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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wieder mal BUV (mal etwas anders)



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Matzexc1
26.10.2016, 07:21
Ich stelle mal infrage, inwiefern eine BUV sich weniger um das Zahlen im Schadensfall drückt als das Versorgungswerk.

Hängt wie bei allen Versicherungen auch vom Anbieter ab.


Ob ich eine Wohnung behindertengerecht umgebaut habe? Nein. Ich hab nur mal eine in Eigenarbeit renoviert und erlebt wie wir unters Dach noch 2 Räume samt Bad und Sauna eingebaut haben.

Bei den Instandhaltungskosten geb ich euch gern recht, ich bin nur der Einschätzung das man sich auch beim Haus nicht überdimensioniert aufstellen sollte um im Alter nicht in diese Falle zu geraten. Im Alter werde ich auch nicht in der Superluxuskarose durch die Gegend fahren.

Ich hab aber auch mehr von steigenden Mieten gesprochen als von Steuern und so häufig wird einem in der Wohnstraße auch nicht immer wieder die Straße neu gemacht. Die in der ich wohne hätte es seit 10 Jahren nötig und die bei meinen Eltern hat noch ihren ersten Belag aus den 80ern.

Bei Dächern und Rohren kommt es für mich auch eher auf die laufende Wartung an. Das dir ein Dach einstürzt oder Rohre platzen hab ich jetzt im Bekanntenkreis noch nie erlebt.

Solara
26.10.2016, 07:36
Ich vertraue den Versicherungen nicht ;-).

Zum Eigentum - in Eigentumswohnungen ist es vermutlich noch was anderes als in einem Haus - wenn die Hausgemeinschaft beschließt, dass dies und das gemacht werden muss, dann kommt man schlecht drumrum. Im Haus kann es etwas besser steuern. Wenn etwas kaputt ist, dann natürlich nicht ;-).
Würde ich aktuell Eigentum kaufen (oder neu bauen) und/oder renovieren, würde ich darauf achten, dass es möglichst barrierefrei gestaltet wird. Und im Falle des Falles kostengünstig angepasst werden könnte.

OhDaeSu
26.10.2016, 10:15
Ich stelle mal infrage, inwiefern eine BUV sich weniger um das Zahlen im Schadensfall drückt als das Versorgungswerk.


Ich vertraue den Versicherungen nicht

Ich will dich nicht persönlich angreifen, aber das Verhältnis zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer beruht im Allgemeinen nicht auf Vertrauen, Bauchgefühl, Kulanz oder Glauben, sondern auf den 30 Seiten Kleingedrucktem mit der Überschrift "Versicherungsbedingungen", den Gesetzen unseres Landes und der Rechtssprechung der Gerichte. Der Versicherer leistet dann (und normalerweise nur dann), wenn er muss. Und wann er leisten muss, ist in dem Vertrag, den du oder wer anders unterschrieben hat, klar geregelt (oder eben nicht). Diese Spielregeln zu verstehen ist der Knackpunkt bei der Wahl eines Versicherers. Stellt der Versicherer auf Treu und Glauben ab? Hat er definiert, welchen Einkommensverlust ich noch hinnehmen muss? Darf er selbst einen Arzt zu meiner Begutachtung verpflichten? Oder müssen solche Fragen dann langwierig und mit mäßiger Aussicht auf Erfolg vor Gericht geklärt werden?


Ich fand die Kombination aus BU und Rürup für mich brauchbar, weil:
1) Steuerlicher Vorteil
2) Rentenanteil fließt in 2 Aktienfonds die ich bestimme, aktuell MSCI-Fonds.
3) Es ist ein Anbieter der sowohl bei BU als auch Altersvorsorge gut ist und bei dem ich jedes Jahr einer Beitragserhöhung widersprechen kann

Ok, mein Punkt ist vor allem, dass man schnell der Versuchung erliegt, die Steueroptimierung der Wahl einer geeigneten Versicherung voranzustellen. Dass man der Dynamik unbegrenzt widersprechen kann, ist sicher ein Plus-Punkt, aber andere Merkmale hätten für mich persönlich bei einer BUV noch höhere Priorität.

Die Kombination BUV + Rürüp mag in einigen Konstellationen bei einigen Anbietern Sinn machen. Das Thema wird in entsprechenden Foren leidenschaftlich diskutiert. Die goldene Regel Sparen und Risikovorsorge zu trennen, halte ich persönlich nach wie vor für sinnvoll. Wie deine BU-Rente im Leistungsfall besteuert wird, weißt du?


Das Eigenheim ist eigentlich nur als Anlage sinnvoll, wenn man sich die Instandhaltungskosten leisten kann.

Das Eigenheim ist idR mehr Konsumobjekt denn rationale Anlageform. Aber bevor ich das jetzt so holzschnittartig abhandle, verweise ich lieber auf das umfangreiche Material zum Thema im Wertpapierforum und im restlichen Internet.

Matzexc1
26.10.2016, 12:22
Ich muss ehrlich zugeben ich weiß nicht meine BU im Leistungsfall besteuert wird. Danke für den Tipp, ich schau mal nach, aber das ich den Anbieter wechsel mach ich nicht von der Besteuerung im Erfolgsfall abhängig, dafür finde ich ihn zu gut

Meine vorhergehende war nämlich katastrophal irre.

Ich sehe ein Eigenheim nicht als Anlage. Es ist Geld das nicht arbeitet und man kann ein Haus selten zu dem Wert verkaufen den man rein gesteckt hat. Ich finde es nur angenehmer wenn man im hohen Alter nicht mit Vermietern zu tun hat. Außerdem kann man immer noch an Studenten untervermieten,in Marburg sehr beliebt, und seine Nebenkosten schon von Anfang an reduzieren. Eine Solaranlage setz ich auf jeden Fall aufs Dach meine Eltern haben gute Erfahrungen. Schade das die Förderung gekürzt wurde, aber die Strom/Ölersparnis ist sehr schön

davo
26.10.2016, 15:48
Man kann das machen, was in Kanada und den USA viele ältere Menschen machen: downsizen. Haus verkaufen, kleinere Stadtwohnung kaufen. Funktioniert in Europa leider nur in günstigeren Städten :-p

Ansonsten eignen sich Immobilien hervorragend als Altersvorsorge - allerdings solche, die man vermietet, nicht solche, in denen man wohnt :-p Sowohl die Wertsteigerungen als auch die Erträge werden höchstwahrscheinlich höher sein als bei Aktienfonds.

Solara
26.10.2016, 15:52
ODS,

Wenn du meinst. Habe mich schon genügend mit diversen Versicherungen rumgestritten, so dass ich sehr genau weiß, wie die arbeiten und wie sie auch angehalten sind zu arbeiten.
Und im Schadensfall erstmal die Verzögerungstaktik einschlagen, bis der Versicherungsnehmer aufgibt oder verstirbt.
Von daher: keine BUV.

Matzexc1
26.10.2016, 16:04
Man kann das machen, was in Kanada und den USA viele ältere Menschen machen: downsizen. Haus verkaufen, kleinere Stadtwohnung kaufen. Funktioniert in Europa leider nur in günstigeren Städten :-p

Ansonsten eignen sich Immobilien hervorragend als Altersvorsorge - allerdings solche, die man vermietet, nicht solche, in denen man wohnt :-p Sowohl die Wertsteigerungen als auch die Erträge werden höchstwahrscheinlich höher sein als bei Aktienfonds.

Vorsicht. Du weisst nicht was Mietnomaden anrichten können!. Aber in einer Unistadt ein privates Wohnheim bauen und dann am besten Studentinnen rein setzen bringt sehr gute Ergebnisse(ich kenne ein Beispiel vor ort)

Hipp0campus
26.10.2016, 17:59
@test
Im wesentlichen eine Zeile in der KAP Anlage mehr :-oopss . Ich hab mich einfach noch nicht groß mit ausschüttenden Fonds beschäftigt und fühle mich für den Anfang wohler mit meiner Variante, ABER Diversifikation geht immer.

@Solara
Offensichtlich sind wir BUV-Verweigerer in der Unterzahl, aber schön zu sehen dass es wenigstens einige Leute gibt die nicht einen großen haufen Geld auf sehr kleine Wahrscheinlichkeiten setzen.

Solara
26.10.2016, 18:04
Hipp0campus ;-)

Zum Eigentum vermieten kann ich Matze nur zustimmen, Verlust durch Mietnomaden einrechnen. Kann in die zig Tausende gehen, am besten hat man nen Jurist als Partner ...

OhDaeSu
26.10.2016, 18:38
Danke für den Tipp, ich schau mal nach, aber das ich den Anbieter wechsel mach ich nicht von der Besteuerung im Erfolgsfall abhängig, dafür finde ich ihn zu gut

Völlig richtig, gutes Bedingungswerk (lies: hohe Leistungswahrscheinlichkeit) sticht Steuervorteil.


Sowohl die Wertsteigerungen als auch die Erträge werden höchstwahrscheinlich höher sein als bei Aktienfonds.

Naja... (http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/immobilien-3-millionen-vermieter-verdienen-kein-geld-a-991949.html) zumindest besser als die selbstgenutzte Immobilie auf Pump sind sie allemal.


Wenn du meinst. Habe mich schon genügend mit diversen Versicherungen rumgestritten, so dass ich sehr genau weiß, wie die arbeiten und wie sie auch angehalten sind zu arbeiten. Und im Schadensfall erstmal die Verzögerungstaktik einschlagen, bis der Versicherungsnehmer aufgibt oder verstirbt.

Mir ist unklar, ob dich das jetzt als Expertin ausweist und wie oft du schon Leistungen von einer BUV beantragt/erstritten hast. Aber idR werden die Prämien während der Antragsprüfung zinslos gestundet und die Leistungen stets rückwirkend zum Eintritt der BU gewährt. Richtig ist, dass man in der Lage sein sollte, diese Zeit finanziell zu überbrücken. Und natürlich ist auch ein Leistungsantrag nichts, was man mal so nebenher macht, sondern lieber einem spezialisierten Versicherungsberater überlässt. Ansonsten steht es auch jedem frei eine Versicherung mit befristetem Anerkenntnis abzuschließen (vllt sogar eine ohne Beweislastumkehr). Dann gibt es unter Umständen schneller Geld.


Ich hab mich einfach noch nicht groß mit ausschüttenden Fonds beschäftigt

Ich traue mich kaum zu fragen, aber den Sparer-Pauschbetrag hast du ausgeschöpft, ja?

Matzexc1
26.10.2016, 19:02
Übrigens: Ab 1.Januar kosten BUV Neuverträge im Schnitt 10% mehr. Die Versicherer reagieren wegen der Niedrigzinsphase.

Wer noch was machen will sollte sich jetzt umschauen. Mein Rat: Ein freier Versicherungs-und Finanzberater und Pfoten weg von DocD'or.

*milkakuh*
26.10.2016, 19:02
@Solara
Offensichtlich sind wir BUV-Verweigerer in der Unterzahl, aber schön zu sehen dass es wenigstens einige Leute gibt die nicht einen großen haufen Geld auf sehr kleine Wahrscheinlichkeiten setzen.
Ich gehöre auch dazu! :-winky Lieber eine vernünftige zusätzliche Altersversorge, die man sich im Falle auch ausbezahlen lassen kann.

Kandra
26.10.2016, 19:06
Ein freier Versicherungs-und Finanzberater und Pfoten weg von DocD'or.

Was ist das Problem bei DocDor?

Matzexc1
26.10.2016, 19:08
Was ist das Problem bei DocDor?

Die Ärzte Finanz gehört mit Haut und Haaren der Axa und ich hab über einen unabhängigen Berater ein besseres Konzept bekommen. Der hat sich auch mehr Zeit genommen und mir 2 verschiedene Versicherer vorgelegt. Alte Leipziger und Allianz. Am Ende nahm ich das erste mit besserer Absicherung und permanentem Widersprechen der Dynamik. Der monatliche beitrag orientiert sich an chirurgischem Fach oder innerem Fach

Bei meinem Vertrag ist es auch so, dass die BU beim Eintrittsfall den Rürup-Teil weiter bespart, inklusive Dynamik

Hipp0campus
26.10.2016, 19:12
@ODS
Als Berufseinsteiger komme ich zur Zeit nichtmal in die Nähe von 801€

OhDaeSu
26.10.2016, 19:23
Ich weiß nicht, ob ich irgendwas überlesen habe, aber bis zur Ausschöpfung des Pauschbetrags macht es schon Sinn ausschüttende Fonds zu besparen. Sonst versteuerst du die Kapitalerträge beim Verkauf in 100 Jahren und verschenkst jetzt Geld.

Hipp0campus
26.10.2016, 20:02
Prinzipiell hast du ja recht, aber nur solange du die Dividendenerträge nicht wieder in den Fond steckst.

Extrem vereinfachend gesagt müssten die Fonds auf lange Sicht die selbe Rendite bringen, die Dividende mit einbezogen. (Wenn das nicht so wäre, würden ja alle nurnoch auf ausschüttend setzen).
Da ich das ganze als langfristige Kapitalbildung geplant habe bringt es ja auch nichts mir jetzt die Dividenden unters Kopfkissen zu legen, da habe ich in 30 Jahren trotz voller Besteuerung mehr wenn die Rendite im Depot verweilt.

OhDaeSu
26.10.2016, 21:06
Kann deine Rechnung ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Fonds müssen gar keine Rendite bringen, schon gar nicht dieselbe und deine persönliche steuerliche Situation fließt auch nicht in die Berechnung der Fonds-Performance ein. Zumal sich die Steuergesetzgebung in 30 Jahren auch mal ändern kann. Du sollst auch nichts unterm Kopfkissen lassen, sondern die ausgeschüttete Dividende direkt reinvestieren und zum Beispiel zum Rebalancing verwenden. Aber gut, wenn du das durchdacht hast, mach.