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facialis
13.11.2016, 11:39
3 Jahre, 4-5 Dienste/Monat, wieso?

Coxy-Baby
13.11.2016, 11:40
und du hast nicht das Gefühl, dass du das nicht die nächsten 30 Jahre machen möchtest? Dann Hut ab.

facialis
13.11.2016, 11:50
Klar will ich nicht bis zur Rente Assi bleiben und Vordergrunddienste schieben, irgendwann hat man ja vielleicht die Möglichkeit, als OA "nur" im Hintergrund Dienste zu machen bzw in die Praxis wechseln, was viele auch tun. Aber beträgt dabei das Bruttogehalt in der Praxis wirklich 100.000/Jahr? Das wäre doch viel zu wenig im Vgl zur OA Stelle, oder nicht?

Solara
13.11.2016, 11:50
Da kann ich coxy nur zustimmen, Dienste mache ich sicher nicht bis zur Rente, bin ich des Wahnsinns?

Coxy-Baby
13.11.2016, 11:59
Wow nur "Hintergrunddienste", ja ich weiß ist fachabhängig, aber ich hätte keinen Bock mit 50 mich Nachts rauszuschälen, in die Klinik zu fahren da von 2-4 Uhr zu kathetern und dann ab 07:30 Uhr wieder in der Frühbesprechung zu sitzen oder nachts angerufen zu werden und zu gefragt zu werden ob man jetzt den Pinsp von 15 auf 16 nehmen kann.....um es mal übertrieben auszudrücken...

flopipop
13.11.2016, 12:12
tja, alles richtig, aber warum gehen dann nicht alle in die praxis?

FirebirdUSA
13.11.2016, 12:12
Klar will ich nicht bis zur Rente Assi bleiben und Vordergrunddienste schieben, irgendwann hat man ja vielleicht die Möglichkeit, als OA "nur" im Hintergrund Dienste zu machen bzw in die Praxis wechseln, was viele auch tun. Aber beträgt dabei das Bruttogehalt in der Praxis wirklich 100.000/Jahr? Das wäre doch viel zu wenig im Vgl zur OA Stelle, oder nicht?

Wir reden von angestellt, regelmäßige Wochenarbeitszeit ohne Überstunden und mit ggf auch 1 Tag frei.

Als OA kommst du nur mir Diensten und Einsätzen im Dienst auf ein entsprechendes Gehalt

Fr.Pelz
13.11.2016, 12:14
aber das wäre ja deutlich weniger, als OA Gehalt in der Klinik. Warum wechseln dann so viele? Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand auf einen Teil des Gehalts freiwillig verzichtet, nur um keine Dienste machen zu müssen....

:-)) Das kann ich mir SEHR GUT vorstellen.

hbl58
13.11.2016, 12:41
Ein Neurorad Kollege hat aber auch von angestellten Radiologen erzählt, die eben am Wochenende durchdiktieren und locker auf eine Arbeitszeit über 65h pro Woche kommen. So ein ganz lockeres Leben feiern die auch nicht ab.
Zum Thema Hintergrunddienste: In der Neurorad schieben manche Uni-Chefs noch Hintergrunddienste. Ein OA, den ich erlebt hab, hat fast jede 2. Nacht durchkathetert. Man hat ihm das zwar nicht angesehen, aber ist schon ein anstrengedes Leben.

anignu
13.11.2016, 16:33
aber das wäre ja deutlich weniger, als OA Gehalt in der Klinik. Warum wechseln dann so viele? Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand auf einen Teil des Gehalts freiwillig verzichtet, nur um keine Dienste machen zu müssen....
Das entlockt mir dann doch ein kleines Schmunzeln. Ich mach grad 8 Vordergrunddienste und 6 Hintergrunddienste in diesem Monat, hab damit 1 Wochenende frei. Natürlich ist mein Verdienst dadurch nicht schlecht. Aber wenn man mich fragen würde ob ich das Geld, das ich eigentlich nicht unbedingt brauch, nehmen oder lieber ein freies Wochenende mit meinen Kindern verbringen wolle... Oder ob ich mal meine Freunde wieder treffen und abends weggehen wolle...
Insofern: süß.
Arbeite du mal und verdien dein Geld. Und lass die anderen die neben der Arbeit noch ein Leben haben wollen dieses Leben auch haben.

Ein Kollege von mir hat gekündigt, ist in eine Praxis gegangen, verdient nicht schlecht, hat Mi+Fr nachmittag frei und kein Wochenende. Daher ist er inzwischen Fußballtrainer für die ganz kleinen in seinem Sportverein und genießt das Leben. Oh, aber klar. Er verdient weniger als ein Oberarzt mit Diensten und Poolbeteiligung. Es ist ihm vollkommen egal.

arbeiter79
16.11.2016, 13:46
In der Praxis sind wenn man mehr als 40h die Wochen arbeiten will auch mehr drinn als 100.000 im Jahr. Und ein normaler durchschnittlicher Klinik OA bekommt bei einer 40h Woche auch sicher nicht mehr als 100.000.

Christoph_A
18.11.2016, 07:57
Ich würde sogar sagen, daß die deutlich bessere Planbarkeit des Alltags mit durchgehend freien Wochenenden mein Hauptargument war, der Klinik den Rücken zuzukehren. Gut, der Verdienst ist auch angestellt auf Ltd OA plus Poolniveau, aber das war sicher nicht ausschlaggebend. Nur auf die Kohle zu schauen bringt in nem Beruf, in dem fast alle weit über dem deutschen Durschnitt verdienen, m. Mn. nix. Work life balance ist das Zauberwort.

nie
18.11.2016, 09:27
Zumal wir hier ja immer noch von
~100.000 € reden... ist ja nicht so als würden Ärzte, die in die Praxis gehen, plötzlich mit 15.000 €/Jahr nach Hause gehen nur weil sie keine Dienste mehr machen...

Und weil jeder seine Prioritäten anders setzt, gibts eben Ärzte, die so schnell wie möglich in die Praxis gehen und welche, die bis zur Rente in der Klinik bleiben. So absurd ist das ja jetzt auch wieder nicht :-nix

arbeiter79
18.11.2016, 15:43
Wobei man auch als Niedergelassener in jedem Fall noch die oft gut relativ gut bezahlten KV Dienste machen kann. Oder wenn man die ZB hat Notarzt fahren kann. Hier gibt's z.B. eine Wache wo fast schon zum Großteil Praxisärzte fahren, manche machen 1 bis 2 WE im Monat, heist 20.000 bis 30.000 Euro Zuverdienst im Jahr.

Peter_1
22.11.2016, 13:27
Also ich verdiene in eigener Praxis definitiv mehr als ein Oberarzt in der Klinik bei weniger Stunden, wenn man einen Stundenlohn rechnen würde, dann wären die Unterschiede somit noch deutlicher. Die Niederlassung in eigener Praxis wurde als Option doch über Jahrzehnte madig gemacht durch die öffentliche Diskussion bez. Regressgefahr, angeblich niedriger Verdienst pro Kassenpatient (keiner diskutierte aber den Durchschnittsverdienst eines Praxisinahbers), die ungeheure Wichtigkeit von Privatpatienten und IGeLei, die Bürokratie und Gängelei durch KAssen und KVen. Ich möchte nicht sagen dass diese Probleme nicht existieren, das tuen sie und man muss auch gegen sie vorgehen und ja das ambulante System ist krank und verbesserungswürdig (aber das ist im "kranken Haus" mA nach noch schlimmer), aber die Realität des deutschen Kassenarztes ist beileibe nicht so finster wie es immer gemalt wird. Leider bekommt man nur Aufmerksamkeit für das berechtigte Anliegen dieses bekloppte System zu reformieren wenn man ordentlich klappert. Der Nebeneffekt ist jedoch, dass der eigene Nachwuchs und auch manch niedergelassener Arzt irgendwann wirklich glaubt mit eigener Praxis quasi Sklavenarbeit fürn Appel und nen Ei zu verrichten. Leider gibt es zudem aufgrund der Natur der Selbsständigkeit natürlich auch eine große Spannbreite an Erträgen einer Praxis selbst innerhalb einer Fachgruppe, so dass es natürlich auch niedergelassene Kollegen gibt die wirklich nicht viel raus haben (die Mehrheit nagt jedoch definitiv nicht am Hungertuch).

Panarteriitis nodosa
26.11.2021, 11:43
Hallo zusammen,
Im Gehaltsranking werden die Fachärzte Radiologie, Strahlentherapie und Nuklearmedizin einfach in einen Topf geworfen und es heißt immer der Radiologe wäre top Verdiener, dabei wird garnicht weiter differenziert zwischen Strahlentherapeuten und NUK.

Weiß jemand wie es isoliert beim Strahlentherapeuten in Niederlassung aussieht? Danke vorab

urinbeutel
26.11.2021, 19:37
Nochmal deutlich mehr als Radiologie. Sitze jedoch schweirig zu bekommen bzw. wenn du fertig bist ws. gar nicht mehr außer durch Beziehungen und Glück -> Anstellung mit 120k bei 40st

Alex874
27.11.2021, 12:02
Wie siehst das aus in der psychiatrie als niedergelassenen? Wenn man Dr.med und MHBA hat, wie viel kann man ungefähr als rainertrag jährlich verdienen?

rafiki
27.11.2021, 12:49
wie viel kann man ungefähr als rainertrag jährlich verdienen?

Kommt drauf an, was du auf dem Acker angebaut hast.

Haffi
27.11.2021, 12:59
Wie siehst das aus in der psychiatrie als niedergelassenen? Wenn man Dr.med und MHBA hat, wie viel kann man ungefähr als rainertrag jährlich verdienen?

Wenn man nicht weiß, wie man Reinertrag schreibt, nicht weiß, dass ein "Dr. med." oder MHBA keinen Einfluss auf diesen haben und nicht weiß, dass Reinertrag nichts mit dem, was man "jährlich verdient" zu tun hat, wird man wohl kaum in der Lage sein, irgendeinen Ertrag zu erzielen - weder als Psychiater, noch als Handyverkäufer.