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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Braucht man für die Forschung zwingend eine Facharztausbildung?



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Miss_H
14.11.2017, 17:14
Du schreibst so einen Unsinn. Gerade die beiden von dir erwähnten haben keine abgeschlossene Promotion und noch nicht einmal eine begonne. Sie habe ihr Studium noch nicht mal besonders schnell durchgezogen. Man muss sich halt überlegen wo man arbeiten möchte und schon im Studium ein paar Erfahrungen sammeln.
Abiturnote ist wichtig? Joa man muss ja nicht nach Heidelberg gehen. Gibt auch andere Städte und da braucht man nicht so tolle Noten.
Laborantenausbildung statt Studium? Ja kann man machen, aber man wird damit ich so hohe Aufstiegschancen haben. Kann man durchaus mit glücklich werden. Man sollte sich aber überlegen was das bedeutet.

Feuerblick
14.11.2017, 17:20
Easy-peasy, wieso musst du eigentlich JEDEN Thread immer auf die ach so negativen Naturwissenschaften und auf angeblich falsche Vorstellungen von Forschung lenken? Bist du approbierter Arzt und weißt, wo man in der Medizin forscht oder nicht?
Und wieso kommst du auf die Idee, dass der TE gerne im Labor stehen möchte? Er möchte seine eigene Erkrankung erforschen. Das ist nicht gleichbedeutend mit „möchte einfach einen Laborjob“.
Und ja, es gibt sogar Kliniken, die stellen ihre Assistenzärzte standardmäßig ein Jahr für Grundlagenforschung frei. Andere gehen für eine gewisse Zeit ins Ausland, um entsprechenden Gruppen beizutreten und Forschung zu betreiben. Jaa, auch Mediziner forschen... Doktorarbeiten meine ich dabei übrigens eigentlich nicht.

Du hast, mit Verlaub, vom Medizinerdasein und den Möglichkeiten keine Ahnung und nervst ständig damit rum, dass Forschung eigentlich generell in allen Fächern total sch*** ist. Das ist aber hier nicht die Frage. Wäre also schön, wenn du einfach mal beim Thema bleiben könntest. Deine Einstellung haben wir zur Genüge lesen dürfen und legen keinen Wert auf Wiederholung!
Kurz: Wenn du es leid bist, die Dinge ständig wieder zu erklären, dann erspar es dir und uns!

ehem-user-31012019-1024
14.11.2017, 17:20
Du schreibst so einen Unsinn. Gerade die beiden von dir erwähnten haben keine abgeschlossene Promotion und noch nicht einmal eine begonne. Sie habe ihr Studium noch nicht mal besonders schnell durchgezogen. Man muss sich halt überlegen wo man arbeiten möchte und schon im Studium ein paar Erfahrungen sammeln.

Lies den Thread, bevor Du Dich unqualifiziert äußerst.


Abiturnote ist wichtig? Joa man muss ja nicht nach Heidelberg gehen. Gibt auch andere Städte und da braucht man nicht so tolle Noten.

Es geht nicht um die Zulassung zum naturwissenschaftlichen Studium. Es geht um den späteren Beruf. In einem Fachbereich, wo die Absolventenzahl unübersichtlich ist (ca. 12.000 Absolventen jährlich), spielt das Abitur eine sehr wichtige Rolle. Wie soll es auch keine Rolle spielen, wenn sich für eine Laborantenstelle gleich hunderte Biologen bewerben?


Laborantenausbildung statt Studium? Ja kann man machen, aber man wird damit ich so hohe Aufstiegschancen haben. Kann man durchaus mit glücklich werden. Man sollte sich aber überlegen was das bedeutet.

Lieber keine hohen Aufstiegschancen als Arbeitslosigkeit, findest Du nicht?

ehem-user-31012019-1024
14.11.2017, 17:25
Easy-peasy, wieso musst du eigentlich JEDEN Thread immer auf die ach so negativen Naturwissenschaften [...]

Weil es darum geht, wie der TE seine berufliche Zukunft sieht. Wenn jemand einen brotlosen Studiengang vorschlägt, dann muss man sich wohl dazu äußern, bevor der TE diesen Vorschlag noch wahrnimmt. Damit kann er nämlich sein Ziel nicht erreichen. Wenn mir die berufliche Zukunft dieser User unwichtig wäre, hätte ich mich wohl nie dazu geäußert. Oder kommen die Antwortgeber, die für ein brotloses Studium sind, persönlich für das Arbeitslosengeld auf?

Feuerblick
14.11.2017, 17:27
Du hast dich vorher schon geäußert... weit bevor Biologie ins Spiel kam. Beispielsweise in Sachen Laborjob und FA für Mikrobiologie. Was KOMPLETT am Thema vorbei und grober Unfug war. Und in anderen Threads treibst du dein Unwesen mit immer gleichen Postings auch.

Ich schlage vor, wir kehren zurück zum Thema: Medizinische (!!!) Forschung mit oder ohne FA.


Und was völlig untergegangen ist: Hat der/die TE schon ein Hochschulstudium hier in Deutschland abgeschlossen? Wenn ja, wie begründet er das Zweitstudium?

davo
14.11.2017, 18:06
Ich versteh auch ehrlich gesagt den Grund für die ursprüngliche Frage nicht so ganz. Denn von irgendwas wird er nach dem Studium ja auch leben müssen - und ob man jetzt für eine Pharmafirma arbeitet oder als Wirtschaftsingenieur arbeitet oder als Manager arbeitet oder eben als Assistenzarzt arbeitet ist ja letztlich egal. Der Facharzt ist also nicht wirklich eine besondere Hürde.


Außerdem kann ich mir selbst Medikamente verschreiben, die mir helfen und das wäre mir alles wert!

Irgendeinen Arzt zu finden, der dir die auch jetzt einfach so verschreibt, dürfte nicht sehr schwer sein. Dafür musst du nicht Medizin studieren.


ich mein, wenn die Symptome der Krankheit weg sind, hab ich die Krankheit ja quasi nicht mehr. Mehr will ich doch im Leben gar nicht. Wenn ich die Krankheit nicht mehr habe, kann ich theoretisch alles im Leben machen, was ich möchte

Diesen Ansatz halte ich für wirklich extrem naiv. Es gibt meist leider einen Grund, warum es noch immer keine Lösung für das Problem X gibt. Davon auszugehen, dass man als einzelne Person jetzt einfach Medizin studiert und dieses Problem X dann schnell löst, ist völlig unrealistisch. Abertausende Menschen forschen seit Jahrzehnten an Typ-1-Diabetes oder an Brustkrebs, und trotzdem gibt es bis dato nur Linderung, aber keine magische Therapie, die alle Probleme löst.

Feuerblick
14.11.2017, 18:11
...und bevor Missverständnisse aufkommen: Das Verschreiben von Medikamenten ist nicht gleichzusetzen mit einer Kostenübernahme durch die Krankenkasse!

morgoth
14.11.2017, 18:37
Um welches Medikament geht es denn hier überhaupt?

bromi
14.11.2017, 18:57
Davon auszugehen, dass man als einzelne Person jetzt einfach Medizin studiert und dieses Problem X dann schnell löst, ist völlig unrealistisch. Abertausende Menschen forschen seit Jahrzehnten an Typ-1-Diabetes oder an Brustkrebs, und trotzdem gibt es bis dato nur Linderung, aber keine magische Therapie, die alle Probleme löst.

Und deshalb wird dir ein Teil der Bromhidrohiker sagen, dass er seine Krankheit liebendgern gegen Diabetes, Krebs oder AIDS eintauschen würde. Tragisch, aber wahr, da sich nämlich kaum jemand für die Bromhidrosis interessiert, man ausgestoßen statt bemitleidet wird und man nahezu zwangsläufig schwere nicht therapiebare Depressionen entwickelt. Gerade dass sich keine abertausenden Menschen mit der Krankheit beschäftigen müssten, weil sie nicht so komplex ist und Lösungen auf der Hand liegen, es aber nahezu niemand tut, ist so unerträglich. Eine Gruppe Forscher in Heidelberg beschäftigt sich mit Geruchskrankheiten, allerdings mehr die Schiene TMAU, etc., und das wars. In den USA gibt es noch einen sehr jungen Arzt, der die Krankheit vor allem auf einen ganz bestimmten Aspekt hin untersucht, dabei aber alle internistischen und neurologischen Aspekte außer Acht lässt. In Asien haben vor allem Schönheitschirurgen das Problem für sich entdeckt, die aber weniger an ernsthafter Forschung interessiert sind.
Ansonsten gibt es halt leider tatsächlich keinen (mir und hunderten weiteren Menschen weltweit bekannten) Arzt, der sich darauf spezialisiert hat. Im diesem Bereich sind tatsächlich die Kosmetikhersteller weiter in der Forschung als die Medizin.


Irgendeinen Arzt zu finden, der dir die auch jetzt einfach so verschreibt, dürfte nicht sehr schwer sein. Dafür musst du nicht Medizin studieren.

So leicht ist es leider nicht einen Arzt von einem starken Medikament, das für Krankheiten zugelassen ist, die man nicht hat, für eine Krankheit, die er nicht einmal diagnostizieren kann, zu überzeugen.


...und bevor Missverständnisse aufkommen: Das Verschreiben von Medikamenten ist nicht gleichzusetzen mit einer Kostenübernahme durch die Krankenkasse!

Meinst du damit, man solle einen Arzt davon überzeugen, das Rezept auszustellen, aber dass die Kosten nicht übernommen werden brauchen?
Oder meinst du, falls ich nach dem Studium selbst Medikamente verschreiben will? (in diesem Fall: weiß ich, und wäre egal, da ich/wir Erkrankten schon so erhebliche Summen wegen der Krankheit ausgegeben haben, dass Kosten für Medikamente Peanuts wären)

Zum Bio/Chemie-Thema:

Ja überlegt habe ich das schon mal, aber nur kurz und dann gleich wieder verworfen. Ganz entscheidend ist, dass mich Medizin schon immer enorm interessiert. Bio und Chemie hingegen nicht so. Klar in der Forschung hab ich damit zu tun, aber würde ich ja auf mein Thema hinforschen, da geht man dann mit einer ganz anderen Intention ran. Auch bis zum Physikum und danach immer wieder werde ich damit zu tun haben. Aber grad deshalb macht Medizin am meisten Sinn, weil das eben am fächerübergreifendsten ist. Und das ist mir wichtig, grad weil man die Krankheit von so verschiedenen Standpunkten aus angehen kann. Und am Ende spielt auch mit rein, dass eine Stelle als Arzt doch etwas sicherer ist, als eine Stelle als Biologe. Wie ich dann Geld verdienen will, darüber mach ich mir ehrlich jetzt noch keine Sorgen.

Kackbratze
14.11.2017, 18:58
Benzodiazepine und Cannabinoide

Feuerblick
14.11.2017, 19:03
Wenn es niemand verordnen will (offenbar ja auch nicht auf Privatrezept), dann muss es SEHR Off-label und SEHR schlecht erforscht sein :-))
Cannabinoide und Benzos gehen auf Selbstzahler doch fast problemlos im Vergleich...

Coxy-Baby
14.11.2017, 20:23
Meine 2 Fragen dazu: Ist die Erkrankung so kritisch, dass man wirklich gegen AIDS(!) eintauschen würde?
Um welches ominöse Medikament handelt es sich denn?

kartoffelbrei
15.11.2017, 06:40
Ich bin auch neugierig, um welches Medikament es geht! :)

ehem-user-11022019-1151
15.11.2017, 08:01
Meine 2 Fragen dazu: Ist die Erkrankung so kritisch, dass man wirklich gegen AIDS(!) eintauschen würde
Ich schätze, dass die Krankheit schon einen immensen Leidensdruck mit sich bringt.
Jedoch kann ich mir auch schwerlich vorstellen, dass jemand lieber AIDS hätte, nur weil die Behandlung besser, besser erforscht etc ist.

Atana
15.11.2017, 18:06
Ich finde die Motivation sich selbst zu heilen, ist wohl die beste, die man haben kann. Auch wenn das Ziel vom TE wahrscheinlich nicht zu bewerkstelligen ist, da Forschung Geld benötigt und das gibt es eben nicht für alles und für jeden.

tarumo
15.11.2017, 19:07
Ich finde die Motivation sich selbst zu heilen, ist wohl die beste, die man haben kann.
War nicht gerade unter den "Selbstheilern" die Abbrecherquote überdurchschnittlich hoch? Im Ärzteblatt sind ab und an Stellenanzeigen drin (aktuell auch wieder eine ganz großformatige), wo das Wunsch-Profil eines "Forschers" ganz gut abgesteckt wird, z.B. mehrere Jahre klin. Erfahrung. Gerne auch FA. Einfach mal nachlesen...

test
15.11.2017, 19:09
Wurde denn schon eine Schweißdrüsenkürettage probiert? Das wäre auf jeden Fall etwas, was ich an deiner Stelle durchführen lassen würde. Bei entsprechender Klinik werden die Kosten auch von KRankenkassen übernommen.

Evil
15.11.2017, 20:18
Ich finde die Motivation sich selbst zu heilen, ist wohl die beste, die man haben kann.
Eben nicht, weil dann die professionelle Distanz fehlt. Das läßt sich vor allem im psychologischen Bereich immer wieder gut beobachten.

davo
15.11.2017, 20:23
Ist auch glaube ich der fast sichere Weg in die Enttäuschung. Da meist stark überzogene Hoffnungen vorliegen, so wie es auch hier der Fall zu sein scheint.

Und das Geld ist IMHO oft das geringste Problem.

bromi
18.11.2017, 21:35
Sicherlich würde nicht jeder Betroffene mit einem AIDS-Kranken tauschen wollen, aber es gibt doch einige, die das reflektiert äußern.

Zum Thema Medikamente: Noradrenalin-Hemmer sollten meistens funktionieren, allerdings auch nicht alle -A ntidepressiva, wie Doxepin, Bupropion oder Paroxetin bringen oft Erfolg, teilweise aber nur für ein paar Wochen. Bei einem kleinen Teil der Bromhidrosis-Erkrankten, funktioniert Spironolacton (da antiandrogen, bei manchen ist das das Problem) perfekt. Eine ziemlich sicherere Wirksamkeit hätten Wirkstoffe aus der Gruppe der ABCC-Inhibitoren (k.A. ob ich das medizinisch korrekt ausdrücke), wie Lonidamin oder Glibenclamid. Man kann also auf verschiedenen Wegen die apokrinen Drüsen stoppen bzw. deren Funktion abschwächen. Gibt sicherlich noch mehr, als nur die antiandrogene (die bei nur wenigen, dafür bei ihnen 100% und sehr schnell funktioniert), (Alpha-)Adrenozeptor-Antagonisten, oder ABCC11-Hemmer. Sind halt alles so Sachen, die bei einigen helfen (und auch Sinn machen von der Wirkung her), aber die man halt mal genauer unter die Lupe nehmen müsste, da alle Erkenntnisse nur auf privater Recherche und Erfahrungsaustausch basieren.
Doxepin, Bupropion oder Paroxetin wird aber von zwei Dermatologen in den USA tatsächlich gegen BH verschrieben. Bup

Saugküretage hatte ich, sogar eine mit zusätzlichem Laser, außerdem gibt es ein recht neues Verfahren, das sich MiraDry nennt - übernimmt zwar nicht die Krankenkasse, aber ist kein invasiver Eingriff und daher recht beliebt, um es mal auszuprobieren. Gegen Hypderhidrose funktionieren sowohl Saugkürettage als auch MiraDry gut, gegen Bromhidrosis allerdings nicht. MiraDry könnte helfen, wenn es stark genug eingestellt wird um die apokrinen Drüsen zu erwischen. In Europa macht das aber kein Arzt, da die Meinung vertreten wird, dass es ausreicht, wenn man nicht mehr nass schwitzt (kein Schweiß = kein Geruch). Das eine hat mit dem anderen aber nichts zu tun, deshalb helfen einem Bromhidrosis-Kranken die Entfernung der ekkrinen Schweißdrüsen nicht. Zudem bräuchte man recht viele MiraDry-Sitzungen und eine kostet 1500. Das läppert sich schon, wenn man das, ich sag mal 4x machen muss und das dann ohne Garantie, dass es wirklich hilft. Die Krankenkasse übernimmt MiraDry nicht.

In Asien gibt es mehrere Methoden, die apokrinen Schweißdrüsen zu entfernen. Operativ ist das nicht (viel) mehr Aufwand als eine übliche Saugkürettage, oder Exzision. Allerdings macht das bei uns kein Arzt weit und breit. Und das Geld, um mal eben nach Asien fliegen, sich operieren lassen, ohne zu wissen, ob es auch bei einem selbst sicher hilft, und noch die OP sowie den Aufenthalt zahlen zu müssen, hat kaum jemand.

Eine andere Möglichkeit, die wohl niemals für dieses Problem eingeführt werden würde, wäre eine Hauttransplantation.