Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sackgasse Medizinstudium - Nach dem Examen ins Labor?
Also zumindest ich finde das Arbeitsklima im KH ziemlich beschissen.
Ich gehe jetzt irgendwie davon aus, dass du noch nicht in soooo vielen Krankenhäusern gearbeitet hast?
Schwingungen zwischen Kollegen sind nämlich in etwa genauso individuell wie die Leute, die da arbeiten :-)
Das Problem mit den "fachfremden" Personen in Führungsetagen liegt ganz einfach darin, dass die nur die bloßen Zahlen sehen. Da wird der unfallchirurgischen Abteilung eines Traumazentrums gesagt, dass sie jedes Jahr XX% mehr Fälle generieren sollen. Nun ist es so, dass in einer orthopädischen Klinik, die nur Wahleingriffe anbietet, die evtl. noch zu schaffen ist, weil die ganze Kollateralarbeit (Befunde sammeln, Blut abnehmen, MRT Bilder, etc.) vom Niedergelassenen erledigt werden darf, und die Patienten morgens zur OP kommen. Kranke Patienten lehnt man ab und man operiert nur das Patientengut, was unkompliziert abzuarbeiten ist. Außerdem ist es etwas anderes, eine "normale" TEP einzubauen, als eine komplizierte Fraktur zu versorgen und außerdem noch auf die anderen Fachrichtungen Rücksicht nehmen zu müssen (keine Intensivkapazitäten, Belegung der Säle, etc.).
Natürlich verlieren auch die "Manager", die aus dem eigenen Berufsfeld kommen, mit der Zeit den Blick für die Realität und sehen vorrangig das $$ Zeichen. Aber die fachfremden Menschen haben diesen (Ein-) Blick eben noch nie wirklich gehabt.
Und kommt mir nicht mit Praktika. Kein Praktikant macht mit mir Dienst, sieht, was außerhalb der "Kernarbeitszeit" noch so alles zu erledigen ist. Oder hat mal im Dienstbett mit 3 Telefonen "geschlafen".
Arrhythmie
17.06.2016, 09:54
Am besten studiert man halt BWL und Medizin und arbeitet in beiden Bereichen :-p So wie ich :-D Damit man dann erstmal einen wirtschaftlichen Totalschaden darstellt, erst mit 30+ fertig ist und sich (als Frau) dann noch zusätzlich überlegen darf, wie man das mit der Kinderplanung anstellt ohne dass die gesamten Studien-/Arbeitszeiten für den ***** waren :-))
Dein Beispiel ist wirklich das tristeste, zumindest wenn man der Typ für viel Abwechslung ist. Aber du bist deines Glückes Schmied. Und gerade Ärzte an Unikliniken machen eher viele Stationen der Ausbildung mit. Du kannst dich in der Lehre engagieren, du kannst forschen und dabei sogar über deine Klinik ein oder mehrere Jahre ins Ausland gehen. Das sind alles harte Wege...geschenkt wird dir das nicht. So wie deinen vielen Freunden auch nicht. Es sieht von außen interessant aus, aber auch sie haben ihre Momente des Zweifelns und Verzweifelns und der Sorge das richtige zu tun.
Was bzw. wo arbeitest Du denn? :)
HAbe auch beidest studiert.
Am besten studiert man halt BWL und Medizin und arbeitet in beiden Bereichen :-p So wie ich :-D Damit man dann erstmal einen wirtschaftlichen Totalschaden darstellt, erst mit 30+ fertig ist und sich (als Frau) dann noch zusätzlich überlegen darf, wie man das mit der Kinderplanung anstellt ohne dass die gesamten Studien-/Arbeitszeiten für den ***** waren :-))
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