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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Heroinabgabe an Süchtige



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Leelaacoo
13.10.2003, 16:54
eben...für "deine Verhältnisse"....das ist doch der springende Punkt. Man darf doch seine persönliche Einstellung zum Leben und zur Disziplin nicht auf die gesamte Menschheit übertragen...und schon garnichts als Arzt...alle sind anderst.
Und , sag mal, wenn jetzt einer Methadon nimmt, von mir aus seit 10 Jahren, einen guten Job hat und Familie, nichts nebenher konsumiert und schon gar keine Freunde in diesem "Milieu" besitzt, was ist mit dem? Wenn der morgens sein Fläschchen trinkt und zur Arbeit geht, Steuern und Versicherungen zahlt usw.??? (Kleine Info: Methadon macht kein High-Gefühl, sondern verhindert eben die Entzugserscheinungen). Den würdest du auf der Straße ja auch nicht erkennen. Der wäre eben wie ein Diabetiker, der sich jeden Tag Insulin spritzen muß. (Und was die Schuld angeht, beim TypII Diabetes wissen ja heutzutage auch die meisten, daß man dem vorbeugen kann, gell?). Wäre der immer noch asozial? Dürfte der keine Kinder in dei Welt setzen...weil er halt mal ******* gebaut hat? Hallo, das hört sich ja an, als müßte man Menschen unter einem bestimmten IQ, Menschen mit Behinderung und Menschen, die eben nicht wohlhabend sind (und seien wir mal ehrlich, die meisten Medstudenten kommen halt nicht aus Familien mit Sozialhilfeempfängern...steinigt mich ruhig...aber so ist es einfach) das Kinderkriegen verbieten???? Soll man da zwangssterilisieren??? Mann Leute...manchmal krieg ich Angst, wo ich hier gelandet bin.
Da hat das mit den "Halbgöttern in Weiß" schon seine Berechtigung (und das meine ich nicht positiv).
Ich jedenfalls WILL jedem Patienten gleich begegnen...ob er "schuldig" oder "unschuldig" ist...ihr haltet das für naiv, aber ich halte das für selbstverständlich.
LG Lee

airmaria
13.10.2003, 18:26
Original geschrieben von hibbert
Da bin ich eben nicht so sicher. Die kontrollierte Abgabe und deren Vorteile sind ja sicherlich schön und gut, aber die Umsetzung ist nicht leicht. In Hamburg gab es den sog. "Fixpunkt" und "Fixstern", dort wurde Methadon und steriles Besteck ausgegeben, ferner war es Junkies hier erlaubt zu spritzen. Nachteil der ganzen Angelegenheit war hierbei, dass sich die gesammte Drogenszene um diese 2 Einrichtungen gruppierte, mit allem was dazugehört, Beschaffungskriminalität, Drogenhandel usw. Des weiteren "konsumierten" Süchtige in diesen Einrichtungen nicht nur das Ausgegebene Methadon, sondern auch noch weiterhin Heroin, welches sie von den Dealern rund um den Fixstern bezogen. Also hieran sehe ich, dass es auch noch eine zweite Seite an der legalen Ausgabe gibt. Auch zahlreiche Razzien der Polizei halfen nichts gegen diese Verlagerung und das Heranströmen Süchtiger aus der halben Stadt.

Also ich muss sagen, dass das doch alles bei meiner Meinungsbildung eine Rolle spielt.

Ja nee, ist klar, wenn ganze Länder nachweislich Erfolge haben, ist Deine Selbstevaluation natürlich richtiger!

Es ist ziemlich logisch, daß die Konzentration an süchtigen Individuen dort zunimmt, wo es solche Einrichtungen gibt, wenn diese eben nur punktuell sporadisch und nicht flächendeckend vorhanden sind.
Aber das heißt erstens noch lange nicht, daß wenn dort die Zustände schlimmer sind, daß sie nicht vielleicht insgesamt betrachtet besser sind und zweitens liegt es eben an der halbherzigen und vereinzelten Umsetzung!

... und drittens: hauptsache nicht vor meiner Tür, wie die Planung einer forensischen Klinik z.B. ... usw... usw... usw...

"Mary" airmaria

beckspistol
13.10.2003, 18:36
@lee
dann lies mal den bitte den titel des threads: HEROINabgabe an süchtige.. und da bin wegen der von feuerblick genannten gründe dagegen..

dein vorzeige-methadon-programm teilnehmer mit hund und bärenmarke auf dem frühstückstisch ist gar nicht thema hier. keine ahnung "was mit dem ist" (?)...
ich weiss de facto nicht, wieviele leute es so "unter uns normalos" geben soll, die täglich "ihr fläschchen trinken" - aber drogenabhängige, damit meine ich auch alkis, bevor des argument wieder kommt, sollten nicht mit der aufzucht von kindern betraut werden, ganz einfach... normalerweise sollte ein kind der mittelpunkt des lebens sein und keine droge, deswegen: :-dagegen
der rest deines beitrags, der polemisch auf nazi-stuss abzielt, ist gar nicht diskussionswürdig...

und ich sage: ja, nicht vor meiner tür ! in tübingen haben sie ne fixerstube gegenüber von einer schule.. würdet ihr tollen überzeugten idealistischen (zukünftigen) ärzte, unvoreingenommen, universalistisch (und die ganzen anderen therapeutenvariablen nach rogers :-love ) dort eure kinder hinschicken ?? bestimmt, schliesslich sind fixer ja auch nur menschen, nä?! :-)) :-top

Leelaacoo
14.10.2003, 18:20
Becks...soll ich darauf im Ernst antworten? Ich kenn diese Einstellung und habe mich schon lange genug darüber aufgeregt (und ich habe auch persönliche Erfahrungen mit Süchtigen, glaub ja nicht, daß ich hier aus Spaß an der Freude den Altruisten raushängen lasse).
Ich wünsche euch viel Freude noch und hoffe, euch nicht als Ärzte auf der Entzugsstation wiederzusehen, denn dann würden mir die Patienten echt leid tun.
Ach ja, findest du denn dann, als Arzt bist du ein besserer Vater? Bei 60 h Woche? Na...mal sehen.
LG lee

beckspistol
14.10.2003, 18:40
:-top :-lesen :-top


:-winky

hibbert
14.10.2003, 18:54
Original geschrieben von Leelaacoo
Ich wünsche euch viel Freude noch und hoffe, euch nicht als Ärzte auf der Entzugsstation wiederzusehen, denn dann würden mir die Patienten echt leid tun.
Ach ja, findest du denn dann, als Arzt bist du ein besserer Vater? Bei 60 h Woche? Na...mal sehen.
LG lee


Jedesmal, wenn Euch ein Kommentar nicht passt, dann folgt dieser Spruch. ICH KANN ES NICHT MEHR HÖREN. Der Spruch ist sowas von ausgelutscht und zum kotzen. Du verfolgst wohl immernoch die Einstellung des unfehlbaren Gottes in weiss, der sich jedes Individuums in jeder Lage annimmt. Hier geht es um Meinungen, jeder hat eine und ich teile die von Becks. Deshalb sollte man auch andere evtl. mal aktzeptieren....
Ich denke schon, dass jemand mit einer 60 stündigen Arbeitswoche und fester Einstellung ein besserer Vater ist, als ein Schwerstabhängiger, dem alles egal ist, ausser wie er an den nächsten Schuss kommt und dafür alles bereit ist zu tun....

Leelaacoo
14.10.2003, 19:02
:-D :-D :-D
:-peng .... :-winky
:-lesen :-dafür

:-)) LG Lee

beckspistol
14.10.2003, 19:03
guckt ihr interessierten auch einmal hier:

drogenabhängige erzählen (http://www.elrafa.ch/ved/politik/vedstimme.htm#Zusammenfassung)

Leelaacoo
14.10.2003, 19:08
@hibbert: Oh jaaaaaa, ich denke schon daß eine gewisse Einstellung zum Arztsein gehört. Ist aber eben nur meine Meinung....gell??? Und von einem Schwerstabhängigen hat ja auch keiner gesprochen.
Apropos Gott in Weiß: Lies meinen vorletzen Beitrag, hab mich dazu schon geäußert...(hey, ist ein "Gott" nicht jemand, der über dein Schicksal entscheidet??? Ich will ja, daß die Patienten selber für sich entscheiden, aber die Möglichkeit dazu kann manchmal nur der Arzt bieten...z.B. mit Angeboten im sozialen Bereich, Entzug, Therapie etc. ... soll ich mich hinsetzten und sagen...also, sie haben zu viel Schrott im Leben gebaut...sie kriegen keine Chance...ab in die Hölle...oder wie???). So mein ich das.
LG Lee :-winky

Hellequin
14.10.2003, 20:13
@beckspistol: Das schöne ist halt das man jede Statistik verschieden interpretieren kann, oder wie heißt es so schön:
"Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast!" :-))

Man muß halt für die H-Abgabe das richtige Konzept haben,
sprich es nützt natürlich nicht irgendwo ne "ambulanz"
aufzumachen wo der Süchtige sich nur den nächsten Schuß setzt.
So wie ich das verstehe, dient die H-Abgabe erstmal dazu,
die Abwärtsspirale in der sich der Süchtige befindet zu bremsen.
Langfristig sollte natürlich schon eine Entzugstherapie und
Abstinenz das Ziel sein. Dementsprechend müssen halt auch
Stellen für Sozialarbeiter etc. geschaffen werden.
:-meinung

milz
14.10.2003, 21:48
Original geschrieben von beckspistol
guckt ihr interessierten auch einmal hier:

drogenabhängige erzählen (http://www.elrafa.ch/ved/politik/vedstimme.htm#Zusammenfassung)
Fängt schon gut an:

Nachdem die Initiative "Jugend ohne Drogen" vom Souverän aufgrund massiver Desinformation, Liberalisierungs-, sowie Drogenverharmlosungspropaganda erschreckend deutlich verworfen wurde, stehen wir vor einem Triumpfzug der Legalisierungslobby...
Das klingt ganz nach der "Demnächst-sollen-Dealer-legal-auf-dem- Pausenhof-Rauschgift-an-unsere-Kinder-verkaufen-können"-Polemik.
Tatsache ist:

Das Volk habe sowohl die Liberalisierungsinitiative DroLeg und die Initiative «Jugend ohne Drogen» abgelehnt. Deshalb sei die Politik auf einen Mittelweg verwiesen Quelle (http://www.ov-o.ch/artikel/37273/artikel.html). Etwas aus dem Zusammenhang gerissen, weil es um Cannabis geht, aber um mal aufzuzeigen, inwieweit Dein Artikel als objektiv einzustufen ist in Fragen allg. Suchtbekämpfungsstrategien.


Die Drogenkommission der UNO hat konsequent das Verbot von Heroinkonsum empfohlen

und ein Spezialorgan der UNO über Drogenfragen (INCB) hat am 24. Februar 1998 in seinem Bericht für 1997 die Schweizer Heroinverteilungspolitik sowie verschiedene Winkelzüge der Regierung zu deren Durchsetzung scharf kritisiert. - Unsere nationale Presse stufte diese Meldung als nicht erwähnenswert ein...
Dazu empfehle ich diese Stellungnahme (http://www.nzz.ch/dossiers/dossiers1999/abst0613/abst990603killias.html) zu lesen.
Der Autor ist Professor am Institut für Kriminalistik und Kriminologie der Universität Lausanne und gehörte dem schweizerischen Team an, das die dreijährigen Heroinabgabeversuche wissenschaftlich begleitete.

Schlußzitat:

Die Widersprüche im WHO-Expertenbericht, aber auch die Unterstellungen und Verzerrungen lassen nur den Schluss zu, dass sich innerhalb des Gremiums eine Mehrheit von Hardlinern durchgesetzt hat, denen es darum ging, eine allein repressive Drogenpolitik gegen wissenschaftliche Erfahrungen zu immunisieren. Insofern sollte dieser Bericht wohl eher als politisches Plädoyer denn als Beitrag zu einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung gelesen werden.
(Ich empfehle auf jeden Fall den ganzen Text zu lesen.)

Welche Aufgabe hat das INCB (http://www.incb.org/e/index.htm):

The International Narcotics Control Board (INCB or Board) is the independent and quasi-judicial control organ for the implementation of the United Nations drug conventions,...
Und die UN-Drogenkonventionen orientieren sich nunmal an der Null-Toleranz- bzw. Repressionsstrategie.

Weiteres Bsp. (http://www.bmi.gv.at/oeffentlsicherheit/2002/05_06/artikel_6.asp), daß die eigentl. Intention des INCB protokolliert:

Der Rat (INCB) kritisierte, dass Italien, Luxemburg, Portugal und Spanien den Besitz von Cannabis für den persönlichen Gebrauch nicht mehr als kriminelle Handlung ansehen und wies darauf hin, dass die Duldung von "Koffie-Shops" in den Niederlanden gegen das Abkommen von 1961 verstoße. Auch die geplante Cannabis-Liberalisierung in der Schweiz laufe den internationalen Drogenabkommen zuwider.
Die NL scheint seit einem 1/4 Jahrhundert mit dieser Lösung leben zu können, hat prozentual weniger Cannabis-Dauerkonsumenten und weniger Drogentote. Scheint aber keine Rolle zu spielen, wenn es "um's Prinzip" geht.
Ansonsten: Härtere Strafen? Gefängnis für Kiffer? Oder was ist das Konzept?


Und ein wenig aufschlußreiche Hintergrundinformation über Vereine wie den "Verein ehemaliger Drogenabhängiger" gibt's hier (http://www.nzz.ch/dossiers/abst970928/abst970905he.html).
Wenn ehemals Drogenabhängige zu Missionaren werden, naja.
Da können wir auch ehemalige Alkoholiker fragen, ob man Alkohol komplett verbieten sollte. (Da würde sich bei uns auch die CSU vehement wehren, jede Wette. ;-) ) Eine sicherlich wichtige und wertvolle Perspektive, von der man lernen kann und sollte, aber sicher nicht wissenschaftlich und objektivierbar im eigentlichen Sinne.

Und das wichtigste (und logischste) Argument:
Wenn das Schweizer Projekt tatsächlich die Situation verschlimmert hätte (es läuft ja schon ein paar Jahre), da kannst Du Dir sicher sein, hätten es die Verantwortlichen abgebrochen und die BRD würde keine Anstalten machen, eigene Studien in dieser Richtung zu unternehmen, zumal das heilige INCB "ein konsequentes Verbot des Heroinkonsums fordert" (s.o.)



(Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten ;-) )

harlekyn
14.10.2003, 21:59
Also ich denke man muß mal schauen, was das Ziel einer solchen Aktion wäre.
Sicher würde sich um Fixpunkte und Abgabestellen solche Millieus aufbauen, aber die wärend dann doch auch entsprechende durch die polizei abzudecken. Desweitern wird man auf jedenfall die Zahl der Neuinfektionen durch unsteriles Besteck vermindern und wäre net allein das schon ein Grund sowas durch zuziehen?
Um die Organsisation denk ich sollten sich Politiker, Polizei udn andre Experten kümmern...

Leelaacoo
15.10.2003, 16:19
Nochmal zu Becks (ja ja, ich weiß, wollte mich nicht mehr äußern, aber...). Ich rate dir dringend, deine Quellen zu prüfen, bevor du sie als Wahrheiten ausgibst.
Ich habe es getan, und siehe da, was haben wir gefunden???:


Die hebräischen Worte El Rafa bedeuten Gott heilt. Immer wieder erfahren wir, wie Gott Menschen, die sich am Rande unserer Gesellschaft bewegt haben, heilt und ihnen eine neue Grundlage gibt. Kein Mensch kann die Persönlichkeit eines anderen Menschen wieder so herstellen, wie Gott das tut. Ihm gehört alle Ehre!

So...el Rafa ist ein e winzige Ex-Süchtigen-Kommune, die streng nach den Regeln Gottes lebt...total objektiv. Aber, es geht noch weiter...


In der Seelsorge setzen wir uns mit der Vergangenheit auseinander, sind aber immer wieder dankbar, dass wir die Teilnehmer auf das Erlösungswerk von Jesus aufmerksam machen können. Es ist uns auch wichtig, mit den Teilnehmern eventuelle Möglichkeiten zur Wiedergutmachung zu prüfen

Hört sich irgendwie nach Sekte an für mich...


Manches, was wir gemeinsam erlebt haben, lässt uns staunen über Gottes Güte und Geduld. Obschon wir in vielen Situationen falsch gehandelt haben oder den Umständen nicht gewachsen waren, konnten wir erfahren, wie Gott uns zurechtgeholfen hat. Gerade in solchen Momenten haben wir Ihn als Vater erleben dürfen, der uns liebevoll manchmal aber auch mit Bestimmtheit korrigiert. Wir sind dankbar, dass Gott von uns nicht Perfektion, sondern nur Aufrichtigkeit erwartet; dankbar auch, dass wir unser Unvermögen vor Ihm ausbreiten können und erleben, wie er dort, wo es nötig ist, zum Wohl seiner Kinder eingreift. Wir wollen deshalb die Ehre für diejenigen, welche im El Rafa Gesundung nach Leib, Seele und Geist erfahren haben, wirklich Gott geben. Ebenso dürfen wir die Verantwortung für andere, welche die Therapie vorzeitig abgebrochen haben, unserem Vater überlassen und wissen, dass er Möglichkeiten findet, weiterhin an ihnen zu wirken.

wuahhhh....


Bei unserem Innehalten und Zurückblicken erfüllt uns grosse Dankbarkeit unserem himmlischen Vater gegenüber, der uns nicht nur in diese Aufgabe gestellt hat, sondern in sonnigen und trüben Tagen treu zu uns gestanden ist. Wir sind auch dankbar für all die Menschen, die uns in den vergangenen Jahren durch praktische Mitarbeit, im Gebet oder mit Gaben unterstützt haben. Ebenso waren Ermutigungen, Ratschläge und Korrekturen nötig, damit wir bisherige Wegstrecken im El Rafa zurücklegen konnten.


In den ersten Jahren bestanden unsere Einnahmen fast ausschliesslich aus den Erträgen des Softwarebüros und der Schreinerei. Eine Betriebsbewilligung, die uns die Verrechnung von Taggeldern ermöglicht hätte, wurde uns wegen fehlender Fachausbildung nicht erteilt. Umsomehr erlebten wir Gottes Versorgen in diesen ersten Jahren erleben und merkten, wie wir nicht nur in geistlicher Hinsicht, sondern auch in praktischen Belangen ganz in der Abhängigkeit von Ihm stehen.

Aha...keine Fachausbildung...total fachlich.


Ein Tag vor dem Herrn sind tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag!Ich musste lachen, als ich in Gottes Zeitrechnung für Euer Jubiläum kalkulierte: 10-jähriges Jubiläum=0.01 Tage für Gott In göttlicher Zeitrechnung sehen wir aus menschlicher Sicht keinen Anlass zum Feiern. Doch Gottes zeitliche Dimensionen sind immens, vollkommen und weise. Wir haben mehr denn je allen Grund, zu feiern und fröhlich zu sein. Denn während unserer Therapiezeit im El Rafa durften Susanne, Rita und Tibor, Harry, Judith und ich Jesus erleben, indem er uns von Sünden und Gebundenheiten befreite. Sechs Früchte in 0.001 Tagen! Grund zum Loben, Grund zum Danken, Grund zum Festen! Halleluja, Jesus wirkt heute!

Oh Halleluja...die CSU ist überall....

So, und das soll jetzt eine wissenschaftliche Untersuchung entkräften??? Och Leutchen...
LG Lee :-top

beckspistol
15.10.2003, 17:37
meine liebe lee .. schön dass du dich noch beteiligen möchtest und danke für deine hinweise. ich werde sie in zukunft stets berücksichtigen! (damit auch meine zukünftigen patienten niemandem mehr leid tun müssen)

ich wollte keine "wissenschaftliche untersuchung entkräften", sondern einfach aufzeigen, dass es eventuell auch andere meinungen geben kann... klar wollen die schweizer ihr projekt als erfolgreich verkaufen, aber wie schon hellequin gesagt hat: "Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast!"

und ich finde eigentlich das problem, dass auf meinem link angesprochen wird, gar nicht mal so falsch, dass der süchtige durch eine staatliche heroinabgabe doch keine ermutigung erhält, zu entziehen, dass er also in seiner situation stecken bleibt. klar ist es positiv, wenn die beschaffungskriminalität sinkt - aber ob damit dem süchtigen selber geholfen ist steht auf einem anderen blatt..
das gottgeschwafel kann man ja mal kurz überhören und auf andere gedanken eingehen, ich muss mir ja auch dein "arme-patienten-vom-boesen-dr-becks-geschwafel" anhören und versuche trotzdem noch über deine argumente nachzudenken - auch wenn ich schon lange keines mehr gelesen habe...

ps: ich will trotzdem keine drückerstube vor der haustür haben
pps: csu ? ist die polit-paranoia ausgebrochen ?

airmaria
15.10.2003, 18:42
Original geschrieben von beckspistol
.. dass der süchtige durch eine staatliche heroinabgabe doch keine ermutigung erhält, zu entziehen, dass er also in seiner situation stecken bleibt. klar ist es positiv, wenn die beschaffungskriminalität sinkt - aber ob damit dem süchtigen selber geholfen ist steht auf einem anderen blatt..


Hier fängt die Kurzsichtigkeit an:

In vernünftigen staatlichen Anlaufstellen geht es nicht nur um den "Stoff"!!!

Aber ersteinmal zu dem Teufelszeugs: bei der kontrollierten Abgabe erhält der Abhängige vernünftiges Zeug, keine gestreckten oder undefinierten Sachen, wodurch die Gefahr einer akzidentellen Überdosis deutlich reduziert wird... aber ist ja eigentlich egal, sind doch blos Junkies!

Durch eine organisierte Anlaufstelle wird die Gefahr der Übertragung von Infektionen wie HIV, HBV, HCV usw. deutlich gesenkt... aber ist ja eigentlich egal, sind doch blos Junkies, die krepieren eh! (nebenbei sinkt dadurch die Gefahr der Durchseuchung für die Gesamtbevölkerung, aber wir haben ja mit solchen bestimmt nüx)

Die hier heruntergespielte Beschaffungsgeschäft wird völlig unterschätzt: der Abhängige braucht Geld, er klaut nicht nur Omas Handtasche, nein, eines Tages versucht er andere (vielleicht auch eben Eure Kinder) abhängig zu machen, weil er durch eine Dealernebentätigkeit viel besser an Kohle kommt... Schneeballsystem!!! ... aber wir haben ja genug Geld, um unsere Kinder weit weg genug von solchen Drecksvierteln aufwachsen zu lassen!

...
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Zudem kann eben in einer solchen Anlaufstelle sozialer Kontakt aufgebaut werden... natürlich kann nicht jedem geholfen werden, so blauäugig darf man nicht sein... aber dadurch daß man solchen schlechten Menschen hilft, kann man vielleicht ein bisschen etwas für diese armen Schweine erreichen, sie im Einzelfall ein wenig aus der Abwärtsspirale herausholen oder zumindest vorrübergehend etwas besser leben lassen... aber soviel Aufwand für Penner?

Selbstverständlich kann die Zahl der akut Abhängigen nicht sofort verringert werden, aber wer die Vorteile für die Zukunft nicht erkennt, will sie einfach nicht erkennen, weil das zu hoch für seine beschissene, hochnäsige und bevorzugte Lebensweise ist!

"Mary" airmaria

milz
15.10.2003, 18:46
ps: ich will trotzdem keine drückerstube vor der haustür haben Das will wohl keiner, ich auch nicht. Genauso wie eine forensische Klinik neben einen Kindergarten zu stellen o.ä.
Aber dafür gibt es sicher auch annehmbare Lösungen.