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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erfahrungen Privatuniversitäten



Lena118
30.04.2017, 12:19
Hallo Leute,

da es für mich relativ unwahrscheinlich ist in den kommenden Semestern ein Platz zu bekommen und ich Möglichkeiten wie den Med-At schon ausgeschöpft habe, möchte ich eventuell Privatunis in Betracht ziehen.
Da gibt es natürlich neben den bekannten wie Witten oder die PMU noch die relativ neue MHB und die SFU in Wien.

Leider finde ich zu den letzten beiden nicht all zu viele Informationen bzw. Erfahrungen, da beide dieser erst 1-2 Jahre existieren. Deshalb wollte ich mal fragen ob vielleicht jemand von euch was bezüglich der oben genannten Unis, abgesehen von den Studiengebühren, gehört hat und vielleicht etwas darüber berichten könnte.

Außerdem frage ich mich ob man als Student bzw. Absolvent einer Privatuni im späteren Berufsleben eventuelle Schwierigkeiten bei der Jobsuche haben kann und mit Vorurteilen wahrgenommen wird. Oder ist diese Sorge unberechtigt?

Es wäre echt lieb wenn jemand von euch etwas berichten kann!

Sternchenhase
30.04.2017, 19:50
Du weißt, dass du am MedAT mehr als einmal teilnehmen darfst?

Ansonsten würde ich dir raten, die Forensuche zu nutzen (bzw. die letzten Threads runterzuscrollen), damit findest du die Bewerberthreads zu den meisten der Privatunis. In den Bewerberthreads direkt melden sich häufig ein paar Leute, die an der jeweiligen Uni studieren zu Wort, falls die Infos nicht ausreichen, kannst du ihnen direkt eine PN schicken.

ehem-user-11022019-1151
30.04.2017, 21:16
Die Sorge bezüglich Akzeptanz und der Jobsuche ist unbegründet :)
Außer wir werden in den nächsten sechs Jahren eine massive Ärzteschwemme haben und die Kliniken können sich die Ärzte selber aussuchen (selbst dann muss das nicht heißen, dass Privatuni = schlecht).

Zu allen deinen genannten Unis gibt es hier schon Threads.
SFU hat zwei riesen große Mankos:
unfassbar hohe Studiengebühren PRO Semester
ich glaube jemand hatte mal was über das Konzept Modellstudiengang gesprochen - Radiologie schon im 2. Semester. Ist auch nicht gerade sinnvoll.

Zwei der Unis sind sehr jung, es haben noch keine Studenten das Studium abgeschlossen - ist somit alles noch eine Pilotstudie. Hier im Forum sollten aber welche von der MHB sein.

Lena118
03.05.2017, 18:23
Dankeschön für die Antworten euch beiden. @Sternchenhase Ja klar ist mir bewusst, dass ich den Med-At mehrmals machen kann, möchte mir aber trotzdem auch andere Möglichkeiten anschauen. Habe die Forensische natürlich bemüht, aber leider wie gesagt zu den zwei o.g genannten Unis kaum was gefunden

@Cantabile Interessant das du das sagst, lese jedoch oft, was mir bei der Recherche der Unis aufgefallen ist, dass man sich ja den Titel erkaufen würde und die Qualität zweitklassig sei. Das spiegeln auf jeden fall die Kommentare von Artikel über die Unis.
Natürlich handelt es sich bei solchen Kommentaren nur über Meinung einzelner aber sorgen macht es mir trotzdem etwas, wenn ich mich an solchen Unis bewerben sollte.

Noch vielleicht ne etwas dumme Frage: Kann ich denn überhaupt davon ausgehen, dass ich mein Studium an so jungen Unis beenden kann, nicht das die währenddessen dicht machen o.ä ? Du sprichst ja auch von einer "Pilotstudie"?

ehem-user-11022019-1151
04.05.2017, 21:18
Das mit dem erkaufen sagen die, die keine Ahnung haben.
Wie oft habe ich das schon gelesen und gehört. Solange diese Leute nicht selbst an der Uni studiert haben, ist eine solche Äußerung mit Vorsicht zu genießen.
Denn du weißt nie, wieviel diese Leute für ihr Studium lernen.

Zu der anderen Frage, bei der MHH geh ich nicht davon aus, dass sie dicht macht.
Ich meinte nur, dass es schwierig ist, vorhersagen zu treffen

Edit: Spiegel online hatte mal einen Artikel (http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/stradins-universitaet-riga-viele-deutsche-studieren-medizin-im-ausland-a-872081.html)über meine Uni geschrieben. Ich zitiere mal paar Sachen:

Das Studium sei auch schon anstrengend genug, finden Katharina, Carola und ihre Kommilitonen. Auch wenn es bei Heimatbesuchen schon mal hämische Kommentare gibt: Sie hätten sich die Arztausbildung nur erkauft, ohne eine große eigene Leistung erbringen zu müssen. "Da hören wir gar nicht hin. Das beachten wir gar nicht", sagen sie beinahe wie aus einem Mund. "Und das stimmt auch nicht."

Kommentare:

---Zitat--- Auch wenn bei es bei Heimatbesuchen schon mal hämische Kommentare gibt: Sie hätten sich die Arzt-Ausbildung nur erkauft, ohne eine große eigene Leistung erbringen zu müssen. "Da hören wir gar nicht hin. Das beachten wir gar nicht", sagen sie beinahe wie aus einem Mund. "Und das stimmt auch nicht." ---Zitatende--- Das ist korrekt, es stimmt nicht das SIE ihre Ausbildung erkauft haben es waren ihre Eltern.

Dort studieren die "armen" und faulen Kinder reicher Eltern, bei denen es selbst ein Heer von Rechtsanwälten nicht geschafft hat, einen deutschen Studienplatz zu erschleichen. Hoffentlich fällt man denen dereinst nicht als Patient in die Hände. Ach nein, das muss nicht passieren, denn die werden alle Schönheitschirurgen und da muss man ja nicht unbedingt hin.


Na dann bin ich ja beruhigt, dass diejenigen Kinder-reicher-Eltern, denen die Eltern kein ausreichend gutes Abi kaufen konnten, zumindest auf diesem Wege doch noch zum Medizinstudienplatz kommen.


Wie hier manch einer argumentiert. Woher wollen Sie denn alle wissen, dass die Studenten, die auf die private Finanzierung ihres Studiums setzen, später schlechte Ärzte werden. Nur weil jemand die Möglichkeit hat solche Semestergebühren zu zahlen heißt doch nicht automatisch, dass man intellektuell zurückgeblieben ist. Um an Universitäten Osteuropas weiter zu kommen, wird von einem einiges abverlangt.


Ich denke, was ich damit sagen will, ist klar.
Ich werde diesen Thread jetzt nicht als Plattform benutzen um mich zu beklagen, wie schwer ich es habe und wie leicht die deutschen Studenten ihre Klausuren schreiben.
Ich will dir damit nur sagen, dass du auf diese Kommentare nicht hören solltest, wenn du dich für eine Uni entschieden hast :)
Viel Erfolg dir.

Ps: versuch trotzdem in einer österreichischen Uni unterzukommen, macht einiges einfacher ;-)

lisalenchen
01.02.2018, 07:07
Ich habe das Forum gerade etwas durchforstet, und sehe dass du in einer ähnlichen Lage gesteckt hast, und jetzt ja an der Privatuni in Wien bist :) Hast du dich denn trotzdem auf dem PMU test letztes Jahr vorbereitet?

Lena118
01.02.2018, 12:15
Hey, an der PMU hab ich mich damals nicht beworben, da ich die 4 Wöchige Berufserfahrung noch nicht vorweisen konnte zu der Zeit. War noch mitten im Abitur, hatte Chancen in Deutschland, je nach Abi und TMS, und mich dementsprechend bei den Privaten "nur" in Wien beworben. Tut mir leid, da kann ich dir leider nicht weiterhelfen :(

lisalenchen
02.02.2018, 07:31
Okay schade, aber trotzdem danke! :)
Viel Erfolg noch weiterhin!

LeakTom
14.02.2018, 06:45
Warum an eine Privatuni gehen? Ich meine eine staatliche erfüllt auch ihren Zweck. Kann die anderen verstehen in ihren Punkten aber für mich wäre es unbezahlbar mit Wohnung etc.