Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Studium abbrechen nach dem Physikum
PEACEKEEPER
28.10.2003, 10:28
Original geschrieben von chpuisat
Mich regt einfach diese Aufopferung auf. ALLES FÜR MEDIZIN. WIR SIND WAS BESSERES. Das kann und will ich nicht mehr! Wollte es nur nochmal sagen;-)
Solche abgehobenen Komollitonen/ Profs gibt es mit Sicherheit an jeder Uni.
Aber du kannst mir nicht erzählen, dass alle die du kennst so drauf sind.
Ich kann schon nachvollziehen, dass es ätzend ist , wie manche sich in Selbstdarstellung üben.
Aber solche Pappnasen gehen mir echt am Arsch vorbei. Ich studiere schließlich für mich, und muss den anderen nicht beweisen was für ein toller Hecht ich bin. Die Leute , die im U-Kurs schon mal Chefarzt spielen wollen, haben halt ihre Defizite und versuchen das so zu kompensieren.
Ansonsten kann ich nur Rico zustimmen.
Glaub nicht jeden Scheiß , den andere dir erzählen wollen.
Ich persönlich kann nur sagen, dass die Klinik um Längen besser und auch entspannter ist.
grüsse
In Gö gibts auch so nen Studiengang Neurosciences. Meines Wissens braucht man dafür sogar ein abgeschlossenes Physikum oder Grundstudium in Bio/Chemie. Weiß aber nicht, ob das was für dich ist.
@Alkia: Du studierst wohl noch nicht lange, oder? Schlußendlich ist Medizin mehr oder weniger nicht anders als jeder andere Beruf auch. Und auch mit der größten leidenschaft und Entschlossenheit kann man immer noch später/zu spät merken, dass Medizin nicht das Wahre für einen ist. Und das alleinseligmachende ist es mit Sicherheit sowieso nicht.
oh mein Gott (kopfschütteln..)
wieso versteht mich denn hier keiner? :-???
ich meine nur das es besser gewesen wäre früher darüber nachzudenken.
Medizin ist natürlich nur ein Beruf aber für so manche auch eine Berufung
Denn Pastor werden kann jeder aber welcher Pastor es ernst meint ist auch eine ganz andere Sache.
Wäre jeder an der Uni, ein Mediziner mit Herz müsste man nicht solche Sprüche hören wie : Wie toll ich doch bin!!! oder Nee mach das nicht so bei meinem 1 jährigen Aufenthalt in Neuseeland habe ich das anders in Erinnerung.....
Versteht ihr?
Dann wäre diese Besserwisserei einfach nicht da!!!
Im Übrigen habe ich bei meine letzte Antwort viel mehr als das geschrieben.
Erst mal durchlesen und dann gleich Besserwisser spielen
thanks im Voraus
ich halte mich ab jetzt daraus
so ich muß wieder---> :-lesen
Ausserdem ein Vorschlag wie wärs mit Biotechnologie?
Original geschrieben von Alkia
Medizin ist natürlich nur ein Beruf aber für so manche auch eine BerufungMag sein, aber "Berufene" sollten nicht von oben herab auf diejenigen sehen, für die Medizin in erster Linie ein Beruf ist...
Und nüchtern betrachtet ist Medizin bloß ein Beruf wie jeder andere.
Ob ich nun altruistisch nachts um drei aufstehe und einen Patienten aufnehmen oder ob der Bäcker nachts um drei aufsteht, damit wir morgens unsere Brötchen kriegen - da is kein großer Unterschied.
Ob Dein Beruf Dir mehr gibt, als bloß das Geld, das Du für die Arbeit kriegst, das liegt an Dir allein und hat nichts mit der Natur des Berufs zu tun.
Feuerblick
28.10.2003, 16:24
@nightingale: BaFög elternunabhängig ab 27 ist definitv eine Ente!!!! Diesen Paragraphen gab es wohl mal in grauer Vorzeit, das ist aber nicht mehr so!!
Blickchen (28 und noch elternabhängig gefördert vom Staat... :-( )
Ich frage mich ernsthaft versucht ihr hier eine vernüftige Antwort zu geben oder wollt ihr euch gegenseitig fertigmachen und euch was beweisen? :-notify
@Rico-->besser die vorige Antwort von mir erstmal ganz durchlesen und dann kommentieren
Kennt sich jemand aus wie es mit der Biotechnologie steht?
:-winky
PEACEKEEPER
29.10.2003, 08:28
Original geschrieben von Alkia
Ich frage mich ernsthaft versucht ihr hier eine vernüftige Antwort zu geben oder wollt ihr euch gegenseitig fertigmachen und euch was beweisen? :-notify
Ich versteh ehrlich gesagt dein Problem nicht. Was stellst du dir bitte unter "vernünftigen " Antworten vor?
Ich jedenfalls werde trotz mehrmaligen Lesen deiner Postings nicht wirklich schlauer, was nun eigentlich deine Intention ist. Von sich gegenseitig fertig machen, kann doch in diesem Thread nun wirklich keine Rede sein.
grüsse
Original geschrieben von PEACEKEEPER
Ich jedenfalls werde trotz mehrmaligen Lesen deiner Postings nicht wirklich schlauer, was nun eigentlich deine Intention ist.
grüsse
Ich verstehe es auch nicht wirklich. Mal abgesehen davon glaube ich, Alkia studiert noch nicht, sonst wüsste sie, dass Zweifel dann und wann fast alle befallen (vor allen Dingen vor Prüfungen :-)) ).Und ob es konstruktiv ist, jemandem immer wieder zu sagen, dass es besser gewesen wäre, sich das vorher zu überlegen, wage ich mal zu bezweifeln.
o.k noch einmal für alle zum mitschreiben
folgendes hatte ich auch am vorigen Posting geschrieben:
"Wenn Du wirklich keine Lust für's Med.Studium hast dann lass es.
Es gibt genug Alternativen wie hier wohl viele meinen. Und wenn Dir auch die Scheine nicht anerkannt werden dann weißt Du wenigstens das Du wenigstens in deinem Element bist.
Das Geld und die Zeit die Du investiert hast sind nicht verloren. Du bist an Erfahrung und Wissen reicher. Und solch ein Reichtum kann nicht jeder erlangen. Und deine Eltern, und da bin ich mir sicher, wären auch glücklich wenn ihr Kind glücklich mit seinem Beruf und sein Leben ist. Oder?
Ich wünsche Dir auf jeden Fall Viel Glück "
und ausserdem studiere ich, lange genug um zu wissen wie man sich vor solchen Leuten die Besserwisser spielen zu schützen weiß.
Der Autor dieses Postings hatte es selbst zugegeben daß er doch besser wäre die Augen früher zu öffnen.
Aber damit ihr nicht für ein x-tes mal danach aufgreift...hier nocheinmal
"....Das Geld und die Zeit die Du investiert hast sind nicht verloren. Du bist an Erfahrung und Wissen reicher. Und solch ein Reichtum kann nicht jeder erlangen. Und deine Eltern, und da bin ich mir sicher, wären auch glücklich wenn ihr Kind glücklich mit seinem Beruf und sein Leben ist. Oder?
Ich wünsche Dir auf jeden Fall Viel Glück :-top "
Ausserdem was ist mit meine andere Frage? Was ist mit Biotechnologie?
PEACEKEEPER
29.10.2003, 10:41
Original geschrieben von Alkia
und ausserdem studiere ich, lange genug um zu wissen wie man sich vor solchen Leuten die Besserwisser spielen zu schützen weiß.
Ich versteh echt nicht warum du dich persönlich so angegriffen fühlst. Zumindest schwingt sowas in deinem letzten Posting mit.
Und irgendwie bin ich immer noch nicht schlauer, was nun genau dein Anliegen ist. Vieleicht bin ich auch nur zu blöd.
Und was deine Frage zu Chancen in der Biotechnologie angeht. Wie wäre es mal google zu bemühen, und selbst zu recherchieren?
Grüsse
Jetzt ist noch die Frage zu klären, wer mit dem "Besserwisser spielen" angefangen hat.
Also jetzt mal im Ernst......würde es nicht besser sein darüber früher nachzudenken und anderen armen Studis nicht den Platz wegnehmen die sogar alles dafür tun würden ihr ganzes Leben der Medizin zu widmen.
Das kommt davon wenn man halbherzig etwas anfängt dann hört man nämlich leidenschaftlich auf..
oh mein Gott hast Du Probleme.............. Sorry, da habe ich wohl meinen kleinkrämerischen Tag.Schließlich hast Du Recht, denn "Der Autor dieses Postings hatte es selbst zugegeben daß er doch besser wäre die Augen früher zu öffnen."
Und jetzt kannst Du ja noch einmal schreiben, was Du schon mehrfach zitiert hast.
Ach ja.....was studierst Du und seit wann? :-)
@ chpuisat:
Ich kann Dich wirklich gut verstehen. Bin selbst 25, werde nächste Woche sogar 26, habe 4 Semester auf meinen Studiumplatz gewartet (habe die Zeit wenigstens sehr gut genutzt) und kaum war das este vorklinische Semester vorbei, stellte ich mir schon die Frage, ob ich aufhören soll :-)
Ich weiß noch daß ich im 1 Semester zu jeder Vorlesung ging, selbst die "freiwilligen" Vorlesungen habe ich besucht.. abends kam ich dann völlig ausgepowert nach Hause und habe gelernt. Ich hatte schreckliche Angst, daß ich Chemie nicht bestehen werde. Das war eine sehr stressige Zeit. Irgendwann, kurz vor Weihnachten, hat meine Gruppe entschieden, zusammen ein kleines Frühstück vorm Praktikum zu essen. Natürlich haben wir dann nicht nur über Chemie gesprochen. Irgendwann sagte einer "seitdem ich Medizin studiere, habe ich ständig den Eindruck, mein Leben besteht nur aus Chemie, Physik und irgendwelchen anderen Kursen". Jemand sagte "mir geht es genauso, ich mache nichts anderes als am Schreibtisch zu sitzen und zu lernen". Plötzlich nickten alle im Raum und jeder sagte das gleiche "hey, ich dachte, es geht nur mir so"...
Im 2 Semester war man dann viel enspannter, man wußte daß es sich nicht lohnt zu jeder Vorlesung zu gehen und daß man keine 5 Bücher für jedes Fach braucht. Im 3 Semester hatte man schon einige gute Freunde, mit denen man sich auch privat treffen konnte (wobei man dann sowieso die meiste Zeit übers Studium sprach). Und schließlich, vor dem Physikum merkte man plötzlich daß "Zeit" sehr relativ ist. Wißt ihr noch? Im Präpkurs dachte man "oh GOTT! Ich habe nur 2 Wochen für MUSKELN!! Das reicht doch nie im Leben, es lohnt sich nicht mal jetzt damit anzufangen!". Und vor dem Physikum dachte man "na gut, dann brauche ich erstmal 5 Tage für Psycho, 2 Wochen für Anatomie..." :-))
Mit der Zeit habe ich halt gelernt, daß, wenn man gut organisiert ist, Zeit für alles haben kann. Klar habe ich als Medizinstudentin weniger Zeit als die meisten anderen Studenten ABER es heißt noch lange nicht daß ich Samstags nicht ausgehen kann oder daß ich nie ins Kino gehe oder daß ich absolut keine Zeit für meine Freunde habe. Weißt Du, manchmal habe ich den Eindruck daß ich jetzt meine Freizeit besser nutze als damals als ich noch keinen Studienplatz hatte.
Frage Dich doch, was genau Du in Deiner freien Zeit machen willst und ob diese Sachen es wert sind, für sie das Medizinstudium aufzugeben. Ist es was konkretes? Oder sind es eher so abstrakte Sachen wie "naja, öfter ausgehen, öfter was unternehmen"? Das ist nämlich sehr wichtig. Dann frage Dich auch, wie real es ist, daß Du die freie Zeit, die Du durchs Aufgeben des Medizinstudiums gewinnen wirst, auch effektiv nutzen wirst. Es könnte doch passieren, daß Du irgendwann feststellst, daß Du auf ein mal so viel Zeit hast, daß Du nicht mal weißt was Du damit anfangen sollst... bzw, daß Du die freie Zeit doch gar nicht so nutzst, wie Du es Dir vorgenommen/vorgestellt hast! Oder daß Du sie gar nicht nutzst! Weißt Du, ich zog vor 2 Jahren um. Ich habe entschlossen, daß die neue Wohnung in Prenzlauer Berg sein soll. Warum? Weil es dort so viele Cafes, und Kneipen gibt und weil man so oft man will ausgehen kann, usw. Ich habe eine schöne Wohnung gefunden, zog um, und stellte nach einem Jahr fest, daß ich insgesamt vielleicht 10 mal ausging. Nicht weil ich keine Zeit hatte! Mir war einfach nicht danach! Das, was vor einigen Jahren so verlockend klang, war mir auf ein mal nicht mehr wichtig. Ich habe mich geändert, vielleicht bin ich einfach älter geworden :-)) Ich habe mir viel öfter ein Video/DVD ausgeliehen oder bin ins Kino gegangen, aber das hätte ich in jedem anderen Bezirk auch machen können :-)
Weißt Du, bei mir hat es leider länger als nur 4 Semester gedauert bis ich mit dem Physikum fertig war. Und ich hatte wirklich oft die Gelegenheit mich zu fragen "was mache ich hier eigentlich?" Vor allem ging es mir so vor Prüfungen und vor allem vorm Physikum. Ich dachte wirklich, ich drehe durch. Kaum war ich mit Biochemieklausur fertig, schon mußte ich mich aufs Physikum vorbereiten, den ganzen Sommer lang. In diesem Sommer waren in jedem Baumarkt alle Ventilatoren ausverkauft, das war die Hölle! Jeden Tag von morgens bis abends lernen, ohne Garantie daß man die Prüfung besteht, und dann auch noch das Mündliche 4 Wochen später! Mir war klar daß ich, wenn ich bestehe, nur 2 Wochen Ferien haben werde und ich war wirklich verzweifelt...
ABER.. wir haben das Physikum geschafft. Und JEDER, wirklich jeder, dem ich das sagte, meinte zu mir "Du hast den schwersten Abschnitt hinter dir". Es hieß für mich "es kann nur besser werden".
2-3 Studenten sagten auch "Pharma bedeutet viel Arbeit. Aber du wirst schon sehen, sobald die U-Kurse kommen, macht es richtig Spaß und du wirst viel mehr Zeit haben".
Ich habe mich entschieden, diesen Studenten zu glauben. Erstens, stimmte bis jetzt alles was sie mir erzählt haben, und zweitens, ich habe nicht vor, mich fertig zu machen, indem ich negativ denke :-)
Weißt Du, möglicherweise müssen wir am 1 Staatsexamen gar nicht teilnehmen, und selbst wenn, so viel Stoff ist es wirklich nicht, und wie die meisten Studenten bei uns sagen "man muß sich wirklich sehr bemühen um beim Ersten durchzufallen" :-)
Und obwohl ich mich schon so oft gefragt habe, ob es doch nicht besser wäre, das Studium aufzugeben und stattdessen etwas anderes machen, kann ich mir nichts vorstellen was ich anstatt Medizin studieren könnte. Ich schreibe zwar leidenschaftlich, und könnte mir vorstellen es zu meinem Beruf zu machen, aber dafür brauche ich kein Studium, und zweitens, Ärztin sein wird mich daran nicht hindern. Und weißt Du was noch schöner ist? Ich habe meine Entscheidung, 4 Semester zu warten noch nie bereut! Ich wollte schon immer Medizin studieren und ich will es immer noch.
Meine Gründe haben sich dennoch geändert. Im 1. vorklin. Semester was es das Klassische "ich will Menschen helfen". Dann merkte ich, daß ich doch nicht SO hingebungsvoll bin, wie ich dachte, bzw. daß ich doch nicht so viele Opfer bringen will. Weißt Du, dieses "Als Arzt bin ich verpflichtet..." oder "als Arzt muß mir Patient wichtiger sein als alles andere" oder "Ärzte haben kein Privatleben..." - das kotzte mich richtig an! Ich fühlte mich ausgenutzt obwohl bis jetzt die einzige Opfer die ich bringen mußte meine Zeit war. Da ließen die Illusionen nach, und die romantische Idee (ich, im weißen Kittel, Stethoskop in der Tasche, immer hilfsbereit, selbst mitten in der Nacht, und Stimmen die "Frau Doktor!" rufen) platzte wie eine Seifenblase. Ich mußte meine Prioritäten ändern, ob es mir gefiel oder nicht. Macht es mich zu einem schlechteren Menschen? Nein. Dich? Auch nicht. Ich habe immer noch vor, meine Arbeit gut zu machen. Menschlicher Körper fasziniert mich immer noch. Das Einzige was sich geändert hat ist, daß ich zugeben mußte daß mir mein Privatleben doch sehr wichtig ist und daß, sagen wir, mein zukunftiger Ehepartner/meine zukunftige Familie an der 1 Stelle sein wird. Und ich finde, daß dies völlig gesund ist.
Ich habe nicht vor, Notarzt zu werden und die Notaufnahme/Chirurgie ist wohl auch eher nichts für mich. Aber, wie Roco schon sagte, es gibt wirklich einen Haufen (Arzt)Berufe die es möglich machen, feste/normale Arbeitszeiten zu haben und die nicht verlangen daß du um 3 Uhr morgens zu einem Patienten rennst.
Stelle Dir einfach Fragen, was genau Du in der freien Zeit machen willst. Was willst Du anstatt Medizin studieren? Könnte es daran liegen daß Du kaum Ferien hattest? Könntest Du Dir vorstellen, einen Feriensemester zu machen? Wäre Famulatur im Ausland etwas für Dich? Bist Du Dir absolut sicher daß Medizin nichts für Dich ist? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit daß etwas anderes (Physiotherapie, Bioinformatik etc) Dich glücklicher machen wird? Was machst Du, wenn es nicht der Fall wird?
Was kannst Du an der jetztigen Situation ändern? Wie kannst Du Deine Zeit besser organisieren? Welche (Arzt)Berufe würden es möglich machen, ganz normale Arbeitszeiten zu haben und kannst Du Dir vorstellen, einen dieser Berufe auszuüben? Und so weiter und so fort....
Und merke - für jede dieser Fragen gibt es keine bessere/schlechtere Antwort. Sei ehrlich zu Dir selbst. Schließlich geht es um Dein Leben, um viele Jahre, die möglichst schön verbracht werden sollen.
Was Deine Eltern betrifft - wie schon gesagt - es ist Dein Leben. Die Enscheidung mußt Du treffen. DU bist derjenige, der später mit dem ganzen Berufstress (egal wofür Du Dich entscheidest, es wird immer Stress geben) fertig werden muß, nicht Deine Eltern.
Ich wünsche Dir alles, alles Gute! :-)
Martini
Ehemaliger User
29.10.2003, 20:54
@ mar7ini
DANKE!
Du hast Recht, vielleicht sollte ich einfach mal Pause machen... oder etwas zurückschalten. Die letzten 8 Monate waren einfach zu viel. Vielleicht sieht die Welt danach wirklich besser aus ;-)
Denn so wirklich wüßte ich wirklich nicht was anderes ich studieren soll. Vielleicht sollte ich einfach die Uni wechseln, und einen Neuanfang wagen.
Nochmal danke!
PEACEKEEPER
30.10.2003, 03:39
An welcher Uni bist du denn?
Grüsse
icecream
03.11.2003, 20:05
Ich kann Mar7inis sehr gutem Beitrag nur zustimmen!
Du hast mehrere Jahre auf Deinen Studienplatz gewartet, und Dein Physikum trotz einem Rückschlag geschafft, und nicht aufgegeben!
Das war sicher nicht leicht, und vielleicht warst Du ja gerade ein Semester lang abwechselnd in "ich bin der totale Versager" und "ich muss es einfach schaffen"-Stimmung?
Aber während der Wartezeit auf Deinen Studienplatz, und vor dem Physikum warst Du vermutlich einigermaßen überzeugt davon, es schaffen zu wollen, und Medizin studieren zu wollen, und hattest sicherlich gute Gründe.
Auch jetzt bist Du glaube ich weniger dem Beruf bzw. Abschluss an sich gegenüber abgeneigt, sondern eher dem Lernen, und dem Dauerstress.
Wenn Du jetzt in einen anderen Studiengang wechseln würdest, kämst Du davon aber auch nicht wirklich weg, es gibt überall Prüfungen.
Also, ich gratuliere Dir jetzt hiermit erst einmal zum bestandenen Physikum, egal ob im ersten oder 2. Versuch, Du hast es geschafft und dafür auch ordentlich was getan!
Gönn' Dir echt mal 'ne Pause, wechseln kannst Du danach immer noch (die Uni, den Studiengang, den Beruf... was auch immer), aber wenn Du etwas tust, sei Dir in Deiner Entscheidung sicher, und gib Dir genügend Bedenkzeit.
Die Leute die ich aus den klinischen Semestern kenne, sind alle recht zufrieden, und sind froh, dass sie die Vorklinik überstanden haben.
Nach den Sommerferien war doch die Schule doch auch immer etwas interessanter als im Juni... :-)
Insofern: erst mal ausspannen, Abstand gewinnen, vielleicht kannst Du ja später mal sagen, dass das letzte Jahr das besch... Deiner ganzen Studienzeit war...
Schau Dir doch mal einige andere Unistädte an, und wie die Klinik da läuft, vielleicht kannst Du Dich ja entscheiden, nach einem Urlaubssemester mal einfach woanders einen Neuanfang zu probieren.
Hinschmeißen kannst Du es immer noch, aber nachdem Du bisher so gekämpft hast, wirst Du ja jetzt wohl kaum einfach aufgeben!?
;-)
Wenn man Dir jetzt anbieten würde, im nächsten Semester nur 2 Veranstaltungen pro Woche zu haben, dann wäre das Studium doch auch ganz OK...?
Das braucht dann natürlich etwas mehr Zeit, aber wenn Du möchtest, mach es doch einfach!
Es gibt viele Medizinstudenten, die extrem ehrgeizig sind, und möglichst schnell möglichst viel machen wollen.
Es gibt aber sicherlich auch viele, die Ihren eigenen Weg gehen, sich etwas mehr Zeit "gönnen", und dies nicht ganz so lautstark wie die andere Fraktion verkünden...
Wünsche Dir viel Glück, und mach Dir nicht so viele Gedanken auf einmal (Geld, Alter, Beruf, Studium), da kann man ja nur resignieren!!
eva_luna
18.11.2003, 22:33
hi chpuisat,
sorry, dass ich den thread nochmal ausgrabe, ich hätte noch was konstruktives beizutragen...
also erst einmal kommt mir deine situation wahrlich bekannt vor - bei mir kam die große krise allerdings nicht nach dem physikum, sondern schon davor. mich hat der ganze sch**-unibetrieb so unglaublich angekotzt, das kann man überhaupt niemandem beschreiben. es ist genau wie du beschrieben hast - man LEBT einfach nicht als medizinstudent...
mein vorschlag wäre, nimm dir ein oder zwei semester auszeit (reguläres urlaubssemester, falls das bei euch geht, oder einfach nichts belegen) und mach das, was du schon immer tun wolltest - weltreise, praktikum, sprachkurs oder was auch immer. auch eine psychologische beratung kann helfen! mit einigem abstand zur medizin sieht man dann schon sehr viel klarer. ...bei mir hat das alles recht gut funktioniert, mittlerweile freue ich mich schon wieder richtig auf die uni. :-))
ach ja, und da du nach möglichkeiten gefragt hast, was du mit deinem medizinstudium anfangen könntest, ich habe vor einiger zeit mal von einem master-studiengang molecular bioengineering an der tu dresden gelesen - vorraussetzung sind u.a. 3 jahre medizinstudium... :-top ähnlich studiengänge gibts mit sicherheit auch an anderen unis, müsstest dich halt mal informieren!
also, lass den kopf nicht hängen, versuche klare sicht zu bekommen und triff dann die FÜR DICH richtige entscheidung!
viele grüße
eva_luna
Hm, das Thema ist zwar schon wochen alt, aber ich grabs trotzdem nochmal aus.
Hast Du schonmal daran gedacht, nach deinem Physikum einen Masterstudiengang zu belegen?
Dafür wird in der Regel (sofern man keinen Bachelor hat) das bestandene Physikum bzw. Vordiplom eines Naturwissenschaftlichen Studienganges und 2 Semester Klinik bzw. Hauptstudium vorrausgesetzt - du müsstest Dich also noch 2 Semester durch das Studium beissen, hast dann aber nichts verschenkt und dann nach 3 bzw. 4 Semestern deinen Abschluss als Master.
Mir fallen spontan vor allem Neurowissenschaftliche Masterkurse ein (Berlin, Tübingen, Göttingen) oder auch in Molekularer Zellbiologie gibt es den Master (Bremen). Ausserdem gibt es noch den Master in Public Health und den Master in Epidemiologie und bestimmt noch einige mehr, von denen ich nix weiss ;-)
Wenn da was interessantes dabei ist, dann kann man sich ja auch überlegen, ob man das ganze villeicht mit einem Auslandsaufenthalt kombinieren will - schon bei unseren Nachbarn in Holland ist das angebot der Masterprogramme viel umfangreicher.
Es gibt also doch möglichkeiten, die zeit nicht einfach zu verschenken und was ganz neues anzufangen, sondern das Physikum sinnvoll als Basis für die weitere Ausbildung zu nutzen...
hallo !
ich kann dich gut verstehen !
wenn das studium und das lernen an sich für dich überhaupt nicht mehr in frage kommt, würde ich mal in alternative medizinische berufe reinschauen, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass du mit einem ähnlichen studiengang dann gut bedient bist.
also warum nicht physiotherapie, logopädie, pta oder dergleichen ?
es kommt natürlich ganz darauf an, WAS genau gerade nervt.
vielleicht ist es mit einer auszeit getan, oder einer famulatur in dem bereich, der dich am meisten interessiert.
würde mich auch nochmals über alternative berufsfelder nach abgeschlossenem studium informieren, bevor ich endgültig das handtuch schmeissen würde.
vielleicht lohnt es sich doch, den steinigen weg zu gehen.
ich selbst befinde mich (übrigens auch mit gerade bestandenem physikum) ständig in ähnlichen überlegungen, weil sich meine privaten gegebenheiten von studienbeginn zu heute sehr geändert haben (kinder!).
dennoch werde ich es zu ende bringen und dann auch alternativ familientaugliche felder suchen (berufsschulen, gesundheitsamt, blutspendezentrale etc.)
ich wünsche dir gute entscheidungen !!!
liebe grüsse
cosma
mr.burns
12.05.2004, 08:29
Hi alle zusammen. Hoff ich bin hier einigermaßen richtig mit meiner Frage. Und zwar wollte ich wissen, ob es möglich ist nach dem Physikum quasi das Studium "abzubrechen" und sich aber zum nächsten Semester in einer anderen Uni wieder einschreiben. Ich weiß natürlich dass es die reguläre Möglichkeit gibt nach dem Physikum zu wechseln, aber bei einigen privaten Unis (v.a. im Ausland), die einen eigentlich nicht gehen lassen wollen, würde sich das doch anbieten (nach dem Physikum nach Dtl. an eine andere Uni zu wechseln) ?!Sind da auch gewisse Bedingungen dran geknüpft? Wer hat mit einem Wechsel, aus welchen Gründen auch immer, Erfahrung? Bitte klärt mich als Unwissenden auf :-notify
thx
Du kannst Dich nach dem Physikum ganz regulär bei den Unis bewerben.
Einfach im Studentensekretariat anrufen und sagen, daß Du Bewerbungsunterlagen für Medizin für ein höheres Fachsemester haben willst und die schicken sie Die dann.
Dann kriegst Du halt auch entweder zu Zu- oder ne Absage von denen.
Und sobald Du die Zusage hast exmatrikulierst Du Dich einfach an Deiner alten Uni.
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