histo investiert.
Das erste Fach was mir gegen Ende des 2. Semesters richtig Spaß gemacht hat, war Histo (und mittlerweile ein bisschen Physio) :-).
Nicht den Kopf hängen lassen :knuddel:. Und wie Liel auch schon geschrieben hat, die richtige Lernstrategie ist wichtig. Hab meine erst im 2. Semester gefunden und seit dem geht alles besser.
Sternchenhase
25.10.2015, 18:25
Wupps, doppelt :-oopss :-)
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