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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Total enttäuscht vom Studium?



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Rhiannon
25.10.2015, 18:45
Manchmal überfordern einen auch einfach die Vorlesungen mit Sachen, die du niemals brauchen wirst, auch nicht für die Klausur.
Ich fand Physik damals in der Schule immer ganz interessant, war dann auch in der ersten VL und war erschlagen. Da fing der Prof an Formeln herzuleiten und Gott weiß was, auf einem Niveau, das mich wirklich erschlagen hat. Ende vom Lied war, dass das kein Mensch jemals gebraucht hat, weil in der Klausur alles nur anwenden von Formeln auf basalstem Niveau war, der aber halt seine VL so gehalten hat wie er das halt immer (bei den Physik-Studis) gemacht hat.
Insofern schau dir - wie von vielen hier schon gesagt - in Ruhe die Altklausuren durch, was wirklich erwartet wird und was du dir erarbeiten solltest. Manchmal ist es nach einmal durchatmen viel einfacher als es zuerst scheint.

EVT
25.10.2015, 20:16
Wo studierst du denn? Vielleicht kennt sich dann hier einer aus.
Gibt es bei euch Tutorien?

Ich glaube, viele Abiturienten sind zu perfektionistisch. In der Schule ging das noch und man brauchte ja auch die guten Noten. Aber an der Uni ist man plötzlich nur noch einer unter sehr vielen sehr guten Abiturienten und es gibt ja wirklich genug Überflieger, denen Chemie und Physik so zufliegt und die haben natürlich leicht reden. Die andern sagen eben nichts und man denkt, auch sie fänden alles leicht. Ist aber bestimmt nicht so.
Ich habe mir immer gedacht: Es haben schon so viele andere auch geschafft, warum also nicht ich auch?
Man muss nur dranbleiben und nicht sofort aufgeben. Chemie und Physik ist nur so ein kleiner unwichtiger Teil im ganzen Studium. Deshalb aufgeben wäre es echt nicht wert. Das würde dann eher für mangelnde Motivation sprechen.

davo
25.10.2015, 20:22
Es ist glaube ich nicht nur der Perfektionismus. Gerade in Fächern wie Chemie oder Physik kann der Stoff, wenn man noch nichts gemacht hat und nur in der Vorlesung sitzt, unschaffbar wirken. Sobald man dann anfängt ihn in Ruhe durchzuarbeiten, ändert sich das aber schnell. Ich hab mir deshalb immer nach jeder Vorlesung gesagt: wenn ich jetzt noch nicht alles, oder auch noch nichts, verstehe, dann ist das nicht weiter schlimm, da ich dieses Thema ja auch noch nicht gelernt habe ;-)

EVT
25.10.2015, 20:27
Ich bin in Chemie und Physik sehr schnell nicht mehr zur Vorlesung gegangen, das kann auch sehr gut helfen. :-D
Aber das kann auch Überwindung kosten. Manche trauen sich das nicht, aus Angst was zu verpassen, obwohl ihnen die Vorlesung nichts bringt. Das meinte ich auch mit Perfektionismus.

carolin1997
25.10.2015, 20:56
Wo studierst du denn? Vielleicht kennt sich dann hier einer aus.
Gibt es bei euch Tutorien?

Ich glaube, viele Abiturienten sind zu perfektionistisch. In der Schule ging das noch und man brauchte ja auch die guten Noten. Aber an der Uni ist man plötzlich nur noch einer unter sehr vielen sehr guten Abiturienten und es gibt ja wirklich genug Überflieger, denen Chemie und Physik so zufliegt und die haben natürlich leicht reden. Die andern sagen eben nichts und man denkt, auch sie fänden alles leicht. Ist aber bestimmt nicht so.
Ich habe mir immer gedacht: Es haben schon so viele andere auch geschafft, warum also nicht ich auch?
Man muss nur dranbleiben und nicht sofort aufgeben. Chemie und Physik ist nur so ein kleiner unwichtiger Teil im ganzen Studium. Deshalb aufgeben wäre es echt nicht wert. Das würde dann eher für mangelnde Motivation sprechen.

Tutoren haben wir vereinzelt, aber nur in den (zumindest bisher) eher unkomplizierten Fächern Terminologie und med. Psychologie/Soziologie.

Ich werde es mal mit Lernen in Ruhe in der Bib versuchen. Wenn da die Ablenkung nicht mehr so groß ist, ist die Frustrationstoleranz vielleicht auch schon höher. :-))

Knicks
29.11.2015, 20:33
Wie geht es dir denn mittlerweile mit dem Studium? :)

Arrhythmie
30.11.2015, 15:12
Würd mich auch interessieren.

Ich fand es im ersten Semester übrigens auch gewöhnungsbedürftig, obwohl ich schon vorher was anderes studiert habe. Hatte da auch so einmal wöchentlich `ne Krise.

Mittlerweile, im 3. Semester, find ich es eigentlich ziemlich gut :-)

Knicks
30.11.2015, 19:41
Bin ja auch im ersten, deshalb wollte ich das auch so gerne wissen. Und ich hab auch bisher so dein ein oder anderen Krisenmoment gehabt^^ Liegt aber nicht nur am Studium. Und es ist beruhigend, dass es dir auch so ging. :)

carolin1997
02.12.2015, 17:00
Mittlerweile ist's besser geworden :-oopss Ab und zu kommen nochmal Zweifel hoch, aber ich denke schon, dass es das ist was ich später machen möchte und meistens ist es auch ganz interessant. :-stud In einer Woche ist allerdings schon die Physik- und Chemieklausur und ich kann nach wie vor NICHTS :-nix Da kommt wohl nur noch die Wiederholungsklausur in Frage, obwohl ich das vermeiden wollte. :-((

Kiddo
02.12.2015, 18:48
Prüfungen wiederholen zu müssen ist nicht so schlimm. Wenns im Zweitversuch klappt, ist doch alles prima. Später wird niemand danach fragen, im wievielten Versuch du bestanden hast. Hauptsache bestanden :).

Ich musste bisher auch in zwei Prüfungen in den Zweitversuch. Je eine pro Semester bisher :).

Confused.
02.12.2015, 19:23
Es ist jedes mal das gleiche, fast jeder sagt "Ich kann noch NICHTS!!!!!!!!!" und am Ende sinds 55/60 Punkten. ;)

carolin1997
02.12.2015, 19:39
Es ist jedes mal das gleiche, fast jeder sagt "Ich kann noch NICHTS!!!!!!!!!" und am Ende sinds 55/60 Punkten. ;)

Ne, wenn ich sage ich kann nichts dann meine ich auch nichts! ;) Kann genau eine Aufgabe der Physik-Altklausur: Das Weg-Zeit-Diagramm! :D Wird dann wohl eher auf 2/20 Punkten herauslaufen. ( Wir schreiben 3 Teilklausuren a 20,20,30 Punkte.) Bei Chemie sieht's noch schlimmer aus, da kann ich nicht mal dieses Mol-Umrechnen-Zeug. :D

Confused.
02.12.2015, 19:43
Also Ich kenne sehr viele Leute, die immer sagen sie können nichts. Allerdings sind das immer die besten oder zumindest weit vorne dabei.

Du wirst das schon packen. ;)

Arrhythmie
02.12.2015, 21:31
Dito. Kenne da auch mehrere Spezialisten... "Ich kann noch nichts" - bei Medizinern weit verbreitet.

Ich distanziere mich mittlerweile persönlich von solchen Leuten. Im Sinne von, dass ich mich da etwas zurückhalte und den Kontakt nicht zu eng werden lasse. Nervt mich und stresst mich - brauch ich nicht :-)


Und ansonsten: Immer schön am Ball bleiben. Das "Mol umrechnen Zeugs" ist ganz easy. Da gibt es so ein paar sinnvolle Formeln, die man nach belieben umformen kann und die einem dann das richtige ausspucken. Immer vorher schön auf die Einheiten schauen - was ist gegeben? Oft ergibt sich dann schon die anzuwendende Formel. Einfach auswendig die Formeln lernen, umformen können und viele der Aufgaben üben. Kommen immer in unterschiedlichen Variationen vor.

Hoppla-Daisy
03.12.2015, 10:48
Das Gleiche ist es mit Physik! Ich hatte auch absolut keinen Schimmer von Chemie und Physik. In Physik hab ich in der Freischussklausur dann 12 von 16 Pubkten gemacht und wusste gar nicht, wie ich das gemacht hatte. Der Prof stand einmal in der Klausuren hinter mir und schüttelte den Kopf angesichts meiner wilden Berechnung über zwei Seiten (bei EINER Aufgabe). Hätte ich die richtige Formel angewendet, wär ich schneller fertig gewesen. Aber die war mir in der Panik nicht eingefallen. So wurde es mehr ne Herleitung :-wow. Und das Ergebnis war richtig :-)). Am Ende fiel mir auch die Formel wieder ein, und so schrieb ich unter das Resultat "viele Wege führen nach Rom :-)) ". Der hat sich bestimmt schlapp gelacht, aber egal :-D

Stumpf Formeln auswendig lernen und immer wieder Aufgaben rechnen, rechnen, rechnen. Das hat mir am Ende geholfen. Immer die gleiche Scheisse mit anderen Zahlen rechnen.

Wie ich Chemie mit Punktlandung geschafft habe, weiß ich bis heute nicht ;-).

Arrhythmie
03.12.2015, 10:57
Exakt so macht man es. Haha. Nur so hab ich Chemie und Physik überlebt. Funktioniert wirklich. Üb Dich tot an diesen Aufgaben. So lange bis du brechen musst.
Bei mir war es so dass ich die am Schluss als erstes im Anorganik Teil gekreuzt hab weil es das einfachste und schnellste war...

Arrhythmie
03.12.2015, 10:58
Exakt so macht man es. Haha. Nur so hab ich Chemie und Physik überlebt. Funktioniert wirklich. Üb Dich tot an diesen Aufgaben. So lange bis du brechen musst.
Bei mir war es so dass ich die am Schluss als erstes im Anorganik Teil gekreuzt hab weil es das einfachste und schnellste war...

Absolute Arrhythmie
03.12.2015, 11:59
Macht ja auch oft keinen Sinn alles auf Teufel komm raus von vorne herein verstehen zu wollen. Oft versteht man den Kram auch erst beim Üben und Rechnen irgendwann, von daher: einfach machen.
Und wenn man es nicht versteht ist es auch egal, solange man mit den auswendig gelernten Formeln die nötigen Klausuren besteht.

Kleine Anekdote am Rande: in meiner mündlichen Physikumsprüfung hatte ich nen totalen Blackout bei der Frage nach der Funktionsweise der Acetylcholinesterase. Ich wusste aber noch wie Acetylcholin aussieht und ich war im ersten Semester sehr gut in Chemie und hatte brav alles verstanden. Also konnte ich dem Prüfer anhand einer Zeichnung genau erklären wo welche Elektronen hin klappen müssen, damit am Ende Wasser abgespalten wird. War nicht gut, aber trotzdem ganz cool gerettet. Also manchmal kann einem das unnütze Wissen doch noch ein paar Ehrenpunkte bringen!

Schubbe
03.12.2015, 13:33
Oft versteht man den Kram auch erst beim Üben und Rechnen irgendwann, von daher: einfach machen.

Deshalb bekommst du im Mathematik/Physik/Informatik-Studium ja auch Übungszettel, die über eine Woche zu lösen sind (typischerweise nur 3-4 Aufgaben). Aufgaben sind halt wirklich das beste Mittel Leute dazu zubringen sich mit der Materie zu beschäftigen, damit sie es zu verstehen :)

Hoppla-Daisy
03.12.2015, 13:37
Verstanden hab ich vieles nicht, aber trotzdem irgendwann "begriffen", dass ich es einfach nur irgendwie reproduzieren und anwenden muss :-))