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Golden Bear
17.04.2017, 23:02
Die Vorklinik ist m.E. auch dazu da, das universitäre Lernen zu lernen. Du kannst die Prüfungen nicht ewig aufschieben; außerdem sind sie eine exzellente Motivation.
Du musst gucken, wie du am besten lernst.
....
Außerdem kannst du die Vorklinik nutzen, um an deiner Frustrationstoleranz zu arbeiten.
Oh ja! Ich habe vorher schon studiert und war da auch eigentlich sehr erfolgreich, aber das Medizinstudium ist schon eine Nummer für sich. Die Art des Lernens hier liegt mir nicht unbedingt, das war bei meinem vorherigen Studium vielleicht anders. Aber ja, Frustrationstoleranz lernt man definitiv!
Golden Bear
17.04.2017, 23:07
Aber: Probiere, bevor Du es ganz abhakst, eine Lerngruppe mit entspannten Leuten aus. Im Laufe der ersten Semester lernt man ja viele Leute kennen und irgendwann sind sicher auch mal Studis dabei die eher zur entspannteren Sorte gehören. Mit "entspannt" mein ich jetzt auch nicht Leute die nie kommen, in 4 Klausuren im 3.Versuch sind und generell wenig Bock haben, nein - ich denke Du weißt schon was ich meine ;-)
Das klingt tatsächlich nach einem guten Plan. Ich habe bisher tatsächlich eher weniger "normale" Leute kennen gelernt, das liegt wohl am Studiengang und vielleicht auch speziell an dieser Uni, aber ein paar gibt es schon. Die schreib ich mal an...
Golden Bear
17.04.2017, 23:08
Irgendwie hört sich das danach an, als ob du ein ganz anderes Problem als das Lernen an sich hast. Und je länger du das alles rauszögerst umso schlimmer wird es werden.
Worauf möchtest du hinaus?
WackenDoc
19.04.2017, 10:22
Es hört sich eher nach Prüfungsangst oder sowas in die Richtung an als die Unfähigkeit dir das wissen anzueignen.
Golden Bear
18.05.2017, 23:12
Also dazu nochmal: Ich hab schon studiert, war da auch recht gut. Daran liegt es also glaube ich nicht.
Sternchenhase
19.05.2017, 18:42
Das meinte Wacken ja auch gar nicht, wie sie jetzt schon zweimal versucht hat zu erklären.
Wacken denkt, dass es kein Problem mit dem Lernen an sich ist, was sich ja auch mit deinen Aussagen deckt, sondern dass es eben auf etwas anderem wie Prüfungsangst (und meines Erachtens auch Unzufriedenheit) beruht.
Golden Bear
19.05.2017, 18:57
Das meinte Wacken ja auch gar nicht, wie sie jetzt schon zweimal versucht hat zu erklären.
Wacken denkt, dass es kein Problem mit dem Lernen an sich ist, was sich ja auch mit deinen Aussagen deckt, sondern dass es eben auf etwas anderem wie Prüfungsangst (und meines Erachtens auch Unzufriedenheit) beruht.
Sorry, Missverständnis. Ich meinte, dass ich nicht denke, dass es Prüfungsangst ist, da ich ja wie gesagt schon mal studiert habe und mit den Prüfungen dort ganz gut zurechtgekommen bin.
Ich habe tatsächlich gemerkt, dass ich mit der Art des Lernens im Medizinstudium nicht gut zurechtkomme und hoffe, dass sich das mit der Zeit etwas gibt bzw. dass man darin auch irgendwann besser wird. Außerdem glaube ich schon, dass die Prüfungen beim Medizinstudium doch sehr dicht aufeinander liegen und ausreichend Zeit zum lernen nicht wirklich gegeben ist. Kp wie die anderen das machen...
Golden Bear
19.05.2017, 19:02
Okay, habe gerade mal einen Artikel zur Prüfungsangst durchgelesen, um mir sicher zu sein, dass wir über das gleiche reden. Ihr liegt vielleicht doch gar nicht so daneben...
Sternchenhase
19.05.2017, 20:22
Sorry, Missverständnis. Ich meinte, dass ich nicht denke, dass es Prüfungsangst ist, da ich ja wie gesagt schon mal studiert habe und mit den Prüfungen dort ganz gut zurechtgekommen bin.
Das sagt überhaupt nichts aus. Prüfungsangst beschreibt ja nicht nur die Angst vor Prüfungen, es fließen viel mehr Parameter mit ein. Ich vermute, im anderen Studiengang ging es dir psychisch auch besser, vielleicht waren noch mehr Umstände anders als jetzt, das kommt alles zusammen. Deswegen würde ich Prüfungsangst auf keinen Fall ausschließen.
An deutschen Unis gibt es die psychologische Beratungsstelle der Uni, die sind klasse und kennen das mehr als gut. Wenn ich das noch richtig im Kopf habe, bist du aber gerade an einer ausländischen Uni?
EDIT: Ah, okay, dann sind wir ja einer Meinung :-).
Hast du ungefähr einen Plan, wie es weitergehen soll? Warst du mal bei der Studienberatung?
Hey Golden Bear!
Ich schließe mich den anderen an, breche bloß nicht ab, nur weil du noch nicht die richtige Lernstrategie gefunden hast! Solange es dich interessiert, solltest du es weiter versuchen! Bei uns ist es auch häufig so, dass sich die frischen Abiturienten viel leichter tun, als die älteren. Lernen muss man einfach gewohnt sein und bei denen, die etwas aus der Übung sind, dauert es dann eben 1/2 Semester, um wieder rein zu kommen.
An meiner Uni gibt es auch so viele verschiedene Lernangebote. Es gibt ein Online-Programm, dass die VLs mit weiteren Infos enthält, oder die Vorlesungen an sich und auch viele Wiederholungstutorien. Dann natürlich die allgemeinen Online-Angebote, Lerngruppen, etc. etc. An unserem Präptisch ist es wirklich so, dass manche vor Klausuren am liebsten nur in der Bib sitzen, manche gehe regelmäßig zu allen VLs. Ich persönlich kann mit dem allen nichts anfangen; ich habe ein Lehrbuch, fasse mir alles konsequent zusammen und trage es mir solange vor bis es sitzt. Ich kann weder durch Zuhören noch durch Lerngruppen lernen.. und das musst du einfach für dich herausfinden!
Also Kopf hoch!!
Golden Bear
20.05.2017, 17:25
Hast du ungefähr einen Plan, wie es weitergehen soll? Warst du mal bei der Studienberatung?
Momentan einfach mal weitermachen und hoffen, dass es besser wird. Es ist speziell die Anatomie (also der Präpkurs), die mir Probleme macht, alle anderen Fächer hab ich bisher bestanden. Ich hab es bisher nicht wirklich ernsthaft versucht, da durchzukommen, weil ich dachte, dass ich das sowieso nicht hinkriege. Für das nächste Testat probiere ich es jetzt zumindest mal.
Zumindest die ersten zwei Jahre werde ich mitnehmen und versuchen, durchzukommen, so gut es geht. Wenn es dann immer noch nichts ist, habe ich ganz grundsätzlich schon einen Plan B, was ich anstelle des Medizinstudiums machen könnte. Mal schauen...
Vielen Dank nochmal für eure Hilfe! Ich habe das Gefühl, besser verstanden zu haben, woran es eigentlich liegt.
Golden Bear
20.05.2017, 17:26
Wenn ich das noch richtig im Kopf habe, bist du aber gerade an einer ausländischen Uni?
Nein, ganz normal in Deutschland.
Golden Bear
20.05.2017, 17:28
Ich persönlich kann mit dem allen nichts anfangen; ich habe ein Lehrbuch, fasse mir alles konsequent zusammen und trage es mir solange vor bis es sitzt. Ich kann weder durch Zuhören noch durch Lerngruppen lernen.. und das musst du einfach für dich herausfinden!
Also Kopf hoch!!
Danke dafür :-top
Ich scheine ja zumindest nicht der einzige zu sein, der mit den Standard-Lehrmethoden nicht so optimal zurecht kommt. So ähnlich hätte ich das nämlich jetzt auch gemacht. Nur, wie geht das in der wenigen Zeit, die man hat?
Anfangen und immer weitermachen bis man fertig ist. Und nicht schon von Anfang an denken, dass das in der Zeit eh nicht zu schaffen ist.
Ich hab mir nie Gedanken gemacht, ob ich das zeitliche schaffe. Ich hab einfach vorne im Buch angefangen und Seite für Seite gelernt.
Und akzeptieren, dass man immer Lücken haben wird. Das fällt viele (mir auch) man Anfang ziemlich schwer.
Feuerblick
20.05.2017, 18:55
Es ist zeitlich zu schaffen. Ich hab mir die Zusammenfassungen damals auf Karteikarten geschrieben und ich habe mit (damals) Sobotta-Karteikarten zusätzlich die Strukturen gelernt. Ist halt zeitaufwändig, aber dafür hats dann auch locker bis zum Physikum gehalten und ich musste fast nichts mehr nachlernen.
Für die Anatomie braucht man einfach sehr viel Durchhaltevermögen. Man darf nie hin- und herüberlegen, ob man das jetzt noch schafft, wie viel das ist, usw., sondern muss die Zeit einfach zum Lernen nutzen. Vorher Lernplan machen damit man für jedes Teilgebiet einen vernünftigen Anteil der Lernzeit einplant, und dann einfach Gas geben, und endlos wiederholen.
Kommt natürlich auch stark drauf an, ob mündlich oder schriftlich geprüft wird. Wenn mündlich geprüft wird: "Einleitungen" üben. D.h. für jedes Organ z.B. einen kurzen Überblick über Funktion, Embryologie, makroskopischen Aufbau, Gefäßversorgung, Innervation usw. üben. Aber nicht im Sinne von Auswendiglernen, sondern einfach immer wieder neu aufsagen. So wirkt man dann überzeugend, und kann den Rest der Prüfung innerlich besser strukturieren. Wenn schriftlich geprüft wird: Altklausuren organisieren.
Es ist einfach sehr wichtig, genug Zeit zu investieren. Bei uns wurde Anatomie mündlich geprüft, und ich hab z.B. für das Bewegungsapparat-Testat 27 Tage lang großteils gelernt und 3 Tage lang großteils wiederholt. In Summe also sicher 120-180 Stunden Lernzeit investiert. Manche meiner Kommilitonen haben weniger gelernt, manche sogar deutlich weniger, aber die waren halt flotter beim Lernen. Man muss auch lernen, seine eigenen Fähigkeiten einzuschätzen, und dann die notwendige Lernzeit entsprechend anpassen. Das hängt bei jedem Studenten auch vom konkreten Fach ab. Ich z.B. konnte in Physio (oder auch in Psycho) in wenig Lernzeit sehr viel rausholen, aber in Anatomie musste ich sehr viel Zeit investieren und meine Leistungen waren trotzdem nie berühmt.
Dass du bereits einmal erfolgreich studiert hast, sagt IMHO überhaupt nichts aus. In vielen Studienrichtungen muss man einfach verdammt wenig tun. Die Vorklinik ist tatsächlich hart (ich fand Anatomie auch immer am schlimmsten, v.a. den Bewegungsapparat), aber nach dem Physikum wird es viel, viel besser.
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