Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kinderplanung
Melina93
22.10.2016, 17:03
Kein Mensch in Deutschland hat kein Geld für Windeln. Im ersten Jahr reicht da ja locker das Kindergeld für Windeln und Nahrung. Und darf dann jemand, der nur bei Aldi an der Kasse arbeitet, keine Kinder haben? Der kann ihnen ja eh nichts bieten....
:-dafür
Die Frage ist doch eher, ob man seinem Kind emotional viel bieten kann. Also bezogen auf die Arbeitsbelastung. Finde diese Planung a la " Erst Studium-dann Karriere- und dann weil es sich gehört noch zwei Kinder hinterher" nicht optimal. Der Zeitpunkt sollte schon geplant sein, aber man sollte sich einfach davon verabschieden, dass man alles so akkurat planen kann wie sein Medizinstudium. Und da finde ich es gar nicht soooo verkehrt zu überlegen während des Studiums Kinder zu bekommen. Da hat man doch schon etwas mehr Spielraum. Sehe ich bei uns ja auch, da gibts auch einige, die "schon" Kinder haben und das läuft ganz gut und ist durchaus gut kompatibel mit dem Ulmer Stundenplan in der Klinik.
Kieler Sprotte2016
22.10.2016, 18:19
Hallo,
ich berichte mal aus erster Hand: Ich bin zweifache Mutter und derzeit im 7.Semester (Regelstudienzeit). Als am einfachsten empfinde ich die jetzige Klinikzeit, also ab dem 5. Semester. Ab der Klinikzeit kannst du ja einfach weniger Kurse belegen und wenn das Kind mehr betreut wird holst du das dann nach. Geht bei uns bei jedem sehr reibungslos. In viele Seminare/VL darf man Kinder auch mitnehmen, was natürlich vorher mit den Verantwortlichen abgeklärt werden muss.
Ansonsten: Es gibt keine "richtige" Zeit. Geht euren Weg und bekommt Kinder wann IHR es wollt. Auch in der Vorklinik war es machbar, halt nur schwieriger und die Nächte waren durchs lernen kürzer ;)
Majaline
22.10.2016, 20:20
Danke für zahlreiche Antworten!
Ihr vergesst vielleicht ein bisschen, dass ich ein Mann bin (im Konto seiner Freundin :D) und meine Freundin KEIN Medizin studiert. Sie hat ihr Studium schon abgeschlossen.
Daher ist Betreuung und Finanzierung weitestgehend gesichert da sie in Mutterurlaub gehen kann und bis dato genug Geld auf die Seite gelegt hat.
Die Grundfrage von mir war, wann es am Besten für mich wäre eine Familie zu Gründen (einfach um so oft wie möglich zu Hause sein zu können). Ein, zwei haben geschrieben in der Klinik Phase, ab 5. S.
Können das andere bestätigen?
Du wirst nie wieder so viel Zeit haben und sie so frei einteilen können wie im Studium! Und zwar im ganzen Studium. Demnach am besten so früh wie möglich. Das man nach dem Physikum eher mehr Zeit hat als vorher ist richtig. Aber wenn das Kind dann schon 1 Jahr alt ist, dann kannst Du vielleicht daheim eh mehr nutzen als mit einem Baby ;-) und wenn Du fertig bist mit dem Studium, dann kommt es schon fast in die Schule...
In der Klinik hat man an meiner Uni am meisten Zeit. Vielleicht fragst du mal an deiner Uni an und fragst dort die Studenten. Häufig gibt es extra Beauftragte für studieren mit Kind.
Viele sehen da kein Problem, aber ich kenne es halt aus dem Umfeld schon. Und wenn du älter wirst und dann mal rumfragst, dann wirst du immer Fälle finden bei denen es nicht klappt. Und über "andere Möglichkeiten" macht man sich in jungen Jahren keine Gedanken. Die "Baby-take-home-Rate" von Assitenz bei Repoduktion liegen bei 20%. Wieso solltest du genau unter diesen 20% sein und nicht eher zu den 80% gehören.
Naja, 20% pro Zyklus und das ist auch eher niedrig gegriffen. Nach sechs Zyklen ist man schon bei 65% bei Frauen unter 40. Die deutschen Daten findet man im IVF-Register. Da findet man noch höhere Werte bei etwas jüngeren Frauen.
Aber es kommt natürlich sehr auf das Alter, das Zentrum und die Diagnose an. Zu lange sollte aber keiner warten. So ab 35 sollte man sich schon beeilen und wer keinen Partner hat oder aus anderen Gründen schon weiß, dass es womöglich deutlich später als 30 so weit sein wird, kann ja über die alternativen Möglichkeiten nachdenken.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26717030
Hallo.
Ich habe jetzt nicht alle Antworten gelesen möchte aber trotzdem mal meine Erfahrungen weitergeben.
Ich wurde geplant während des Physikums schwanger und bekam meinen Sohn mitten im 6. Semester (das ist jetzt 5 Monate her). Ich bin jetzt also im 7. Semester und würde es (nach jetzigem Stand) immer wieder so machen. Ich hab allerdings das Glück, dass mein Mann sich relativ flexibel frei nehmen kann und unseren Sohn betreut während ich Veranstaltungen habe, zu denen ich ihn nicht mitnehmen kann. Das einzige, was ich nicht wie geplant machen kann sind die Famulaturen, weil ich halt noch voll stille...das würde bei dir natürlich nicht das Problem sein.
Ich hab im Moment viel Zeit für meinen Sohn, aber es ist schon auch anstrengend abends zu lernen, wenn er schläft. Tagsüber komm ich dazu nämlich kaum. Aber mit guter Orgsnisation ist alles machbar.
easy-bisy
04.11.2016, 08:53
Hallo Daniel- wie überall im Leben gibt es sicherlich viele richtige Antworten auf deien Frage.
Ein wichtiger Punkt ist, wie ihr gemeinsam die Kindererziehung organisieren wollt. Wenn deine Freundin schon arbeitet, kann sie natürlich Elternzeit nehmen- damit ist man ja auch finanziell erst mal abgesichert.
Die überwiegende Betreuung liegt dann bei ihr und du kannst deine freie Zeit mit dem Kind verbringen und sonst normal weiterstudieren. Da hast du im Studium sicherlich mehr Zeit mit dem Kind, als wenn du vollzeit arbeitest.
Wenn sie weiter arbeiten will und du die komplette Kinderbetreuung übernehmen sollst, wird das Studium deutlich schwieriger zu organisieren sein. Dann ist es halt deutlich entspannter als Arbeitnehmer Elternzeit zu nehmen und dann voll für das Kind da sein zu können.
Es gibt sicherlich sehr viele Möglichkeiten das Leben mit einem Kind zu organisieren und man sollte gemeinsam überlegen, wie man sich das vorstellt.
Ich habe mein Kind mit 10 Monaten in die KiTa gegeben und arbeite jetzt teilzeit- das ist für mich und das Kind total OK.
Viele Eltern können sich das aber gar nicht vorstellen und möchten das Kind mindestens 2-3 Jahre zu Hause haben und müssen dafür natürlich eine andere Organisation haben.
Mein Vorschlag: erst mal besprechen, wie jeder von euch sich die Baby-/ Kleinkindzeit vorstellt und wünscht.
Dann kann man sich überlegen, wie das praktisch umgesetzt werden kann.
Gruß
Easy
Danke für eure schnellen Antworten!
@JanApp was meinst du mit Nutzen? Es geht uns darum dass wir bzw ich möglichst viel Zeit für mein Kind(er) haben möchte.
Ja, Nutzen iSv Präferenz - wenn du mehr Zeit mit den Kindern ggü. Kohle / Ansehen / etc. präferierst, dann würde ich die Kinder während des Studiums bekommen.
BG und viel Erfolg! :)
Ich hab nicht geschaut wo du studierst, aber ich habe im Modellstudiengang studiert und umgerechnet im 4. Jahr mein Kind (geplant) bekommen.
Zu dem Zeitpunkt war die Anzahl an Pflichtveranstaltungen tendenziell abfallend, da hatte man viel Zeit. Lernen neben dem Kind ist und bleibt trotzdem eine Herausforderung ;-) Aber ich persönlich habe auch nicht den Wert darauf gelegt überall die besten Noten zu schreiben. Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss :D
Mein Partner hat Vollzeit gearbeitet und ich habe Studium und Kind zu jeder Zeit zusammen organisiert, das fällt ja bei dir weg, da deine Freundin ja Zuhause ist. Von Daher wird es tendenziell entspannter bei dir.
So früh wie möglich ist ne gute Sache, da dein Kind dann wenn du fertig bist, alt genug ist, dass du ggf auch Vollzeit einsteigen kannst, wenn du magst und die ersten Jahre komplett miterleben kannst :-)
Ich starte nächstes Jahr ins Berufsleben und meine Tochter ist dann 3 und geht in den Kindergarten. Finde ich ein gutes Alter um arbeiten zu gehen. PJ ist ja noch ne Ecke entspannter momentan :) Ich würde es also wieder so machen
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