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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Chancen eine Stelle zu finden schwierig?



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Elena1989
14.07.2016, 17:49
Ob man eine Stelle findet kommt drauf an wie beliebt die Stadt ist und ob, wie zB Derma, man sich doch noch die Bewerber aussuchen kann.
Bei mir wars so, dass ich mich für KJP mit keinerlei Vorkenntnissen, weder im PJ, noch in einer Famu, beworben habe.
3 Bewerbungen, eine in einer beleibten Stadt, nie was gehört, eine in einer größeren Stadt mit Stellenzusage und eine Bewerbung in einer kleineren Stadt mit aktuell nichts frei und zwei Monate später eine Anfrage, ob ich anfangen möchte, es ist was frei geworden.

Ich biete KJP mit PJ in KJP. Eine Bewerbung in einer größeren Stadt (nicht mein PJ Haus, aber Wunsch - Stadt) und Stellenzusage ��
Aber KJP gehört sicherlich nicht gerade zu den Fächern mit vielen Bewerbern.

altalena
14.07.2016, 18:30
@Kaas: Gyn

Kaas
15.07.2016, 06:59
Ja, Gyn dürfte wohl echt schwierig sein in L. Aber zumindest von Uni und dem Sankt Georg weiss ich, dass die Stimmung da auch eher nicht so toll sein soll bei den Gynnies...

Dino111
20.07.2016, 17:59
Wieso ist Derma so beliebt eigentlich wenn es sehr viele hassen während des Studiums. Hab noch nie von einem gehört der es machen will, wird nach dem Examen plötzlich die meinung geändert :D

arbeiter79
20.07.2016, 21:22
Wieso ist Derma so beliebt eigentlich wenn es sehr viele hassen während des Studiums. Hab noch nie von einem gehört der es machen will, wird nach dem Examen plötzlich die meinung geändert :D

Kenn ich auch so, auf Derma wurde immer herabgesehen. Ansonsten wird es als familienfreundlich und mit guten Möglichkeiten zur Niederlassung angesehen. Denke aber das auch viele andere Fächer das bieten können. Und es einige gibt die trotz ähnlicher Voraussetzungen wenig beliebt sind.

davo
20.07.2016, 21:40
Vielleicht sorgt das PJ bei manchen dafür, dass man die ursprünglichen Pläne bzgl. Innere oder Chirurgie nochmal in Frage stellt? :-))

][truba][
21.07.2016, 05:12
Also, ich kenne einige die Derma machen wollen. Ist ja auch mit viel internistischem Wissen verbunden.
Mein Fach war es allerdings auch noch nie.

nie
21.07.2016, 10:47
In meinen Semester sind auch relativ viele, die Derma gut finden und evtl. später machen wollen.
Ich kanns mir auch gaar nicht vorstellen und bin immer davon ausgegangen, dass alle anderen Menschen das genauso empfinden wie ich ;-)

davo
21.07.2016, 11:22
In meinem Semester kenn ich nur einen, der bisher je Derma erwähnt hat. Und bei dem ist das glaub ich auch eher die Hoffnung auf das bequem verdiente schnelle Geld in der Niederlassung, als echtes Interesse. Aber wir haben das Fach auch erst in zwei Semestern, insofern hatten wir noch keine Exposure :-p Für mich wärs aus mehreren Gründen definitiv nichts.

Die Trendfächer in meinem Semester sind bisher glaub ich Anästhesiologie und Psychiatrie :-))

chipirón
23.07.2016, 16:22
Ist ja auch mit viel internistischem Wissen verbunden

Haha :-)) Noch nicht so oft mit Dermatologen zusammengearbeitet :-P ? (Ich darf das sagen, hab welche in der Familie).

Abgesehen davon ist es wahrscheinlich DAS Fach für eine gechillte und bei Mehraufwand sehr lukrative Niederlassung. Oder als Angestellter FA in die Praxis, ohne die Risiken der eigenen Niederlassung mit OA-Gehalt und 35h Woche.

test
23.07.2016, 17:07
Mal wieder alle Klischees zur Dermatologie bedient worden. ;-)

Wie so oft entsprechen Klischees aber nicht der Realität. ;-)

Ich fand Dermatologie auch die meiste Zeit im Studium (auch nach dem Praktikum im Studium) nicht interessant. Bis ich mich später dann doch nochmal intensiver damit auseinandergesetzt habe.

Die Dermatologie ist auch sicher nichts für faule Leute, die nichts lernen wollen, da es kaum ein Fach mit so vielen Diagnosen gibt. :-meinung Auch eine gewisse visuelle Eignung sollte vorhanden sein, da man viel mit Mustererkennung arbeiten muss.
Am Ende muss halt jeder mit seiner Fachwahl glücklich werden und ich kenne bisher keinen, der/die es bereut hat den FA Dermatologie gemacht zu haben.
Ich habe es aber selten erlebt, dass am Anfang der Assistenzzeit bemerkt wurde, dass es doch nicht das richtige Fach ist. Diejeningen haben dann gewechselt. Da waren dann vielleicht auch die Vorstellungen zu sehr im Bereich der Klischees. :-nix

chipirón
24.07.2016, 11:59
Ich wollte auf keinen Fall sagen, dass es kein anspruchsvolles Fach ist! Am Rest halte ich fest ;-)

test
24.07.2016, 15:33
Ok. Allerdings kenne ich Angestellte in Praxen, die mit 35h Woche nicht ein OA Gehalt verdienen (vielleicht schätzt du aber das OA Gehalt auch falsch ein). Es gibt aber natürlich Subgebiete, in denen man auch sehr viel mehr verdienen kann, aber eben nicht als "Feld Wald und Wiesen"/"Basis" Dermatologe. ;-)

Auch ist die Niederlassung was mir berichtet wird nicht pauschal lukrativ. Vor allem, wenn man nicht viel operiert und nicht viel IGEL/Kosmetik anbietet, ist es mit rein konservativer Dermatologie nicht so einfach auf einen grünen Zweig zu kommen. Operiert man viel oder spezialisiert sich in bestimmten Bereichen (Phlebo, Prokto) sieht es wieder anders aus.

wqertzuiop
24.07.2016, 18:44
ach mensch, die dermatologie schafft sich in der klinik doch selbst ab. in den maximalersogern incl unikliniken in denen ich gearbeitet oder pj gemacht hab, gabs nachts nicht mal mehr einen. das wurde alles von den internisten gemacht. und wenn man mal gar nicht wusste was los war, dann wurde nen foto vom befund gemacht und per whattsapp an den dermatologen geschickt, welcher dann diganose und therapie geantwortet hat.

und genau das ist das problem der dermatologie: es ist (hauptsächlich, ja blabla kosmetik chirurgie) ein diagnose-arzt im krankenhaus. und aus diesem grund werden dermatologen mit die ersten sein, deren job unsicher wird, bzw die man nicht mehr vor ort braucht, bzw die arbeitskraft outgesourced wird. vltt nicht heute und nicht in 5 jahren, aber 10-15 denke ich shcon.

freue mich auf die hater: "zur derma gehört noch so viel mehr, das ist ganz komplex" bla.. nein ist es meistens nicht, wahrscheinlich kann ich von den meisten befunden nen foto machen und per google suche in 70% heute schon die korrekte diagnose bekommen. in 10 jahren wirds da noch ganz andere sachen geben.

wenn man da an ne coole kosmetik chirurgie stelle bzw perspektive dran kommt, ist es sicherlich ne komplett andere sache. in dem fall kann man sich sicherlich, aber auch NUR solange die konjunktur läuft, ne goldene nase verdienen. aber als 90%-Diagnose arzt, der in den meisten kliniken nachts schon von internisten ersetzt wird und wo nen whattsapp bild reicht, mit sicherheit nicht ;)

Evil
24.07.2016, 21:10
Hmm, von so ganz viel Ahnung bist Du aber jetzt auch nicht belastet, gell?
Was Du unterschlagen hast:
- Hauttumore, vor allem Melanome
- Allergologie, die richtig aufwendigen Tests macht kein Internist
- Venerologie, in Zeiten zunehmender Resistenzen gewinnt das wieder an Bedeutung
- rheumatologische Hauterkrankungen wie Psoriasis, Neurodermitis und Lupus

Dafür werden weiterhin Hochschulambulanzen gebraucht werden.

wqertzuiop
25.07.2016, 11:47
doch bin ich ;)

zu deinen Punkten:
- hauttumore: geb ich dir deilweise recht...viele häufige Tumore (basaliome/melanome im gesicht.....) werden aber zumeist von der HNO operiert. zumindest hab ich das so kennengelernt.
-allergologie: wird auch je nach Klinik oder Praxis viel von HNOlern betreut
- venerologie: wird zb in unsererm haus (maximalversorger großstadt) von Infektiologen der Inneren oder von den gyns betreut. ist sicherlich aber sehr verschieden von klinik zu klinik.
- rheumatolgische Hautsachen: wird bei uns, und auch in der uniklinik wo ich studiert hab, hauptsälcih von intrenisten mit dermatologischem Konsil betreut.

...also das meiste wird schon abgedeckt.

vll kam es auch falsch rüber.: ich wollte nicht sagen, das der dermatologe "an sich" überflüssig wird. Nur, dass die Präsenz von Dermatologen mit der zeit immer "überflüssiger" wird. Und zwar einfach, weil sie am Patienten häufig nichts interventionelles tun, und schon gar nichts notfallmäßig interventionelles (in der inneren wenn mans genau nimmt auch nur GI Blutungen. Aber dort gibts sehr vile mehr akute Krankheitsbilder die innerhalb von Minuten/Stunden therapiert werden müssen).
Und somit wird das oben genannte mit der zeit einfach dazu führen, das Dermatologen an sich zwar noch wichtig sind und gebraucht werden, aber halt nicht mehr vor ort. Stichwort Telemedizin.
Von der Hand zu weisen sind die Punkte ja nun nicht. Viele Kliniken haben doch gar keine Dermatologie mehr als stationäre Behandlung. manche lassen sich von niedergelassenen Dermatologen 2 mal pro Woche konsiliarisch betreuen, bei uns ist ab abends kein Dermatologe mehr im Haus (im größten KH der stadt....).

Uns wurde immer eingebläut, das der Arztberuf der sicherste überhaupt sei... mittlerweile ist das in bestimmten Richtungen nur gar nicht mehr so. Nachdenken lohnt sich.. ;)

Evil
25.07.2016, 14:30
Das ist dann aber sehr spezifisch bei Euch vor Ort so. Hier sehe ich das Gegenteil, vor allem bei den niedergelassenen Kollegen, deswegen sollte man sich da vor Verallgemeinerungen hüten.

Dino111
25.07.2016, 17:50
Ich sehe das Fach Dermatologie auch nicht so stark in Gefahr, du beschreibst es als würde es keine 5 Jahre mehr überleben. Wenn du telemedizin ansprichst, müssten sich die Radiologen auch Sorgen machen um ihren Beruf,dass Befunde sonst wohin geschickt werden und digital befundet werden.

Natürlich gibt es grad in der Derma viele Überschneidungen mit anderen Fachgebieten,, aber die gibts fast überall- die MKG Ops werden je nach haus auch von HNO-Ärzten oder plastischen Chirurgen durchgeführt

und es gibt Krankheitsbilder die nie von einem Internisten behandelt werden können, viele Internisten haben von den wahrscheinlich noch nie gehört, Stichwort Sezary Syndrom, AGEP, Mycosis fungoides, Pemphigus und pempigoid-kreis, TEN und Steven-johnsons-syndrom, die Liste ist lang, und so lange es diese Krankheiten gibt, wird es auch noch Unikliniken mit dem bereich Derma geben, vielleicht nur nicht so viele Ärzte (aber selbst das ist von Haus zu Haus unterschiedlich, in düsseldorf allein gibt es ca 25 Assistenzärzte). Zur not gibts Spezialgebiete, operieren, beauty usw was du alles angesprochen hast bereits

Den HNOlern und Hausärzten traue ich aber nicht wircklich in Sachen Allergologie, ich als patient würde lieber zu einem Internisten oder Dermatologen gehen mit Spezialisierung auf dem Gebiet

Ich habe neulich zufällig einen etwas älteren Kommentar von einem berühmten Hautarzt gelesen (Peter Fritsch), der im Jahr 2000 schon meinte, dass die Dermatolgen einer großen Herausforderung gegenüberstehen. Jedoch meinte er auch, dass sich das Fach seit Anbeginn seiner Geburtsstunde vor 100 jahren oder so dieser Herausforderung stellen müsse, und noch existiert es.

ich will jetzt keine Werbung für das fach machen, finde es sehr spannend ,könnte ich mir aber später auch nicht vorstellen, aber wollte das nicht so unkommentiert stehen lassen;) man kann jedes fach totreden und bashen

davo
25.07.2016, 17:55
Die nordamerikanischen Radiologen machen sich schon lange Sorgen. Das ist ja auch einer der wichtigsten Gründe für den starken Push in Richtung interventionelle Radiologie. In Kanada ist diagnostische Radiologie als residency inzwischen nicht mehr kompetitiv - man hat als IMG statistisch gesehen inzwischen ähnlich gute Chancen auf einen Platz wie in Allgemeinmedizin (!).

Es ging wqertzuiop, wenn ich ihn richtig verstanden habe, ja auch nicht so sehr um die Gegenwart, sondern um mögliche zukünftige Entwicklungen.

Ich persönlich bin definitiv kein Angstmacher, und glaube nicht, dass es in ein paar Jahrzehnten keine Ärzte mehr geben wird (:-p), aber es ist schon klar, dass Automatisierung, Telearbeit, usw. unterschiedliche Fachrichtungen unterschiedlich stark und schnell betreffen werden. Darüber laut nachzudenken sollte schon auch erlaubt sein ;-)

RocuRoNium
25.07.2016, 18:56
Um mal auf das anfängliche Thema zurückzukommen: habe November/Dezember mündl. Stex, habe mich an sechs Häusern in Deutschland für Anästhesie beworben, habe zwei Absagen (mit dem Hinweis, dass sie sich aber wieder melden würden, falls was frei würde) bekommen und vier Einladungen zum Gespräch, letztendlich vier (oder 3-4) Zusagen.
Ich war in den Gesprächen recht ehrlich und habe auch durchaus nach opt-out, Überstunden oder finanziellen Lage des Klinikums gefragt.