Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nadelstich - Panik..
Mir ist es bei einer doofen Blutabnehmaktion noch relativ am Anfang passiert. Blöd beim Gefäß wechseln am Butterfly-Schlauch gezogen, Nadel ist aus der Vene gerutscht und ich wollte mit der anderen Hand nen Tupfer auf die Wunde drücken. Beim Überkreuzen der Hände bin ich dann an der Nadel hängen geblieben. War nicht schlimm, hat nichtmal geblutet, aber nachdem ich dann am Nachmittag doch nen kleinen roten Punkt auf dem Finger entdeckt habe, hab ich die Prozedur dann doch mal angeleiert.
Naja, häufig..... frag mal die Chirurgen, die sich gerne mal bei den OPs gegenseitig stechen. ;-)
Mit ist es zweimal passiert.
1. PJ beim Blutabnehmen.
2. ZVK Anlage und dabei massives Erbrechen und daher ein wenig Hektik... ;-)
Ich würde mir jetzt mal keinen Kopp machen. Vor allem keine PCR. Warum auch? Das Ergebnis das Patienten ist doch innerhalb von 1-3 Tagen da. Wenn der nix hat... :nix
Und die PCR würde zur Zeit eh nur positiv werden, wenn Du eh schon infiziert bist. ;-)
Also: ganz entspannt durch die Hose atmen und heute Abend ein herrlich frisches Veltins trinken... :-)
el suenio
12.07.2016, 16:34
Komisch dass ihr euch so oft stecht. Ist mir in 10 Jahren noch nicht einmal passiert. Bei welchen Tätigkeiten passiert euch das denn so häufig?
Blutentnahme?
Wir haben jetzt sogar Safety-Butterflies.
Geht mir genauso. Also, man ist natürlich nie gefeit davor. Ich könnte mir noch gut vorstellen, dass das in der Pädiatrie passiert, wenn die Kinder zappeln oder in der Psychiatrie, wenn der Patient tobt. Wobei letztere erstmal fixiert werden, bevor da einer rangeht. Ansonsten kann ich mir das gar nicht so richtig vorstellen. Ich denke aber, dass das größte Risiko bei Nadelstichverletzungen auf Station die Abwurfbehälter sind. Dann hängen die ganzen Nadeln raus, man will noch eine reintun und stopft ein bisschen nach und zack: gestochen. Ist mir zwar noch nie passiert, aber ich stopfe auch gern noch eine Nadel mehr rein. Versuche aber jetzt immer den Behälter zu schütteln, um Platz zu schaffen und der Gefahr aus dem Weg zu gehen.
Mir im PJ mal beim Venflon legen. Und als Assistentin einmal beim Tunnelieren von nem ISK und einmal beim Annähen von einem ZVK...
*milkakuh*
12.07.2016, 16:57
Ich hab mich einmal an einer Kanüle im Ambulanten Pflegedienst gestochen (die mehrmals verwendet wurde) und einmal beim Recapping, weil ich keinen Abwurfbehälter im Zimmer hatte. Das mache ich jedenfalls nie wieder. Passiert ist aber glücklicherweise auch nichts.
Hi Leute,
kurzes update:
Indexpatient: negativ HIV1/2 Hep A,B,C
Außer halt das sie sich in den letzten Wochen angesteckt hat.
Puh, gibts noch irgendwas was ich mir geholt haben könnte?
Gruß
Alles, was du dir bei deinen Sexualpartnern auch holen kannst.
Alles, was du dir bei deinen Sexualpartnern auch holen kannst.
:/ Na toll, also von Herpes über Epstein Bar (tatsächlich hatte ich das noch nicht) bis was weiß ich.
Menschenskind, jetz chill doch mal die Base! ;-)
Die Wahrscheinlichkeit, sich bei einer Nadelstichverletzung mit irgendwas zu infizieren ist verdammt niedrig!
Selbst wenn der Patient eine infektiöse Erkrankung mit sich rumträgt. Da gibt es ein Paper (RKI?), da sind die Wahrscheinlichkeiten aufgelistet. Und auch, was im Prinzip passieren muss, damit man sich infiziert.
Die haben Versuche gemacht mit einfach in Patient und sich selbst gestochen bis Blut abgenommen, blutige Kanüle einfach nur eingestochen bis Blut injiziert. Und da war war bis auf Blut injiziert sehr geringe Wahrscheinlichkeiten, sich anzustecken...
Zumal Du ja alles WICHTIGE schon ausgeschlossen hast... :D :-top ;-)
Also ab in den Garten, Flasche frei und PROST! :-party
Du bist ein bisschen sehr panisch. Die wichtigsten Infektionen hast du nicht, also gut. Alles andere kannst du dir überall holen. Jetzt beruhig dich wieder, die nächste Nadelstichverletzung,Verletzung perioperativ oder Blutspritzer ins Auge kommt sicher.
Irgendwann wirst du auch an Patienten mit HIV oder Hep C Invasiv tätig werden müssen, wie willst du das bewerkstelligen?
WhiteMountains
13.07.2016, 17:06
das muss ja ne wilde 80jährige gewesen sein, bei den sorgen die du dir machst :-winky
;)
Alles andere kannst du dir überall holen. Jetzt beruhig dich wieder, die nächste Nadelstichverletzung,Verletzung perioperativ oder Blutspritzer ins Auge kommt sicher.
Also zum Beispiel bei der freundlichen Prostituierten nebenan, dem Junkie vom Nachbarklo, oder wo auch immer...
Irgendwann wirst du auch an Patienten mit HIV oder Hep C Invasiv tätig werden müssen, wie willst du das bewerkstelligen?
Kettenhandschuhe? :-))
Endlich einer der mich versteht!!!
el suenio
13.07.2016, 21:46
Ein Infektionsrisiko besteht ja grundsätzlich immer, nicht nur bei Nadelstichverletzungen. Wie oft spazieren Menschen z.B. mit einer Tbc ins Krankenhaus, sind nicht isoliert, weil man zu Beginn der Behandlung von einer anderen Erkrankung ausgeht und nach einigen Tagen sind sie eben doch positiv getestet. Mit dieser Gefahr muss man irgendwie klar kommen, sonst wird man auf Dauer keine Freude haben. Eine gewisse Vorsicht ist sicher von Vorteil, man kann ja selber doch schon einiges tun, um sich zu schützen. Aber damit sollte es dann auch gut sein, es ist ja doch äußerst unwahrscheinlich, dass man sich eine relevante Infektion zuzieht. Ein Restrisiko bleibt immer, wie auch im gesamten sonstigen Leben.
nach 2-3 wochen - aber dann bist du erstens nur noch wenig schneller als mit dem suchtest, du zahlst selbst 150-200euro und am ende stehst du genau so unsicher da und bist kein bisschen beruhigt, weil er nicht auf jede form des virus anschlägt.
ob dir damit dann geholfen ist?
Wirklich nicht? Springt der Test nicht auf jede Form von HCV an? Ist ein HCV RNA Test nicht der Nachweis einer Infektion bei positiven Antikörpern?
http://www.hepatitis-c.de/images/beitrag/diagnose.jpg
WhiteMountains
14.07.2016, 15:29
das bezog sich auf hiv pcr - wahrscheinlich hab ich mich verlesen.
Andi G. Schütze
20.07.2016, 23:52
Nur noch einmal zur Vervollständigung: Sofosbuvir/Ledipasvir beispielsweise (Harvoni) aber auch D2/D3-Kombi (Viekirax/Exviera) und die anderen DAAs (Daclatasvir, Simeprevir, etc.) sind für die CHRONISCHE HCV Infektion zugelassen. D.h. eine Virämie muss über 6 Monate nachgewiesen sein. Allerdings würde die Anerkennung als BK (Nadelstich) ja eh min. so lange dauern wenn man will, dass das über die BG abgerechnet wird.
Wirksam sind die modernen DAAs aber auch bei akuter HCV, allerdings gab es da bisher nur die "Akute HCV IV-Study", bin mir grad nicht sicher, ob die Ergebnisse schon veröffentlicht sind (~10 Patienten, hatte da einen Patienten drinne) - die Zulassung ist aber noch nicht erweitert. (Nach 6 Monaten ist natürlich aber auch noch kein Leberschaden entstanden). Achja, eine Interferon-Therapie muss hierzulande niemand mehr durchmachen (außer vielleicht bei Einzelfällen bei entsprechenden RAVs).
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