Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gründe für Kindstaufe
Mein Freund und ich sind beide getauft (er evangelisch, ich katholisch) und werden unsere zukünftigen Kinder nicht taufen lassen. Wir sind beide nicht religiös und sehen Kirchen noch maximal als Touristen und mehr oder weniger gezwungenermaßen bei kirchlichen Hochzeiten von innen. Mein Freund ist mit Beginn seiner Arbeitskarriere aus der Kirche ausgetreten, ich kann das leider aus bekannten Gründen nicht. 50% der potentiellen Arbeitgeber für Kinderärzte in meinem Umfeld sind kirchlich getragen. Das werde ich nicht ändern können, aber meine Kinder werden dieses Problem nicht haben. Wenn sie sich aber aus freiem Willen irgendwann zur Taufe usw. entscheiden sollten, werde ich sie davon natürlich nicht abhalten. Vielleicht gehen wir sogar Weihnachten trotzdem in die Kirche, einfach weil es auch zu "meinem" Weihnachten als Kind dazugehört hat und schließlich auch die Hintergründe des Festes bekannt sein sollten. (Außerdem muss man die Kinder ja irgendwie aus dem Haus kriegen um die Geschenke unter den Baum legen zu können ;) ) Religionsunterricht finde ich grundsätzlich auch sinnvoll, allerdings tatsächlich mehr in Richtung Ethik um eben auch die anderen Religionen miteinzuschließen um sich ein differenziertes Urteil bilden zu können.
Moorhühnchen
10.09.2017, 12:08
Vielleicht muß ich an dieser Stelle noch einmal betonen, was für einen tollen Religionsunterricht ich in meiner Schulzeit hatte! :-D
Der war sehr weltoffen gehalten (obwohl er in der Grundschule ja vom Pfarrer gehalten war) und hat mir mehr mitgegeben als es ein Ethikunterricht hätte tun können.
Eine bewußte Entscheidung der Kinder/Jugendlichen FÜR den Kircheneintritt wird es nicht geben, wenn sie nicht auch religiös erzogen wurden... Das schließt sich für mich irgendwie aus. Dafür ist es im späteren Alter nicht mehr "interessant" genug. Mein Neffe und meine Nichte können mit religiösen Themen absolut nichts anfangen, warum sollten sie sich also aktiv und von selbst für einen Eintritt in die Kirche entscheiden? Kein Drama, aber für mich eine Tatsache. :-)
Feuerblick
10.09.2017, 12:09
Sehe ich ähnlich wie Hühnchen...
Ethikunterricht hat mir auch irgendwie so gar nix gegeben. Der war langweiliges Blabla. In Reli gab es wenigstens noch spannende Geschichten... :-))
Moorhühnchen
10.09.2017, 13:31
Für mich wäre es sehr wünschenswert, wenn dieses "Kirche ja/nein" bei Alltagsentscheidungen wie Arbeitsplatzsuche, Kindergarten und so keine Rolle spielen würden, weil die Institutionen sich öffnen. Einerseits aus Gründen, die Relaxo ja schon angeführt hat (staatliche Unterstützung, etc.).
Und weil ich der Meinung bin, daß das "Glauben oder Nicht-glauben" noch viel zu wichtig genommen wird. Für mich macht es keinen Unterschied, ob mein Kollege Christ, Buddhist, Moslem, Jude oder Atheist ist. Mag sich mit meiner Entscheidung pro Taufe widersprüchlich anhören, aber mir geht es tatsächlich dabei eher um die Tradition an sich und die allgemeinbildende Erziehung, die Grundlagen des Christentums zu kennen - inklusive der Wirrungen wie Inquisition und Hexenverfolgung. Die Grundlagen unserer Kultur.
Wenn irgendwann noch der (oder doch das?) Zölibat abgeschafft würde, die Kirchen und damit auch die Menschen weltweit untereinander offener miteinander umgehen würden und damit solchen Fundamentalisten wie IS der fruchtbare Boden entzogen würde, wäre meiner Meinung nach ein großer Schritt getan.
Mein Wort zum Sonntag! :peace:
Man bekommt auch in Religionsunterricht Kenntnisse und Einblicke in andere Religionen, dafür muss man nicht in Ethik gehen ;-)
Feuerblick
10.09.2017, 14:39
Kommt vermutlich drauf an, wie weltoffen der Religionslehrer ist ;-)
Heerestorte
10.09.2017, 14:41
Ich wurde getauft und konfirmiert, aber ich bin ausgetreten, da ich nicht gläubig bin und ich die 40€ im Monat, die ich gerade bezahlen müsste und später mal über 95€ Kirchensteuer, sinnvoller verbrauchen kann, als sie an die Kirche abzugeben.
Klar, Konfirmationsunterricht, die Ausflüge etc. waren lustig, aber dennoch bin ich nicht gläubig und so werde ich später wohl auch mal meine Kinder erziehen.
@Feuerblick: Das steht so im Lehrplan, zumindest in Bayern.
z.B.:
"Die Schüler erwerben Kenntnisse über jüdische Geschichte und jüdisches Selbstverständnis und werden sich der Nähe des Judentums zum Christentum wie seiner Eigenständigkeit bewusst.
gegenwärtiges jüdisches Leben und jüdischen Glauben wahrnehmen
jüdische Feste und Bräuche, Gebet und Gottesdienst; religiöse Gruppen
Grundmotive jüdischen Glaubens: Glaube an den einen Gott (Sch’ma Israel); Tora als Orientierung; Bedeutung von Erinnerung und Hoffnung
das Verhältnis von Judentum und Christentum beschreiben können Gemeinsamkeiten und Unterschiede
ausgewählte Stationen jüdischer Geschichte bis zur Gegenwart [→ G 9.2, G 9.4]
Motive und Formen des Antijudaismus und des Antisemitismus [→ G 9.2]"
http://www.isb-gym8-lehrplan.de/contentserv/3.1.neu/g8.de/index.php?StoryID=26239 9. Klasse
"Ev 10.3 Buddhismus [→ K 10.5] (ca. 10 Stunden)
Die Auseinandersetzung mit fernöstlicher Religiosität erweitert die Sicht von Ich und Welt, dient dem vertieften Verständnis und der Achtung des Fremden sowie der Vergewisserung darüber, was christlicher Glaube ist.
den Buddhismus im Überblick kennen lernen
aktuelles Interesse an fernöstlicher Religiosität, z. B. religiöse Heilmethoden, Yoga, Zen
Grundvorstellungen des Hinduismus als geistige Voraussetzungen: Karma, Brahman
Grundzüge der Biographie Buddhas und der Geschichte des Buddhismus
Grundvorstellungen des Buddhismus: Lehre und Grundsätze der Lebensführung
buddhistische und christliche Glaubensvorstellungen in Beziehung zueinander setzen
z. B. Spiritualität, Lebensführung, Verständnis von „Ich”"
http://www.isb-gym8-lehrplan.de/contentserv/3.1.neu/g8.de/index.php?StoryID=26209 10. KLasse
Feuerblick
10.09.2017, 15:04
Vermutlich ist das inzwischen auch bei uns so. Zu meiner Zeit war das noch sehr lehrerabhängig. Die einen haben fast eine Art Ethikunterricht gemacht, die anderen tatsächlich Religionsunterricht und wenn man Glück hatte, hat man nicht nur die eigene Religion nähergebracht bekommen.
Zu meiner Zeit gabs das auch schon, das ganze bei einer eher sehr konservativen Lehrkraft. Wurde alles genau durchgenommen.
Moorhühnchen
10.09.2017, 15:33
Ich werde nachher mal meinen Neffen und meine Nichte fragen, ob im Ethikunterricht auch Religionen gelehrt werden. Und ob sie sich aufgrund dessen für einen Eintritt in die Kirche entscheiden würden... :-))
Gehe so primär aber erstmal nicht davon aus. Und über Normen und Werte habe ich im Deutsch-, Englisch- und Französischunterricht so ganz nebenher genug gelernt. Dafür brauchte ich nicht noch ein extra Fach. Ich fand und finde das Wissen um die biblischen Geschichten viel spannender - ohne gläubig zu sein.
Für welche späteren Berufe könnte die Tatsache des Kirchenaustritts denn später eigentlich noch eine Rolle spielen, außer für Ärzte, Pflegekräfte und Kindergärtnerinnen? Das dürfte doch tatsächlich die größte Gruppe darstellen? Für "Verwaltungsmenschen" dürfte es genügend andere Arbeitsplätze geben... :-nix
*milkakuh*
10.09.2017, 16:11
Ich will nur mal kurz einwerfen, dass man als Kind durchaus auch ausgeschlossen sein kann, wenn man nicht getauft bin. Ich bin in einem kleinen Dorf aufgewachsen, quasi alle katholisch. Bei uns in der Grundschule gab es nur katholischen Religionsunterricht (soweit ich mich erinnern kann) und wir sind alle gemeinsam zur Kommunion gegangen, die meisten waren dann auch Messdiener. Wir hatten einen Jungen in der Klasse, der bei den Zeugen Jehovas war und der dadurch echt viel verpasst hat, weil einfach viel innerhalb der Gemeinde unternommen wurde.
Ich will damit nur sagen, dass man Kinder (vorallem auf dem Dorf) auch damit ausschließen kann, wenn man sich in einer religiösen Gegend gegen eine Taufe entscheidet.
Ich persönlich finde die christlichen Werte und den Gemeinschaftsgedanken insgesamt gut und würde meine Kinder daher auch taufen und christlich erziehen (was weder heißt, dass sie jede Woche in die Kirche gehen müssen, noch, dass vorm Essen gebetet wird.)
ehem-user-11022019-1151
10.09.2017, 16:30
Ich wurde als Kind nicht getauft und werde auch meine zukünftigen Kinder nicht taufen lassen. Das liegt aber ganz einfach daran, dass ich in einer evangelikalen Gruppe aufgewachsen bin und es in Freikirchen eigentlich prinzipiell die Erwachsenentaufe gibt, für die ich mich dann mit 17 entschieden habe.
Relaxometrie
10.09.2017, 16:54
Für mich wäre es sehr wünschenswert, wenn dieses "Kirche ja/nein" bei Alltagsentscheidungen wie Arbeitsplatzsuche, Kindergarten und so keine Rolle spielen würden, weil die Institutionen sich öffnen. Einerseits aus Gründen, die Relaxo ja schon angeführt hat (staatliche Unterstützung, etc.).
Und weil ich der Meinung bin, daß das "Glauben oder Nicht-glauben" noch viel zu wichtig genommen wird. Für mich macht es keinen Unterschied, ob mein Kollege Christ, Buddhist, Moslem, Jude oder Atheist ist.
Diesen Teil Deines Worts zum Sonntag kann ich voll unterschreiben.
mir geht es tatsächlich dabei eher um die Tradtion an sich und die allgemeinbildende Erziehung, die Grundlagen des Christentums zu kennen - inklusive der Wirrungen wie Inquisition und Hexenverfolgung. Die Grundlagen unserer Kultur.
Das von Dir Genannte plus ein Überblick über andere Weltreligionen würde ich mir für den Religionsunterricht in der Schule wünschen. Dieser sollte mMn allerdings konfessionsübergreifend für alle Schüler stattfinden. Eine Trennung nach katholisch und evangelisch an der Schule sollte unterbleiben.
Ich wurde als Kind nicht getauft und werde auch meine zukünftigen Kinder nicht taufen lassen. Das liegt aber ganz einfach daran, dass ich in einer evangelikalen Gruppe aufgewachsen bin und es in Freikirchen eigentlich prinzipiell die Erwachsenentaufe gibt, für die ich mich dann mit 17 entschieden habe.
Das Prinzip der Erwachsenentaufe ist das einzig richtige. Das ist ein Punkt, den ich bei den evangelikalen Gruppen sehr gut finde. Plus natürlich die finanzielle Regelung. Soweit ich weiß, bekommen die Evangelikalen keine Unterstützung durch den Staat, sondern finanzieren sich mittels Spenden selbst?
Ich hatte in meinem Leben nie Religionsunterricht oder Ethik. Zu meiner Zeit gabs das an meiner Schule nicht. Und ehrlich gesagt bin ich auch der Meinung, dass das nicht an eine Schule gehört. Wenn ich möchte, dass mein Kind religiös erzogen wird, kann ich es privat in den entsprechenden Unterricht schicken.
Ich gebe euch recht, dass ein bisschen Wissen über die Weltreligionen zum Allgemeinwissen gehört. Ein bisschen was darüber hatte ich ja auch in der Schule. In der Grundschule, glaube ich. Man könnte es halt in ein Fach wie Geschichte oder Sozialkunde integrieren. Oder es halt meinetwegen Ethik nennen. Aber explizit Religionsunterricht gehört für mich nicht in eine staatliche Schule :-nix
Aber explizit Religionsunterricht gehört für mich nicht in eine staatliche Schule :-nix:-meinung
Espressa
10.09.2017, 18:54
Ich finde schon, dass eine Auseinandersetzung mit Religionen wichtig ist. Man muss doch wissen, worauf die Regeln verschiedener Volksgruppen basieren, selbst wenn man an nichts glaubt.
Ich höre so oft "es glauben doch alle an den selben Gott, sie nennen ihn nur anders" und ähnlichen Mist, der einfach nicht wahr ist. Die Unterschiede sind gravierend allein zwischen Juden/Christen und Muslimen, und Buddhismus hat wieder andere Prinzipien und und und. Und es drängen sich religiös motivierte Fragen auch in den Alltag, Zuwanderung verschiebt mancherorts die Verhältnisse, ich finde um da mitreden zu können sollte man sich damit schon befassen.
Moorhühnchen
10.09.2017, 21:18
Aber explizit Religionsunterricht gehört für mich nicht in eine staatliche Schule :-nixUnd da ist der Unterschied: für mich halt schon. :-D Ob der Unterricht nun "Ethik" oder "Religion" heißt, ist mir relativ egal, solange gute Inhalte und nicht nur allgemeines Blabla und Geschwafel gelehrt werden.
Habe meinen Neffen und meine Nichte vorhin mal befragt. Mein Neffe (15) geht in den evangelischen Religionsunterricht, weil ihm der Ethikunterricht nicht gefallen hat und meine Nichte (12) hat Ethikunterricht. Dort werden die Religionen wohl vergleichend durchgesprochen, neben Normen, Werten, Respekt, Toleranz und so weiter. Finde ich auch nicht schlecht so und wäre vielleicht auch mein Fach der Wahl gewesen, wenn es das früher gegeben hätte.
Auf die Frage, ob sie sich aufgrund dessen, was sie im Unterricht gehört haben, für einen Eintritt in die Kirche entscheiden würden, völlig verstörte und entsetzte Blicke und "Ich bin doch nicht bescheuert!". Naja, so kann man's auch sehen. :-oopss
Meine Schwester hatte sie ja auch nicht taufen lassen, weil sie wollte, daß die Kinder später selbst entscheiden können. In der Grundschule gab es bei meiner Nichte wohl mal das "Problem", daß der Religionsunterricht von der Lehrerin übel war und meine Schwester ihre Tochter befreien lassen wollte. Die Lehrerin blockte zunächst wohl ab, dies sei nur für muslimische Kinder zulässig. Den Ausgang der Diskussion könnt ihr Euch ja sicher denken... :-))
Obwohl ich sehe, daß das für die Kinder meiner Schwester offensichtlich gut funktioniert, werde ich mich keinesfalls dagegen aussprechen, wenn meine Freundin ihr Kind taufen lassen möchte. Sehe das halt auch einfach nicht so dogmatisch. Vielleicht aber auch, weil ich mich selbst durch das Getauft-sein nicht benachteiligt fühle. Ich will nicht behaupten, daß ich die Kirchensteuer gerne zahle, aber wenn ich dann sehe, was meine Kollegen bewirken und ich sie vielleicht durch das Geld indirekt unterstütze, dann ist das in Ordnung für mich. Vielleicht ist meine Brille da etwas rosa-rot, aber ich habe mich seinerzeit bewußt gegen den Kirchenaustritt entschieden, um mir potenzielle Arbeitgeber offenzuhalten und damit kann ich nun - da ich an einem kirchlichen Haus arbeite - gut leben. :-)
ehem-user-11022019-1151
10.09.2017, 22:10
Das Prinzip der Erwachsenentaufe ist das einzig richtige. Das ist ein Punkt, den ich bei den evangelikalen Gruppen sehr gut finde. Plus natürlich die finanzielle Regelung. Soweit ich weiß, bekommen die Evangelikalen keine Unterstützung durch den Staat, sondern finanzieren sich mittels Spenden selbst?
Ist meiner Meinung nach auch die einzige, die auf der Bibel basiert. Ich möchte hier aber keine Glaubensdiskussion heraufbeschwören. Wer dazu noch Fragen oder Meinungen hat, kann sich aber natürlich immer gerne an mich wenden.
Das mit der finanziellen Sache stimmt auch so, läuft alles auf Spendenbasis und freiwillig. Und ja, ich zahle auch keine Kirchensteuer, aber das sollte ja klar sein.
Ich finde schon, dass eine Auseinandersetzung mit Religionen wichtig ist. Man muss doch wissen, worauf die Regeln verschiedener Volksgruppen basieren, selbst wenn man an nichts glaubt.
Ich höre so oft "es glauben doch alle an den selben Gott, sie nennen ihn nur anders" und ähnlichen Mist, der einfach nicht wahr ist. Die Unterschiede sind gravierend allein zwischen Juden/Christen und Muslimen, und Buddhismus hat wieder andere Prinzipien und und und. Und es drängen sich religiös motivierte Fragen auch in den Alltag, Zuwanderung verschiebt mancherorts die Verhältnisse, ich finde um da mitreden zu können sollte man sich damit schon befassen.
Genau so sehe ich es. Es gibt signifikante Unterschiede und diese sollten schon gelehrt werden. Ich finde es nicht richtig, wenn gesagt wird, dass es ja alles das gleiche ist. Ist es einfach nicht. Ein Apfel wird nicht zur Birne nur weil beides Obst ist.
Ich finde schon, dass eine Auseinandersetzung mit Religionen wichtig ist. Man muss doch wissen, worauf die Regeln verschiedener Volksgruppen basieren, selbst wenn man an nichts glaubt.
Deshalb könnte das man super in Geschichte oder eben Sozialkunde integrieren. Mich selbst interessiert die Geschichte der Religionen sehr. Für was aus der Bibel gibt es tatsächlich Be- oder zumindest Hinweise? Was weiß man über die Quellen? Ich habe z.B. mal eine Doku über die Bundeslade gesehen und ob sie wirklich existiert hat. In Äthiopien gibt es Leute, die behaupten, sie hätten die Bundeslade mal vor Jahrhunderten geklaut und sie würde da jetzt streng bewacht in einem Tempel stehen, in den aber nur ein bestimmter Mönch rein darf :-)) Den besten Hinweis, dass es die Lade tatsächlich gegeben hat, ist ein Siegelring, den man bei Grabungen für eine U-Bahn in Jerusalem gefunden hat. Da hat man nämlich die Insignien eines Hohepriesters gefunden, der in der Bibel als einer der Wächter über die Bundeslade erwähnt wird.
Aber das ist eben für mich der Unterschied: erzähle ich was, was tatsächlich in der Bibel steht (was für mich größtenteils Märchen sind) oder erzähle ich die Geschichte dahinter... schwierig schwierig... kann man Religion von einem neutralen Standpunkt aus vermitteln? Was ist, wenn ich es eben nicht von einem neutralen Standpunkt aus vermittle? Ist das nicht Indoktrinierung? Erinnert mich ein bisschen an unsere Homöopathievorlesung in Pharmakologie. Da sollte uns der Chef des Instituts was über Homöopathie erzählen... kann sich jeder vorstellen, dass das keine sehr ernst gemeinte Vorlesung war.
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.