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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tag 2 A69/B99 Silikose-Bildgebung



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thr40
12.10.2016, 18:04
Dann bring mal eine einzige seriöse medizinische Quelle die das so definiert dann reden wir weiter

Dudelwu
12.10.2016, 18:06
Bekannterweise ist das eigene Examen gefühlt immer das schwierigste :D
Aber bei einem Brief zu der Frage wäre ich definitiv dabei.
Es gibt auch eine Silikoasbestose, bei der diese Plaques auch auftauchen; was dann wiederrum bedeuten würde, dass sowohl Konglomerattumor als auch diese Plaques richtig wären (ok, ich weiß, es war gefragt nach Silikose, aber trotzdem).

thr40
12.10.2016, 18:09
mit der argumentation hätteste dann auch 'messerklinge im röntgenbild' ankreuzen können, man kann ja auch ne silikose und opfer eines gewaltverbrechens sein..

freak1
12.10.2016, 18:11
Dann bring mal eine einzige seriöse medizinische Quelle die das so definiert dann reden wir weiter

Würdest du die Psychrembel als seriös definieren? https://www.pschyrembel.de/Konglomerattumor/K0C1W/doc/

bvq64
12.10.2016, 19:10
Eigentlich ist Konglomerattumor schon recht eng definiert: http://www.duden.de/rechtschreibung/Konglomerattumor

Auf der IMPP-Seite gibts ein Dokument in dem steht, dass sie sich für "Laienliteratur, wie den Duden" (sinngemäß) nicht interessieren...

Unregistriert
12.10.2016, 19:23
Ich hoffe Ihr werdet alle Nuklearmediziner oder sowas und nervt euch gegenseitig in irgendeinem Bunker in Meck-Pomm .. O.o

Unregistriert
13.10.2016, 17:17
Beide Diagnosen fallen in den Arbeitsbereich der Diagnostischen Radiologie, insofern ist das mit dem nuklearmedizinischen Bunker in Meck-Pomm so oder Quatsch... Trotzdem Daumen hoch für den lustigen Kommentar! ^^

Isabella_99
13.10.2016, 22:34
"Die progressive massive Fibrose (PMF) ist eine komplizierte Verlaufsform der Silikose. Es kommt zur Ausbildung von ausgedehnten Konglomeraten mit einer unscharfen Randbegrenzung (Pseudopodien). Diese Konglomerate bilden sich zunächst vorwiegend im Bereich der Peripherie und ziehen sich dann durch narbige Schrumpfung immer weiter an den Hilus heran. Hierdurch entsteht in den peripher gelegenen Regionen ein Emphysem. Die Konglomerate können verkalken, aber auch zerfallen und Kavernen bilden. Bei einer Kavernenbildung muss immer auch an das simultane Vorliegen einer Tuberkulose gedacht werden." aus Radiologie-Trainer: Körperstamm, Innere Organe und Gefäße. Bin gerade am Lernen für mein Mündliches und mache zufällig Radio als Wahlfach. Bin absolut kein Experte, aber in der gängigen Literatur sind Pleuraplaques für Asbestose typisch. Vielleicht hilft das weiter :-winky

cyt55
14.10.2016, 08:37
Schickst du das aus dem Psychrembel ans Impp bitte ? :)
Versuchen kann man es ja mal...

MarieJelena
18.10.2016, 10:44
In der Literatur fand ich keine Hinweise darauf, dass sich Konglomerattumoren auch bei einer Silikose finden, die Peuraplaques erschienen mir sinniger als eine mögliche Manifestationsform, da es bei einer Silikose durchaus zu Verkalkungen kommt. Siehe dazu
Duale Reihe Radiologie, 2. Auflage
S.204
Radiologische Diagnostik: Die Röntgen-Thoraxaufnahme (Abb. B-1.60b) zeigt zu Beginn eine uncharakteristische maschenförmige Verstärkung der Lungenzeichnung. Im weiteren Verlauf entstehen dichte, scharf begrenzte Fleckschatten, die Silikoseknötchen. Diese finden sich betont in den Mittelfeldern und den unteren äußeren Anteilen der Oberfelder. Die Fleckschatten werden nach ihrem Durchmesser in p = pinhead (ca. 1,5 mm), q = mikronodulär (1,5–3 mm) und r = nodulär (3–10 mm) eingeteilt. Die Ausdehnung der Streuung der röntgenologischen Veränderungen wird von 0–3 klassifiziert. Im Laufe der Zeit werden die Einzelschatten immer vielgestaltiger, es kommt zu zipfeligen Ausziehungen und zu Kalkeinlagerungen, das Bild erinnert an dicht stehende Schrotkörner (Schrotkornlunge). Die ausgeprägte Schrumpfungstendenz der Knötchen führt zur Ausbildung perifokaler Emphysemareale. Durch Konfluenz entstehen größere Schwielen, die entsprechend ihrer Größe mit A, B oder C beschrieben werden. Darüber hinaus oder auch isoliert kann die so genannte „Eierschalensilikose“ auftreten, die auf einer schalenförmigen Verkalkung der vergrößerten Hiluslymphknoten beruht. Diese Form der Verkalkung ist hinweisend auf die Silikose und muss nur gegen die seltene Verkalkung bei der Sarkoidose abgegrenzt werden (s.S. 210).

Die Antwort Konglomerattumoren habe ich gewählt, da diese eher bei der radiologischen Diagnostik einer CED vorkommen, siehe dazu

S. 464

,,In der Spätphase entwickeln sich eine Fibrose und Fibrosklerose der befallenen Darmabschnitte und des benachbarten Gewebes. Durch die verdickte Mesen- terialwurzel werden die benachbarten gesunden Darmschlingen distanziert, verdrängt und durch Konglomerattumoren imprimiert.
Der ausgebrannte Morbus Crohn hinterlässt in der Kontrastuntersuchung ein verkürztes, starres Darmrohr (Abb. B-6.32b). Die irreversiblen Stenosen führen zu einer Passagebehinderung und einer prästenotischen Darmdilatation.“
oder auch bei NHL : siehe dazu S. 461, Bild B. 6-30 d

Gabba
18.10.2016, 13:53
Betrifft eine Silikose denn überhaupt die Pleura? Bei der Asbestose ist die Pleura soweit ich weiß betroffen, weil sich die Fasern durch die Lunge in die Pleura spießen, das wird bei der Silikose ja vermutlich nicht so sein.
Ohne viel recherchiert zu haben habe ich nichts zu einer Pleura Beteiligung bei Silikose gefunden. Mir sind nur Lungen (und daraus ggf. resultierende kardiale) Beteiligung und Beteiligung der drainierenden Lymphknoten bekannt.