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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wenn heute WAHL-O-MAT wäre



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Lava
08.09.2017, 12:50
Und wenn du mal die Gewichtung von Themen änderst?

Feuerblick
08.09.2017, 12:53
Ich hab heute nochmal mit etwas anderer Gewichtung gearbeitet und bin danach zum Äußersten geschritten und habe die nervigen Programme der in Frage kommenden Parteien durchgelesen. Am Ende war es gar nicht so kompliziert.

WackenDoc
08.09.2017, 12:59
https://www.youtube.com/watch?v=3JkH9SP8FFk

Muhahaaaaaa. Hänschen Trollzin ist übrigens deren gesundheitspolitischer Sprecher.

crossie
09.09.2017, 08:16
Auch interessant:

http://science-o-mat.de/

habichnicht
09.09.2017, 13:41
Beim Katalog der Fragen zu medizinisch-naturwissenschaftlichen Aspekten (http://science-o-mat.de/)
kommt bei mir erwartungsgemäß die größte Übereinstimmung mit den Antworten der Grünen heraus.


Unter den Stellungnahmen der befragten Parteien ist mir vor allem die Antwort zu dieser Forderung aufgefallen:


Die Erstattung von homöopathischen Behandlungen durch die gesetzlichen Krankenkassen soll untersagt werden.


Dass diese Forderung mit Ausnahme der FDP von alle Parteien abgelehnt wird, hätte ich nicht erwartet.

SPD und CDU argumentieren dabei mit einem Hinweis auf die Beliebtheit „naturheilkundlicher Behandlungen“ (SPD) beziehungsweise von „Naturheilmedizin und Naturheilmitteln“ (CDU) und implizieren damit, Homöopathie sei ein naturheilkundliches Verfahren. :-(


Da finde ich das pragmatische Argument der Linken schon eher akzeptabel:



DIE LINKE steht für die Gleichbehandlung aller Therapieformen, unabhängig von der Zugehörigkeit zu einer bestimmten „Schule“ oder Weltanschauung.
Einzig entscheidend ist, ob es den Patientinnen und Patienten aufgrund der Therapie besser geht als ohne oder mit der Therapie der 1. Wahl.[.....]
Also Homöopathie als eine Art Weltanschuung – aber wenns den Patienten damit besser geht......


Quelle der Zitate: http://science-o-mat.de/

Gesocks
09.09.2017, 15:28
Bei der Linken erstaunt mich das "Nein", wo doch die Wöllert und andere sich immer wieder gegen Satzungsleistungen und teilweise Homöopathie im Speziellen aussprechen. Tatsächlich finde ich die Linke gesundheitspolitisch insgesamt gut aufgestellt.
Ich vermute, die haben die Frage einfach schlampig beantwortet im Sinne von "Untersagt werden soll nichts, sondern nur Wirksames soll, vorbehaltlos ob Schul- oder Komplementärmedizin, abgerechnet werden können" (- dein Zitat ist allerdings ohnehin verzerrend... ;-)).

Die vollständige Stellungnahme beim "science-o-mat" ("Die Erstattung von homöopathischen Behandlungen durch die gesetzlichen Krankenkassen soll untersagt werden.") lautet:
"NEIN. DIE LINKE steht für die Gleichbehandlung aller Therapieformen, unabhängig von der Zugehörigkeit zu einer bestimmten „Schule“ oder Weltanschauung. Einzig entscheidend ist, ob es den Patientinnen und Patienten aufgrund der Therapie besser geht als ohne oder mit der Therapie der 1. Wahl. Entsprechende Belege betrachtet DIE LINKE in einem gemeinschaftlich finanzierten Gesundheitssystem für selbstverständlich. Denn die Mittel der Solidargemeinschaft für gefährliche oder unwirksame Therapien zu verschwenden, widerspricht dem Solidaritätsgedanken."

In einem Interview des "Deutschen Zentralverbands homöopathischer Ärzte" (Die Fragen sind selbstverständlich tendenziös, die Antworten aber ganz interessant; CDU, SPD und Grüne haben die auch befragt) sagt die Linke auf die Frage, ob man sich Kostenübernahme anthroposophischer Medizin, Homöopathie, TCM und Phytotherapie wie in der Schweiz vorstellen könne:
"In einem solidarisch finanzierten Gesundheitssystem ist es wichtig, sorgsam mit den Beitragsmitteln umzugehen. Ein wissenschaftlicher Nachweis des Patientennutzens ist daher grundsätzlich für alle Maßnahmen unabhängig von der Heilmethode oder dahinterstehenden Theorien und Weltsichten erforderlich. Erfahrungsberichte und Beobachtungsstudien sind hoch verzerrungsanfällig und dafür nicht geeignet. Zum Nutzen der genannten Therapierichtungen besteht in der Fachwelt nach Wahrnehmung der LINKEN keine Einigkeit, sodass eine regelhafte Erstattung momentan nicht angezeigt ist."

Interessanter finde ich die Antwort auf die Frage, ob man Forschung in Deutschland anders bewerte als in der Schweiz, deren Regierung Wirksamkeit usw. o.g. Therapieformen anerkenne:
"Die Kriterien für die Beurteilung, ob eine Behandlungsmethode mehr nutzt als schadet, sind international überwiegend konsentiert worden. Trotzdem gibt es Unterschiede, ab welchem Maß an wissenschaftlicher Sicherheit eine Aussage als wahr angenommen wird. DIE LINKE vertraut hier auf die Methodik des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit, dessen Arbeit auch international als besonders gut und unabhängig von Interessen Dritter geschätzt wird. Nach unserer Ansicht ist es nicht Aufgabe der Politik, zu entscheiden, ob Therapiemethoden wirksam und sicher sind, sondern Aufgabe der Wissenschaft."(http://www.homoeopathie-online.info/wie-steht-die-linke-zur-homoeopathie/)

EDIT:
Wahl-O-Mat sagt, ich soll Grün wählen. Bin mir bei der Zweitstimme aber noch nicht ganz sicher; irgendeinen Kapital-flaw haben auch die Wählbaren...

habichnicht
09.09.2017, 19:38
Bei der Linken erstaunt mich das "Nein" [...]Es ist laut Science-o-mat weder ein "Nein" noch ein "Ja", sondern ein "Neutrale Haltung".



[......]wo doch die Wöllert und andere sich immer wieder gegen Satzungsleistungen und teilweise Homöopathie im Speziellen aussprechen. [.....]

Ich vermute, die haben die Frage einfach schlampig beantwortet im Sinne von "Untersagt werden soll nichts, sondern nur Wirksames soll, vorbehaltlos ob Schul- oder Komplementärmedizin, abgerechnet werden können"

Damit ließe sich vielleicht erklären, weshalb bei Science-o-mat weder das Sybol für Zustimmung/Ja (grünes Kästchen), noch das für Ablehnung/Nein (rotes Kästchen) angegeben wird, sondern das graue Kästchen für „neutrale Haltung“.
Andernfalls wäre es einfach ein Darstellungsfehler bei Science-o-mat.


...dein Zitat ist allerdings ohnehin verzerrend... ;-)

Dass das Zitat unvollständig ist, hatte ich durch das [….] am Ende angedeutet. ;-)

Gesocks
09.09.2017, 20:32
Hä? Bis auf die FDP haben bei der Frage alle Parteien ein "Nein" angegeben. Hast du in #25 doch sogar selbst festgehalten. Die Linke selbst beginnt ihre Stellungnahme mit "NEIN."

Deine Kürzung ist verzerrend, weil der abgeschnittene Part, in dem Wirksamkeitsbelege gefordert werden, das genaue Gegenteil deiner Interpretation ("Also Homöopathie als eine Art Weltanschuung – aber wenns den Patienten damit besser geht...... ") besagt.

habichnicht
09.09.2017, 20:44
Hä? Bis auf die FDP haben bei der Frage alle Parteien ein "Nein" angegeben. Hast du in #25 doch sogar selbst festgehalten.
Stimmt. :-blush

Gast26092018
10.09.2017, 10:44
30870

Kandra
10.09.2017, 11:33
Während beim Wahl-O-Mat die CDU/CSU auf dem erwartbar vorletzten Platz gelandet sind, hab ich beim Science-o-mat 80% Übereinstimmung....bin jetzt offiziell verwirrt. Lustigerweise sehe ich nämlich bei fast 90% der Positionen, denen die CDU angeblich positiv gegenüber steht, keinerlei Bemühungen, das auch zu ändern. Wenn die eine Impfpflicht befürworten, warum ist sie dann nach 12 Jahren Regierungsmacht noch nicht da? Von einem "ja wir wollen" und "wir bemühen uns", kann ich mir nichts kaufen und da lasse ich in meine Wahlentscheidung natürlich auch die (kaum vorhandenen) Erfolge der letzten Regierungsjahre miteinfließen.

crossie
10.09.2017, 13:05
Das frage ich mich auch die ganze Zeit! Die GroKo hatte jetzt jahrelang Zeit die Dinge zu tun die sie jetzt versprechen im Falle ihrer Wahl umsetzen zu wollen. Warum haben sie es nicht getan? Weil der jeweils andere Regierungspartner gegen mehr Schulen, weniger Alters-/Kinderarmut, etc. war?

Ich bin immernoch nicht entschieden ob ich überhaupt wähle. Due etablierten Parteien sind für mich unwählbar weil sie mich offen anlügen uns es ihnen lediglich um die Sicherung ihrer Position geht. Und die Parteien die aus meiner Sicht wenigstens halbwegs innovative Ansätze haben sind soweit von einem Regierungseinfluss entfernt wie ich von einem Sixpack. Und das ist seehr weit... :D

Für mich macht dieses Parteiensystem einfach keinen Sinn.

Kandra
10.09.2017, 14:01
Bevor du garnicht wählen gehst, gib deine Stimme doch der PARTEI oder einer ähnlichen Institution. Dann steigt wenigstens die Wahlbeteiligung und du darfst dich offiziell beschweren, wenn die Regierung Mist baut. Wer nicht wählt, darf hinterher nämlich auch nicht meckern ^^

Salzi19
10.09.2017, 14:32
Habt ihr den Steuer-O-Mat schon mal ausprobiert?

Choranaptyxis
10.09.2017, 15:42
Die wenigsten werden vor der Wahl prüfen, ob z.B. eine Impfpflicht im Programm ist, wenn es nicht von Websiten oder in FB Gruppen aufgebauscht wird. Diese nachher aber zur Entscheidung zu stellen, wird öffentlich und mehr Leute als man hoffen könnte sind dagegen, also potenzielle Wähler. Im Programm lassen, aber nicht umsetzen, ist da einfacher.

Kandra
10.09.2017, 15:58
Na 3 Monate vor der nächsten Wahl würde ich das auch nicht mehr umsetzen ^^ Aber was spricht gegen 3 Monate NACH der Wahl? In 4 Jahren bei der nächsten Wahl kräht da dann sowieso kein Hahn mehr danach.

Hoppla-Daisy
10.09.2017, 16:59
Mein Wahl-o-mat überrascht mich nicht wirklich. Ob ich das aber tatsächlich wähle, weiß ich noch nicht. Schauen wir mal. Es wird wohl letztendlich ne Spontanwahl. Bis auf die unsägliche Partei, deren Name nicht genannt werden darf (hat sowas von Lord V...), liegen alle recht dicht beeinander.

Relaxometrie
10.09.2017, 17:08
Für mich macht dieses Parteiensystem einfach keinen Sinn.
Sehe ich auch so. Ich finde keine einzige Partei zu 100% wählbar. Oder auch nur zu 80%. Aber das sehen inzwischen wohl sehr viele Menschen so; und wird hier in der Diskussion ja auch deutlich.
Dazu verlinke ich -obwohl bei SpOn erschienen- mal diesen Artikel "Brauchen wir noch Parteien?" (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bundestagswahl-2017-brauchen-wir-noch-parteien-kolumne-von-henrik-mueller-a-1166946.html). Der Artikel wartet zwar nicht mit DEM Ergebnis des Problems auf; zeichnet aber immerhin ein Stimmungsbild.

Choranaptyxis
10.09.2017, 17:30
Ich wäre mir nicht sicher, ob man bei Abstimmungen bezüglich Impfpflicht etc genügend Stimmen zusammenbekommt...

Kandra
10.09.2017, 17:33
Ach das würde schon gehen, wenn man wirklich wollen würde. Die Stimmen die man in der eigenen Partei vielleicht verliert, würde man sicher von den Grünen oder den Linken wieder "reinbekommen".