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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Logbuch - OP-Katalog?



Chrissi1205
07.07.2016, 12:17
Ich erstelle gerade (teilweise im Nachhinein) noch einige Logbücher. Jetzt frage ich mich:
Bei der ANmeldung zur Facharztprüfung:
Wie genau wird der OP-Katalog mit dem Logbuch verglichen?
Ich habe in den kleineren Kliniken (in denen ich auch gleich in mehreren Fachgebieten operiert habe) manchmal keine OP-Berichte diktieren dürfen aus abrechnungstechnischen Gründen, durfte aber trotzdem die OP machen und es wurde mir auch im Logbuch bescheinigt.
Und: Kann man bei interdisziplinären Fachrichtungen EINEN OP-Katalog für eine Klinik anfertigen??
Ich habe in der Klinik gynäkologisch/plastisch-chirurgisch/viszeralchirurgisch und orthopädisch operiert... das will ich schon auch so dokumentiert haben...

Im Logbuch stehen allerdings viele allgemeine Begriffe wie Weichteileingriffe/ Knochen/Gelenkeingriffe am OSG/Unterschenkel usw... wenn mein AG mir nun z.B. im Logbuch 10 Eingriffe bescheinigt, aber im OP_Katalog zum Unterschenkel nur 6 aufgelistet sind und ich dazu aber keine OP-Berichte habe - wird das dann gestrichen??
Kennt sich da jemand aus?
ich habe zum Beispiel auch in der plastischen Chirurgie immer eine Brust operiert und der Operateur die andere Seite... für die wichtigsten Halte-Nähte haben wir dann die Seiten getauscht - den OP-bericht hat aber ER diktiert - im Logbuch wird mir das bescheinigt - ich habe es auch gemacht, aber im OP-Katalog steht das nicht so drin...
Hat sich schon jemand zur FA-Prüfung angemeldet und weiß das?? :-notify
In einer großen Klinik für Unfallchirurgie ist das ja einfach mit der Doku, bei den kleinen Kliniken finde ich es echt schwer.

Kackbratze
07.07.2016, 12:58
Wenn Du Pech hast, fordert die ÄK die OP-Berichte zur Kontrolle an.

Chrissi1205
07.07.2016, 14:06
Wenn Du Pech hast, fordert die ÄK die OP-Berichte zur Kontrolle an.

Das weiß ich, gehe aber mal davon aus, dass ich kein Pech habe.

Ich wäre eher dankbar für Erfahrungen zur Facharztanmeldung als irgendwelche Eventualitäten zu besprechen.
Wenn man Pech hat, geht immer was schief.
Ich arbeite schon seit Jahren in einer Praxis und habe meine eigene Sprechstunde, habe über 10 Jahre Berufserfahrung, aber eben Teilzeit, wie das eben oft so ist bei Frauen, wenn man Kinder hat der Mann nicht mithilft.
Mich nervt es total, dass die Ärztekammer jeden einzelnen Zettel genau prüft. Ich musste jetzt alle(!) meine Zeugnisse der letzten Jahre neu schreiben lassen und immer fehlt ihnen irgendwas. Und da ich alle 2 Jahre wechseln musste (Mutterschutz und kleine Kliniken mit kurzer WB-Zeit), habe ich zig Zeugnisse und Logbücher... aber aus früheren Jahren gibt es gar keine Logbücher - wie wollen die jetzt wissen, was ich gemacht habe an Sono und Co?
Vor 10 Jahren gab es ganz andere Richtlinien und jetzt muss ich alles neu schreiben lassen.
Dann wollen sie mir 1,5 Jahre Vollzeit streichen in einer Klinik mit voller Weiterbildungszeit (1800 Betten plus Schockraum) , weil der Chefarzt damals neu war und noch keine Weiterbildung beantragt hatte - die hatte er erst 1 Jahr später - und zwar eben die volle. Ich habe mir jetzt schon 2 Monate freigenommen und ich kriege die Unterlagen trotzdem nicht zusammen. Das nervt total.
Einige Kollegen haben so gut wie GAR NIX (!) operiert und sind Facharzt, weil sie immer an derselben Klinik waren und der Chef alles unterschrieben hat und ich Idiotin muss jede einzelne OP mühevoll rausschreiben und immer kommen neue Nachfragen.
Das ist total Schikane.
Also: Wie genau werden die OP-Kataloge mit dem Logbuch verglichen?

Feuerblick
07.07.2016, 15:47
Naja, in der Regel reichst du das Logbuch und evtl. einen Wisch ein, auf dem aufgelistet ist, welche OPs du so durchgeführt hast. Nicht aber den/die Ordner mit allen OP-Berichten etc. Sprich: Wenn Logbuch und Bescheinigung zusammenpassen, ist alles gut. Passt da was nicht oder klingt unwahrscheinlich (oder der Sachbearbeiter hat nen schlechten Tag), kann es sein, dass sie ALLES sehen wollen. Das meinte Kackbratze...
Wenn du verraten würdest, in welchem Bundesland du dich anmelden willst, kann man dir vielleicht sagen, wie pingelig die LÄK ist...

Kackbratze
07.07.2016, 19:16
Was helfen kann ist: dein letzter Weiterbildner zeichnet deinen Op-Katalog/Logbuch in Gänze gegen im Sinne eines "ich habs schon gesehen, ich bin der letzte Chef und ich befürworte uneingeschränkt die Prüfung zum Facharzt".

Chrissi1205
10.07.2016, 11:48
Na ich habe OP-Kataloge und Logbücher - weiß aber nicht, ob da nun alles 1:1 zusammenpasst....!?

anignu
10.07.2016, 11:59
Ich hab da auch zwei verschiedene Dinge: Logbuch und OP-Katalog.

Logbuch ist das was ich abgeb später bei der Landesärztekammer und dazu hab ich einen Ordner in dem alles genauso wie aufgelistet eingeordnet ist und sortiert ist. OP-Berichte etc. Und wenn ich z.B. bei einer OP eigentlich irgendwas wichtiges gemacht hab aber ein anderer als Operateur draufsteht, dann hab ich auch diesen OP-Bericht ausgedruckt und genau markiert was ich gemacht hab.

OP-Katalog ist das was ich für mich selber hab. Ein Verzeichnis in dem sortiert drinsteht was ich gemacht hab. Und zwar um einiges genauer und besser sortiert. Das würde ich dann später mal für eine Bewerbung nutzen.

Aber um die Fragen noch zu beantworten: Natürlich darf man einen OP-Katalog über alle Fachrichtungen machen. Der OP-Katalog ist für dich und sonst erstmal für niemanden. OP-Katalog brauchst ja auch nicht abgeben. Das Logbuch wird abgegeben.

Fr.Pelz
10.07.2016, 12:04
OP-Katalog ist das was ich für mich selber hab. Ein Verzeichnis in dem sortiert drinsteht was ich gemacht hab. Und zwar um einiges genauer und besser sortiert. Das würde ich dann später mal für eine Bewerbung nutzen.



Wie dokumentierst du das genau, so dass es nachvollziehbar ist? Ich hab bislang nur Name, GebDat und Eingriff gespeichert und könnte damit die elektronische Akte wieder aufrufen.

Kackbratze
10.07.2016, 19:34
Excel-Tabelle?

anignu
10.07.2016, 19:51
Wie dokumentierst du das genau, so dass es nachvollziehbar ist? Ich hab bislang nur Name, GebDat und Eingriff gespeichert und könnte damit die elektronische Akte wieder aufrufen.
Reicht ja erstmal.
Und beim Stellenwechsel oder Chefwechsel das Ganze in eine sinnvolle strukturierte Form bringen und vom Chef einmal unterschreiben lassen. Ich machs zusätzlich auch zum Jahresgespräch einmal, damit ich mim Chef reden kann wie ich mir meine weitere Entwicklung vorstell. Aufs Jahresgespräch besteh ich. Mein jetziger Chef hat da auch nichts dagegen.