Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zweitstudium Medizin nach Informatik
Huhu,
hat sich hier wer zufällig schonmal auf ein Zweitstudium Medizin nach einem Bachelor Informatik(note sehr gut) beworben?
Da ich noch nichts publiziert habe(bis auf eine Publikation auf Basis meiner Bachelorarbeit wo ich als Mitautor gelistet bin. Das war aber theoretische Informatik und ich glaube nicht, dass man da eine Brücke zur Medizin schlagen kann) und gerade mal den Bachelor fertig habe, wäre es wohl am besten es dieses Jahr mit den beruflichen Gründen zu probieren.
Hat da wer ein paar Tipps parat? Nach dem was ich bis jetzt gelesen habe müsste die Begründung auf irgendetwas aufbauen, wo es nicht reicht, einfach medizinische Informatik zu studieren.
Also muss es irgendwas sein wo man Patientenkontakt hat?
Klinische Studien würden aber ja eher in die Schiene der wissenschaftlichen Begründung gehen, wo mir Publikationen etc. fehlen (werde aber jetzt im Master falls es dieses Jahr nicht klappt darauf hinarbeiten).
Ansonsten dachte ich noch an die Entwicklung von irgendwelchen Medizin-IT-Produkten wo man ein tiefergehendes Verständnis des Körpers braucht(so Richtung Insulinpumpen o.Ä.). Aber wer weiß ob das nicht wieder zu sehr in die wissenschaftliche Schiene abdriftet.
Bin auf jeden Fall für Tipps / Einschätzung der Chancen dankbar!
lg
Arrhythmie
02.05.2016, 07:55
Bin auf jeden Fall für Tipps / Einschätzung der Chancen dankbar!
lg
Da hier noch keiner geschrieben hat, meine Einschätzung: Sehr schwierig im jetzigen Stadium. Mit Bachelor über wissenschaftliche Gründe eigentlich unmöglich, bei beruflichen Gründen sehe ich keinen konkreten Beruf mit dem Du begründen kannst.
Danke für die Antwort!
Das ist leider auch meine Einschätzung zu der ich inzwischen nach weiterem googlen gelangt bin.
Ich werd es natürlich trotzdem probieren. Werd probieren Richtung Medizinprodukte Sicherheitsbeauftratger was zu argumentieren. Von wegen klinische Prüfung von Medizin-IT-Produkten, Berater bei Sicherheitsfragen, Vermitterl zwischen Medizin und IT. Irgendwie sowas. Male mir aber keine großen Hoffnungen aus.
Das Angebot an meiner Uni Richtung Medizininformatik(zwecks Forschung) ist leider auch gering, ich denke Österreich wird meine größte Chance sein. Aber mal schauen.
klinische Prüfung
Was man darunter versteht weisst Du, oder? Das hat wenig mit 'wir testen mal was in einer Klinik/Krankenhaus' zu tun... (Ohne Forschung 'Forschung' als beruflichen Grund zu nennen ist verwirrend weil es keinen Inhalt hat).
Vermittler zwischen... Das ist nichts Konkretes.
"Berater" kann sich jeder nennen, ohne Qualifikation.
Damit Dein Antrag begutachtet wird reicht ein SOLIDER Grund (keine Liste mit 'wtf??')... Diesen Grund musst Du präsentieren.
So klappt es. Viel Erfolg!
Danke für die Antwort!
Das ist leider auch meine Einschätzung zu der ich inzwischen nach weiterem googlen gelangt bin.
Ich werd es natürlich trotzdem probieren. Werd probieren Richtung Medizinprodukte Sicherheitsbeauftratger was zu argumentieren. Von wegen klinische Prüfung von Medizin-IT-Produkten, Berater bei Sicherheitsfragen, Vermitterl zwischen Medizin und IT. Irgendwie sowas. Male mir aber keine großen Hoffnungen aus.
Das Angebot an meiner Uni Richtung Medizininformatik(zwecks Forschung) ist leider auch gering, ich denke Österreich wird meine größte Chance sein. Aber mal schauen.
Damit Du überhaupt eine Chance hast benötigst Du "besondere berufliche Gründe". D.h. "Die berufliche Situation wird dadurch erheblich verbessert, dass der Abschluss des Zweitstudiums das Erststudium sinnvoll ergänzt.".
Weiter ausgeführt: "Dabei kommt es darauf an, welche berufliche Tätigkeit angestrebt wird und in welcher Weise beide Studienabschlüsse die Berufsausübung fördern. Entscheidend ist die konkrete und individuelle Berufsplanung. Zwischen den Inhalten des abgeschlossenen Erststudiums und des angestrebten Zweitstudiums muss ein sachlicher Zusammenhang hergestellt werden können. Bei einem Lehramtsstudiengang mit zwei Fächern genügt es, wenn dies nur für ein Fach möglich ist."
Zu den von Dir genannten Vorschlägen:
- Medizinprodukte Sicherheitsbeauftragter: sachlich und objektiv keine Doppelqualifikation notwendig;
- Klinische Prüfung von Medizin-IT-Produkten: sagt halt - wie oben schon angesprochen - nichts aus. Wenn klinische Studien gemeint sind ist das eine Kategorie für wissenschaftliche Gründe;
- Berater bei Sicherheitsfragen: siehe "Sicherheitsbeauftragter";
- Vermittler zwischen Medizin und IT: sachlich und objektiv keine Doppelqualifikation notwendig auf Grund von entweder spezifischen Studiengängen in der Medizininformatik oder Weiterbildungen für Medizinern.
Ergo: Österreich.
Ich bin ursprünglich Ingenieur und beginne im WS mein Zweitstudium in Wien (vorausgesetzt ich "bestehe" den MedAT). Meine Kenntnisse in der Informatik / den Ing.wissenschaften finde ich soweit im Alltag recht "nützlich".
Ich frage mich allerdings, bei welchem Berufsbild tatsächlich eine Doppelqualifikation erforderlich zur Berufsausübung ist? Spontan fällt mir da erstmal nur der Kieferorthopäde ein...
Ne - das ist ja dann die "zwingende Berufliche Gründe"-Kategorie.
Hier ist es notwendig, dass die beiden Berufe in einem sachlichen Zusammenhang stehen und sich objektiv ergänzen.
Das Problem dabei ist, dass du explizit aufzeigen musst, dass es nicht reicht eine Zusatzsqualifikation zu erwerben, indem du bspw. mehrjährige Aufbaukurse besuchst. Dieser Nachweis ist objektiv nicht zu erbringen, wenn es keinen rechtlichen Grund dafür gibt (MKG, Staabsapotheker,...).Das gilt übrigens auch in der Forschung, das simple Argument "am Patienten arbeiten" ist schlichtweg eine Frage der Kommunikation zwischen Ärzten und anderem Fachpersonal.
Entsprechend ist man am Ende immer auf die Meinung der "Sachbearbeiter" und Gutachter angewiesen, wodurch das Verfahren natürlich maximal intransparent und vorallem unberechenbar wird.
Idealerweise besitzt man etwaige Zusatzqualifikationen also bereits, da dann das Hauptargument von HSS "studieren Sie doch Medizin-Informatik/Physik/..." nicht mehr zieht. Man dreht damit quasi die Beweislast um und hat im Antrag auch eine sehr viel bessere Verhandlungsbasis.
Meine beruflichen Gründe scheitern übrigens grundsätzlich an der Berufserfahrung - laut HSS bräuchte ich mehrjährige Berufserfahrung in dem Bereich in dem ich laut Antrag später tätig werden möchte. Ihr wisst ja wie das ist: Man ist am besten noch Anfang 20, hat die Kinderplanung schon durch, spricht 6 Sprachen fließend und besitzt bereits 5 Jahre Berufserfahrung :D
Arrhythmie
04.05.2016, 12:16
Ihr wisst ja wie das ist: Man ist am besten noch Anfang 20, hat die Kinderplanung schon durch, spricht 6 Sprachen fließend und besitzt bereits 5 Jahre Berufserfahrung :D
Genau. Willkommen in der Welt außerhalb der Medizin :-p
Zur Frage von R4nd0m:
Medizincontrolling. Hat zumindest bei mir -und ein paar anderen Leuten aus der Wirtschaft- im ersten Versuch funktioniert. Auch ohne mehrjährige Berufserfahrung.
Ich glaub aber auch, dass es mit anderen "Berufszielen" schwierig wird. Der Medizincontroller funktioniert halt idR, die Frage ist inwieweit sich die Situation da ändern/nicht ändern wird. Wenn es dann bald ne Ausbildung zum Medizincontroller oder einen Studiengang gibt, dann sieht es auch hier düster aus.
Wenn es dann bald ne Ausbildung zum Medizincontroller oder einen Studiengang gibt, dann sieht es auch hier düster aus.
Wohl ab diesem Wintersemester: http://www.medicalschool-hamburg.de/studium-bewerbung/fakultaet-gesundheit/bachelorstudiengaenge/medical-controlling-and-management/
Wohl ab diesem Wintersemester: http://www.medicalschool-hamburg.de/studium-bewerbung/fakultaet-gesundheit/bachelorstudiengaenge/medical-controlling-and-management/
Das ist eine kostenpflichtige Plüsch-Institution (privat...), das ist keine Alternative (solange es nicht an einer staatlicher Uni/Fachhochschule angeboten wird brauchst Du Dir keinen Kopf machen, niemand wird sagen "studier' halt privat für x Euro/Monat").
Das ist eine kostenpflichtige Plüsch-Institution (privat...), das ist keine Alternative (solange es nicht an einer staatlicher Uni/Fachhochschule angeboten wird brauchst Du Dir keinen Kopf machen, niemand wird sagen "studier' halt privat für x Euro/Monat").
Stimmt, aber es geht "so langsam" los. Es ist nur noch eine Frage der Zeit (ggf. zwei Semester) bis die staatlichen Einrichtungen darauf reagieren.
Die sicherste Variante wird daher sein, wenn man ein Berufsbild findet, was halt auch die Approbation voraussetzt. Aber das sehe ich bei Informatik halt leider nicht. Da werden nur wissenschaftliche Gründe bleiben.
Ist ja interessant zu wissen, dass hochschulstart Medizincontrolling gelten lässt.
Wisst ihr was da die Begründung ist? Weil ich da auch nicht so wirklich die Notwendigkeit des Medizinstudiums sehe im Vergleich zum Wirtschaftsstudium mit Weiterbildungen im medizinischen Bereich. Vielleicht lässt sich die Begründung ja irgendwie ummünzen auf andere Bereiche.
Ich hatte noch an IT-Consulting im E-Health Bereich gedacht, weil generell im Consulting öfter auch Mediziner gesucht werden(z.B. http://medizin.bcg.de/karriere/default.aspx), könnte da aber eben auch nicht die Notwendigkeit des Medizinstudiums begründen.
Moin, falls es für dich noch interessant ist: ich hab sowohl Informatik als auch Medizin (gerade fertig) studiert und hab mich in letzter Zeit explizit auf einige jobs beworben, wo Kenntnisse in beiden Bereichen gefordert wurden (eine Stelle verlangte sogar explizit ein Doppelstudium Informatik und Medizin, was glaube ich im Controlling Bereich der Fall war). Ansonsten gibts da noch ein Projekt in der Tele-Notfallmedizin und der Bereich (Krebs-)Epidemiologie (gerade neue Ländergesetze entlassen werden). Gibt da durchaus einige Möglichkeiten zu argumentieren. Insprieren kanns du dich zum Beispiel von der STellenbörse der gmds.
Moin, falls es für dich noch interessant ist: ich hab sowohl Informatik als auch Medizin (gerade fertig) studiert und hab mich in letzter Zeit explizit auf einige jobs beworben, wo Kenntnisse in beiden Bereichen gefordert wurden (eine Stelle verlangte sogar explizit ein Doppelstudium Informatik und Medizin, was glaube ich im Controlling Bereich der Fall war). Ansonsten gibts da noch ein Projekt in der Tele-Notfallmedizin und der Bereich (Krebs-)Epidemiologie (gerade neue Ländergesetze entlassen werden). Gibt da durchaus einige Möglichkeiten zu argumentieren. Insprieren kanns du dich zum Beispiel von der STellenbörse der gmds.
Ja, ist noch interessant, sehr sogar! In 10 Tagen muss mein Begründungsschreiben eingehen. D.h. ich muss das jetzt die nächsten Tage schreiben und ich rechne mir quasi keine Chancen zu - schreibe es nur, weil es ja nichts schadet.
Hast du beides gleichzeitig angefangen, oder dich auch auf ein Zweitstudium in Medizin beworben? Aber wenn du jetzt fertig geworden bist, bist du wahrscheinlich noch ohne Begründung reingekommen?
Mein größtes Problem ist gerade mir irgendeine Begründung aus den Fingern zu saugen, wieso es nicht reicht einfach medizinische Informatik zu studieren. Vielleicht hast du da mehr Einblick, wo explizit die Qualifikation Medizinstudium benötigt wird? Oder zumind. mehr medizinische Kenntnisse als das Studium der Med.Informatik vermittelt.
Unter gmds z.B. hatte ich auch geschaut, finde da aber auch nur Stellenanzeigen die das bestätigen. Und die Stellenanzeigen die für Ärzte ausgeschrieben sind, haben dann wiederum nichts mit Informatik zu tun(auch z.B. bei Krebsregistern).
Und selbst die Stellenanzeige im Controlling wo explizit beides gefordert wird hat sogar bevorzugt das Studium der med. Informatik gefordert. Zumal das ja eher ein Bereich der BWL ist und ich nicht weiß ob hochschulstart mir das wegen einer Stellenanzeige abkauft.
( Ich nehme an du meintest die hier oder? : https://jozoo.de/job/mitarbeiter-medizincontrolling-mit-schwerpunkt-medizininformatik-mw-2236946 )
Vielen Dank aber auf jeden Fall schonmal für die Antwort! Ich bin für alles dankbar zur Zeit. Habe mich immernoch nicht entschieden, mit welcher Begründung ich es im Endeffekt probieren werde.
ja, bei mir wars Medizin nach Informatik. War ungeplant, aber ich bin ohne Begründung reingekommen. Es gab noch einen Job als Datenbeauftragter in der Klinik, was ein Medizinstudium voraussetzte und Informatikkenntnisse gefordert wurden. Ich konnte jedenfalls oft damit punkten, dass ich beides absolviert hatte, auch wenn es in der Stellenanzeige nicht explizit gefordert wurde. Im Bereich eHealth könntest du vielleicht noch argumentieren. Am meisten Aussucht auf Erfolg hättest du, wenn du Firmen anschreibst, die dir bestätigen können, dass sie jemandem mit Abschluss in beiden Fächern gut gebrauchen könnten und eher einstellen würden, als jemand, der nur Medizininformatik studiert hätte(gibt ja ein Haufen Unternehmen im eHealth-Sektor, eines wird dir bestimmt sowas ausstellen können) Viel Glück jedenfalls.
ja, bei mir wars Medizin nach Informatik. War ungeplant, aber ich bin ohne Begründung reingekommen. Es gab noch einen Job als Datenbeauftragter in der Klinik, was ein Medizinstudium voraussetzte und Informatikkenntnisse gefordert wurden.
Und wieviele Punkte brauchte man *damals*? D.h. Deine Zulassung liegt jetzt auch schon 6+ Jährchen zurück... Findest Du das 1:1 vergleichbar? Heute gibt es sicherlich viel weniger Absolventen, die -abgeschreckt von der Wartezeit- was anderes studieren und es dann in der Zweitstudiumsquote probieren, richtig? ;-)
Damals, also Oktober 2009, brauchte man noch 5 Punkte + abgeleisteten Dienst.
Danke, habe jetzt mehrere Firmen angeschrieben, das ist ein guter Tipp!
Ich habe auch gesehen, ich habe noch bis zum 15. Juni Zeit, die Unterlagen einzusenden. Keine Ahnung wie ich auf den 29.05. gekommen bin, da war wohl irgenwas verdreht in meinem Kopf..
JeffAlbertson
23.05.2016, 15:01
Vllt. für Altabiturienten...?
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