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FataMorgana
20.10.2003, 09:29
Original geschrieben von Curryhuhn
vor benutzten kanülen sollte man aber respekt haben :-)
Das meinst Du aber nicht ernsthaft in bezug auf MRSA, oder?!
Curryhuhn
20.10.2003, 11:04
lol nein - im bezug zum angst haben :-)
Wenn du ein intaktes Immunsystem hast brauchst du dir eigentlich keine Sorgen zumachen das du erkrankst, bist
dann halt Überträger. Solltest dann auch keine Symptome
haben.
Es kommt halt drauf an ob der MRSA lokal(Wunde) oder
systemisch(Atemwege) sitzt. Wenn er lokal sitzt und die
Wunde ist gut verbunden dann ist das Infektionsrisiko
vergleichsweise gering.
Hab mich nun auch mal informiert, da wir im PP nun auch einen bestätigten Fall systemischer MRSA haben.
Abstriche von Mitarbeitern werden da auch nicht vorgenommen.
Das MRSA-Screening bei Patienten wird da ja auch nur in konkreten Verdachtsmomenten gemacht, will nicht wissen, wie viele Patienten oder med. Personal das letztlich rumschleppen ohne es zu wissen :-D
Wie groß ist eigentlich das Risiko bei MRSA zum Dauerträger zu werden, so man es hypothetisch "aufschnappen" sollte, und was bedeutet das für eine Tätigkeit im medizinischen Bereich ? (d.h. was weiß man über die Heilungsaussichten ?)
Hab da auch schon von einer vergleichsweise hohen Prävalenz gelesen in manchen Bereichen.
Gruß
ein neugieriger
Norry
Vergleiche dazu, wie die Niederländer nicht ohne Erfolg ihr MRSA-Problem kleinhalten. Ich glaube, das Personal wird dort gescreent, wer was hat wird beurlaubt, bis er den Keim weg hat und wer den MRSA nicht los wird, bekommt gekündigt. Soweit meine Info aus der MikrobioVL.
Ja, wird soweit ich hörte in Skandinavien ähnlich gemacht; wie groß ist dann letztlich der Anteil derer, bei denen sowas persistiert, nicht verschwindet ?
:-D Also in dem kleinen Haus, in dem ich zur Zeit meine Ausbildung absolviere, ist es folgendermassen: Bestätigt sich bei einem zuvor nicht isolierten Patienten der Verdacht auf MRSA, so werden bei allen Mitarbeitern der Station Rachenabstriche gemacht. Hat einer der Mitarbeiter auch MRSA, so wird dieser erst einmal SOFORT nach Hause geschickt, muss mit irgendwelchen schrecklichen Mittel gurgeln..... nach einigen Tagen erfolgen Kontrollabstriche. Beim dritten negativen Befund darf sich der Mitarbeiter wieder in den spannenden Stationsalltag eingliedern und schuften :-))
Vergleiche dazu, wie die Niederländer nicht ohne Erfolg ihr MRSA-Problem kleinhalten. Ich glaube, das Personal wird dort gescreent, wer was hat wird beurlaubt, bis er den Keim weg hat und wer den MRSA nicht los wird, bekommt gekündigt. Soweit meine Info aus der MikrobioVL.Das kann man aber nur machen in Kollektiven, in denen eine niedrige MRSA-Durchseuchung vorliegt.
Für stärkere Durchseuchungen wie Mittel-, Südeuropa oder die USA scheitert das an der praktischen Durchführbarkeit und den Kosten.
Dr. Sziget
21.12.2004, 16:47
reicht zur lokalen behandlung nicht ne anständige desinfektion ? mal kräftig die nasenschleimhäute in kodan tunken und gut ist.. ist vielleicht etwas schmerzhaft kurz aber müßte doch wirken oder ?? natürlich unsinnig wenn das ding schon systemisch ist..
grüße
Dr.Sziget
Hellequin
21.12.2004, 17:26
mal kräftig die nasenschleimhäute in kodan tunken und gut ist.. ist vielleicht etwas schmerzhaft kurz aber müßte doch wirken oder ??
Vergiss nicht das du das ein paar Minuten einwirken lassen musst.;-) :-))
Wie ansteckend ist denn jetzt überhaupt MRSA und ORSA! Ich fahre das nämlich ziemlich oft herum. Wir tragen dabei zwar Kittel und Mundschutz, aber auch erst seit "kurzem" sozusagen. Gibt es Sympthome für ne MRSA Infektion?
Genau DIE Fragen habe ich mir auch schon sehr oft gestellt. Habe als Zivi etliche MRSA-Fahrten gemacht (in der Regel so 2-3 pro Woche). Wir hatten aber auch diese Vollschutz-Anzüge (die tollen weissen Teile, der Vorteil war, das überall wo man damit hinkam, man SOFORT vorgelassen wurde :-)) ), Mundschutz und Handschuhe. Aber genaue Infos sind echt schwer zu bekommen.
Schau doch mal beim Robert-Koch-Institut vorbei, was die empfehlen.
Wie das mit dem Screening aussieht, ist ne gute Frage. Glaube kaum das in jedem X-beliebigen Krankenhaus alle Mitarbeiter einer Station getestet werden... auch in Altenheimen sieht es nicht unbedingt gut aus (was man da schon so alles erlebt hat :-notify ).
Ich persönlich hatte einmal eine "ungeschützte" MRSA-Fahrt (wir haben erst während der Fahrt erfahren, das die Patientin MRSA hatte). Es wurde ein Abstrich vorgenommen, und ein paar nette Kollegen haben so einen tollen "Desinfektions-Mundspüllösung-Ekel-Alles-Abtöt-Trunk" besorgt. Aber Urlaub gab es nicht, nur nach ca 2 Woche das (negative) Ergebnis.
Ansonsten ist die Ansteckungsgefahr -bei vernünftiger Hygiene- glaube ich nicht sehr hoch. Und immer schön das Auto putzen! :-D
Also ich halte diese ganze MRSA-Geschichte für das aller Letzte!
Bei uns im KH z.B ist das alles so halbherzig bzgl. MRSA.
Laut Hygieneplan muss eine Schleuse im Zimmer vorhanden sein.Gibt es nicht.
Wir ziehen uns vorm Zimmer an (volle Montur Mundschutz, Kittel, Haube, Handschuhe) , verrichten drinnen die Arbeit, ziehen uns drinnen aus werfen dort die Sachen ab, verlassen das Zimmer und desinfizieren uns die Pfoten.
Eine Ärzte scheinen Immun gegen MRSA zu sein.
Denen ist der Aufwand wohl zu hoch sich an- und auszukleiden.
Und so manche Shwester kommt in voller Montur aus dem Zimmer, um noch mal ein Laken aus der Wäschekammer zu holen.
In Amerika und Skandinavien Wird gar keine MRSA-Diagnostik mehr betrieben.
Das könnten sie hier auch ruhig einführen.
Entweder richtig oder gar nicht!
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