Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Assistenzzeit in Schweiz, Facharztprüfung in Baden Württemberg
Dr.Bundy
09.03.2016, 11:31
Hat hier jemand Erfahrung mit dieser Konstellation gehabt? BaWü erkennt ja als einziges Bundesland die gesamte Assistenzzeit der Schweiz an und wenn ich BaWü und Schweiz dabei vergleiche, gewinnt BaWü um Längen. Nun gibt es aber paar Probleme:
Für gute Infos sollte man ja bei der jeweiligen Ärztekammer nachfragen, die sind aber verschlossen, weil man ja dort kein Mitglied ist. Jedoch ist es schwierig Mitglied zu sein, weil man weder dort arbeitet noch wohnt. Das ist dann das weitere Problem: Mindestens bei der Anmeldung zur Prüfung und während der Prüfung sollte man in Deutschland wohnen, wie löst man das am geschicktesten? Zweitwohnung? Habe auch gehört, es gibt Prüfer die gerne solche Leute durchfallen... So oder so, ich plane eher das letzte Assijahr in BaWü zu verbringen, das löst die meisten Probleme hier sehr einfach. Aber es ist ja doch sehr hilfreich Alternativen zu kennen und so frage ich lieber nach, hat jemand paar Lösungen parat? Oder Erfahrungen?
arztarzt
09.03.2016, 11:49
Habe auch gehört, es gibt Prüfer die gerne solche Leute durchfallen
Das habe ich auch von meinem Kollege erfahren, er ist Neurologe, und machte seine Prüfung in Berlin, allerdings die letzte 3 Jahre vor der Prüfung war in der Schweiz. Die Prüfung hat mit den Worten ...Sooooooo ..... Sie waren in der Schweiz....angefangen. Er hat die Prüfung zwar bestanden, aber sagte er war wirklich auf die Art und Weise wie die Leute sich ihm gegenüber verhielten, nicht vrbereitet, weil die Fragen echt schwer und gemein formuliert waren, es war sehr grenzwertig, ob er besteht oder nicht....)) Allerdings ich glaube nicht dass das so eine Regel ist, im Prinzip, wenn man gut vorbeireitet ist, dann soll alle gut klappen.
Keinerlei Erfahrungen... aber wie meinst Du das, das BaWü um Längen gewinnt?? Verstehe das irgendwie nicht. Was ist denn dort besser an der Prüfung als in CH? Der Titel wird dann ja wieder anerkannt, wenn Du ihn hier gemacht hast...
Dr.Bundy
10.03.2016, 07:55
Kostet viel weniger Geld, ca. ca. 200€, in CH 2000? 3000?.
Du hast nur eine mündl. Prüfung, in CH eigentlich 2x schriftl. + 1x mündlich, davon ist die erste Prüfung mit Durchfallquoten und dementsprechend Fragen wie in Studienzeiten. Habe auch von Kollegen gehört, du wirst da zum Teilchenphysiker... Darauf habe ich keine Lust. Habe auch eher den Eindruck, die Prüfung machst du in Deutschland eher dauernd bei deinem Chef, der ja die Eignung zur Prüfung unterschreibt. Aber ist das in CH praktisch anders? In BaWü gibt es wenigstens theoretisch die Möglichkeit nur die Prüfung abzulegen, alles andere in CH zu machen. Also gibt es theoretisch nur Vorteile. Ich überlegen mir aber auch aus anderen Gründen zurück nach Deutschland zu kommen.
Mh, das kann ich jetzt nur bedingt nachvollziehen. Ich habe genau eine Prüfung gemacht (schriftlich). Die war nicht billig, aber auch nicht sooo teuer. Teuer war dann der Facharzttitel. Und wenn ich in CH arbeiten will, muss ich das ja unabhängig von der Prüfung bezahlen... aber ok. Das ist vielleicht auch nur beim FA Innere Medizin so.
BetterCallSaul
25.04.2016, 08:27
Wo finde ich denn die Listen bzgl. der Anerkennung der Weiterbildungszeiten? Merci
teletubs
26.04.2016, 19:21
Auf der FMH-Seite (www.fmh.ch) findest du die jeweiligen Weiterbildungsstätten und wieviel du dort dir anrechnen lassen kannst.
BetterCallSaul
28.04.2016, 16:01
Ich meinte eine Übersicht der deutschen Ärztekammern, aber danke.
Das Problem dürfte v.a. sein, Mitglied der LÄK BaWü zu werden. Ohne dort zu arbeiten bzw. einen Wohnsitz zu haben, ist das m.E. nicht möglich. Die Kosten sollten dagegen eine sehr untergeordnete Rolle spielen. Deutscher FA wird in der Schweiz anerkannt, aber dieser Prozess ist natürlich nicht umsonst.
Wer seine gesamte FA-Ausbildung in der Schweiz macht, muss sich natürlich fragen lassen, warum er/sie dann nicht direkt den Schweizer FA macht - insbesondere, weil die meisten Schweizer Kliniken gar nicht auf das deutsche Ausbildungsmodell vorbereitet sind (alle Bereiche der Zusatzdiagnostik durchlaufen, dies aber nur kurz; anderes Fremdjahr etc.).
Dr.Bundy
29.10.2017, 07:12
1 Jahr später:
Die Planung ist das letzte halbe Jahr in BaWü zu arbeiten. Auch privat macht es Sinn, also passt es :)
Habe den Thread noch mal durchgelesen, es kommt in der Tat nicht rüber, warum die FA-Prüfungen in CH der letzte "§%$&%&"$ sind: Hohe Durchfallquoten von 20-30% oder gar mehr und das nur in der 1. Prüfung. in der 2. Prüfung, die mehrere Tage dauert sind die Durchfallquoten etwas niedriger. Und für die Prüfungen zahlt man nicht gerade 10 Franken, es ist also ein Geschäft Assis durchfallen zu lassen. Bin doch nicht bescheuert so was nochmal mitzumachen, wenn es Alternativen gibt. Ich sage es mal andersrum, wer sich so was antut trotz Alternativen...
Oh... mh... das ist dann aber sehr fachabhängig und trifft zum Beispiel auf Innere Medizin definitiv nicht zu. Nur, damit hier kein Mist stehen bleibt.
ProximaCentauri
30.10.2017, 19:26
Und wenn man durchfällt muss man für die Wiederholung selbstverständlich nicht noch einmal den ganzen Beitrag bezahlen, da wird einem fast alles gutgeschrieben. Ein Geschäft wird damit also beileibe nicht gemacht...
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.