Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Perspektive Anästhesie
( Bei St. Georg hatte ich mich vor nem halben Jahr als Berufsanfänger auch beworben und wurde abgelehnt. Im Nachhinein wohl besser so )
Die Geschäftsführung ist im übrigen überhaupt nicht amused -man muss aber sagen, dass die Arbeitsbedingungen 100% realistisch geschildert werden...
Das war leider zu erwarten....
Ich verachte gegelte Businesskasper; noch erbärmlicher ist eigentlich nur dieser Ex-Chirurg, der die Seiten ins Management gewechselt hat.
Gesundheitswesen ist Daseinsfürsorge (und IMO originär staatliche Aufgabe). Das darf Gekd kosten und muss keinen Gewinn abwerfen. Die Privatisierung des Sektors war/ist so ein Bullshit.
Davon unabhängig sollten KK kritisch prüfen, ob ein Anbieter der nach eigener Aussage gewinnträchtige Abteilungen forciert und eine Allgemeine Innere Abteilung abwickelt weil der CMI nicht passt (Rosinenpickerei), überhaupt noch an der Gesundheitsversorgung in dem Maße teilnimmt wie er budgetiert wird...
noch erbärmlicher ist eigentlich nur dieser Ex-Chirurg, der die Seiten ins Management gewechselt hat.
Da kommen wir zwar jetzt völlig vom Thema ab, aber ich könnte regelmäßig kotzen wenn ich von irgendwelchen Ex-Chefärzten les, die dann im Nachhinein das System anprangern. Also z.B. diesen ehemaligen Orthopädie-Chefärzten die nun in der Rente sagen "es werden zu viele Knie/Hüften implantiert" und ein Zweitmeinungsportal aufbauen oder wollen. So ein vollkommeneer Schwachsinn. Wenn man wirklich das System verändern will, dann muss man das während der aktiven Zeit machen. Alles anderes ist unglaubwürdig, scheinheilig und die Leute verarschend. Das Lob ich mir diesen Typen von der Techniker Krankenkasse, der öffentlich gesagt hat "wir fördern übertriebene Kodierung" und dass das andere auch so machen. Das ist mal glaubwürdig.
Philip_MHH
26.01.2017, 20:37
hm vielleicht nicht ganz zum Thema passend, aber wollte auch nichts neues aufmachen...
hab mal ne frage zum Logbuch...
zahlen für intrakranielle eingriffe: zählen da auch VP Shunts dazu?
und zweitens," bei Eingriffen im Kopf-Hals-Bereich in den Gebieten 100 Augenheilkunde, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Mund- Kiefer-Gesichtschirurgie oder Neurochirurgie" : Neurochirurgie meint dann alles, also z.b. Spinalkanalstenosen, Instrumentierungen an der Wirbelsäule etc.?
MissGarfield83
26.01.2017, 20:41
VP Shunts sind intracraniell, Kopf Hals und Abdominell .... ein 3 in 1 Eingriff :)
Neurochirurgie + Kopf Hals ist alles an der Wirbelsäule, sowie intracraniell kannst du auch als Kopf-Hals werten.
Philip_MHH
26.01.2017, 20:52
ok :) danke dir. bin grad dabei mein Notizbuch in eine halbwegs übersichtliche Tabelle zu verwandeln :)
Ah noch was...fiberoptisch meint biberoptisch, nicht glideskope oder :D
Ah noch was...fiberoptisch meint biberoptisch, nicht glideskope oder :D
Nicht zwangsläufig. Der Wortlaut ist ja "fiberoptisch" und nicht "bronchoskopisch", daher werden zumindest bei uns auch videolaryngoskopische ITNs (CMAC, Glidescope etc.) gezählt.
ChillenMitBazillen
27.01.2017, 18:20
Naja, was mit fiberoptisch gemeint ist, dürfte ja schon recht klar sein. Zumal die meisten aktuellen Videolaryngoskope keine Glasfasern besitzen, sondern nur eine Kamera. Und ja, es ist traurig, wenn ein Facharzt für Anästhesie nicht fiberoptisch intubieren kann. Dann muss man halt dafür woanders hospitieren.
tragezwerg
27.01.2017, 18:48
Das mit den fiberoptischen Intubationen wird sehr unterschiedlich ausgelegt...mein früherer Chef hat auch Glidescope etc. angerechnet (mit dem Argument, dass heute sehr viele Patienten, die man früher nur klassisch fiberoptisch wach intubieren konnte, mit modernen Devices wie C-Mac etc. intubiert werden).
Es ist aber tatsächlich so, dass man dadurch das "klassische" Vorgehen nicht gut kann. Ich arbeite an nem Maximalversorger mit sehr großer HNO und vielen schwierigen Atemwegen, und wir intubieren fast ausschließlich mit C-Mac in der D-Blade-Variante. Nur bei Mundöffnungen unter 1,5cm muss das Bronchoskop ran. Bein uns hat keiner bis zum Facharzt 25 "echte" fiberoptische Intubationen.
ChillenMitBazillen
27.01.2017, 21:30
Dass man viele Probleme mittlerweile auch anders lösen kann, bestreite ich gar nicht. Aber trotzdem sollte man fiberoptisch intubieren können, statt den Weiterbildungskatalog zu umgehen.
LasseReinböng
28.01.2017, 22:19
Das mit den fiberoptischen Intubationen wird sehr unterschiedlich ausgelegt...mein früherer Chef hat auch Glidescope etc. angerechnet (mit dem Argument, dass heute sehr viele Patienten, die man früher nur klassisch fiberoptisch wach intubieren konnte, mit modernen Devices wie C-Mac etc. intubiert werden).
Es ist aber tatsächlich so, dass man dadurch das "klassische" Vorgehen nicht gut kann. Ich arbeite an nem Maximalversorger mit sehr großer HNO und vielen schwierigen Atemwegen, und wir intubieren fast ausschließlich mit C-Mac in der D-Blade-Variante. Nur bei Mundöffnungen unter 1,5cm muss das Bronchoskop ran. Bein uns hat keiner bis zum Facharzt 25 "echte" fiberoptische Intubationen.
Bei uns wird recht häufig fieberoptisch intubiert, nur leider meist durch den OA. Mein Chef ist der Ansicht, daß auch die Bronchoskopien auf der ITS angerechnet werden können, was ich blödsinnig finde.
Philip_MHH
29.01.2017, 08:55
Naja, was mit fiberoptisch gemeint ist, dürfte ja schon recht klar sein. Zumal die meisten aktuellen Videolaryngoskope keine Glasfasern besitzen, sondern nur eine Kamera. Und ja, es ist traurig, wenn ein Facharzt für Anästhesie nicht fiberoptisch intubieren kann. Dann muss man halt dafür woanders hospitieren.
Ich weiß jetzt nicht ob das so rübergekommen ist oder ob das nur deine Aussage allgemein war. Die Intention meiner Frage war weniger wie ich möglichst elegant den Weiterbildungskatalog umschiffe, sondern lediglich rein sachlich was man zählen soll, kann und darf ... wenn es explizit um Fiberoptische wach intubation geht wird das halt gemacht ( wo auch immer, hab auch im pj nicht eine gesehen , alle schwierigen Atemwege anders gelöst ), wäre das fiberoptisch gemeint als intubation mit optischem Hilfsgerät , hätte ich michhalt gefreut...
ChillenMitBazillen
29.01.2017, 11:50
Nein, das war in keiner Weise als Angriff auf dich/euch gemeint!
Der Weiterbildungskatalog stammt aus einer Zeit, in der einzig und alleine die flexible fiberoptische Intubation gemeint sein konnte. Daher mein Hinweis, dass man sich diese auch einfordern darf. Natürlich sollte man die modernen Alternativen auch beherrschen, aber es gibt eben Atemwegsprobleme, die sich nur in Spontanatmung lösen lassen, und die Lösung dieser Probleme zählt eben zur Facharztkompetenz.
Ich stelle nur immer wieder mit Verwunderung fest, dass intrakranielle Eingriffe ganz penibel gesammelt werden und Hospitationen dafür selbstverständlich sind, bei Fiberoptiken aber schlicht und ergreifend hingenommen wird, dass es das halt nicht gibt oder nur der Chef sowas darf. Das alleine wollte ich sagen: Man darf es einfordern.
Philip_MHH
29.01.2017, 11:59
ah jetzt sind wir auf einer Spur ;)
ja du hast schon recht. Die Relevanz des schwierigen Atemwegs (in allen möglichen Variationen, Fiberoptik, moderne Varianten) finde ich auch viel wichtiger zu beherrschen als, dass man intrakranielle hatte. Da kann man, wenn das Haus in dem man tätig wird das durchführt, immer eingearbeitet werden, aber Atemwegssicherung ist ja immer ein Thema, egal wo man arbeitet und da steht man dann ja plötzlich mal vor einem Problem.
Ich bin schon mal ganz glücklich, dass ich als Anfänger wie selbstverständlich auch mit dem Glideskope bei schwierigeren Patienten ran kann, unter fachärztlicher Aufsicht natürlich. Das gibt ja schon mal echt Sicherheit.
zu langsam, hat sich eher erledigt...
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