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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erst Medizin im Ausland, dann in Deutschland studieren - ist das verrückt?



Auslandsstudent
05.11.2016, 17:01
Hey!

Zugegebenermaßen ist meine Frage etwas ungewöhnlich, trotzdem hoffe ich, dass hier der ein oder andere weiterhelfen kann.

Ich studiere momentan Medizin im europäischen Ausland und bin jetzt schon im 7. Semester, damit hab ich also nur noch knapp 3 Jahre bis ich endlich fertig bin. Alles in allem bin ich auch wirklich zufrieden mit der Ausbildung und dennoch hab ich irgendwie Angst vor der Stigmatisierung nach dem Studium. Ich hab das Gefühl und die Befürchtung, schlechter ausgebildet worden zu sein als Studenten an einer staatlichen Uni in Deutschland. Irgendwie lerne ich alles nur für die Prüfungen und gefühlt bleibt nur wenig hängen. Natürlich ist mein Abschluss trotzdem EU weit anerkannt und das Arbeiten danach in Deutschland wäre kein Problem.

Da ich bis zum Ende meines Studiums dann sowieso über die Wartezeitquote an einer staatlichen angenommen werden würde, überlege ich nach meinem Studium noch einmal Medizin in Deutschland zu studieren. Haltet ihr das für sehr verrückt?

Einen Quereinstieg habe ich auch schon probiert, das Problem an der ganzen Sache ist, dass mir wichtige Scheine wie Anatomie u.a. nicht anerkannt worden sind.. Daher rühren auch meine Zweifel - oder übertreibe ich ganz einfach und das Gras auf der anderen Seite erscheint auch bei meinem Fall nur einfach grüner? Hat einer von euch ähnliche Erfahrungen gemacht?

Danke euch für jede Meinung :)

Coxy-Baby
05.11.2016, 17:22
Ja du übertreibst, einfach mit deinem Abschluss auf ne Arztstelle bewerben und gut ist. Das einzige wozu der Arztschein qualifiziert ist die Weiterbildung ;-)

Umbie
05.11.2016, 17:23
Hallo,
also um ehrlich zu sein finde ich die Idee schon etwas verrückt.
Um eines vorweg zu nehmen: Ich studiere in Deutschland und unter dem Semester habe ich auch das Gefühl nur für die Prüfungen zu lernen und auch dass nicht viel hängen bleibt.
Das geht denke ich den meisten so und liegt einfach am Studienkonzept.
Dein Studium ist das, was du daraus machst. Wenn du denkst, dass manche Dinge vielleicht zu oberflächlich gelehrt werden steht es dir ja frei, dich tiefergehend einzulesen etc. .
Ich kann mir auch schlecht vorstellen, dass wenn du in ca. drei Jahren fertig sein wirst, dein Wunsch das gesamte Studium noch einmal zu wiederholen größer sein wird als der Wunsch endlich arbeiten zu können.
Die finanziellen Nachteile dieser Idee lasse ich mal ganz außen vor.

Liebe Grüße

Feuerblick
05.11.2016, 18:11
Du wirst auch bei Wiederholung des Studiums nicht mehr lernen und es wird nicht mehr hängenbleiben.
Und das wirkliche Arztsein lernst du sowieso erst in der Weiterbildung. Ergo: Völlig unsinnige Idee!

Auslandsstudent
06.11.2016, 21:46
Danke Euch für Eure Antworten! :)

Wahrscheinlich übertreibe ich tatsächlich.. Wer weiß, wie ich dann in drei Jahren dazu stehe, aber vermutlich werde ich sowieso dann anfangen wollen zu arbeiten.

davo
06.11.2016, 22:04
Ganz ehrlich? Dümmste Idee ever.


Irgendwie lerne ich alles nur für die Prüfungen und gefühlt bleibt nur wenig hängen.

Das geht wohl 90% aller Medizinstudenten so, in jedem Land der Welt.

ehem-user-11022019-1151
06.11.2016, 22:12
ich weiß nicht, wo du studierst. Aber ich habe nach meinem Auslandstudium ehrlich gesagt keine Lust, nochmal 6 Jahre in Deutschland zu studieren, damit mein Abschluss besser angesehen wird.

Du hast keinen Vergleich zu Deutschland, wirst du dann vielleicht nach deinem Abschluss in Deutschland sagen, dass das Studium ja auch nicht so toll ist und du lieber einen britischen Abschluss willst? ;-)

Übrigens kann ich mir schwer vorstellen, dass jemand die VK FREIWILLIG (inklusive Anatomie, BC, Histo...) wiederholen will.
Dann studiere ich lieber was anderes :)

Also mach dir keinen Kopf, du bist genauso qualifiziert, wie jeder andere Deutsche. Und in meiner alten Klinik ist gefühlt jeder zweiter aus dem europäischen Ausland (d.h. er kommt aus dem Ausland)