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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Innovatives Teilzeit-Konzept



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OhDaeSu
31.07.2017, 20:52
Wer selbst Kinder hat, weiß wie kompliziert es sein kann überhaupt nur den Alltag sinnvoll auf die Reihe zu bekommen.

Ja gut, es wird ja niemand gezwungen Kinder zu bekommen oder?

anignu
31.07.2017, 22:17
Ja gut, es wird ja niemand gezwungen Kinder zu bekommen oder?
Haben wir dann hiermit den Tiefpunkt erreicht? Können wir uns nun vielleicht mal wieder mit Teilzeitkonzepten beschäftigen?

Eine Diskussion zwischen ignoranten Kinderlosen und den Leuten die ernsthaft im Beruf das Problem haben Weiterbildung und Alltag auf die Reihe zu bekommen bringt uns da ja nicht weiter.

anignu
31.07.2017, 22:23
Nachtrag: aufgrund der maximalen Ignoranz auch meines Arbeitgebers werden die mich auch über kurz oder lang verlieren. Keine Chance dass das in der Form längerfristig bleibt.

Was treiben die zum Beispiel: die haben eine Abteilung in der es grad wenig Assistenzärzte gibt. Ihre Lösung? Ein Facharzt der eh schon über 10 Hintergrunddienste im Monat macht sollte nun zusätzlich "normal" Vordergrunddienste machen, wie die anderen Assistenzärzte auch. Konsequenz? Er hat gekündigt. Nun bricht das Hintergrundsystem eben zusammen. Mir egal, ich denk mir nur ständig: ihr Idioten.

Herbstblume90
01.08.2017, 07:12
Müsste jetzt eigentlich wieder gehen :-) Muriel hats repariert, glaub ich.

Danke, geht wieder!

Ich bin auch mal gespannt, wie es beruflich weiter echt. Aktuell mache ich das PJ ja in Teilzeit und die Lernkurve ist schon deutlich flacher, weil man vieles nicht zu Ende sieht. Theoretisch habe ich momentan die "Traumvorstellung", 2 Tage ganztags zu arbeiten und 3 halbtags, dann komme ich auf etwa 30 Stunden/Woche. Aber ob das ein Arbeitgebern mitmachen wird...

vanilleeis
01.08.2017, 08:59
Stelle ich mich schwierig vor. Warum nicht 5x 6 Stunden?

davo
01.08.2017, 09:27
Das wären auch für mich die interessantesten Modelle. 3-4 Tage die Woche ganztags arbeiten, oder, noch besser, Vollzeit mit 15-24 Wochen Urlaub im Jahr. Macht jeweils eine 60-80%-Stelle, aber mit viel mehr Freizeitmöglichkeiten. Aber das ginge halt in den meisten Facharztrichtungen realistisch nur als Job Share und das ist in Deutschland leider unüblich - und dann ist man außerdem stark von jemandem anderen abhängig. Da bräuchte ich einen Praxispartner, der die Südhalbkugel liebt... :-)) :-p

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01.08.2017, 10:41
Danke, geht wieder!

Ich bin auch mal gespannt, wie es beruflich weiter echt. Aktuell mache ich das PJ ja in Teilzeit und die Lernkurve ist schon deutlich flacher, weil man vieles nicht zu Ende sieht. Theoretisch habe ich momentan die "Traumvorstellung", 2 Tage ganztags zu arbeiten und 3 halbtags, dann komme ich auf etwa 30 Stunden/Woche. Aber ob das ein Arbeitgebern mitmachen wird...

Fachabhängig. Eine internistische Station in diesem Setting zu betreuen, erscheint mir schwierig. Gibt aber ja andere Optionen...

@ agnignu:
Auch wenn ich 90% von OhDaeSus Beiträge rotzfrech/arrogant finde.
In dem Punkt hat er recht. Die Entscheidung für Familie wird idR. bewusst getroffen. Das ist faktisch eine Entscheidung die in den meisten Fällen raschen beruflichem Vorankommen entgegen steht, weil die Ressource Zeit endlich ist.
Nachher über "Glass Floors" und gefühlte Sackgassen zu lamentieren, wirkt schon komisch...
Hinweisen möchte ich auch, dass es Kollegen gibt, die ungewollt kinderlos sind. Diesen gegenüber empfinde ich es z.T. mehr als unverschämt, wie Kollegen mit Kindern manche Forderungen (Urlaub zu bestimmten Terminen, Einspringen einfordern bzw. sich bei Kinderproblemen wie selbstverständlich vertreten lassen....) stellen.
Ich weiß, dass sich Perspektiven drastisch ändern mit Nachwuchs (vllt. so "orbital shift" mäßig), aber das ist keine Legitimation für Family First Attitüde am Arbeitsplatz!

@ Davo:
Bzgl. des Vollzeit Arbeit 80%Cash mehr Urlaub Modells:
Hatten einen Kollegen bei uns damit. War mega nervig für den Rest der Mannschaft - aus vielerlei Gründen, ein Hauptgrund: Blockt unglaublich viel Urlaub-Slots den Kollegen weg und hat noch das Argumentationsplus "er bekäme ja weniger Geld, dann müsse er ja zumindest an genau dieser Zeit seinen Urlaub bekommen".
Sowas killt ein Team.

anignu
01.08.2017, 11:48
Nachher über "Glass Floors" und gefühlte Sackgassen zu lamentieren, wirkt schon komisch...
Hinweisen möchte ich auch, dass es Kollegen gibt, die ungewollt kinderlos sind. Diesen gegenüber empfinde ich es z.T. mehr als unverschämt, wie Kollegen mit Kindern manche Forderungen (Urlaub zu bestimmten Terminen, Einspringen einfordern bzw. sich bei Kinderproblemen wie selbstverständlich vertreten lassen....) stellen.
Unverschämte Kollegen gibt es auf beiden Seiten... Klar hab ich mich bewusst für Kinder entschieden und stehe zu dieser Entscheidung. Ich will nur klarstellen, dass es teilweise nicht um Rosinenpicken geht wenn jemand mit Kindern einen Wunsch hat...

Jule-Aline
01.08.2017, 12:04
Klar, weil du mit deinen Antworten teils genauso ignorant wirkst wie einige meiner Kollegen, die keine Kinder haben aber blöd daherreden...

Beispiel Urlaubsplanung: diese vollkommene Ignoranz der Kinderlosen, dass Leute mit Kindern in den Ferien Urlaub nehmen wollen/müssen. Wer selbst Kinder hat, weiß wie kompliziert es sein kann überhaupt nur den Alltag sinnvoll auf die Reihe zu bekommen. Und dass die Ferien nicht unbedingt dazu da sind zu den teuersten Zeiten in den Urlaub zu fahren, sondern um sich um die Kinder kümmern zu können.

Oder weil die Krippe bzw.der Kiga 3 Wo Sommerferien macht und somit geschlossen ist.Natürlich praktisch wenn e s mehrere Eltern auf Arbeit trifft und man sich um den Urlaub streitet.Bisher hatte ich Glück,weil im Nachbar-Bundesland die Sommerferien teilweise zu einer anderen Zeit waren.

querfeldein
01.08.2017, 13:04
Unverschämte Kollegen gibt es auf beiden Seiten... Klar hab ich mich bewusst für Kinder entschieden und stehe zu dieser Entscheidung. Ich will nur klarstellen, dass es teilweise nicht um Rosinenpicken geht wenn jemand mit Kindern einen Wunsch hat... Anignu, ganz deiner Meinung! Ein bisschen Entgegenkommen von beiden Seiten ist gefragt. Blöderweise ist der Wille dazu oft ungleich verteilt, da gibt es immer Rosinenpicker, die die Flexibilität der anderen ausnutzen, bis die Flexiblen auch gefrustet sind. Aber ob mit oder ohne Kinder, solche gibt's auf beiden Seiten. Nur schränken natürlich Kinder die Flexibilität ein gutes Stück weit ein.

Espressa
01.08.2017, 22:13
Ich denke es ist kein Geheimnis, dass man mit Kindern und/ oder Kinderwunsch einfach schlechter gestellt wird in der Weiterbildung. Vielleicht kriegt man gerade so die Kernkompetenzen beigebracht, aber sehr vieles (so meine Beobachtung) bleibt vorwiegend männlichen Kollegen vorbehalten, die entweder geplant als OA übernommen werden sollten oder Gastärzte sind, die zur Ausbildung kommen und nix kosten. Und solange die Chefs diese Wahl haben, werden sie sich nicht das Leben schwer machen mit Müttern.
Eigentlich klappt Medizin und Familie eherner, wenn dann der andere Partner kürzer treten oder flexibler einspringen kann, um einem den Rücken frei zu halten.

vanilleeis
02.08.2017, 07:05
Ich denke es ist kein Geheimnis, dass man mit Kindern und/ oder Kinderwunsch einfach schlechter gestellt wird in der Weiterbildung. Vielleicht kriegt man gerade so die Kernkompetenzen beigebracht, aber sehr vieles (so meine Beobachtung) bleibt vorwiegend männlichen Kollegen vorbehalten, die entweder geplant als OA übernommen werden sollten oder Gastärzte sind, die zur Ausbildung kommen und nix kosten. Und solange die Chefs diese Wahl haben, werden sie sich nicht das Leben schwer machen mit Müttern.
Eigentlich klappt Medizin und Familie eherner, wenn dann der andere Partner kürzer treten oder flexibler einspringen kann, um einem den Rücken frei zu halten.

Na ja... einfacher ist es sicherlich nicht mit Kindern, aber ganz so negativ wie Du sehe ich es nicht. Man muss halt lernen, auch mal einzufordern und notfalls mit den Füßen entscheiden. Entsprechendes Engagement im Gegenzug vorausgesetzt

Brutus
02.08.2017, 09:47
@ Davo:
Bzgl. des Vollzeit Arbeit 80%Cash mehr Urlaub Modells:
Hatten einen Kollegen bei uns damit. War mega nervig für den Rest der Mannschaft - aus vielerlei Gründen, ein Hauptgrund: Blockt unglaublich viel Urlaub-Slots den Kollegen weg und hat noch das Argumentationsplus "er bekäme ja weniger Geld, dann müsse er ja zumindest an genau dieser Zeit seinen Urlaub bekommen".
Sowas killt ein Team.
S.O. Solche Kollegen gibt es. Muss man eben mit klarkommen. Die erledigen sich selbst, wenn sie selbst dann mal Wünsche haben... Bei uns läuft das so, dass ich z.B. ja gar nicht in den Ferien Urlaub / FZA haben will. Stattdessen gehe ich lieber Skifahren, wenn alle anderen keinen Urlaub haben wollen. Passt also schon. Und wenn da jemand dringend frei braucht, und ich auch schieben kann, dann verlegt man halt eine Freiwochen...
Geben und Nehmen. :-)

davo
02.08.2017, 09:54
Deswegen halt realistisch nur als Job Share machbar. Wenn man z.B. drei Leute hat, die jeweils 31 Wochen im Jahr arbeiten, wäre das genau passend um zwei Vollzeitstellen zu besetzen. Mit fix rotierenden "freien Wochen". Wäre organisatorisch kein Problem, aber das klappt halt nur, solange sich bei diesen drei Leuten nichts ändert. Das ist halt der Haken dabei, und sehr unwahrscheinlich.

Espressa
02.08.2017, 19:18
Deswegen halt realistisch nur als Job Share machbar. Wenn man z.B. drei Leute hat, die jeweils 31 Wochen im Jahr arbeiten, wäre das genau passend um zwei Vollzeitstellen zu besetzen. Mit fix rotierenden "freien Wochen". Wäre organisatorisch kein Problem, aber das klappt halt nur, solange sich bei diesen drei Leuten nichts ändert. Das ist halt der Haken dabei, und sehr unwahrscheinlich.
Mit Kindern helfen solche Modelle nur bedingt, wenn man täglich früher heim müsste wegen Kita etc.

mainzer
02.08.2017, 23:07
@Brutus: was hast n du für ne TZ-Stelle, bzw. wie arbeitest du?

zyna
21.08.2017, 21:24
Ich habe jetzt schon von zwei Kliniken gehört, wo es sehr gut funktioniert, dass sich zwei Leute eine Vollzeitstelle teilen. Der eine arbeitet quasi vormittags und der andere nachmittags. Ich glaube in der einen Klinik war es so, dass es wöchentlich wechselt, wer vormittags dran ist und in der anderen haben es sich die beiden selber untereinander ausgemacht. Das war allerdings nur Stationsdienst Innere. In Bezug auf Rotationen oder andere Fachbereiche wie z.B. Chirurgie oder Anästhesie könnte das Konzept vielleicht schwierig werden.