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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : MTLA: Probleme im praktischen Unterricht.



TehTroll
06.02.2016, 15:23
Hallo zusammen,

derzeit befinde ich mich noch im Probesemester der MTLA Ausbildung. Was die Klausuren bzw. generell den praktischen Unterricht betrifft, läuft es sehr gut. Doch im praktischen Unterricht hänge ich einfach hinterher : Wenn wir irgendwas Neues machen, bin einfach immer nervös und mache dann immer blöde Fehler. Stelle mich dann einfach etwas dumm an. Das besserte sich allerdings, wenn wir die Sachen etwas öfter gemacht haben, ich also etwas mehr Routine darein bekam. Ich stelle auch immer recht viele Fragen, teils etwas Dumme, nur um einfach sicher zu gehen, dass ich das auch alles richtig machen. Irgendwann wurde ich dann mal von unserer Fachbereichsleiterin angesprochen und gefragt, wie ich mich denn selbst im Praktischen sehen würde. Habe ihr das genauso gesagt. Sie meinte dann direkt ich solle mir das nochmal überlegen, weil es im Endeffekt ja ein sehr praktischer Beruf ist und wir in Histologie bald mit dem Mikrotom arbeiten, das könne schwierig werden. Gestern habe ich dann das zweite Mal, das letzte Mal ist ein paar Wochen her und auch nur sehr kurz, mit dem Mikrotom gearbeitet und das ging einfach komplett in die Hose. Die besagte Fachbereichsleiterin ist extra zu uns in den Unterricht gekommen um sich das mal anzusehen. Am Vortag wurde auch mit dem Mikrotom gearbeitet, allerdings war ich krank und habe das daher versäumt. Beim letzten Mal hat unsere Lehrerin uns den Block eingespannt und wir mussten quasi nur noch den Block hoch/runterkurbeln und dann schneiden. Dieses Mal war der Block aber etwas uneben und musste noch richtig eingestellt werden, was ich ja noch nie zuvor gemacht habe, und natürlich gerade vor den Augen der Fachbereichsleiterin habe ich ewig lange versucht das Ding vernünftig einzustellen und ordentliche Schnitte zu bekommen , leider vergeblich. Entweder war der Block immer ein wenig zu weit oben sodass das Messer feststeckte, oder etwas zu weit unten sodass nichts geschnitten wurde. Oder der Block war falsch eingestellt sodass keine ebenen Schnitte zu gewinnen waren.

Man muss dazu sagen, dass ich tatsächlich etwas grobmotorisch bin. Nunja, jetzt habe ich Zweifel. Ich weiß nicht ob sie vielleicht Recht hat und ich nur meine Zeit verschwende weil ich nicht so handwerklich begabt bin , oder ob ich das mit mehr Übung vernünftig hinbekomme.
Deswegen meine Frage an euch : Hat hier wer ähnliche Erfahrungen gemacht? Hattet ihr auch Probleme im Praktischen und habt es noch wieder hinbekommen? Was würdet ihr mir raten zu tun?

Über Antworten würde ich mich freuen.
Liebe Grüße.

Haematopoesie
06.02.2016, 22:48
Hallo,

hört sich für mich so an, als ob du dir zu viele Gedanken machst.
Ich bin selbst MTA und seit einem Jahr fertig und kann dir nur sagen - ja, man stellt sich am Anfang doof an. Ging mir genau so.


Entweder war der Block immer ein wenig zu weit oben sodass das Messer feststeckte, oder etwas zu weit unten sodass nichts geschnitten wurde.

deshalb kurbelt man während dem Einstellen, wenn der 1. Schnitt nicht perfekt wird ist das auch halb so schlimm, der 2. kommt dann meistens schon viel besser :). Da muss man etwas rum probieren. Klar, man sollte nicht den halben Block auf einmal abschneiden (da wäre dann auch das Messer stumpf...) aber etwas Verschnitt ist am Anfang ganz normal.
Meine Krux war im übrigen die Immunfixationselektrophorese. Die durfte ich 4x in den 3 Jahren machen und hab sie 3x total versammelt.

MsLifeunderRock
08.02.2016, 11:27
Das hatte ich in der Probezeit selbst in der Ausbildung als Kinderkrankenschwester. konnte einfach keine Kapillaren Blutentnahmen machen, weil ich nen leichten Tremor habe. Irgendwann verselbstständigt sich das selbst, weil man solche Angst davor hat. Wurde immer nervöser und dann kamen noch blöde Kommentare von den anleitenden Schwestern, weil ich so grobmotorisch sei. Im Nachhinein bräuchte ich nur einmal ne Verständnisvolle Schwester, die mir das vernünftig zeigte.
Mittlerweile ist das überhaupt kein Problem mehr für mich. Man wird mit Erfahrung halt immer besser und gerade wenn man eh verkopft ist steht man sich oft selbst im Weg.
Ich habe immer noch immer zittrige Hände, vor allem bei neuen Aufgaben, aber irgendwann habe ich gelernt mit dem Zittern zu arbeiten. Ich weiß, dass ich nie Chirurgin werde, aber das möchte ich eh nicht.
Also lass dich nicht entmutigen.

Med.ley
20.04.2016, 19:44
Hallo TheTroll,
Wie ist es dir inzwischen ergangen?
Vielleicht ist das Thema bei dir ja noch aktuell oder jemand anderem geht es ähnlich und guckt hier vorbei.. Ich schreibe einfach mal kurz noch meine Erfahrungen, weil mich das sehr stark an mich erinnert hat. Es klingt sehr danach, dass du dich zu sehr unter Druck setzt und damit dann selber blockierts.
Nicht zu viele Gedanken machen was man falsch machen kann, nicht mit den anderen vergleichen und einfach machen. Am Anfang kann man eh noch nicht alles können und sollte es auch nicht erwarten.
Inzwischen bin ich mit dem Unterricht fertig und warte aufs Examen und histo ist um praktischen mein lieblingsfach, das schneiden fällt mir leicht und die Schnitte sind schön und dünn (meistens :-P)
Am Anfang war ich die schlechteste und habe keinen Schnitt hinbekommen, die anderen waren schon vorher fertig und alles ist zerfallen oder war zusammen geschoben. Mit viel geduldigen Erklärungen meiner Lehrerin ging es dann einwenig besser,weil sie genau beobachtet hat und dadurch besser Tipps geben konnte.
Der Moment, an dem es dann aber erst "flutschte" war mein erstes pathopraktikum. Es kann sehr helfen zu sehen wie routinierte mtas das Messer schwingen und wie genau angeschnitten, gepustet und gezogen wird.
Also warte eher ab, mach dir nicht zu viele Sorgen und sei mit dir geduldig. Auch wenn es trotz allem nicht ganz deins wird, scheitert die Ausbildung nicht dran...Selbst jetzt haben bei uns noch einige ihre Probleme damit ;-)

Viele grüße und viel Erfolg! :-)