Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Angststörung und Panikattacken
kekskruemel
21.02.2016, 20:07
el suenio: Oki, dann sind unsere Meinungen gar nicht so weit entfernt ;-)
(übrigens nette Signatur! :-)) )
Ich hatte auch Hemmungen, auf einen Anrufbeantworter zu sprechen. Finde die Dinger echt doof. Weil ich in der Sekunde dann auch nicht denken konnte, habe ich mir vorher einen kurzen Text geschrieben, den dann nur ablesen brauchte.
Arrythmicin, Kannst du dir etwas Gutes tun zurzeit? Hast du ein Hobby, das dir Spaß macht, was vielleicht im Semester zu kurz kam? Etwas schönes, verwöhnendes, entspannendes. Was gefällt und gut tut.
Edit: Schon wieder zu lahm ...
Ich hatte probatorische Sitzungen mit 5 Therapeuten. Mit einer 2 Sitzungen, mit einer 1 Sitzung, die anderen 3 jeweils die 5.
Wobei nur 2 wirklich in Frage kamen.
Arrhytmicin
22.02.2016, 06:09
Arrythmicin, Kannst du dir etwas Gutes tun zurzeit? Hast du ein Hobby, das dir Spaß macht, was vielleicht im Semester zu kurz kam? Etwas schönes, verwöhnendes, entspannendes. Was gefällt und gut tut.
ich fahr im März mit meinem Freund nochmal eine Woche weg, ansonsten steht schon wieder Klausurvorbereitung auf dem Plan. Alles andere, was mir sonst Freude macht, ist ja damit verbunden, das Haus zu verlassen und da wird's schon wieder problematisch.
das sind ja ziemlich viele probatorische Sitzungen, bis du jemanden gefunden hast, mit dem du klarkommst...hört sich danach an, als würde sich das alles laaaange hin ziehen.
Aber ich geh es jetzt an!
Liebe Arrhythmicin
zuallererst mal :knuddel:
und: finde ich total gut und ziemlich beeindruckend, dass du damit so offen umgehst und auch direkt Hilfe suchst.
Ich hab PJ in der Abteilung gemacht, die die psychologische Beratung für Medizinstudenten anbietet, ich wollte dir das nur auch noch mal ans Herz legen. Vielleicht hat nicht nur deine Uni eine Beratungsstelle, sondern auch eure psychiatrische Klinik. Wir hatten immer extra Zeitkontingente für "hauseigene" Medizinstudenten und normalerweise war dort ein Termin innerhalb 2 Wochen möglich (Erstgespräch und dann ganz normal in der Hochschulambulanz 5 probatorische Sitzungen vor der Therapie). Vielleicht kannst du bei denen auch nochmal nachfragen?
Arrhytmicin
22.02.2016, 12:05
also, komme gerade vom HA...Blut abgenommen (Schilddrüse), Überweisung zur Therapie und zur medikamentösen Therapie hab ich jetzt Opipram verschrieben bekommen als Bedarfsmed. jetzt fehlt ja "nur" noch die Suche nach einem Therapeuten :-?
zur medikamentösen Therapie hab ich jetzt Opipram verschrieben bekommen
Das typische Hausarztmedikament. Geh lieber zum Facharzt und lass dir was Vernünftiges verschreiben.
el suenio
22.02.2016, 22:18
Man kann es ja dennoch erst mal ausprobieren, ich finde Opipramol nicht schlecht und ich bekam es sogar vom Psychiater :-)) Ob es so gut bei Panikattacken hilft, weiß ich nicht, aber zumindest schränkt es das Denkvermögen nicht so ein wie Benzos und beruhigt dennoch. Es nimmt zwar nicht die ganze Angst, nimmt aber die Spitzen raus, so empfinde ich das und das reicht mir auch.
Aber mich würde wirklich interesieren, was du als was Vernünftiges einschätzt, EKT?
Aber mich würde wirklich interesieren, was du als was Vernünftiges einschätzt, EKT?
Naja, eben das, was dafür gedacht ist, z. B. SSRI. Und schnell selbstwirksame psychologische Selbsthilfe-Techniken lernen (z. B. Atemübungen, Klopftechniken) und dann das Ganze in der Tiefe angehen.
Denn ein Medikament für den Notfall, ist auch aus psychologischer Sicht nicht so schlau, lieber etwas, was man regelmäßig, aber nicht im "Anfall" einnimmt.
el suenio
23.02.2016, 08:47
Okay, danke für die Antwort. Ich hatte auch mit einem SSRI angefangen, allerdings haben mich die Nebenwirkungen doch so beeindruckt, dass meine Angst, das weiterzunehmen dann doch größer war, als alles andere. Ich weiß, dass die Nebenwirkungen immer vor der Wirkung einsetzen, aber mich hat es dennoch abgeschreckt und ich habe lieber auf das Opipramol b.B. gesetzt und meine Psychotherapie weiter gemacht. Hat zwar im Endeffekt auch nicht die endgültige Lösung herbei geführt, war mir aber immer noch lieber.
Entschuldigt, dass das jetzt etwas am Thema vorbei war. Versuch doch einfach nebenbei noch einen Termin bei einem Psychiater zu bekommen, Arrhytmicin. Das muss gar nicht so lange dauern, aber bis dahin hast du jetzt zumindest erst mal was, was dir vllt. hilft.
Und zum Thema Therapeut: Oftmals hat man wirklich Glück, dass man recht schnell (innerhalb einer oder zwei Wochen) einen Termin für eine probatorische Sitzung bekommt und dann in der Zwischenzeit ein Platz frei wird, wenn man die anderen Sitzungen durchführt. Also, erst mal nicht abschrecken lassen.
TräumerSuse
25.02.2016, 10:55
Ich würde an deiner Stelle versuchen zu einem qualifizierten Psychiater zu gehen der dir was Anständiges verschreibt. Ich möchte jetzt nicht über deinen Hausarzt urteilen, aber er kann so eine Situation einfach nicht richtig einschätzen. Es gibt so viele verschiedene Formen von Panikstörungen und so viele Feinheiten, dass Medikamente nun einmal gneau abgestimmt werden müssen.
Eine Therapie ist sicher nicht schlecht, stellt sich hier aber dann auch die Frage ob du eine Verhaltenstherapie machen willst oder eine Tiefentherapie.
Wie auch immer, such dir einen Psychiater und gehe hin. Die schicken dich schon nicht weg. Notfalls musst du eben Wartezeiten in Kauf nehmen.
WhiteMountains
25.02.2016, 11:02
kümmert sie sich doch schon drum.
herzaubern lässt sich so ein termin ja nun auch nicht.
Arrhytmicin
29.02.2016, 06:12
Hab diese Woche schon 2 Termine :) bei einem Psychologen und einem Psychiater, der auch Psychotherapie macht. Ich hab dennoch das Gefühl, dass mir mit dem Opipram etwas besser geht...die Stresssymptome lassen jedenfalls nach, auch wenn die Angst nicht weg ist.
kekskruemel
29.02.2016, 09:05
Cool, dass das so flott ging! :-)
Ich drücke dir die Daumen, dass du ein gutes Gefühl bei den beiden hast. Und natürlich auch schön, dass dir das Medikament schon ein wenig hilft!
TräumerSuse
03.03.2016, 07:43
Ist ja super wenn du echt noch so schnell einen termin finden konntest. Auch die Kombination Arzt und Therapeut ist sehr schön.
Klingt alles in allem aber schonmal recht gut, ich hoffe dir geht es auch weiterhin gut!
Dergenthiner
16.05.2016, 12:52
Hallo Arrhytmicin...Ich bin ganz zufällig auf deine Frage gestoßen und es kommt mir sehr bekannt vor. Ich hatte die gleiche Situation im letzten Jahr der Oberstufe. Es war wirklich schlimm, ich konnte mich im Unterricht gar nicht konzentrieren, in der Prüfungszeit habe ich kaum gegessen, weil alles sofort rauskam... Sogar eine Prüfung habe ich komplett versaut, weil wegen Verdauungsprobleme ständig abgelenkt war... Ich glaube über ein Halbes Jahr hat es gedauert und wo ich schon dachte, ich hab es für immer, hat sich alles von alleine normalisiert. In einer Vorlesung hatten wir über Herzrhythmusstörungen gesprochen.Empfindest du auch ein komisches Herzgefühl, als ob dein Herz anders schlägt? Es können verschiedene Ursachen dafür geben:Stress, zu viel Kaffee, wenig Schlaf, zu viel Nachtsessen, chaotische Ernährung sogar niedriges Hämoglobin. Wenn ich jetzt zurückdenke, hatte ich das alles, besonders meine Ernährung sah total einseitig und ungesund aus. Als ich aufgehört habe mit Kaffee und angefangen mit warmen gesunden Mahlzeiten, war wieder alles gut. Ich weiß nicht ob ich dir geholfen habe, damit du bloß weißt, es muss nicht unbedingt eine Panikattake sein aufgrund einer Psychischen Erkrankung.
Dergenthiner
16.05.2016, 12:59
So war meine Erfahrung, wars du aber schon bei einem Facharzt? Was hat er gesagt?
Arrhytmicin
24.07.2016, 15:32
huhu, ich hab länger nicht mehr hier reingeschaut, wollte aber mal ein kleines Update geben..:)
Ich habe einen sehr netten Psychologen gefunden und mache nun seit ein paar Monaten eine Verhaltenstherapie, die mir wirklich hilft :) Die offizielle Diagnose lautet Agoraphobie und generalisierte Angststörung. Mittlerweile habe ich mein Vermeidungsverhalten fast vollständig eingestellt und stelle mich jeglichen angstmachenden Situationen. Die Panikattacken sind rückläufig, mittlerweile habe ich kaum noch welche. Allerdings sind die Angstzustände noch da, ich kann aber mittlerweile viel besser damit umgehen.
Sowohl der Unialltag, als auch der private Alltag macht wieder Spaß und ich nehme wieder teil am Leben.
Ich kann nur jedem, der auch unter Angst- und Panikstörungen leidet, empfehlen, sich professionelle Hilfe zu suchen.
Auch die psychologische Anlaufstelle der Uni hat mich gut beraten. Die konnten mir dort Tipps geben, wie ich schneller an einen Therapieplatz komme und haben mich mit Kontaktdaten aller in Frage kommenden Therapeuten versorgt.
Danke nochmal für all die netten Tipps damals :)
Liebe Grüße
erdbeertoertchen
24.07.2016, 15:45
Sehr gut!
Toll, dass du dir Unterstützung gesucht hast und du so gute Fortschritte machst.
Absolute Arrhythmie
30.07.2016, 16:41
Oh, das hab ich ganz überlesen! Toll, dass du dir Hilfe gesucht hast und dass es dir schon besser geht!
Ich finde es total klasse, dass du das hier mit uns teilst, vielleicht hilft das ja anderen, sich auch Hilfe zu suchen! :-)
Alles Gute weiterhin!
][truba][
31.07.2016, 17:00
Super! Alles Gute weiterhin für dich!
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