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Christoph_A
22.09.2003, 11:05
Gerade die Innen und Sicherheitspolitik sind meineserachtens mit die Stärken der CDU und besonders der CSU. Ich habe keinerlei Verständnis für Gewalttäter egal welcher politischen Gesinnung oder Religion oder Herkunft und finde, daß die innere Sicherheit in Bayern doch um Klassen höher ist, als in anderen Bundesländern. Ein Aspekt,den übrigens viele nichtbayerische Komilitonen oftmals als sehr lobenswert bezeichnen. Und wenns darum geht,kriminelle Ausländer abzuschieben,seh ich für meinen Part keine Probleme.
P.S.: Twischen Otto Schily,SPD und Günther Beckstein,CSU ist ja in innen- und sicherheitspolitischen nicht grade ein unüberbrückbarer Unterschied.
P.P.S.: Mit der Drogenpolitik der Union stimme ich in manchen Punkten nicht überein,da geb ich Dir recht.

Rico
22.09.2003, 11:50
Original geschrieben von medizinlehrbuch.de
(ist es eigentlich ne wiedervereinigeung gewesen? immmerhin bestand noch nie ein deutschland in diesen grenzen) Aber immerhin haben die beiden Teile mal 70 Jahre zu einem Staat gehört und hätten ja nach dem Krieg auch wieder zu einem werden sollen, wenn sich die Siegermächte nicht zerstritten hätten.

Jörg
22.09.2003, 13:56
Es ist schon richtig, dass die SPD so abgestraft wird! Wer immer noch keine Konsequenzen ziehen will (Schröder) und meint, die Bürger fürchten sich vor Reformen (Schröder), der hat den Bezug zum Volk verloren.
Vor Reformen haben die wenigsten Angst. Nur müssen die Reformen auch Reformen sein und keine Luftblasen. Mit 26 Jahren verlange ich reinen Wein eingeschenkt zu bekommen. Rente-Kranken-Pflege-Versicherung müssen auf eine moderne Gesellschaft und die demographische Entwicklung abgestimmt werden. Wie kann man es als Reform zu verkaufen versuchen, wenn der Rentenbeitrag MIT Rürup auf 22 % steigen soll? Es reicht!
Vor kurzem habe ich mir die Tagesschau von vor 25 Jahren angeschaut. Dieselben Probleme wie heute. Bereits damals waren die heutigen Entwicklungen (Demographie) zu erkennen und seitdem gibt es nur Flickwerk. Vor 5 Jahren, nach Helmut Kohl, habe ich mir gedacht: Nun gut, Du wolltest dieses Ergebnis nicht, aber das hat sich die CDU selbst verbockt. Gib der SPD eine Chance.
Seitdem kam leider nichts. Viel Show um Nichts. Einzig und alleine das neue Zuwanderungsgesetzt ist modern und progressiv. Alles andere aber verdient Deutschland nicht. Gerhard Schröder ist eben trotz seiner vielen Versuche kein zweiter Tony Blair.

Zu guter Letzt frage ich mich, was die Regierung den tausenden jungen Menschen, die vergeblich eine Ausbildungsstelle suchen mit auf den Lebensweg geben will? Es ist eine Schande, was aus Deutschland geworden ist. Aber mit Wolfgang Clement (schlechteste Bilanz alles westdeutschen Bundesländer) als Wirtschaftsminister - was soll man dort erwarten -, wenn das der beste Mann für diesen Posten sein soll.

Gruss aus Düsseldorf,
Jörg

timokaan
22.09.2003, 14:43
Original geschrieben von Rico
Aber immerhin haben die beiden Teile mal 70 Jahre zu einem Staat gehört und hätten ja nach dem Krieg auch wieder zu einem werden sollen, wenn sich die Siegermächte nicht zerstritten hätten.

Das ist schon wahr. Andererseits ist die Frage, was die Vertriebenenverbände dazu sagen würden. Hm. Naja, wie auch immer. Ein schwieriges Thema. Die Frage ist dann natürlich - wie weit geht man zurück. Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation - Neapel bleibt deutsch?

Gewiss nicht. Schon ein richtiger Schritt, die Ostgrenze Deutschlands als fest anzuerkennen - aber iene Wiedervereinigung war es in meinen Augen nicht.

Lava
22.09.2003, 15:07
@Jörg: Da stimme ich dir sogar zu! Viel wird geredet, wenig wird getan. Mir kommt es so vor, als hätten die Politiker Angst, irgendeine Lobby zu verprellen. Andererseits denke ich auch, die Bevölkerung schreit immer nach Reformen, aber wenn sie selber zurückstecken müssen, protestieren sie :-(
Alles nicht so einfach...

Hellequin
22.09.2003, 15:34
Ich glaube nicht, das die Probleme die wir zur Zeit in Deutschland
haben, durch eine Partei besser gelöst werden können, als durch eine andere. Das hat man damals auch im Bundestagswahlkampf
gemerkt, den der Unterschied zwischen CDU und SPD war ja nur noch minimal. Ich denke die Probleme liegen vorallem in der deutschen Politiklandschaft an sich.

Die Bundespolitik wird doch dauernd von irgendwelchen Landtagswahlkämpfen überschattet. Und wenn dann die Politiker nur noch damit beschäftigt sind nach der nächsten Wahl zu schielen, kann da auch nichts raus kommen. Weder Opposition
noch Regierung sind doch willens zusammenzuarbeiten. Das einzige wo sie sich regelmäßig einig sind, ist bei den Abstimmungen zu den Diätenerhöhungen.
:-meinung

@Medizinlehrbuch.de: Rein rechtlich gesehen war es auch keine,
da die DDR ja eigentlich alle Gesetze der BRD übernommen hat,
also eher sowas wie eine Wiedereingliederung der DDR.
Wiedervereinigung hört sich für uns Ossis halt einfach schöner an.
:-)) :-))

Lava
22.09.2003, 15:49
Weder Opposition noch Regierung sind doch willens zusammenzuarbeiten

Einerseits finde ich das pauschale "wir sind dagegen" blöd, aber es ist auch nicht Aufgabe der Opposition, die Arbeit der Regierung zu machen. Da kann ich Frau Merkel schon verstehen.


also eher sowas wie eine Wiedereingliederung der DDR

Ich sags ja!!! Das war ne Annexion!!! Wir wurden betrogen!!!! :-))

Hellequin
22.09.2003, 15:58
Original geschrieben von Janine


Einerseits finde ich das pauschale "wir sind dagegen" blöd, aber es ist auch nicht Aufgabe der Opposition, die Arbeit der Regierung zu machen. Da kann ich Frau Merkel schon verstehen

Das Spielchen hat die SPD 16 Jahre unter Kohl gespielt, und die CDU spielt es seit 5 Jahren. Da wird sich nie was verändern.
Letztendlich soll man schließlich als Politiker dem Volk dienen, und nicht der eigenen Partei.



Ich sags ja!!! Das war ne Annexion!!! Wir wurden betrogen!!!!

Mist, du hast recht! :-))

luckyblue
22.09.2003, 16:21
Auch wenn's keinen interessiert: Die Landesverfassung von Hessen behält die Todesstrafe bei. Aber - wie gesagt - egal, weil Bundesrecht Landesrecht bricht.

Lava
22.09.2003, 16:25
Das ist doch praktisch! Sollte sie doch mal wieder eingeführt werden, muss man nicht erst ein neues Gesetz einbringen :-))

timokaan
22.09.2003, 16:25
@Hellequin: danke für die zustimmung. mit meiner meinung wäre ich wahrscheinlich eh auf der abschussliste meiner partei. aber das ist eben das problem bei lebenden fischen, sie haben gegen den strom zu kämpfen

egal. hm. ich glaube, wir können alle froh sein, blind in die (wieder)annektion reinzugehen. der westen wegen der kosten, der osten wegen der folgen der wirtschaftsmisere. hätte man damals einen blick in die zukunft gewagt, glaube ich nicht, dass der wunsch nach vereinigung so groß gewesen wäre.

@luckyblue: ;) die hesse... oha ;-) nee, die sind mir ja sympathisch.

Lava
22.09.2003, 16:32
dass der wunsch nach vereinigung so groß gewesen wäre.

Im Westen vielleicht! Im Osten schon. Denn auch wenn es vielen nicht so rosig geht wie erhofft und einigen sogar schlechter, geht es dem Durchschnitt sicherlich besser. Das sehen auch die meisten ein - trotz Ostalgie :-))

Außerdem ist das meiner Meinung nach keine Entscheidung, die man nur nach wirtschaftlichen Argumenten entscheiden darf. Es war einfach richtig! Zwei Länder, ein Volk.

Froschkönig
22.09.2003, 16:34
Original geschrieben von Janine
Denn auch wenn es vielen nicht so rosig geht wie erhofft und einigen sogar schlechter, geht es dem Durchschnitt sicherlich besser. Das sehen auch die meisten ein - trotz Ostalgie :-))


Original geschrieben von Janine
Ich sags ja!!! Das war ne Annexion!!! Wir wurden betrogen!!!! :-))

Rin inne Kartüffeln...raus aus de Kartüffeln.... :-D

Was denn nu ? ;-)

timokaan
22.09.2003, 16:38
@Janine:
Sicher, ich bin auch für die Vereinigung gewesen. Sie ist sowieso nichts gewesen, dass man hätte ablehnen können. Schliesslich ist sie im Grundgesetz verankert. Insofern keine Diskussion nörig.

Aber ich gebe zu bedenken, dass die Probleme damals noch nicht sehr offensicht waren und mittlerweile wohl anders gesehen werden. Mehr wollte ich nicht sagen. Die "Blühenden Landschaften" von damals sind in meinen Augen die gleiche Lüge, wie Schöders "Es wird keine Steuererhöhungen geben..."

Diejenigen, die nicht lügen, werden bestraft.

Lava
22.09.2003, 16:42
Da hatte ich auch neulich so eine Diskussion. Ein Kommilitone meinte, man hätte die Löhne im Osten nicht so schnell angleichen dürfen, damit ein Anreiz besteht, dort zu investieren. Erzähl das mal einem Ossi, und der schlägt dich! :-)) Mehr Arbeit für weniger Geld, aber die Kosten sind weitestgehend gleich (Lebensmittel, Autos, Urlaub...). Wer macht sowas schon freiwiilig mit? Über 10 Jahre lang? :-(

Hellequin
22.09.2003, 17:03
Rückblickend fallen einem viele Fehler, sowohl in Politik als auch
Wirtschaft ein.
Ich glaube man kann aber nicht immer alles am Geld messen,
denn wieviel kostet wohl die Freiheit hingehen zu können, wo man will.


Mehr wollte ich nicht sagen. Die "Blühenden Landschaften" von damals sind in meinen Augen die gleiche Lüge, wie Schöders "Es wird keine Steuererhöhungen geben..."

Das Problem ist halt, das die Leute immer den wählen, der das meiste verspricht.
In der Hinsicht sind wohl alle Deutschen gleich. :-))

Ach da fällt mir gerade ein Witz ein: Was kriegt man wenn man einen Ossi mit einem Wessi kreutzt?

Einen arroganten Arbeitslosen! :-))

milz
22.09.2003, 18:00
Hat vielleicht nicht direkt was mit dem Thema zu tun, ist mir aber noch in schöner Erinnerung:

Und zwar als im vorigen Jahr der Edmund sein tolles Kompetenzteam aufgestellt hat und anschließend die Flutwelle und die damit entfachte Ökodiskussion (Flußbegradigung etc.) ihn in die Verlegenheit brachte, erklären zu müssen , warum er in seinem Kontinenzteam niemanden hat, der für Umweltfragen zuständig sei.
Kurzerhand erklärte Edmund, daß die Umweltpolitik aufgrund ihrer besonderen Wichtigkeit doch "Chefsache" sei!
*lol*
Das amüsiert mich immer noch... :-))

Froschkönig
22.09.2003, 19:13
Original geschrieben von Hellequin
Rückblickend fallen einem viele Fehler, sowohl in Politik als auch
Wirtschaft ein.

Ist das nicht immer die Crux an der Sache ? Trotz großer Wortschöpfung wie "sustainable development" und ähnlichem stellen sich spätestens nach ein paar Jahren immer Nebeneffekte alter Entscheidungen heraus, die irgendwie Scheibenhonig sind. Aber so verwoben wie heute alles ist, ist es kaum möglich, vorher abzuschätzen, was den wirklich alles daraus entstehen kann.

Das soll allerdings keine Entschuldigung für die vielen WIRKLICH dummen Entscheidungen sein :-D

Kati 27
22.09.2003, 23:44
Auch wenn gleich alle auf mich einschlagen werden finde ich, dass die Löhne im Westen viel zu schnell angeglichen wurden. Auch, wenn sie mit Sicherheit die gleiche Arbeit leisten muss man sagen, dass das Geld nun mal nicht da ist. Und man kann nicht einen Staat, der 40 Jahre lang kaputt gewirtschaftet wurde in 5 - 10 Jahren wieder aufbauen.
Sicher war die Wiedervereinigung richtig, da gibt es gar nichts zu rütteln. Aber der Osten war 1990 wirtschaftlich am Boden, schließlich hätte es sonst keine Wiedervereinigung gegeben. (Beispiel China) Selbständige Industrie gab es doch gar nicht. Und es wäre gut gewesen durch vorübergehende niedrige Löhne und so was einen Anreiz zu schaffen im Osten was aufzubauen.

Rico
22.09.2003, 23:59
Original geschrieben von Kati 27
Auch wenn gleich alle auf mich einschlagen werden finde ich, dass die Löhne im Westen viel zu schnell angeglichen wurden. Im Westen?
Werde ich etwa mit DDR-Mark bezahlt wenn ich fertig studiert habe? :-D