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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Facharzt in Österreich werden - Erfahrungen?



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Teilzeitmediziner
14.11.2017, 22:45
Hallo zusammen,

wie viele (bald) Wartende denke ich darüber nach, dass ich durch den MedAT schneller an einen Studienplatz kommen kann, als das in DE der Fall wäre. Immer wieder höre ich, dass man in Österreich eine annähernd so gute Ausbildung zum Mediziner wie in DE genießt. Einziges Manko: Es finden sich massenhaft v.a. alte Threads, die mich sehr verunsichern: In Österreich würde man als Deutscher als wirklich letzter Mensch an der Uni einen Turnusplatz bekommen, die Turnuszeit sei verschenkte Zeit und man solle lieber direkt in die Schweiz oder umständlich in DE weitermachen usw usw...

Meine Frage: Ich bin definitiv kein Legastheniker, aber ich finde einfach keine eindeutigen Informationen, was sich seit diversen Reformankündigungen 2014 am österreichischen Ausbildungssystem geändert hat. Kann jemand aus eigener Erfahrung (speziell für deutsche Studierende) Aufklärung geben?
Ich möchte als "NC-Flüchtling", dem der österreichische Steuerzahler das Studium finanziert hat, nicht unbedingt schnellstmöglich zurück nach Deutschland, aber interessant wäre es trotzdem, welche Dauer die jeweiligen Ausbildungsabschnitte bis zum Facharzt mittlerweile einnehmen.

Hoffentlich könnt ihr mich erleuchten, vermutlich auch viele andere :)

Beste Grüße,
Flo

Katallina
15.11.2017, 09:14
Lieber Flo,

Zum einen muss ich sagen, ich finde das schon irgendwie krank - du " musst" als Deutscher nach Ösi und ich genau andersrum. Ja, wir können froh sein, dass wir überhaupt studieren dürfen, aber trotzdem...

Und zum anderen - ja, viele Österreicher betonen immer wieder, wie sehr die die "Deitschen ned leidn kennan". Aber glaub mir, die wenigsten meinen das ernst, ich glaube, dass ist einfach eher so ein kleiner Gag. Und sobald der "Deitsche" ein Gesicht bekommt, vergisst man das alles sowieso. Außerdem bist du als Deutscher ganz sicher nicht alleine! Deshalb glaube ich, dass du an der Uni oder im Job überhaupt keine Probleme haben wirst! Ja, vielleicht einige Neckereien, die kommen auf mich vl auch zu, aber sonst...würd ich mal sagen, kein Stress!

Und wegen der Finanzierens...Ich habe auch vor, danach gleich nach Ösi zurück zu gehen, außer mich hält die Liebe dort (aber bitte nicht mit einem Deutschen!!! :P ) Und ich denke, dass kann man niemandem verübeln!

Was mich aber mal interessieren würde - ich kenne viele, die in Ö studieren, habe aber keine Vergleichswerte zu D. Man hört immer, das Studium in Ö wäre sooo viel leichter, wenn man einmal die SIP geschafft hat, als in D. Zu allen SIPS gibt es, wie ich weiß, Altfragen. Mich würde eben interessieren, ob deutsche Med Studenten "besser" als österreichische sind?

Würde mich freuen, wenn jemand Einblicke hätte!

Solara
15.11.2017, 10:26
Kein Unterschied in der Qualität - zumindest nicht bei denen, die ich kenne. Und das ist ein bunter mix aus so gut wie allen deutschen und allen österreichischen Unis.

davo
15.11.2017, 14:40
Den Turnus im klassischen Sinn gibt es für Neuanfänger gar nicht mehr. Nur noch für Leute, die noch im alten System drin sind. Insofern ohnehin eine müßige Debatte.

Außerdem hat sich der Arbeitsmarkt in Österreich vielleicht noch viel stärker als in Deutschland gewandelt. Außerhalb Wiens bekommt man also heute in den meisten Fächern auch in Großstädten sehr leicht eine Stelle, ganz egal woher man kommt. Die Zeiten, in denen man in Österreich als Medizin-Absolvent Bittsteller war, sind schon lange vorbei.

Das Studium in Wien dürfte post-2006 wirklich nicht besonders gut sein. Das sagen zumindest fast alle, die dort studieren oder dort studiert haben. (Davor war es zwar organisatorisch extrem schlecht, aber zumindest auf einem sehr hohen inhaltlichen Niveau.) Aber wenn man Grazer oder Innsbrucker Studenten mit deutschen Studenten vergleicht, wird man im Durchschnitt IMHO keine nennenswerten Unterschiede merken.

Solara
15.11.2017, 15:14
Aber die Bezahlung ist meines Wissens schlechter in Österreich.

davo
15.11.2017, 15:20
Auch das kann man nicht verallgemeinern. In Wien wird oft lächerlich wenig gezahlt, Tirol und Kärnten zahlen wohl auch schlecht. Aber in Vorarlberg gibts z.B. garantiert mindestens €72k im 1. Jahr (OK, ist auch sehr teuer, aber dennoch), und in OÖ und NÖ sind die Assistenzarztgehälter meines Wissens ungefähr auf deutschem Niveau. Kommt also sehr stark auf den Krankenhausträger an. Bei Fach- und Oberärzten sind die Gehälter meines Wissens tendenziell sogar etwas besser als in Deutschland.

Solara
15.11.2017, 15:46
Meines Wissens trifft das nicht zu. Außer du hast spezielle Qualifikationen und man will unbedingt dich haben, weil xyz. Der Rest verdient weniger als in D.

Anne1970
15.11.2017, 15:51
... es gibt halt keine MB Tarifverträge :grins:

Private Pyle
16.11.2017, 19:09
In Sachen Bezahlung tut sich gerade einiges, zumindest für AÄ. Da wurde anscheinend das Gehalt jetzt ungefähr auf deutsches Niveau angehoben (hab ich von einem Kommilitonen, der jahrelang in einer der größten Kliniken des Landes gearbeitet hat und immer noch sehr gut vernetzt ist). Wie es für Fach- und Oberärzte aussieht weiß ich nicht, aber wenn ich mich so umsehe, dann verdienen die sicher nicht schlechter als ihre deutschen Pendants.

davo
17.11.2017, 05:16
Man kann das so allgemein eben wirklich nicht sagen, da jeder Krankenhausbetreiber sein eigenes Ding macht, da die Gehälter (vor allem die tatsächlich verhandelbaren, aber oft schon alleine die Grundgehaltstabellen) in Österreich stets sehr diskret behandelt werden, und da man, je nach Krankenhausbetreiber und Fach, teils schon als Assistenzarzt sehr stattliche Privatgelder bekommen kann. Im Krankenhaus angestellte Fachärzte unter €100k Gesamtbrutto dürfte es meinen Informationen zufolge österreichweit kaum noch geben. Und bei €100k brutto zahlt man in Österreich halt auch 5,6 Prozentpunkte weniger Steuern und Sozialversicherungsabgaben als in Westdeutschland mit GKV.

Serotonin_97
17.11.2017, 10:35
Zählt allgemein ein deutscher Doktortitel eig weniger, als ein österreichischer?

In Ö bekommt man ja mit Abschluss des Studiums den Berufsgrad Dr. med. univ., der aber immer nur so geführt werden darf und nicht auf Dokumenten stehen darf usw. Man muss aber eine Diplomarbeit schreiben, oder?
Wenn man promovieren will, dann muss man eine nochmal 3 Jahre studieren und eine Doktorarbeit schreiben, kann mir aber nicht vorstellen, dass das so viele machen.

In D gibts ja am Schluss das Hammerexamen, man muss keine Diplomarbeit schreiben, bekommt aber nicht die Berufsbezeichnung "Dr". Aber man kann schon während des Studiums eine Doktorarbeit schreiben und ist dann quasi mit Abschluss des Studiums "richtiger" Dr. mit Promotion.

davo
17.11.2017, 11:04
.....

Teilzeitmediziner
17.11.2017, 11:29
Hallo zusammen,

danke erstmal für die ganzen Antworten, die alle sehr hilfreich sind!
Die ganzen Threads mit Schlussfolgerungen wie "als Deutscher in Ö musst du auf deinen Facharzt warten wie als wenn du Dreck wärst" haben mich schon zum Grübeln gebracht, auch wenn die noch auf das alte Turnussystem bezogen waren.

Wichtig war mir vor allem, ob man als österreichischer Arzt in Deutschland als "Arzt 2ter Klasse" betrachtet wird, wie mir das bei vielen Süd-Ost-Europäern durchaus schon zu Ohren gekommen ist. Euren Beiträgen zufolge muss man sich hier aber keine Sorgen machen :-stud
Auch, dass man als Deutscher in Österreich arbeiten kann, finde ich sehr beruhigend.

Auch die Frage nach dem angestrebten Studienort scheint sich langsam zu klären - es gibt immer ein paar Leute, die Ort A feiern, andere hassen ihn - analog für B und C...
Insgesamt scheinen die Wiener zwar ein besseres Nightlife- & Kulturleben zu haben, aber die Studienzeit soll eine emotionslose Massenabfertigung sein :-dagegen
Graz soll ganz schön sein, aber Innsbruck kommt mir nach all den Recherchen als die bestmögliche Wahl vor (zudem wird die Anatomie gelobt, auch die Forschungsschwerpunkte Transplantation und Neurowissenschaften treffen genau mein Interesse).
Nach Linz würde ich nicht wollen, da dies viele der dortigen Studenten nach 2 Jahren in Graz auch nicht so toll finden.
Ist meine Argumentation logisch oder sollte ich mich nicht von den Meinungen aus dem Netz verleiten lassen?:D

Gruß, Flo

davo
17.11.2017, 15:26
@Serotonin:

Selbstverständlich kann der Dr. med. univ. auf Dokumenten stehen :-)) Wäre ja absurd wenn nicht!

Das österreichische Medizinstudium ist eine seltsame Ausnahme, insofern als es sich heute um ein Diplomstudium handelt, das mit einem Dr. med. univ. abschließt (in Linz ist es noch kurioser: man macht zuerst ein Bachelorstudium ohne Bachelor-Abschluss, gefolgt von einem Masterstudium, das mit einem Dr. med. univ. abschließt), aber davon abgesehen ist der Dr. med. univ. um nichts anders als jeder andere österreichische akademische Grad. Und dank EU kann man ihn selbstverständlich auch in der gesamten EU so führen. "univ." heißt er übrigens deshalb, weil es sich um den Doktor der gesamten Heilkunde handelt - bis zum EU-Beitritt Österreichs gabs in Österreich ja kein eigenes Zahnmedizin-Studium, sondern die zukünftigen Zahnärzte haben zuerst Medizin studiert, und dann nach dem Medizinstudium eine ZMK-FA-Ausbildung gemacht. (2011 hat das z.B. noch auf zwei Drittel aller praktizierenden österreichischen Zahnärzte zugetroffen.) Deshalb das "univ." als historisches Relikt. Das heutige Zahnmedizinstudium schließt nach deutschem Vorbild mit dem Dr. med. dent. ab, aber den Dr. med. univ. hat man nicht germanisiert sondern beibehalten.

Ich kenne tatsächlich keinen einzigen Arzt, der den Dr. scient. med. gemacht hat - obwohl ich bestimmt ein Dutzend Fach- und Oberärzte aus Österreich kenne, einige davon an Universitätskliniken. Der ist eher ein Kolibri - eine theoretische Option, mehr nicht.

Die Diplomarbeit ist meines Wissens heute in allen Studienplänen Pflicht - war früher nicht so, ist aber heute so. Und von der Spannweite der Leistungen her bewegen sich die meisten Diplomarbeiten im selben Bereich wie die deutschen Promotionen zum Dr. med. Es ist auch nicht unüblich, für die Diplomarbeit ein, zwei Semester länger zu brauchen. Mit ein Grund, warum die Medianstudienzeit in Österreich gut 14 Semester beträgt.

@Teilzeitmediziner:

Forschungsschwerpunkte sind fürs Studium IMHO irrelevant. Geh davon aus, dass sich deine vermuteten Interessen noch oft ändern werden.

Wo in Österreich du dich bewerben sollst, musst du selbst entscheiden. Es gibt, gerade in der EU-Quote, einen starken Schweinezyklus, weshalb sehr schwer vorherzusagen ist, wo man als EU-Ausländer beim nächsten Mal die besten Chancen haben wird. Von der Qualität des Studiums her würde ich Graz und Innsbruck (ex aequo) bevorzugen. Die Grazer Anatomen waren früher gefürchtet (so wie die Wiener Pathologen), aber durch organisatorische Änderungen hat man ihnen wohl ihre Macht genommen. Die vier Städte sind halt auch von ihrer Lebensart her völlig unterschiedlich. Das sollte man nicht vergessen. Ist also auch einfach Geschmackssache - manche finden die Berge um Innsbruck toll, andere fühlen sich dort "beengt". Linz ist eine sehr angenehme Stadt, aber nach zwei Jahren den Studienort wechseln zu müssen ist natürlich nicht so toll. Außerdem wurden in Linz eine ehemalige städtische Klinik und zwei ehemalige Landeskliniken in eine Universitätsklinik umgewandelt und zusammengeführt, was personell und organisatorisch natürlich große Umbrüche mit sich gebracht hat. Ist also wahrscheinlich eine etwas "riskantere" Wahl als die anderen drei, da sich die klinische Lehre erst mal etablieren muss. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich nach Graz gehen - gut doppelt so groß wie Innsbruck, weniger teuer als Innsbruck, und IMHO angenehmer/entspannter. Außerdem eine wunderschöne Altstadt und nicht ganz so stark von Touristen überrannt. Nachteile von Graz: die schlechte Luft (Feinstaub!) und die schlechte Bahnanbindung (da nicht auf der Hauptachse Innsbruck-Salzburg-Linz-Wien).

Teilzeitmediziner
17.11.2017, 17:13
@davo

Danke dir für die Antwort, so ähnlich hatte ich mir das mit den Standorten schon vorgestellt.

Dass sich die Interessen im Studium noch oft ändern können und man nicht allzu sehr im Voraus planen sollte, habe ich schon öfters gemerkt... studiere nämlich relativ erfolgreich Ingenieurwissenschaften, aber das ist für mich seit längerer Zeit schon kein gleichwertig interessantes Fach im Vergleich zu Medizin... zuerst wurde ein Wunsch-Master abgeschafft, für den ich mich gerne durch den Bachelor gequält hätte und dann sind da noch diverse andere Dinge schief gelaufen... jeden Tag ausleben wie einen potentiellen letzten Lebenstag - so kitschig es klingt, iwo ist da ein Wahrheitsgehalt...

davo
17.11.2017, 17:19
Rein interessehalber: Was war das denn für ein Master?

Serotonin_97
17.11.2017, 22:54
@Serotonin:

Selbstverständlich kann der Dr. med. univ. auf Dokumenten stehen :-)) Wäre ja absurd wenn nicht!

Das österreichische Medizinstudium ist eine seltsame Ausnahme, insofern als es sich heute um ein Diplomstudium handelt, das mit einem Dr. med. univ. abschließt (in Linz ist es noch kurioser: man macht zuerst ein Bachelorstudium ohne Bachelor-Abschluss, gefolgt von einem Masterstudium, das mit einem Dr. med. univ. abschließt), aber davon abgesehen ist der Dr. med. univ. um nichts anders als jeder andere österreichische akademische Grad. Und dank EU kann man ihn selbstverständlich auch in der gesamten EU so führen. "univ." heißt er übrigens deshalb, weil es sich um den Doktor der gesamten Heilkunde handelt - bis zum EU-Beitritt Österreichs gabs in Österreich ja kein eigenes Zahnmedizin-Studium, sondern die zukünftigen Zahnärzte haben zuerst Medizin studiert, und dann nach dem Medizinstudium eine ZMK-FA-Ausbildung gemacht. (2011 hat das z.B. noch auf zwei Drittel aller praktizierenden österreichischen Zahnärzte zugetroffen.) Deshalb das "univ." als historisches Relikt. Das heutige Zahnmedizinstudium schließt nach deutschem Vorbild mit dem Dr. med. dent. ab, aber den Dr. med. univ. hat man nicht germanisiert sondern beibehalten.

Ich kenne tatsächlich keinen einzigen Arzt, der den Dr. scient. med. gemacht hat - obwohl ich bestimmt ein Dutzend Fach- und Oberärzte aus Österreich kenne, einige davon an Universitätskliniken. Der ist eher ein Kolibri - eine theoretische Option, mehr nicht.

Die Diplomarbeit ist meines Wissens heute in allen Studienplänen Pflicht - war früher nicht so, ist aber heute so. Und von der Spannweite der Leistungen her bewegen sich die meisten Diplomarbeiten im selben Bereich wie die deutschen Promotionen zum Dr. med. Es ist auch nicht unüblich, für die Diplomarbeit ein, zwei Semester länger zu brauchen. Mit ein Grund, warum die Medianstudienzeit in Österreich gut 14 Semester beträgt.

Ja, eh klar irgendwie, wer tut sich das dann noch an, ist ja unnötig!

Aber im Pass darf der öst. Titel nicht stehen, oder? Und auf Flugtickets zB? Oder darf da schon schon "Dr. med. univ." stehen? Wie erkennt man denn dann, ob jemand "promovierter" Doktor ist?

Und eig ist der deutsche Titel ja dann ziemlich "geschenkt" im Vergleich zu Österreich, oder?
Was bringt das denn überhaupt, wenn man nicht in die Forschung will oder super Karriere machen will...? Andererseits wärs in D halt ein "leichter" Titel!

Teilzeitmediziner
18.11.2017, 00:02
@davo

Der Master "Internationales Projektmanagement im Großanlagenbau":

https://www.ipm.studium.fau.de/files/2016/01/Broschuere_Master_IPM_0613.pdf

Es handelt sich um ein Programm, das für gute Bachelorabsolventen mit Liebe zum Organisieren und Managen von Großprojekten geschaffen wurde. Normalerweise muss man eine 40-jährige Karriere hinlegen, um solch große Verantwortung übernehmen zu dürfen und nach ein, zwei Projekten grüßt dann altersbedingt auch schon die Rente.
Der genannte Master sollte eben zum sofortigen Einstieg in diese Aufgabengebiete verhelfen.

Leider habe ich die Leistungsbereitschaft für solch "höhere" Ziele erst nach dem Abitur gezeigt, mich also praktisch zu spät an das beschissene deutsche Bildungssystem angepasst, in dem die Note der Schlüssel zum Erfolg ist...

medizin93
18.11.2017, 00:26
Linz würde ich dir als Studienort aus mehreren Gründen nicht empfehlen. Die Stadt ist bis auf einen kleinen Altstadtkern rund um den Taubenmarkt furchtbar hässlich. Nicht zuletzt dank Vöst. Darüber hinaus gibt es kaum ein studentisches Miteinander geschweige denn eine nette Studi-Kneipe o.ä.
Zur JKU kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass sie organisatorisch ein Desaster ist. Hinzu kommen die stark sanierungsbedürftigen Gebäude rund um den TNF Turm bei denen teilweise weder Lift noch Toiletten funktionieren und es dir schon mal passieren kann, dass während eines Seminars der Putz von der Decke bröselt.
Die Bib ist winzig und veraltet.
War froh, nach einem Semester wieder an meine Heimatuni zu gehen.
Um zum Schluss doch noch was Gutes aufzuzählen: Salzburg und Wien sind nicht weit.

Edit: Ich hab dort studiert als Medizin noch nicht angeboten wurde. Vllt hat sich seitdem was geändert. Ist nun auch schon fast 3 Jahre her, dass ich dort war.

Das ist natürlich alles ziemlich subjektiv. Vllt gefällts dir da auch.

davo
18.11.2017, 01:20
Aber im Pass darf der öst. Titel nicht stehen, oder? Und auf Flugtickets zB? Oder darf da schon schon "Dr. med. univ." stehen? Wie erkennt man denn dann, ob jemand "promovierter" Doktor ist?

Hab ich doch schon geschrieben:


Selbstverständlich kann der Dr. med. univ. auf Dokumenten stehen :-)) Wäre ja absurd wenn nicht! (...) ...davon abgesehen ist der Dr. med. univ. um nichts anders als jeder andere österreichische akademische Grad. Und dank EU kann man ihn selbstverständlich auch in der gesamten EU so führen.

Man erkennt es überhaupt nicht - außer in der Langform, die man aber nicht zwingend verwenden muss. Was aber auch völlig egal ist - denn genau dasselbe gilt ja auch für ungarische, rumänische, kanadische oder amerikanische Ärzte ;-) Berufsdoktorate sind keine österreichische Spezialität, sondern in vielen Ländern der Welt Standard. Sie sind akademische Grade so wie alle anderen auch, und deshalb kann man sie auch führen wie alle anderen auch.


Normalerweise muss man eine 40-jährige Karriere hinlegen, um solch große Verantwortung übernehmen zu dürfen und nach ein, zwei Projekten grüßt dann altersbedingt auch schon die Rente.
Der genannte Master sollte eben zum sofortigen Einstieg in diese Aufgabengebiete verhelfen.

Naja gut. Ob das dann auch tatsächlich so funktioniert hat, ist eine andere Frage :-p Studiengänge versprechen viel, was sie dann nicht halten können ;-)