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Hey Leute erstmal!
Das ist mein erster Beitrag also.. fang ich mal an.
Bin seit einem Jahr aus der Schule und mache mir seitdem Gedanken über das ..danach. Bin auch 19 bzw werde im Sommer 20 und habe mit meiner 2,5 und einem eher wenigen guten TMS eher weniger Chancen "demnächst" reinzukommen. Da ich allerdings gewillt bin, die 6 Jahre Warten auf mich zu nehmen, ist das eig ganz guter Start. Habe mir heute wieder von allen (besonders meiner Mutter) anhören müssen, wie lange diese Zeit doch ist und dass ich stattdessen was anderes studieren soll, anstatt vor dem Nichts zu stehen in 6 Jahren. Habe mich natürlich auch für diverse Ausbildungen beworben - Aufnahmeverfahren laufen grad :)
Ich weiß nicht unbedingt wieso ich hier und wieso ich das schreibe, aber ich bin auf dieses Forum gestoßen, weil heute wieder einer der -sind 6 Jahre warten sicher oder mach ich das zweitbeste ohne warten aber 40jahre unglücklich arbeiten und dafür "die besten Jahre genießen" Tage hatte, die zum heulen sind. Ja ich will seit ich denken kann der Chirurg von nebenan sein und ..
Naja. Ich frage mich eben
Wow, der Text wurde nicht gespeichert. Also: ich frage mich eben wie das Warten so ist und ob man , naja nicht nur das Warten vor Auge hat. Wie habt ihr das gegen jede Kritik oder den Freunden, die euphorisch über ihr Studium reden, weitergemacht? Klar, 6 Jahre warten ist bei einer Rente mit bestimmt dann 75 ein Klacks, aber heute kommen Sie mir ewig vor. Habe mich nach dem langen Tag auf google gestürzt und bin dann auf das Thread von Absolute Arrythmie gestoßen, die sich durch die WS geboxt haben und letztlich glücklich 2013 einen Studienplatz ergattert haben. (Freue mich für euch alle, obwohl ich euch nur aus Beiträgen und seit 2h kenne :D ) Hoffe, dass ich 2022 genauso happy sein werde.
Der Thread hat mich wirklich aufgebaut, obwohl ich quasi am Anfang stehe.. Wobei mein Fsj mir jetzt noch 5 Jahre Warten (vielleicht :o) beschert.
Das Warten lohnt sich oder? Egal ob ich weiblich bin, eine Familie mit Kind vor dem Alter 45 haben will und keinen Dunst, ob sich in den 6 Jahren was an Studienplatzvergaben ändert?
Das Beste ist natürlich mit Mannheim und Heidelberg aufzuwachsen und keinen Hauch einer Chance zu haben :(
,. Morgen wird sich eingelesen, wo es am besten ist sich zu bewerben .. Oder ist das völlig egal?
ehem-user-11022019-1151
07.05.2016, 23:22
Hallo Cindz. Herzlich willkommen hier.
Ich weiß, dass einem das Alter 20+ mit dem Studium beginnen sehr hoch erscheint.
Und manchmal denke ich auch, dass es natürlich nicht mehr jung ist. Jedoch werden immer Leute sein, die in einem Alter >20-25 ihr Studium aufgenommen haben. Da gibt es verschiedene Gründe, wie man beim querlesen durch dieses Forum sofort merkt.
Mit 2,5 und einem schlechten TMS hast du einfach keine Chance. Die einzige Möglichkeit wäre, im Losverfahren (etc) eine Stelle zu bekommen.
Aber wie sieht es mit anderen Möglichkeiten aus? Hast du mal versucht, dich in Österreich zu bewerben?
Ich kann verstehen, dass deine Eltern da sagen "entweder jetzt Medizin oder etwas anderes, warten gibts nicht", aber ich finde es schade, wenn Eltern den Wunsch ihres Kindes nicht in diesem Ausmaß unterstützen wollen.
Ich habe auch nach dem Abi keinen Platz bekommen, hätte mit meinem Abi aber sonst fast überall studieren können und hatte einige Zusagen (Für andere Studiengänge), jedoch konnte ich mir einfach nichts anderes vorstellen als Medizin und ich wusste, dass ich es bereuen werde :)
ich hatte jedoch immer volle Unterstützung von zu Hause und das hat vieles leichter gemacht.
Jedoch könnte ich mir nicht vorstellen, mehr als 6 Jahre zu warten, so bin ich ins Ausland gegangen und ich bin froh, dass ich keinen der Studienplätze angenommen habe und weiß, dass da wo ich jetzt bin, der richtige Platz ist.
Du musst für dich selber entscheiden, was du machen willst, aber ich würde mal so sagen, wenn du weißt, dass du gerne Arzt werden willst, dann versuche deine Eltern zu überzeugen, da auch hinter dir zu stehen, auch wenn es einige Tage mehr dauern wird :)
Viel Erfolg dir!
Dergenthiner
08.05.2016, 09:35
Hallo Cindz... Als meine ABI-Note nicht so gut geworden ist, wie ich es mir erhofft habe, war ich total frustriert.Ich habe auch gedacht, oh man, die ganzen 5 Jahre zu warten, das dauert ja Ewigkeit. Aber ich wollte unbedingt Medizin studieren und hab mich auf ein langes Warten eingestellt. Ich hab eine super interessante Ausbildung gemacht mit allen iheren Freunden und Leiden, hab geheiratet und Kinder gekriegt, schon angefangen zu arbeiten, was mir auch viel Spaß bereitet. Jetzt bin ich fast 30, glaub mir, man fühlt sich gar nicht alt, und diese 7 Jahre Wartezeit habe ich sinnvoll genutzt und weiß jetzt z.B. in welche Fachrichtung ich mich dann weiterbilde. Die Zeit vergeht unheimlich schnell.Also nicht depressiv werden und sich für diese Zeit was Schöneres vornehmen.
Moosachat
08.05.2016, 10:34
Hey Cindz,
je nachdem ob/wie örtlich flexibel bist, könntest du dich nächstes Jahr für den MedAT in Österreich bewerben, wie Liel bereits vorgeschlagen hat. (Für dieses Jahr ist kann man sich leider nicht mehr anmelden.) Dabei zählt die Abiturnote gar nicht, sondern nur das Testergebnis.
Mit 2,5 hast du auf einen Vollstudienplatz momentan in Deutschland kaum eine Chance, aber ich würde mich an deiner Stelle trotzdem bei Hochschulstart in der Wartezeitquote für Marburg bewerben, denn über die Bewerbung in der Wartezeitquote werden auch die Teilstudienplätze (1.-4. Semester) verlost. Und dann kannst du dich natürlich noch für das normale Losverfahren für Vollstudienplätze an den einzelnen Universitäten bewerben. Die Chancen bei letzterem einen Platz zu bekommen gehen zwar gegen null, aber nicht alles versucht zu haben wäre ja noch ärgerlicher.
Als letzte Möglichkeit käme evtl. noch ein (kostspieliges) Auslandsstudium für dich in Frage? In Rumänien (ab ca. 5000€/Jahr) zu studieren würde sich auf lange Sicht sogar finanziell mehr lohnen, als 7 Jahre zu warten.
Viel Erfolg auf jeden Fall :) Früher oder später bekommen wir alle unseren Studienplatz. :)
erdbeertoertchen
08.05.2016, 10:55
Ich gehöre zu den Ex-Wartern und würde rückblickend nicht mehr warten, zwar waren es bei uns nur 5 Jahre, allerdings habe ich mit 3 Jahren Wartezeit angefangen, diese steigerte sich bis zu den 5 Jahren und ich hatte Glück und bekam auch wirklich einen Platz nach 5 Jahren, wenn meine Abinote nur um 0,1 schlechter gewesen wäre, hätte ich erst nach 6 Jahren einen Platz bekommen. Die Warterei ist zermürbend und man weiss einfach nicht sicher, ob man wirklich auch nach den ganzen Jahren einen Platz bekommt. Zumal es immer mal wieder zur Diskussion steht, die Wartezeitquote abzuschaffen.
Daher würde ich dir raten den Weg übers Ausland zu gehen, oder irgendwie versuchen einen Teilstudienplatz zu ergattern, was schwer werden dürfte.
Parallel zur Wartezeit kann man sich ja jährlich beim MedAT bewerben und eine Ausbildung machen bzw danach eine Fortbildung und / oder arbeiten.
Abgesehen davon kann man auch viele Berufsausbildungen direkt mit der AHR koppeln, sodass man bei Nichtzulassung noch früher Geld verdienen bzw. sich fortbilden kann.
Nach 6 Anläufen sollte man auch über den MedAT genommen werden (wohl eher deutlich früher). Wer schlau ist, achtet idealerweise ebenfalls darauf, dass die Berufsausbildung auch in Österreich anerkannt ist bzw. man dort auch damit arbeiten "könnte"...
Cheers' R4nd0m
Ach, wenn ich doch wieder 16 wär' #träum# ... ;-)
Danke für die Antworten :)
Ja ich werds überall versuchen, wobei ich wirklich Angst hab im Ausland bankrott zu gehen mehr oder weniger o.o
Habe mich für dieses Jahr beim Medat beworben, lerne auch fleißig dafür. Trotzdem ist er ja nicht ganz ohne. Unter den 400 besten zu kommen stell ich mir so irrational vor.. aber ja, positiv denken.
salinchen
12.05.2016, 12:58
Huhu ihr Lieben!
Danke auch von mir für die vielen Antworten...
Jetzt nochmal zu mir: Pflegepraktikum ist abgehackt, dazu noch diverse andere Praktika in Kliniken und Praxen, TMS mit einem Ergebnis von 1,9 :( MedAT-Teilnahme gescheitert, FSJ und jetzt begonnene Ausbildung als MFA.
Ich habe echt Respekt vor allen, die so lange warten und möchte das selbst auch versuchen. Bekomme nur immer wieder von Verwandten und Bekannten ein Augenrollen zu sehen, wenn ich erkläre, dass ich weiter an meinem Wunsch festhalte. Mich scheint keiner so wirklich zu verstehen, dass ich jetzt erstmal (in ihren Augen) etwas Sinnloses mache und später irgendwann mal studieren will. Das tut echt weh auf die Dauer...
Bedenken habe ich selbst eigentlich nur in Bezug auf das Lernen... Kann man das Verlernen?? Ich bezweifle selbst nämlich, dass meine Leistungsfähigkeit am Ende der Zwanziger noch so gut ist, wie sie zu Abizeiten einmal war.
Jemand Erfahrungen??
Österreich kann man doch meines Wissens jedes Jahr machen. Dürfte also vermutlich schneller gehen als warten.
Und warum solltest du das Lernen verlernen? Du wirst es nicht mehr gewohnt sein Ende 20, wenn alle anderen mit dem Studium fertig sind und Richtung Arbeitsleben und Familiengründung streben. Dann wirst du wieder anfangen mit Lernen. Schafft man alles, wenn man will.
Dergenthiner
12.05.2016, 14:57
Ja Salinchen, ich habe auch Angst, dass ich nach 7 ganz viel Chemie und Physikstoff vergessen habe.Früher habe ich nur ein Mal was durchgelesen und ich konnte es schon. Ich versuche ab und zu was zu lernen, hab aber as Gefühl, in 5 min. ist schon alles vergessen... aber meine Freundin, die ihr Studium mit 32 angefangen hat, hatte nur ganz am Anfang Probleme, wenn man ständig lernt, wird man wieder "Lernfähig".
ständig lernen muss man nicht, kontinuierlich mitlernen ist sinnvoll. Nichts was man nicht alles schon wissen würde. Nutzt die Zeit, in der ihr noch nicht studiert für schöne Sachen, lernen kommt früh genug ;-)
Ich hab das ja schließlich auch geschafft ;-)
KeepWell
12.05.2016, 19:34
Huhu ihr Lieben!
Danke auch von mir für die vielen Antworten...
Jetzt nochmal zu mir: Pflegepraktikum ist abgehackt, dazu noch diverse andere Praktika in Kliniken und Praxen, TMS mit einem Ergebnis von 1,9 :( MedAT-Teilnahme gescheitert, FSJ und jetzt begonnene Ausbildung als MFA.
Ich habe echt Respekt vor allen, die so lange warten und möchte das selbst auch versuchen. Bekomme nur immer wieder von Verwandten und Bekannten ein Augenrollen zu sehen, wenn ich erkläre, dass ich weiter an meinem Wunsch festhalte. Mich scheint keiner so wirklich zu verstehen, dass ich jetzt erstmal (in ihren Augen) etwas Sinnloses mache und später irgendwann mal studieren will. Das tut echt weh auf die Dauer...
Bedenken habe ich selbst eigentlich nur in Bezug auf das Lernen... Kann man das Verlernen?? Ich bezweifle selbst nämlich, dass meine Leistungsfähigkeit am Ende der Zwanziger noch so gut ist, wie sie zu Abizeiten einmal war.
Jemand Erfahrungen??
Hier ist eine die Warten musste :) also ich hab das Gefühl ich bin genauso faul wie vorher, nur fleissiger als sonst :) Das mit dem Augenrollen, wenn man das erwähnt kenne ich zu gut, nach 7 Jahren Wartezeit glaubt einem ja auch keiner mehr das es losgeht >_<
MFA? Würde ich eher lassen, es sei denn der Beruf begeistert dich! Ich wollte das auch ursprünglich machen, aber mich haben die Arbeitszeiten, das zum Teil wirklich schlechte Gehalt und die weniger Medizinische Ausbildung dann doch zu stark abgeschreckt!
Wenn du Lust auf Medizin hast, auch in deiner Wartezeit gibt es vieles das du dann machen kannst :) MTA in verschiedenen Bereichen, Pfleger, Physiotherapie.... etc :) Und nicht aufgeben! Für mich hat sich das Warten gelohnt!
Hallo liebes Forum! Auch ich sage haltet alle durch. Wir werden es dieses Jahr schaffen! Habe auch 14 ws bis dahin gesammelt und möchte langsam Gewissheit haben. Diese Warterei ist sehr kräftezehrend.. Wem geht es da auch so?
Ich möchte gerne in Magdeburg studieren :)
salinchen
18.05.2016, 15:05
Warten ist echt anstrengend... Ich habe nicht wirklich das Gefühl, mit meinem Leben etwas sinnvolles anzufangen... Und hin und wieder höre ich meine biologische Uhr im Hintergrund ticken (gerade als Frau lassen sich später nun mal Kind und Karriere schwer vereinbaren)
Dergenthiner
18.05.2016, 19:27
Das Schlimmste ist, wir wussten, nach 5, 6,7 Jahren können wir über die Wartezeit reinkommen... Mit der geplannten Reform 2020 weiß man nicht mehr, ob die Wartezeitquote nicht abgeschaft wird, ob diese Reform zugunsten oder zum Nachteil der Wartlern wird. Mit derzeitiger Entwicklung soll man sich wirklich ganz sicher sein, ob man damit leben könne, falls es dann doch mit der Wartezeit nicht klappt, dass man "nur "eine Ausbildung in der Tasche hat, oder nach so langem Warten dann doch ein anderes Studium anfängt... Darum soll man auch die Familie und Kinder nicht aufschieben, sondern hier und jetzt leben.Ich bereue es nicht, dass ich mich überreden lies, erst mit der Familie und dann das Studium anfangen.
salinchen
19.05.2016, 11:15
Weiß man schon genaueres zu dieser Reform??
Weiß man schon genaueres zu dieser Reform??
Nein.
Das ist alles noch im Fluss.
Und an der aktuellen Ausgestaltung der Wartezeitquote wird zumindest so lange nicht gerüttelt werden, wie die entsprechende Vorlage beim Bundesverfassungsgericht noch nicht entschieden ist. Die hat nämlich das Potential, diesen Masterplan ordentlich durchzuwirbeln.
Man muss sich nur mal hypothetisch vorstellen, das BVerfG entscheidet, dass die Wartezeit maximal so lang sein darf wie die Regelstudienzeit plus x. Sonst ist sie verfassungswidrig. (Ich denke nicht, dass es eine so starre Vorgabe geben wird. Aber als Gedankenexperiment hat es was.)
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