PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Exmatrikulation, quereinstieg zahnmedizin?



Seiten : 1 [2]

noch-humani
29.01.2016, 17:42
Ich bin davon ausgegangen, dass Fehlversuche übertragen werden. Wär ja ziemlich absurd sonst. Man muss sich dann halt eine Uni suchen, die mindestens gleich viele Fehlversuche hat. Meines Wissens hat eben Gießen in Zahnmedizin unendlich viele, und Köln in Humanmedizin auch.

Finde es aber absurd, dass mir Fehlversuche angerechnet werden, ich mir den Teilschein aber in Münster nicht anrechnen lassen könnte, da unsere Anatomie1 eben inhaltlich anderes, als in Münster ist. Wenn es der gleiche Schein wäre, dann wäre es logisch. Aber so...

Ich bin im Moment im 2. Semester und würde in Münster im 1. starten.

davo
29.01.2016, 17:43
Teilscheine kann man sich meines Wissens nie anrechnen lassen. Aber auch hier gilt: andere wissen mehr als ich.

noch-humani
29.01.2016, 17:51
Teilscheine kann man sich meines Wissens nie anrechnen lassen. Aber auch hier gilt: andere wissen mehr als ich.

Meinst du, dass die Fehlversuche dann trotzdem übertragen werden? Ich rufe am Montag noch einmal an. Aber jetzt ist erst einmal Wochenende und mir ist die Sache mit den Teilscheinen zu spät eingefallen. :-kotz

Also ich habe mir die Lehrpläne angeschaut und die Überschneidung der Themen der Anatomie 1 sind nicht gegeben. Das einzige, was die (Teil-)Scheine gemeinsam haben, ist der Name.

noch-humani
29.01.2016, 17:54
Es gibt aber, erinnere ich mich dunkel, Unis, die Fehlversuche nicht anrechnen, wo man also (natürlich nur, solange man noch nichts endgültig nicht bestanden hat!) wieder bei Null anfängt. Hat zumindest glaube ich irgendwer mal geschrieben. Aber da gibts andere Leute, die sich deutlich besser auskennen als ich.

Das wurde mir in Aachen so gesagt. Würde aber lieber nach Münster... :-(

smanpodg
30.01.2016, 14:12
Also nochmal:
Examina sind Bundessache. Endgültiges nicht-Bestehen führt zum Ausschluss eines weiteren Studiums im Fachbereich.

Scheine sind Unisache. Innerhalb der Uni, wo sie sich entsprechen, werden die "Fehlversuche" freilich angerechnet. Von Uni zu Uni geht das nicht. Eine fremde Uni darf nicht aufgrund nicht bestandender Prüfungen an einer anderen Uni diese Fehlversuche mit anrechnen. Wie soll das gehen? Die Leistungsnachweise sind überall anders. Mal mündlich, mal schriftlich, mal dies mal jenes.

Es gibt aber Unis, die "die Fähigkeit, das Studium zu absolvieren" betrachten bei der Einschreibung. Hat man da in Münster beispielsweise Chemie, Bio und Anatomie endgültig schon nicht bestanden, verweigern die einem die Einschreibung ins HÖHERE FACHSEMESTER, da hier die Unis die Zugänge regeln.

Über Hochschulstart kann man sich nicht bewerben, solange man im selben Studiengang eingeschrieben ist.

(mal ganz abgesehen von der ewigen Diskussion um die Tatsache, dass es viel viel schwierigere Dinge geben wird, als Anatomie....)

davo
30.01.2016, 14:28
Aber warum soll eine fremde Uni Fehlversuche nicht anrechnen? Manche Scheine haben ja nur eine einzige Klausur. Und wenn man die schon zweimal nicht bestanden hat, warum soll/kann die andere Uni dann nicht sagen, du fängst jetzt hier mit zwei Fehlversuchen an? Sonst würde doch jeder, dem Gefahr droht, "rechtzeitig" wechseln.

(Und zum Thema Anatomie: ich persönlich fand es von allen Vorklinik-Fächern auch mit Abstand am schwersten, in der Anatomie zu bestehen. Dürfte stark von Uni und Student abhängen.)

smanpodg
30.01.2016, 15:07
Aber das wäre geistiger Dünnschiss.

Weil eben die Leistungen, die man erbringen muss, teilweise nicht gleichwertig sind und auch die Bedingungen völlig anders. Man kann Äpfel mit Birnen nicht vergleichen. Andersherum ist es, wenn man mit Scheinen die Uni wechseln will, die neue Uni die aber nicht anerkennt, was auch oft der Fall ist. Unis können auf Anfrage erbrachte Leistungen anerkennen, aber man ist beim Wechsel nicht verpflichtet, Fehlversuche anzugeben. Bei manchen Elitestudenten wäre die Liste auch erschöpfend... Aber endgültiges Nicht bestehen von Scheinen muss, wie ich bereits ausgeführt habe, manchmal angegeben werden. Aber eben nicht überall.
Und ja, das ist so kompliziert, damit man bei einem Studiengang, der derart stark reglementiert ist, nicht Unihopping betreibt.

Außerdem versuchen viele, denen Gefahr droht, zu wechseln (Suchfunktion^^).

davo
30.01.2016, 15:14
Warum kann man sich dann die Äpfel beim Uniwechsel problemlos und garantiert als Birnen anrechnen lassen? :-p

smanpodg
30.01.2016, 15:28
Problemlos und garantiert vielleicht in Anatomie, Chemie, Biologie. Problematischer wird es bei Physiologie und Biochemie. Unser Prof. für PsychSoz erkennt grundsätzlich Scheine nur als Teilleistung an. Egal, ob man alle woanders schon hatte. In der Klinik ist es bei vielen Fächern noch aussichtsloser. Das Curriculum gibt vor, welche Themen behandelt werden müssen; die Ausgestaltung liegt beim Dozenten. Wenn der meint, dass das dem nicht entspricht, was er so doziert, wird es nicht anerkannt.
Zu behaupten, alles würde "problemlos und garantiert" anrechenbar sein, ist etwa so zielführend, wie zu behaupten, dass jeder Hypertoniker mit Dihydralazin gut behandelt werden kann. Unreflektiert und eingeengt.

davo
30.01.2016, 15:47
Ich meinte damit auch eher, dass das LPA Scheine anerkennen muss, egal an welcher dt. Uni man sie absolviert hat.

Und wenn das der Fall ist, kann man ja dann in anderem Zusammenhang nicht auf einmal so tun, als wären die Scheine völlig unvergleichbar. Das wäre ja völlig inkonsistent. Es gibt ja schließlich die Approbationsordnung und Gegenstandskataloge.

smanpodg
30.01.2016, 16:16
Ja, das LPA erkennt die kompletten Scheine an. Und zwar dann, wenn ein Hochschulprofessor die Äquivalenz feststellt.

Wenn das nicht der Fall ist, wird auch nichts anerkannt.

Feststellung der Gleichwertigkeit
Die Gleichwertigkeit innerhalb verwandter Studien im Inland absolvierter Praktika, Kurse und Semi- nare ist durch Bescheinigungen der für die Medizinerlehrveranstaltungen jeweils zuständigen Hoch- schullehrer/innen (aus dem Personen- und Vorlesungsverzeichnis der jeweiligen Universität ersicht- lich) wie folgt nachzuweisen:
- Sofern der Antragsteller/die Antragstellerin bereits für das Medizinstudium an einer bayerischen Universität eingeschrieben oder zugelassen ist durch Bescheinigungen der Praktikums- bzw. Kursleiter/innen dieser Universität.
- Sofern der Antragsteller/die Antragstellerin noch nicht für das Medizinstudium an einer bayeri- schen Universität eingeschrieben oder zugelassen ist, gilt Folgendes:
- Wenn die Studienleistungen an einer Universität erbracht wurden, an der sich ein Fachbe- reich Medizin befindet, durch Bescheinigungen der Leiter/innen der dortigen Medizinerlehr- veranstaltungen.
- Wenn die Studienleistungen an einer Universität ohne Fachbereich Medizin erbracht wur- den, durch Bescheinigungen der Praktikums- bzw. Kursleiter/innen der Universität, an der beabsichtigt ist, das Medizinstudium aufzunehmen.
Die Gleichwertigkeit des vorklinischen Wahlfaches (§ 2 Abs. 8 Satz 2 Halbsatz 1 ÄAppO), das im Rahmen eines verwandten Studiums absolviert und benotet wurde, ist durch eine Bescheinigung der Universität (Studiendekanat, Medizinische Fakultät), an welcher das Medizinstudium in Deutsch- land aufgenommen wurde bzw. aufgenommen werden soll, nachzuweisen.

noch-humani
30.01.2016, 16:36
Scheine sind Unisache. Innerhalb der Uni, wo sie sich entsprechen, werden die "Fehlversuche" freilich angerechnet. Von Uni zu Uni geht das nicht. Eine fremde Uni darf nicht aufgrund nicht bestandender Prüfungen an einer anderen Uni diese Fehlversuche mit anrechnen. Wie soll das gehen? Die Leistungsnachweise sind überall anders. Mal mündlich, mal schriftlich, mal dies mal jenes.

Es gibt aber Unis, die "die Fähigkeit, das Studium zu absolvieren" betrachten bei der Einschreibung. Hat man da in Münster beispielsweise Chemie, Bio und Anatomie endgültig schon nicht bestanden, verweigern die einem die Einschreibung ins HÖHERE FACHSEMESTER, da hier die Unis die Zugänge regeln.

Über Hochschulstart kann man sich nicht bewerben, solange man im selben Studiengang eingeschrieben ist.


Hallo!

Ich danke dir für deine Antwort! Sie entspricht etwa dem, was ich vor meinem Telefonat erwartet habe. Die Anatomie 1 (Teil-)Scheine entsprechen sich inhaltlich nicht. Ich könnte mir den Teilschein meiner alten Uni daher in Münster nicht anerkennen lassen, wenn ich ihn hätte. (was ich jedoch nicht habe...) Dennoch meinte das Studiendekanat, dass ich in Münster mit 2 Fehlversuchen starten würde! In Aachen wurde mir direkt gesagt, dass keine Fehlversuche angerechnet würde, da sich die Prüfungen unterscheiden. (also deine Argumentation) Bei endgültig nicht bestandenen Scheinen sieht die Sache schon anderes aus. Das ist mir klar!

Ich frage mich mittlerweile, woher die Uni überhaupt von den Fehlversuchen erfahren würde. Die will ich mir natürlich auch nicht anerkennen lassen. :P

Ich würde mich für das 1. Fachsemester Zahnmedizin über HSS bewerben, bin also momentan nicht in dem Studiengang eingeschrieben. Sicher, dass die Prüfung "Fähigkeit, das Studium zu absolvieren" nicht auch für das erste Semester gilt?

Finde das ganze schon irgendwie komisch. :-( Entweder die Uni hat sehr eigenwillige Regeln oder man wollte mich abwimmeln...

smanpodg
30.01.2016, 17:03
Deswegen habe ich IM HÖHEREN FACHSEMESTER groß geschrieben... Die Bewerbung für das HÖHERE FS reicht man bei der Uni, zu der man will, auf deren Formular ein. Da kann u.a. abgefragt werden, welche Leistungen endgültig nicht bestanden wurden.

Bei Hochschulstart unterschreibt man, dass man in einem Verwandten Studiengang bislang noch keine Prüfung endgültig nicht bestanden hat.

Wenn man natürlich falsche Angaben macht oder Angaben unterlässt, wissen die nichts davon.

Komisch ist das ganze nicht. Das habe ich auch schon geschrieben und angedeutet. Was hat die Uni davon, sich einen leidlich begabten Studenten zu angeln, der wegen "fast beinahe nicht ganz" endgültigem Durchfallen in einem artverwandten Studiengang gleich den nächsten anfangen will?

Nichts. Und auch die Gesellschaft, die das finanziert, hat nichts davon.

noch-humani
30.01.2016, 17:15
Deswegen habe ich IM HÖHEREN FACHSEMESTER groß geschrieben... Die Bewerbung für das HÖHERE FS reicht man bei der Uni, zu der man will, auf deren Formular ein. Da kann u.a. abgefragt werden, welche Leistungen endgültig nicht bestanden wurden.

Bei Hochschulstart unterschreibt man, dass man in einem Verwandten Studiengang bislang noch keine Prüfung endgültig nicht bestanden hat.

Wenn man natürlich falsche Angaben macht oder Angaben unterlässt, wissen die nichts davon.

Komisch ist das ganze nicht. Das habe ich auch schon geschrieben und angedeutet. Was hat die Uni davon, sich einen leidlich begabten Studenten zu angeln, der wegen "fast beinahe nicht ganz" endgültigem Durchfallen in einem artverwandten Studiengang gleich den nächsten anfangen will?

Nichts. Und auch die Gesellschaft, die das finanziert, hat nichts davon.

Also ich würde NIE falsche Angaben machen. Endgültig bestanden habe ich ja nicht. Und die Medizin und Zahnmedizin unterscheiden sich ja wohl genau so stark, wie die Klinik und die Vorklinik. Außerdem habe ich bisher 2/4 Versuchen verpatzt und stehe damit sicher nicht alleine dar...

Fehlversuche aus einem verwandten Studiengang mit komplett anderem Lehrplan anzurechnen, halte ich für groben Unfug, wenngleich ich deine Bedenken gegenüber "schlechten" Studenten verstehen kann.

smanpodg
30.01.2016, 17:21
Ich gebe hier nicht meine Meinung wieder. Sondern die Argumentationen der Unis. Ich habe 4 große Leitz Ordner voll von Wechselanträgen und Bewerbungen ins Höhere FS von Zahn- zu Humanmedizin.

Ich kenne mittlerweile jeden Abwimmelversuch der Unis und alle Hintertüren, die sukzessive geschlossen wurden.
Bei mir war es aber nicht die Tatsache, dass ich in einem Fach fast durchgefallen wäre, sondern weil ich nicht Zahnarzt werden wollte.
Mittlerweile bin ich beides. Der Wechsel hat erst durch die Ausnutzung der Zweitstudienregelung geklappt. Das wollte die Gesellschaft zwar auch nicht finanzieren, aber wenn die keine andere Möglichkeit bieten, dann eben so ;)

noch-humani
30.01.2016, 17:30
Ich gebe hier nicht meine Meinung wieder. Sondern die Argumentationen der Unis. Ich habe 4 große Leitz Ordner voll von Wechselanträgen und Bewerbungen ins Höhere FS von Zahn- zu Humanmedizin.

Ich kenne mittlerweile jeden Abwimmelversuch der Unis und alle Hintertüren, die sukzessive geschlossen wurden.
Bei mir war es aber nicht die Tatsache, dass ich in einem Fach fast durchgefallen wäre, sondern weil ich nicht Zahnarzt werden wollte.
Mittlerweile bin ich beides. Der Wechsel hat erst durch die Ausnutzung der Zweitstudienregelung geklappt. Das wollte die Gesellschaft zwar auch nicht finanzieren, aber wenn die keine andere Möglichkeit bieten, dann eben so ;)

Das klingt bitter! Was meinst du denn damit, dass die Gesellschaft das nicht finanzieren wollte? Kriegt man in diesem Fall nicht sogar weiterhin Bafög? Zweitstudiengebühren gibt es ja nicht (mehr?).

Aus all den Beiträgen bin ich jetzt irgendwie doch nicht schlau geworden. Hältst du es jetzt für plausibel, dass die Uni bei einer Bewerbung für das erste Fachsemester über HSS Fehlversuche erfahren und übertragen wird? Und das trotz einer anderen inhaltlichen Zusammensetzung? ODER war das nur ein Versuch mich abzuschrecken? Nach deinem ersten Beitrag hätte ich gesagt, dass es wohl nicht möglich ist.

smanpodg
30.01.2016, 17:40
Versuch macht klug. Die Formulare ordnungsgemäß ausfüllen, Bewerbung abgeben, Daumen drücken. Viel Erfolg!

noch-humani
07.02.2016, 18:17
Kleines Update: Fehlversuche werden beim Uniwechsel nicht übertragen, da sie weder auf der Exmatrikulations-, noch auf der Unbedenklichkeitsbescheinigung stehen... Zumindest nicht, solange man nicht endgültig nicht bestanden hat. Bei dem Wechsel ins höhere Fachsemester kann es wieder anderes aussehen. Darüber habe ich mich nicht erkundigt.