Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pflegepraktikum



Seiten : 1 [2] 3

mountainview
13.02.2016, 13:38
… und da habe ich nicht viel geputzt. Klar, nach Entlassung Nachtschränke auswischen und halt den Schmutzraum/die Spüle sauber halten gehlren zu typischen Aufgaben, die man aber auch als Examinierte Kraft ausführen muss

Aber warum überhaupt solche Tätigkeiten? Die Pflege hat doch genug anderes zu tun. In den Häusern, in denen ich meine Praktika gemacht habe, war das nicht Aufgabe der Pflege.

Absolute Arrhythmie
13.02.2016, 13:43
Aber warum überhaupt solche Tätigkeiten? Die Pflege hat doch genug anderes zu tun. In den Häusern, in denen ich meine Praktika gemacht habe, war das nicht Aufgabe der Pflege.

Weil es nicht in jedem KH Personal gibt, die diese Tätigkeiten durchführen. Und das Putzpersonal darf keine Patientennahen Gegenstände sauber machen. Geräte etc auch nicht, daher muss ich auf Intensivstation Monitore und Perfusoren selber putzen (wenn ein Patienten dran angeschlossen ist).

Und das man die Bettpfanne selber in die Spüle stellt, sollte irgendwie auch logisch sein, die lasse ich doch nicht stinkend stehen, bis irgendeine andere Berufsgruppe sie wegräumt :-))

WhiteMountains
13.02.2016, 14:05
mit 6, und die 2. klasse übersprungen und nach der 9. abgegangen es ging um eine überbrückung von einem halben jahr und danach eine andere lehrstelle.
erst dann hätte ich ja das notwendige alter und den abschluss gehabt.

mountainview
13.02.2016, 14:19
AA, die Frage ist nicht, warum das so gehandhabt wird, sondern warum das Teil der Tätigkeit einer examinierten Kraft sein soll. Wenn eine Schwesternschülerin das Wischen der Nachtschränke erlernen kann, wieso dann nicht jeder andere? Ausserdem sind Examinierte doch viel teurer als Hilfskräfte oder Studenten.
Die Logik hinter dem Beispiel mit den Bettpfannen erklärt sich mir daher nicht…



@TE: Es gibt durchaus Stationen, wo die Pflege daran interessiert ist Studenten die Aufgaben der Pflege näher zu bringen….Pflegeanamnese, Pflegeplanung, richtige Wundversorgung, richtiges Waschen, Ernährung bei schwierigen Patienten etc….Das hat mir persönlich viel mehr gebracht als Essen auszuteilen oder Bettpfannen zu leeren. Fände es auch besser, wenn das allgemein so vorgesehen wäre…die meisten Studenten gehen ja aus dem Praktikum mit dem Eindruck diese Monate wären nur verschwendete Zeit gewesen.
Ist jetzt vielleicht etwas spät für dich, aber für das nächste Mal würde ich gezielt nach solch einer Station suchen und mich dafür bei den Kommilitonen etc. umhören.

davo
13.02.2016, 14:28
Dass es schwachsinnig ist, Praktikanten oder Schüler Sachen reinigen zu lassen, die sonst einfach nicht gereinigt würden, darauf können wir uns glaub ich einigen. Aber auf manchen Stationen geschieht das dennoch - ist wohl einfach eine Machtdemonstration bzw. ein Zeichen der Unterwerfung.

Aber dass man Bettpfannen sofort reinigen sollte ist meiner Ansicht nach selbstverständlich. Da spielt auch ein ganz einfaches Koordinationsproblem eine Rolle: Es ist viel sinnvoller, solche kleinen, sehr oft anfallenden Reinigungsdienste von denen machen zu lassen, die ohnehin vor Ort sind, als dafür ständig wen rufen zu müssen, der auf mehreren Stationen aktiv ist.

imeli
14.02.2016, 18:14
ich musste an mein krankenpflegepraktikum denken... es hieß so einige male "hättest du vielleicht lust die schränke und regale zu putzen? und dann auch einmal auf die MHD zu schauen? das muss einmal im monat gemacht werden." *gefaelltmirnicht*

Haematopoesie
14.02.2016, 18:22
das muss einmal im monat gemacht werden." *gefaelltmirnicht*

"und wenn dann kein Praktikant da ist, dann ist es auch ok wenn man das mal ein paar Monate schleifen lässt...."

OP, such dir eine andere Station, das geht echt gar nicht! Ich hab während meines Pflegepraktikums zwar auch einiges geputzt, aber ich war Mo-Fr von 8-16:30 da (Fr. auch mal früher Schluss) und habe zusätzlich noch Mittagessen bekommen. Man muss sich echt nicht alles gefallen lassen.

anassophia
15.02.2016, 16:42
In den Krankenhäusern wird halt an allem gespart, bei uns war die Stationshilfe bis um 12:00 Uhr da und hat sich um Zimmer ausräumen und wischen gekümmert, hatte man Spätschicht musste man selbst ran, aber Boden wischen ist definitiv nicht deine Aufgabe. Leider wird man bei diesem Praktikum öfters als Putzfrau enden, bist halt ganz unten in der Rangordnung.
Ich hab auch Wechsel Spät- Frühschicht gemacht und Wochenenddienst+ den ein oder anderen Feiertag, aber ehrlich gesagt war es mir das Wert für eine Station mit meist netten Schwestern und einem relativ flexiblen Dienstplan, wenn ich mal einen Tag frei gebraucht habe.

WackenDoc
15.02.2016, 17:24
Bödenwischen ist definitiv weder die Aufgabe der gelernten Pflegekräfte noch von Praktikanten. Mal davon abgesehen, dass es einfach ein anderer Aufgabenbereich ist, brauchts dafür an sich auch eine Ausbildung oder wenigstens eine ordentliche Einweisung. Dafür gibt es spezielle Wischtechniken, Reihenfolgen die Einzuhalten sind, Produktkunde (welches Reinigungsmittel nehme ich für was), Mischungen, die eingehalten werden müssen bis zu Arbeitsschutzmaßnahmen.

Dass patientennahe Gegenstände nicht von den normalen Reinigungskräften gewischt werden, ist auch normal. Das sollte aber nicht ausschließliche Aufgabe von Praktikanten und Schülern sein. Und auch da ist das ein oder andere zu beachten- erklärt das jemand gut, dann ist das auch ein brauchbarer Lerneffekt.
Aber auch dafür gibt es inzwischen oft Stationshilfen.

Monatliche Kontrolle auf Verfallsdaten incl. Durchwischen der Schränke- ist denke ich ein Grenzbereich. Wenn man das mal nen Tag mitmacht ist es ja was anderes als wenn man tagelang nichts anderes macht.

Lass blos die Finger von dem Praktikum und warn andere davor.
Du findest bestimmt kurzfristig was anderes. Die meisten freuen sich über kostenlose Arbeitskräfte.

Mano
15.02.2016, 18:03
Über Ostern sollte man als Praktikant definitiv nicht eingesetzt werden. Mal (!) einen Nacht- oder Wochenenddienst mitzumachen halte ich hingegen durchaus für sinnvoll. Die Tätigkeiten die ausgeführt werden unterscheiden sich halt von Schicht zu Schicht. Außerdem ist manchmal dann auch eher mal Zeit für ausführlichere Erklärungen.
Die Zeit die man durchs ausführen von ungeliebten Tätigkeiten dem festen Personal einspart sollte sich mit der Zeit die du zusätzlich kostet (ja ein Praktikant ist auch Arbeit und nicht nur Entlastung) ungefähr in der Waage halten.

JellyBelly123
22.02.2016, 13:59
Ohje also dieser KPP Stress nimmt kein Ende. Jetzt habe ich bei allen möglichen KH in der Stadt nachgefragt und keiner hat mehr Platz für einen Pflegepraktikanten, zumindest nicht so spontan. Na ja dann füge ich mich mal meinem Schicksal :) Geht ja auch schnell vorbei!

JellyBelly123
22.02.2016, 14:12
Jetzt ist mir noch ein zweiter Punkt eingefallen. Die Klinik ist eine Privatklinik. Ich hatte mich mit dem LPA kurzgeschlossen und die konnten mir dazu keine präzise Angabe machen, ab wann ein privates KH den Status "staatlich zugelassen" trägt und wann nicht.

Meine Logik und etwas Rechereche sagen mir, dass KH in D.land quasi fast immer staatlich zugelassen sein müssen, da ansonsten ja die Berufsordnung der Ärzte nicht anerkannt wird. Dh für mein Verständnis, private Kliniken, die nicht "staatlich zugelassen" sind, können höchstens solche der ästhetischen Medizin sein zb.
D.h in Kliniken, die "nicht staatlich zugelassen" sind, würde man auch nicht über private Krankenkassen abrechnen können , sondern der Klient müsste privat voll bezahlen? Wie zb wenn ich mir die Huppen vergrößern lassen würde? 🙈😊

Da meine private Klinik einen orthopädischen Schwerpunkt hat (nix mit krummen Nasen und Brüsten) und auf der Homepage der Satz zu finden ist "alle unsere Ärzte erfüllen die Berufsordnung der Ärzte in D.land und haben ihre Approbation in Deutschland erworben", kann ich davon ausgehen, dass dies eine staatlich anerkannte Klinik ist und mein Prktikum anerkannt wird?!

Ich find es merkwürdig dass mir das weder die Klinik noch das LPA sagen kann.

-nookie-
22.02.2016, 20:12
Eine sichere Antwort dazu kann dir eigentlich nur das LPA geben, da sie ja schlussendlich darüber entscheiden. Gibt es denn kein anderes Krankenhaus in deiner Nähe?

WackenDoc
22.02.2016, 20:15
Nein, man kann nicht automatisch davon ausgehen, dass das KPP anerkannt wird, nur weil die Ärzte eine deutsche Approbation haben. Bohr nochmal genau beim LPA nach, ob die ein KPP in genau DIESER Klinik anerkennen. Nicht das der ganze Mist am Ende für die Katz ist.

JellyBelly123
23.02.2016, 07:55
Ja habe das LPA nochmal angerufen und mich diesmal nicht einfach abwürgen lassen. Sie wollen die Klinik heute "prüfen" bzw Infos einholen und mir bescheid geben. Geht doch! Man muss nur ein gewisses Maß an Hartnäckigkeit an den Tag legen :)

Veritas
27.02.2016, 23:00
Bei mir steht auch bald das Pflegepraktikum an. Habt ihr irgendwelche Erfahrungen bei welchem Fachgebiet man die 'interessanteste' Arbeit machen kann? Gibt es hier eventuell einige Freiburger, die eine Klinik bzw. Station empfehlen können?

davo
28.02.2016, 04:45
Wenn du es interessant haben willst, würde ich mir eine Intensivstation aussuchen. Das erlaubt zwar nicht jede Pflegedienstleitung, aber wenn du die Gelegenheit dazu hast, kann man dort meiner Erfahrung nach besonders viel lernen.

carolin1997
29.02.2016, 09:48
Hat zufällig jemand Erfahrungen mit HNO? :) Fange da morgen mein Praktikum an. :-wow Habe schon Angst gehabt, dass sie mich da wieder wegholen weil es irgendwelche Kommunikationsprobleme gab und die Teamleitung bis gerade nichts von mir wusste und sich fragte wer da kommt und noch keinen Dienstplan hat. ^^Dabei hatte die Stellvertreterin mir geschrieben, dass ich morgen einfach vorbeikommen soll. Chaotischer Haufen, und das auch noch in der Uniklinik wo man meinen sollte sie hätten öfter Praktikanten. :-top

Veritas
29.02.2016, 12:01
Wenn du es interessant haben willst, würde ich mir eine Intensivstation aussuchen. Das erlaubt zwar nicht jede Pflegedienstleitung, aber wenn du die Gelegenheit dazu hast, kann man dort meiner Erfahrung nach besonders viel lernen.

Okay ich schau mich mal deswegen um.
Ein Bekannter von mir hat an der Uniklinik Freiburg das Praktikum in der Augenklinik gemacht und war davon sehr angetan. Hat jemand ähnliche Erfahrung mit Augenkliniken?

Stephan0815
29.02.2016, 13:43
Also je nach Prüfungsamt kann es sein, dass die Klinik, in der man das Pflegepraktikum absolvieren sollte, eine gewisse Mindestzahl an Betten haben muss.
Das sollte man gegebenenfalls erstmal bedenken und in Erfahrung bringen, bevor man sich auf eine bestimmte Fachrichtung fixiert, wo das Praktikum dann nicht anerkannt wird.
Von Pflegepraktika in chirurgischen Fächern und in der Psychatrie hab ich eher Gutes gehört.
Wenn man mehr auf bettlägerige Patienten steht, kann man gerne auch die internistische oder neurologische Schiene befahren.
Bei ner Augenklinik weiß ich eigentlich gar nicht so recht, was man da als Pflegepraktikant Spannendes sehen könnte. Es beklagen sich ja schon mehr als genug PJ, die da hinkommen und nur danebenstehen.