Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie lange lernt man am Tag?
Heerestorte
18.11.2016, 13:51
8h am Tag lernen? Ich bin nie über 6h am Tag gegangen. Nicht mal im Präpkurs und während der Physikumsvorbereitung :D
Für das Physikum habe ich halt den Kurs besucht (~4h) und dann halt zuhause die Tagesklausur sowie die Fragensammlung und die Abendklausur gekreuzt. Nicht nochmal das Skript wiederholt oder so.
Für Klausuren maximal zwei Wochen vorher angefangen und dann auch max. 6h am Tag.
Und ich habe nicht kontinuierlich mit den Vorlesungen mitgelernt, sondern immer nur vor Klausuren.
Bei den Klausuren, bei denen ich durch den ersten Versuch gerasselt bin, habe ich meist nur eine Woche gelernt.
Das war definitiv zu wenig :-))
wieviel man lernt ist bestimmt individuell abhängig.. vor Physikum kam ich auch auf 9-13h lernen täglich (hatte aber nur 5-6 Wochen vorher richtig anfangen können).. aber das sind dann nur phasen, jeden tag kann man sowas nicht durchziehen.
maggi90w
18.11.2016, 15:50
@happygirlever, ich glaube das Problem ist, dass du versuchst, "alles" zu lernen. Das kannst du dir in der Medizin abschminken, das geht nicht, selbst wenn du nichts anderes mehr machst außer Lernen und Schlafen.
Besonders den hochmotivierten Ersties fällt das oft schwer, aber wie die anderen hier schon angedeutet haben, muss man lernen, was sich lohnt zu lernen und was Detailwissen ist, das dich unglaublich viel Zeit kostet, aber kaum etwas bringt (weder für die Examen, noch für die ärztliche Tätigkeit).
Es gibt da ja diese 20/80 Regel, die besagt das man mit 20% des Wissens/Könnens bereits 80% aller Probleme lösen kann (egal worum es geht, auch außerhalb der Medizin). Mir als 2er Student hat das genügt.
Wenn man aber mit dem Ziel 100% ran geht, dann vervielfacht sich die Lernzeit natürlich exponentiell.
Gerade in der Vorklinik gibt es ja noch keine Noten (gab's bei uns jedenfalls nicht) und das allermeiste was du dir jetzt ins Hirn hämmerst, hast du ein Jahr nach dem Physikum schon wieder vergessen. Also versuche dich ein bisschen zu entspannen. So ein langes Studium ist ja eher wie ein Marathon und ein "8 Stunden am Tag" Tempo hält keiner 6 Jahre durch. Leg deinen 1er-Schüler Zwang ab, alles zu lernen und zu können. Lerne so viel, dass du sicher durch deine Testate und Klausuren kommst und leg für's Physikum noch mal einen Sprint ein. Den Rest der Zeit verbringst du damit, ein bisschen was vom Studentenleben zu genießen.
happygirlever
18.11.2016, 16:48
Danke an euch alle für die Ratschläge und Meinungen!! Hilft mir gut mich einzuornden.
@happygirlever, ich glaube das Problem ist, dass du versuchst, "alles" zu lernen. Das kannst du dir in der Medizin abschminken, das geht nicht, selbst wenn du nichts anderes mehr machst außer Lernen und Schlafen.
Besonders den hochmotivierten Ersties fällt das oft schwer, aber wie die anderen hier schon angedeutet haben, muss man lernen, was sich lohnt zu lernen und was Detailwissen ist, das dich unglaublich viel Zeit kostet, aber kaum etwas bringt (weder für die Examen, noch für die ärztliche Tätigkeit).
Es gibt da ja diese 20/80 Regel, die besagt das man mit 20% des Wissens/Könnens bereits 80% aller Probleme lösen kann (egal worum es geht, auch außerhalb der Medizin). Mir als 2er Student hat das genügt.
Wenn man aber mit dem Ziel 100% ran geht, dann vervielfacht sich die Lernzeit natürlich exponentiell.
Gerade in der Vorklinik gibt es ja noch keine Noten (gab's bei uns jedenfalls nicht) und das allermeiste was du dir jetzt ins Hirn hämmerst, hast du ein Jahr nach dem Physikum schon wieder vergessen. Also versuche dich ein bisschen zu entspannen. So ein langes Studium ist ja eher wie ein Marathon und ein "8 Stunden am Tag" Tempo hält keiner 6 Jahre durch. Leg deinen 1er-Schüler Zwang ab, alles zu lernen und zu können. Lerne so viel, dass du sicher durch deine Testate und Klausuren kommst und leg für's Physikum noch mal einen Sprint ein. Den Rest der Zeit verbringst du damit, ein bisschen was vom Studentenleben zu genießen.
Witzig, dass du das so schreibst, denn genau das war mein Problem vor einigen Semestern. Nun bin ich durchaus dazu übergegangen nur das Minimum und halt was Dozentenspezifisch abgefragt wird zu lernen. Also wirklich nur kurze Zusammenfassungen oder Karteikarten. Aber mal zB für Physilogie naja da muss man (oder wird hier zumindest abgefragt) eben die verschiedenen Ionentransportprozesse etc. kennen. Also was ich damit sagen will, dass man ja nur begrenzt "abgespeckt" lernen kann.
Ich denke dieses "lerne so viel, dass du sicher durch Klausuren kommst" mache ich ja genau so schon, jedenfalls für mich; wie viele hier schon schreiben Lernen ist natürlich auch individuell.
Aber dass ich mich da so aus dem Rahmen bewege gibt mir natürlich schon zu denken, vor allem, ob ich den kommenden Anforderungen dann überhaupt gewachsen bin.
Achja btw ich bin kein Einser-Schüler :D hatte eher Durschnittsabi.. Bin nur halt Perfektionist :P
Gerade Physio kann man sehr unterschiedlich lernen. Manche lernen jedes einzelne Diagramm, jeden einzelnen Kanal, jeden einzelnen Rezeptor-Zwischenschritt... und andere konzentrieren sich halt auf die Grundstruktur und das Wesentliche.
DanBlack
28.11.2016, 19:02
Nach einem Absacker im Sommersemester und einer durchgefallenen Prüfung, bin ich im 3. Semester jetzt dazu übergegangen mich von Anfang an hinzusetzen und zwischen 1 bis 3 h am Tag zu lernen. Also die letzten 7 Wochen eigentlich jeden Tag so etwa 2 h. Und was soll ich sagen, ich hab heute im Anatomie Testat tatsächlich zu viel zu sagen gehabt.
Lernen ist auch Motivations- und Stoffabhängig. Manches ist leichter, anderes schwieriger und braucht Zeit. Und ich hab viele Kommilitonen am Job scheitern sehen in den ersten zwei Semestern.
Du findest schon dein Pensum und dann ist gut ;)
Die Lernerei ist sicherlich Typ-Sache. Ich sehe hier seit dem ersten Semester Leute, die von morgens bis abends in der Bibliothek sitzen und am Lernen sind. Teilweise lohnt sich das, teilweise fallen aber auch diese Leute durch. Auf der anderen Seite gibt es Leute, die nicht so viel lernen, entweder weil sie denken es reicht und man kommt durch oder weil sie ein stückweit auf "Verständnis" lernen. Ich glaube da muss jeder für sich den richtigen Weg finden, das kann man schlecht pauschalisieren. Viele haben halt einfach das Problem, dass sie nicht wissen, wie sie überhaupt richtig lernen, und das ist dann das Problem.
Zu mir: im ersten Semester hab ich (wie vermutlich jeder :D ) sehr ehrgeizig mitgelernt und mir sehr viel Stress gemacht. Hat sich in den Klausuren zwar ausgezahlt, aber ich zweiten Semester (Biochemie und Histo) hab ich den Aufwand dann ein wenig reduziert und z.B. in Histo nicht kontinuierlich mitgelernt sondern erst 2 Wochen vor der Klausur angefangen. Jetzt im dritten Semester mit Anatomie und Physiologie ist man halt ausgelastet, da komm ich außerhalb der Uni auf 4-5 Stunden pro Tag, genauso samstags und sonntags mach ich dann meistens frei. Ich merke aber schon dass das auf die Substanz geht, also noch so ein Semester will ich nicht haben :D
Arrhythmie
29.11.2016, 07:07
Zu mir: im ersten Semester hab ich (wie vermutlich jeder :D ) sehr ehrgeizig mitgelernt und mir sehr viel Stress gemacht. Hat sich in den Klausuren zwar ausgezahlt, aber ich zweiten Semester (Biochemie und Histo) hab ich den Aufwand dann ein wenig reduziert und z.B. in Histo nicht kontinuierlich mitgelernt sondern erst 2 Wochen vor der Klausur angefangen. Jetzt im dritten Semester mit Anatomie und Physiologie ist man halt ausgelastet, da komm ich außerhalb der Uni auf 4-5 Stunden pro Tag, genauso samstags und sonntags mach ich dann meistens frei. Ich merke aber schon dass das auf die Substanz geht, also noch so ein Semester will ich nicht haben :D
Bei mir war das seltsam: Ich hab im 1. Semester größtenteils Panik gehabt und trotz Panik zu wenig bis nichts gelernt weil ich dann vor den Klausuren dachte "cool down", alles easy. War `ne ganz schlechte Kombi.
Seit dem 2. Semester lerne ich (meistens) kontinuierlich mit - aber nicht so Panikattacken-mäßig (was auch manchmal noch vorkommt, aber seltener geworden ist), sondern eher "gesund". Also 2 h am Tag, mal mehr, mal weniger. An Wochenenden wenn nicht unmittelbar Klausuren anstehen hab ich frei.
Ja, das passt ganz gut so. Es ist auch jetzt in der Klinik alles entspannter geworden - die Leute... der Lernstoff. Es ist nicht weniger, nein, aber irgendwie entspannter.
Dergenthiner
25.12.2016, 14:19
Ihr habt mich auch irgendwie beruhigt , dass ich mit meinen 2-3 Stunden am Tag doch keine Ausnahme bin. Ich würde auch gerne mehr lernen, das geht aber leider nicht. Aber wie gesagt mit einem Nebenjob noch weniger zu lernen ist ja unrealistisch. . Ich bewundere diejenigen, die arbeiten, alle Vorlesungen besuchen und dabei noch alle Testate bestehen.Ich muss doch irgendwann schlafen
ehem-user-11022019-1151
26.12.2016, 00:57
Genauso wie jeder anders lernt, schafft einer in einer bestimmten Zeit mehr als der andere.
Ich finde es gefährlich, sich zu sehr darauf verlassen, wieviel der andere lernt und sich dann damit beruhigen.
Ich kann dir verraten, was das Geheimnis der Leute ist :) Organisation und effizient lernen.
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