sibemol
03.06.2016, 09:09
Ich habe vor kurzem meine FA Innere gemacht. Wenn ich mein Leben zurückdrehen könnte, würde ich keine Innere machen. Das Fach Innere ist sehr groß und verlangt tiefes analytisches Denken, was ich auch mag und was zu meinem Charakter passt. ABER das größte Problem in Innere aktuell ist das Fehlen einer guten Weiterbildung.
Bevor Fachwechsel muss man durch den Kopf, diese Punkte gehen lassen (aus eigener Erfahrung und aus Geschichten von Kollegen):
- Weiterbildung in Spezialisierungen mit vielen invasiven Techniken (Kardiologie, Gastroenterologie) ist sehr schlecht in vielen Krankenhäusern.
- jeder Assistenzarzt in Innere kriegt 18-25 Patienten und muss jeden Tag viele Patienten entlassen und aufnehmen, weswegen keine Zeit für Funktionsdiagnostik bleibt. Es kann auch sein, dass man neben Stationspatienten noch Zentralnotaufnahme versorgen muss...
Das wichtigste für Vorgesetzte ist, bestimmte Patienten- und Interventionen-Zahl zu erreichen. Die Liegezeit der internistischen Patienten ist viel kürzer als bei chirurgischen.
- Blutabnahmen, Braunülen-Liegen, Kodierungen muss man sehr oft als Internist selbst machen.
- Unbezahlte Überstunden sind wegen Personalmangel und unstrukturiertem Tagesablauf unvermeidbar.
Nach 24h-Dienst, statt nach Hause zu gehen, muss man noch 2-5 Überstunden machen, weil der Oberarzt genau an dem Tag eine Oberarztvisite machen will und sagt: "Du muss heute 5 Patienten entlassen, dann kannst du nach Hause gehen".
Bevor Fachwechsel muss man durch den Kopf, diese Punkte gehen lassen (aus eigener Erfahrung und aus Geschichten von Kollegen):
- Weiterbildung in Spezialisierungen mit vielen invasiven Techniken (Kardiologie, Gastroenterologie) ist sehr schlecht in vielen Krankenhäusern.
- jeder Assistenzarzt in Innere kriegt 18-25 Patienten und muss jeden Tag viele Patienten entlassen und aufnehmen, weswegen keine Zeit für Funktionsdiagnostik bleibt. Es kann auch sein, dass man neben Stationspatienten noch Zentralnotaufnahme versorgen muss...
Das wichtigste für Vorgesetzte ist, bestimmte Patienten- und Interventionen-Zahl zu erreichen. Die Liegezeit der internistischen Patienten ist viel kürzer als bei chirurgischen.
- Blutabnahmen, Braunülen-Liegen, Kodierungen muss man sehr oft als Internist selbst machen.
- Unbezahlte Überstunden sind wegen Personalmangel und unstrukturiertem Tagesablauf unvermeidbar.
Nach 24h-Dienst, statt nach Hause zu gehen, muss man noch 2-5 Überstunden machen, weil der Oberarzt genau an dem Tag eine Oberarztvisite machen will und sagt: "Du muss heute 5 Patienten entlassen, dann kannst du nach Hause gehen".