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timon23
19.03.2016, 11:46
und stell sie dann rein

coeruleus1
19.03.2016, 12:18
Vielleicht kann man folgende Frage anfechten.
Tag 2 A115/B31

Ein neues Medikament soll auf den Markt gebracht werden. Klinische Studien zeigen, dass von 100 Patienten, die das Medikament nehmen, 50 eine deutliche Symptomreduktion zeigen. Von 100 Personen in der Plazebogruppe zeigen dagegen nur 45 Personen eine deutliche Symptomreduktion.

Wie groß ist, nach den Werten dieser Studie, die Number needed to treat (NNT), um durch das Medikament eine deutliche Symptomreduktion zu erreichen?
(A) 2
(C) 20 (Dozentenlösung)

Da der Plazebo-Effekt an sich eine eigene Wirkung ist und in der Fragestellung nur nach der deutlichen Wirkung des Medikaments gefragt wurde, könnte man als NNT auch 2 anerkennen.

"Number needed to treat (NNT)

Ein anschauliches Maß für den Nutzen einer Intervention stellt die Number needed to treat (NNT) dar. [...] Die NNT stellt den Kehrwert der absoluten Risikoreduktion dar." ( Faller & Lange, 4. Auflage)


"Die Begriffe „Placeboeffekt“ und „Placeboantwort“ (placeboresponse) werden häufig synonym verwendet. Enck unterscheidet zwischen den Begriffen, indem er „Placeboeffekt“ im Sinne des Placeboeffektes bei klinischen Studien definiert, wo unter dem Begriff alle Faktoren zusammengefasst sind, die neben der spezifischen Wirksamkeit eines untersuchten Medikaments Einfluss auf das Untersuchungsergebnis haben, wie Regression zum Mittelwert, natürlicher Krankheitsverlauf, Spontanremission und schließlich die wahre Placeboantwort." (Wikipedia).

Anhand dieser Quellen, steht fest, dass der Plazebo-Effekt nicht auf spezifische Wirksamkeit des Medikament funktioniert und daher keinen Einfluss auf die NNT haben kann, die sich aus dem Kehrwert der absoluten Risikoreduktion des Medikaments ergibt.

Ebenfalls wäre es mir neu, dass man zur Berechnung der NNT die Differenz zum Plazeboeffekt berechnen müsste. Wenn jemand den Faller&Lang zu Hand hat, wäre eine Definition daraus aussagekräftiger als aus Wikipedia ^^
Ich hoffe für alle , denen nur 1-2 Punkte fehlen zum Bestehen, dass das hilft.

Marcel-Bajewski
19.03.2016, 12:45
Was haltet ihr von Tag 1 A124/B108?

Es geht um den mittleren Pulmonalarteriendruck (A.pulmonalis), der auf DocCheck (http://flexikon.doccheck.com/de/Pulmonalarteriendruck) mit 10-11 mmHg angegeben ist. Dieser Wert liegt aber im Bereich keiner der möglichen Antworten und ist auch 1 mmHg vom Intervall der scheinbaren Richtigantwort entfernt. Da es sich bei DocCheck sicherlich um keine Fachliteratur handelt, die das IMPP akzeptieren würde, müssten sich in solcher natürlich erst einmal ähnliche Werte finden. Mein Speckmann bestätigt die Dozentenlösung leider, aber da es sich ja um einen Wert handelt, der natürlichen Schwankungen unterliegt, könnte ich mir gut vorstellen, dass sich in anderer Literatur ebenfalls Werte im Bereich von unter 12 mmHg finden.

Kann da jemand meine Vermutung bestätigen?

timon23
19.03.2016, 14:06
Was sagt Ihr dazu?


Anfechtung diverser Fragen des schriftlichen Teils des ersten Abschnitts der ärztlichen Prüfung Frühjahr 2016

Wertes IMPP-Team,
ich, XXX, nahm dieses Frühjahr an dem schriftlichen Teil des ersten Abschnitts der ärztlichen Prüfung Frühjahr 2016 teil. Ich empfand die Prüfung als schwer und stellte außerdem fest, dass einige darin enthaltenen Fragen nicht akzeptabel sind, da sie entweder nicht nach den rechtmäßigen Prüfkriterien aufgestellt sind, die das IMPP vorgiebt und/oder nicht in Literatur im Rahmen eines vorklinischen Medizinstudiums in sinnvollen Kontext zu setzen sind. Wie folgt nehme ich eine Auflistung vor. Jede aufgelistete Aufgabe des schrifftlichen Physikums Frühjahr 2016 fechte ich hiermit an:

--> Tag 1 Aufgabe A90/B137: Die Aufgabe entspricht nicht den im Gegenstandskatallog der Physiologie( Physiologie: AUflage von Januar 2014, bereits gültig ab Herbst 2015 unter https://www.impp.de/internet/de/medizin/articles/gegenstandskataloge.html )angegebenen Kriterien. Von einem "harmonischen Mittel von 2 Geschwindigkeiten" und dessen Berechnung ist darin nichts zu finden! Deshalb war eine Lösung der Aufgabe extrem erschwert gewesen. 10%-Trefferquote laut vergleichenden Statistiken bekräftigen dies.

--> Tag 2 Aufgabe A106/B22: Wie die gängige Lektüre beweist, sind 2 Antworten korrekt. Reliabilität ist ein Maß für die formale Genauigkeit bzw. Verlässlichkeit wissenschaftlicher Messungen. In der Aufgabe wurde erfragt, über welches "unmittelbare" Gütemerkmal Auskunft zu geben ist.Im Medilearnskript Psychologie unter Punkt 11 1.3.4(Link https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&ved=0ahUKEwjAobuM3czLAhVDGg4KHdCNBhgQFgguMAE&url=http%3A%2F%2Fwww.medi-learn.de%2Fexamen%2FPDFs%2FPs1%2F754891c021478b8da 89a841244a73e18.pdf&usg=AFQjCNHbVoF-hL8vS1t3d2cKP-YOFOdZ-g&cad=rja) trifft Antwort D nicht zu, E trifft zu(laut Gruppe B) . Dem Endspurtskripten PsychSoz 3. Auflage steht: "Ein vergleichbares Testverfahren sollte zu gleichen Ergebnissen kommen. Der Korrelationskoeffizient wäre in einem solchen Fall hoch."

-->Tag 2 Aufgabe A19/B92:
Dieses Wissen entspricht nicht dem im Gegenstandskatallog erwähnten Punkten und ist bestenfalls zu Mikrobiologie und Pharmazie in klinischen Semestern nach dem Physikum zuzuordnen.Im Fach Biologie werden unter dem Punkt 3.6 laut gültigem IMPP-Gegenstandskatallog zwar das Wissen über Pilze und Synthesen von diversen Stoffen vorausgesetzt("Mykotoxine (Aflatoxine), α-Amanitin,Antibiotika, Ergotamin; Karzinogenitat " Quelle IMPP-Gegenstandskatallog), jedoch weder das Wissen über solch spezielle Mutterkornalkaloide, noch über vasokonstriktorische Wirkungen, die zu Nekrosen führen thematisiert.


-->Tag 2 Aufgabe A115/B31

Ein neues Medikament soll auf den Markt gebracht werden. Klinische Studien zeigen, dass von 100 Patienten, die das Medikament nehmen, 50 eine deutliche Symptomreduktion zeigen. Von 100 Personen in der Plazebogruppe zeigen dagegen nur 45 Personen eine deutliche Symptomreduktion.

Wie groß ist, nach den Werten dieser Studie, die Number needed to treat (NNT), um durch das Medikament eine deutliche Symptomreduktion zu erreichen?
(A) 2
(C) 20 (Dozentenlösung)

Da der Plazebo-Effekt an sich eine eigene Wirkung ist und in der Fragestellung nur nach der deutlichen Wirkung des Medikaments gefragt wurde, könnte man als NNT auch 2 anerkennen!
Quellenanalyse: "Number needed to treat (NNT)

Ein anschauliches Maß für den Nutzen einer Intervention stellt die Number needed to treat (NNT) dar. [...] Die NNT stellt den Kehrwert der absoluten Risikoreduktion dar." ( Faller & Lange, 4. Auflage)


"Die Begriffe „Placeboeffekt“ und „Placeboantwort“ (placeboresponse) werden häufig synonym verwendet. Enck unterscheidet zwischen den Begriffen, indem er „Placeboeffekt“ im Sinne des Placeboeffektes bei klinischen Studien definiert, wo unter dem Begriff alle Faktoren zusammengefasst sind, die neben der spezifischen Wirksamkeit eines untersuchten Medikaments Einfluss auf das Untersuchungsergebnis haben, wie Regression zum Mittelwert, natürlicher Krankheitsverlauf, Spontanremission und schließlich die wahre Placeboantwort." (Wikipedia).

Anhand dieser Quellen, steht fest, dass der Plazebo-Effekt nicht auf spezifische Wirksamkeit des Medikament funktioniert und daher keinen Einfluss auf die NNT haben kann, die sich aus dem Kehrwert der absoluten Risikoreduktion des Medikaments ergibt.

Ebenfalls wäre es mir neu, dass man zur Berechnung der NNT die Differenz zum Plazeboeffekt berechnen müsste.

--> Tag 2 Aufgabe A100/ B118

Im Heft Endspurt Histologie 3. Auflage sind Riechsinneszellen als unipolar angegeben.
Demzufolge könnten 2 Antworten richtig sein.

--> Tag 1 Aufgabe A72/B66
Die Aufgabe ist äußerst schwammig formuliert.

--> Tag 1 Aufgabe A18/B53

Eine solche Aufgabe ist zu komplex, um sie in der vom IMPP vorgegebenen Prüfungszeit
absolvieren zu können.Außerdem entspricht sie nicht dem Gegenstandskattalog.
Die Trefferwahrscheinlichkeit vergleichbarer Statistiken von nur 28% spricht für den Ausschluss dieser Aufgabe!

timon23
19.03.2016, 14:13
ich bitte um Anregungen,Verbesserungen und die Adresse, wo man das Schreiben hinschickt :D

timon23
19.03.2016, 14:18
neuer tab auf : http://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?t=94273&p=1917873#post1917873
Bitte macht fleißig mit!

Sarahschwein
19.03.2016, 16:23
Hi wisst ihr bis wann das geht ich komme Dienstag aus Prag wieder und könnte am Mittwoch per Fax die Anfechtung schicken.
Lg

Mona2012
21.03.2016, 22:39
Ich weiss es leider auch nicht so genau aber ich schätze mal Mittwoch müsste aufjedenfall auch noch gehen sind ja dann 7 tage nach der Prüfung.

Mona2012
21.03.2016, 22:53
und ich fechte noch folgende fragen an:
Die Frage 124 aus Gruppe A an Tag 1. ich habe im silbernagel dazu angaben zwischen 7-20mmHg gefunden und in Medical physiology“ second Edition, Walter F. Boron, Emile L. Boulpaep 8-25mmHg. das schliesst die anderen antwortmöglichkeiten zumindest nicht komplett aus.

Frage 5 an Tag 2 GruppeA
Die Idee diese Frage anzufechten ist etwas kompliziert im endeffekt finde ich es steht halt in der Lüllmann-Rauch und auch sonst in den Werken dass Intermediärfilamente zwar hauptsächlich in Nukleus vorkommen aber auch in vielen anderen Organellen und es steht halt nirgends dass es NICHT in Mitochondrien vorkommt.

Frage 19, Tag 2, Gruppe A
Ich hab da halt geschrieben, dass Ergotamin zwar im Gegenstandskatalog aufgeführt wurde aber da gings um dessen Synthese und nicht um die genaue klinische wirkung. Und sich jetzt jede klinische Wirkung von Pilztoxinen anzueignen find ich übertrieben...

Frage 100, Tag 2, Gruppe A
Im folgenden Buch steht , dass Riechsinneszellen unipolare Zellen sind
Histologie: Lehrbuch der Zytologie, Histologie und mikroskopischen Anatomie des Menschen, 7.Auflage von Franz Wachtler vom Facultas Universitätsverlag

Frage 122 Tag2, Gruppe A
Vielleicht stehts auch noch in einem anderen Buch Ich habs hieraus :S.559 aus dem Buch Psychologie, 18. aktualisierte Auflage von Gerrig und Zimbardo vom Pearson Studium Verlag
und zwar steht in der Tabelle und spezifischen Phobien "Phobie vor bestimmten Situationen" was Agoraphobie ja auch ist. könnten also 2 antworten gehen

So vielleicht möchte die Fragen ja noch jemand anfechten. Ich weiss es steht alles auf wackligen Beinen aber mehr als, dass sies eben nicht machen kann ja auch nicht passieren.

Mona2012
21.03.2016, 22:58
achso und ich formulier das noch aus das bleibt nicht so umgangssprachlich

Rudirudirudi
22.03.2016, 07:37
Will noch jemand die Frage mit der Magendehnung anfechten? Die ist auf jeden Fall anfechtbar, weil eine (übermäßige) Magendehnung die Hcl Sekretion HEMMT. Damit wären zwei antworten richtig.

Karzi89
22.03.2016, 08:56
Ich werde mehrere Fragen mitanfechten. Verlieren kann man dabei nichts außer ein wenig Zeit und Schreibarbeit. Daher macht das Sinn.

Karzi89
22.03.2016, 08:58
Schicken wir das ans IMPP? Oder an das jeweilige LPA?

Mona2012
22.03.2016, 09:25
ans IMPP würde ich sagen?! oder?? und das mit der magendrehung schau ich mir noch an das hab ich übersehen danke! kannst du mir grad die nr sagen finds auch so aber dann hab ichs schneller?

Rudirudirudi
22.03.2016, 09:37
Hick Intensivkurs Physiologie Auflage 7 S.188 dort in der Grafik steht es

Mona2012
22.03.2016, 09:38
danke!

Rudirudirudi
22.03.2016, 09:39
Hick Intensivkurs Physiologie Auflage 7 S.188 in der Grafik steht es

Rudirudirudi
22.03.2016, 09:40
Hick Intensivkurs Physiologie Auflage 7 S.188 in der Grafik steht es

Sorry, doppelt...

fct84
22.03.2016, 18:22
Aber Hick ist leider kein Standardwerk. Hat jemand noch die Möglichkeit im Silbernagel , Schmidt -Lang o.ä. zu schauen?