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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Enttäuschung Allgemeinmedizin- zurück in die Klinik? Weg vom Patienten?



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miked
28.03.2018, 21:17
ja, das stimmt schon beides, das mit den besserwisserischen Akademikern bei den Privaten, als auch mit der mangelnden Compliance bei den Buldungsschwächeren, zu deinem Beispiel mit dem Diabetes kann ich beispielsweise sagen, dass ein HBA1c zwischen 8-9 oder noch höher bei uns in der Praxis ganz normal ist, und das obwohl wir diabet. Schwerpunktpraxis sind; aber bei vielen kommen wirklich die einfachsten Dinge nicht an, da wird das Isulin nach gefühl gespritzt oder ganz weggelasen, weil mal ein paar Werte unter 200 waren... naja, eine gewisse Mischung fände ich nicht schlecht, und einfach ein paar mehr "normale" Patienten, ein paar nette Ömchen, wie ich sie in meiner alten Klinik hatte, die vermisse ich....
@Dr Oiben: alles vollkommen richtig was du sagst, nur was ist die Konsequenz daraus? die Leute werden immer mehr dazu erzogen, es herrrscht eine Fltratementalität und der Arzt ist Dienstleister und hat zu tun, was der Beitragszahler verlangt, jedes Zwicken wird dann auch gegoogelt und dann kommt sofort bei nem einfachen Schulterschmerz: "Achtung, sie könnten einen Herzinfarkt haben!" >ab ins KH; da hilft nur, sich iwie indiesem system einen Platz zu suchen, mit dem man klarkommt, oder aus der Pateintenversorgung flüchten...
BTW: in dem anderen Thread hatte ich dich gefragt, in welchem gebiet deine Klinik liegt; die Abläufe und der Zeitpunkt der Dienstumstellung stimmt total mit meiner alten Klinik überein, man könnte also viell. schon zusammen gearbeitet haben, du in der Chirurgie, ich in der Inneren ;-)

][truba][
28.03.2018, 21:35
Ich muss auch sagen, dass die Quote an unangenehmen Patienten, auf unserer Privatstation deutlich höher ist. Glaube, die haben manchmal alle zu lange am Klebstoff geschnüffelt.

Mit den "einfachen" Leuten komme ich meist besser klar. Die Compliance ist dort aber generell wirklich schlechter.

miked
29.03.2018, 06:34
[truba][;2045223']Ich muss auch sagen, dass die Quote an unangenehmen Patienten, auf unserer Privatstation deutlich höher ist. Glaube, die haben manchmal alle zu lange am Klebstoff geschnüffelt.

Mit den "einfachen" Leuten komme ich meist besser klar. Die Compliance ist dort aber generell wirklich schlechter.

in der Klinik ging mir das auch so; auch in der Praxis finde ich die Privaten meist anstrengend, wenn wir denn mal welche haben (in den 6 Monaten, die ich dort bin, waren es vielleicht 2-3, eine davon meine Freundin :-winky)
aber das andere Extrem nervt auch auf Dauer und die Inhaber der "europäischen Krankenversicherungskarte"fühlen sich auch oft wie Prvatpatienten ;-)

btw.: hatte zwischenzeitlich mit meinen Chefs über die Probleme gesprochen und ihnen gesagt, dass ich überlege, zu kündigen >waren ein bisscheen schockiert und haben sich wirklich große Mühe gemacht, ein Konzept zu etwickeln, damit es für mir bessser gefällt: bei mir Übergang zu einer eher Terminsprechstunde mit Beschränkung der Patientenzahl auf ca. 4/ Stunde (natürlich wenn sehr viel los ist, auch mal ehr), damit ich mehr Zeit habe, auch mal was nach zu schauen oder nach zu fragen, ich durfte ein paar meiner "Spezialpatienten" wieder an die Kollegen zurückgeben, zusätzliche freie Tage bei guter Besetzung zum Eigenstudium/Fortbildungen, regelmäßige "Supervisionstreffen" mit den Chefs etc. ...sowas bekommt man natürlich in der Klinik nicht...

Feuerblick
29.03.2018, 07:53
Na, guck... das klingt doch gar nicht schlecht...

WackenDoc
29.03.2018, 10:29
Das hört sich doch gut an. Wahrscheinlich haben sie das vorher nicht aus Boshaftigkeit gemacht, sondern weil sie gar nicht mitbekommen haben, dass du ein Problem damit hast. Vielleicht denken sie auch, dass du ein gutes Händchen für die Problempatienten hast (oder sie waren wirklich einfach nur froh, dass sie sie von der Backe hatten).

miked
30.03.2018, 08:20
Das hört sich doch gut an. Wahrscheinlich haben sie das vorher nicht aus Boshaftigkeit gemacht, sondern weil sie gar nicht mitbekommen haben, dass du ein Problem damit hast. Vielleicht denken sie auch, dass du ein gutes Händchen für die Problempatienten hast (oder sie waren wirklich einfach nur froh, dass sie sie von der Backe hatten).

ja, einiges von dem, was passiert ist, haben sie einfach auch nicht mitbekommen und meinten dann im Gespräch auch, dass das so nicht geht, da wurden dann auch Gespräche mit den MFAs und den Kollegen geführt... diese Woche wars dann auf jeden Fall schon mal dtl. besser....