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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Diskussion der Bestehensgrenze



MEDI-LEARN
15.03.2017, 21:20
Hallo zusammen,

hier könnt ihr gerne über die Bestehensgrenze diskutieren.

Viele Grüße
Désirée

Unregistriert
16.03.2017, 20:33
Eine sache verstehe ich nicht.. warum bleibt die bestehensgrenze bei 60% trotz so einem Mittelwert ?

bfh23
18.03.2017, 13:38
ist es ein normaler Mittelwert oder liegt es schon niedriger als den letzten Examen??

Wie ist es mit den Referenzgruppen, die geben doch das bei Lösungsangaben an, in welchem Semester die Studenten sind... Wie läuft die Berechnung bei den Medilearn Experten ? Ich meine wird mit dem Mittelwert allgemein berechnet?



Danke

davo
18.03.2017, 14:36
F16 war der Durchschnitt niedriger.

bfh23
18.03.2017, 14:58
im F16 waren es ungefähr 200 Studenten weniger als in diesem Jahr

Gro?mutter
19.03.2017, 19:39
Tut mir leid, wenn ich doch nochmal stören muss, aber die Geschichte mit der Bestehensgrenze ist für mich glaube ich etwas zu komplex.
MediLearn hat eine Auswertung gemacht und kommt auf ein Durchschnittsergebnis von 228 Punkten. Bemüht man die IMPP-Webseite, liest man:
"Die Mindestanzahl der für das Bestehen einer schriftlichen Prüfung erforderlichen richtig beantworteten Prüfungsaufgaben ist in der jeweiligen Approbations- bzw. Prüfungsordnung wie folgt definiert:
Erster und Zweiter Abschnitt der Ärztlichen Prüfung: mindestens 60 % der Prüfungsfragen oder nicht weniger als 78 % der durchschnittlichen Prüfungsleistung der Referenzgruppe (ÄApprO, §14, Abs. 6)"
Wenn wir jetzt mal annehmen, dass möglicherweise 228 Punkte auch die erreichte Punktezahl der Referenzgruppe ist, dann rechnen wir 228 x 0,78 = 177,84. Das entspricht einer Punktezahl von 178 und damit einer Bestehensgrenze von 55.625%
Wie kommt man denn auf die Bestehensgrenze von 60%, wenn man mit einer Durchschnittsleistung von 228 Punkten rechnet?

bfh23
19.03.2017, 19:46
Das frag ich mich auch , daher werden wir uns freuen, wenn jemand uns das erklären könnte...

davo
19.03.2017, 19:50
Referenzgruppe!

Migole
19.03.2017, 19:53
Ich habe das jetzt nur mal überflogen, aber ich lese daraus, dass dies der Durchschnitt aller Examens Kandidaten ist (also auch Wiederholer) und damit nicht identisch mit der Referenzgruppe.

Coxy-Baby
19.03.2017, 19:59
Das macht medilearn schon seit ein paar Jahren so, früher gabs mal nur Referenzgruppe das war ungenauer, jetzt wird immer der Gesamt-Durchschnitt angeguckt. Bei einer Durchschnittspunktzahl von 228 muss man von normalen Punktegrenzen ausgehen....

davo
19.03.2017, 20:02
Völlig richtig. Medi-Learn schreibt ja ganz explizit, dass der Punkteschnitt aller Examenskandidaten bei 228,0 Punkten liegen wird (Hervorhebung von mir).

Gro?mutter
19.03.2017, 20:03
Soweit komme ich schon mit, aber woher kennt man die Referenzgruppe? Oder geht MediLearn bei der Berechnung von der bisherigen Statistik aus, dass in den Herbstexamina im Schnitt eine Differenz von ca. 9 Punkten und in den Frühjahrexamina im Schnitt eine Differenz von ca. 25 Punkten zwischen der Referenzgruppe und dem allgemeinen Durchschnitt besteht? Das entspräche 62%. Weil die Grenze aber gedeckelt ist, bleibt sie bei 60%.
Jetzt richtig?

davo
19.03.2017, 20:05
Der genaue Algorithmus ist nicht-öffentlich :-p Aber vom Gedankengang her hast du Recht.

Die Annahme, dass die Referenzgruppe denselben Durchschnitt hat wie alle Teilnehmer insgesamt, ist halt sehr wagemutig, und traf in den letzten Jahren nie zu.