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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Worauf muss man bei einer Anstellung in der Schweiz achten?



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rhythm
15.05.2017, 19:00
Hallo zusammen,


ich hoffe hier ein paar Leute zu finden, die in der Schweiz arbeiten und ein paar Tipps für einen Berufsanfänger hat. Da ich potentiell Grenzgänger sein kann, interessieren mich folgende Fragen:
1. Lohnt es sich finanziell in der Schweiz einen Wohnsitz zu haben oder macht der Grenzgänger keinen allzu gro0en Verlust?
2. Wieviel Urlaub ist in der Schweiz üblich (genauer gesagt im Kanton St. Gallen)? Manchmal liest man fünf Wochen, manchmal vier.
3. Gibt es einen guten Brutto/Netto Rechner im Internet oder mit wieviel Abgaben muss man ca. rechnen?
4. Wieviele Gehälter pro Jahr werden in der Schweiz ausbezahlt?
5. Wie läuft es versicherungstechnisch? Grundversicherung muss man abschließen,oder?
6. Arbeitszeit in meinem potentiellen Haus sind 46 Stunden pro Woche - ist das der Durchschnitt?
7. Gibt es grundsätzlich Dinge auf die man achten muss, sollte man eventuell vor haben irgendwann wieder in Deutschland arbeiten zu wollen zwecks Anerkennung, Planung, Kursen/Fortbildungen etc.?

Danke euch.

davo
15.05.2017, 19:21
2. Völlig unterschiedlich. Bei AÄ 4-6 Wochen je nach Arbeitgeber. Steht alles auf der VSAO-Website.
3. http://www.estv2.admin.ch/d/dienstleistungen/steuerrechner/steuerrechner.htm und dann noch KV (siehe z.B. https://www.comparis.ch/krankenkassen/default.aspx )
4. Meines Wissens 12-13
6. Meist sind es 50 Stunden. Es gibt aber alles mögliche von 42 (sehr selten) bis 50. 46 ist also definitiv am unteren Ende angesiedelt.

rhythm
19.05.2017, 19:34
Danke davo, das muss ich mir genaeuer anschauen. VSAO habe ich zum ersten Mal gehört bzw. gelsen ;-).

tensun
31.05.2017, 06:08
Als Grenzgänger zahlst du neben der Schweizer Quellensteuer noch den Rest deutscher einkommensteuer. Wenn du in der Schweiz wohnst zahlst du nur die Schweizer Quellensteuer. Bei mir wären das als beginnender Assistent ca. 700€ steuern mehr für Grenzgänger. Dafür günstigere Miete, Amazon, einkaufen ohne Stress, Krankenversicherung ohne Franchise, Führerschein nicht ummelden und nicht nur geduldet sondern Einwohner. In Österreich leben und Schweiz arbeiten ist auch eine mögliche Option finde ich.

teletubs
01.06.2017, 20:00
Amazon liefert Bücher auch in die Schweiz und das mehrwertsteuerfrei ;-) Für den Rest kann man sich eine Packstation-Adresse oder sonstiges holen. Einkaufen OHNE Stress ist wohl grenznah nirgends mehr möglich...zumindest nicht in den Stosszeiten. Führerschein und Auto musst du erst nach einem Jahr ummelden...und Führerschein auch nur, wenn du fährst. Ansonsten ist es schnuppe...
Und man kann in der Schweiz auch integriert wohnen...ich kenne nicht die Mietpreise grenznah, aber ein Kauf einer Immobilie ist nicht unbedingt viel günstiger. Aber eben muss jeder selber wissen bzw. ausprobieren.

Zu den restlichen Fragen noch:
2. Weiss ich nicht...mittlerweile 20-25 plus je nachdem Flexitage in gewissen Kantonen.
3. Abgaben: Quellensteuer, KK musst du komplett selber tragen. Miete und sonstige monatlichen Fixkosten bei Bedarf.
4. Bis dato immer 13.
5. Ja bei der KK musst du dich obligatorisch grundversichern...der Rest ist Eigensache.
6. Letztes Jahr wurde die Wochenstundenzahl auf 46h exklusive Fortbildung runtergeschraubt. Sonst waren es 50h. Je nach Fach und Klinik kommen Überstunden dazu...
7. Ich habe keine Ahnung, aber ich denke, der Weg nach Deutschland zurück bzgl Anerkennung gewisser Sachen ist einfacher :-nix

rhythm
23.06.2017, 18:43
Bitte entschuldigt schon im Voraus für die blöde Frage, aber:
Wenn man in Deutschland studiert, auch in Deutschland das Studium abgeschlossen hat und danach in der Schweiz beginnt zu arbeiten, muss ich dennoch in Deutschland die Approbation beantragen,oder?

Eilika
23.06.2017, 19:24
Ja. Und sie Dir in CH dann anerkennen lassen...

tensun
23.06.2017, 19:50
Entschuldige, aber das ist nicht mehr aktuell. Früher war das möglich, aber jetzt geht die Anerkennung bei der mebeko für deutsche nur noch mit dem arztzeugniss. Schau mal auf den homepage da steht in fett gedruckt: 'Nicht die Approbation einschicken' .

Das Geld kann man sich sparen.

rhythm
23.06.2017, 20:25
@tensum: Vielen Dank! Hab jetzt nochmal nachgelesen - da steht tatsächlich "nicht die Approbation".

Macht es nicht dennoch Sinn eine Approbation in Deutschland zu beantragen, weil man ja nicht weiß, ob man wieder zurück nach Deutschland geht (und man bis zum Erhalt der Approbation auch nicht arbeiten dürfte) bzw. um sich Medikamente etc. in der Apotheke holen zu können??? Das mit der Ärztekammer ist in der Schweiz ja auch anders, als in Deutschland.

tensun
23.06.2017, 20:37
Ich würde dir empfehlen die gleich zu holen. Wird später nur komplizierter und man weiß ja nie wann man sie braucht.

rhythm
23.06.2017, 20:42
Danke für die Antwort. Das war auch mein Gedanke sie eben gleich nach Abschluss des Studiums zu holen, weil man eben nie weiß, wofür man sie noch brauchen kann.

Anerkennen muss ich das Zeugnis aber erst vor der FA-Prüfung,oder? Würde ja heißen, dass es blöd wär das jetzt gleich zu tun, wenn ich vielleicht doch nach Deutschland zurückgehe und dort die FA Prüfung machen würde.

Eilika
23.06.2017, 21:10
Gibt Spitäler, die das zur Einstellung verlangen. Andere nicht. Würde ich nachfragen!

rhythm
23.06.2017, 21:38
Danke für den Hinweis Eilika.

tensun
24.06.2017, 06:57
Bei mir wurde es von Spital auch gefordert. Aber sie haben auch die Kosten 800Fr dafür übernommen. Weiß nicht ob das immer so ist.

Eilika
24.06.2017, 08:43
Ich musste es selber zahlen. Mein erstes Spital wollte es nicht. Erst das zweite...

rhythm
24.06.2017, 12:59
Danke für die Hinweise. Dann könnte man da ja mal nachfragen, ob das Spital die Kosten übernimmt. 800-1000 Franken sind ja auch nicht wenig. Danke euch.

teletubs
27.06.2017, 19:30
Bei mir wollte es kein Spital...nur für die Facharztprüfung.

800-1000CHF sind nicht wenig, wenn man bedenkt, dass die FA-Prüfung fast genauso viel kostet und der FA dann nochmal das 4-fache :-oopss

rhythm
08.07.2017, 19:50
Jetzt hat sich nochmal eine Frage ergeben, da man in der Schweiz ja obligatorisch ein e-Logbuch für die Weiterbildung braucht.
Laut FMH Homepage kann man entweder Mitglied werden (und entsprechend Mitgliedsbeitrag zahlen) und sich somit dann mit der Mitgliedsnummer registrieren ODER man muss der FMH das Arztdiplom (ist damit eigentlich die Approbationsurkunde oder das Zeugnis gemeint?) plus entweder die Anerkennung der MEBEKO (teuer, da haben wir ja weiter oben dürber diskutiert) oder eine EU Konformitätsbescheinigung schicken.
Habe ich das richtig verstanden?

Für welche Möglichkeit habt ihr euch entschieden (für alle nicht-Schweizer)??

Eilika
08.07.2017, 20:57
Ich habe nie nicht ein Logbuch gehabt...

rhythm
08.07.2017, 21:09
Hast du den Katalog schriftlich geführt?
Laut FMH Homepage ist es nun Pflicht das online zu machen:
http://www.fmh.ch/bildung-siwf/weiterbildung/e-logbuch.html