Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gehalt Facharzt Dermatologie
ehem-user-19-08-2021-1408
20.02.2018, 17:15
Haha ja man sollte den Inhabern einen Orden für ihre aufopferungsvolle Großzügigkeit verleihen.
Die Ehefrau meines Kollegen hier in Texas hat letzten Sommer ihre Derma Ausbildung abgeschlossen und ihre erste Stelle mit $330,000/Jahr unterschrieben... Allgemeine Dermatologie, nichts spezielles
Oh ja, dem deutschen Praxisinhaber sollte man den Friedensnobelpreis geben fuer 6800Euro monatlich...
Tim Buktu
20.02.2018, 17:30
Es stellt sich doch vor allem die Frage, wieviel dein letztes Gehalt war und was Du woanders zeitnah real verdienen könntest. Wenn die 6800 das Angebot waren und nichts verhandelt worden ist, muss da noch was gehen. Ansonsten würde ich gerade in einer dermatologischen Praxis mit hohem Privatanteil als Facharzt eine finanzielle Beteiligung erwarten am selbst eingebrachten Verdienst. Ist ja vielleicht auch eine Motivation. Ansonsten würde ich es unabhängig vom jetzt angebotenen Lohn als Sprungbrett in die eigene Praxis sehen oder in einer Teilhaberschaft dort.
Kommt halt sehr darauf an, was du leistest. 40-45euro pro Stunde sind öfter ein Einstiegsgehalt für angestellte Fachärzte.
WEnndu wertvolle Leistungen beherrschst (OP, Phlebo, Ästhetik usw...) ist dein Marktwert natürlich höher. Bewirb dich einfach mal bei verschiedenen Praxen und zieh Vergleiche. Es kommt auch sehr auf deine Verhandlungsbasis an. Verdienst du aktuell FA Grundtarif oder bist du leitender OA, je nach dem ist die Ausgangsbasis unterschiedlich und du wirst auch unterschiedlich viel in einer Praxis einbringen können. ;-)
urinbeutel
23.02.2018, 02:39
Meine Güte. Da fragt man sich, warum sich alle prügeln, um in die Derma zu kommen. Forschung, Habil...
Genau ;) Sucht euch ein anderes Fach ;-) Wer Derma nur machen will, weil er ne ruhige Kugel schieben will und viel Geld verdienen will, sollte sich besser ein anderes Fach suchen ;-)
Glaube aber auch nicht, dass man in anderen Fächern als einfacher Facharzt Einsteiger mit Geld zugeschüttet wird in den Praxen, so lange man nicht weiter spezialisiert ist in einem lukrativen Bereich ;-)
urinbeutel
25.02.2018, 06:43
Frage mich,wo das in Zukunft hinführt. Bin gerade im Ausland und selbst der am schlechtesten verdienende Arzt verdient mehr als die meisten deutschen Ärzte.
Die Zahl der angestellten ambulanten Ärzte explodiert und ich habe das Gefühl, dass dahinter politisches Kalkül steckt. Wenn das Privilig der Niederlassung verloren geht, dann bedeutet das nichts Gutes...
Naja, am besten einfach etwas Interessantes machen und nicht zu viel nachdenken...
Habe mir auch Derma mal überlegt, aber eigentlich ist es das nicht wert. Eine Kosmetikmühle kriegt man nicht geschenkt, außerdem arbeitet man dann in einer Fabrik.
Wo das hinführen soll, ist ja klar - man will die Ärzte sich an die niedrigeren Gehälter gewöhnen lassen, und dann am Schluss betreibt der Staat Gesundheitszentren und sackt die Differenz, die heute noch an die Praxisinhaber geht, selbst ein. Dann kann man auch bequem sagen, du arbeitest am Standort X, aber bei Bedarf können wir dich auch an die Standorte Y und Z verschicken, usw.
Was heisst das "wo soll das hinführen"? Es gibt kaum eine Berufsgruppe, die in Deutschland im Schnitt besser verdient als Ärzte. Nur Wirtschaftsingenieure, glaube ich. Und meine persönliche Meinung ist, dass das derzeitige System der Niederlassung komplett abgeschafft werden wollte, da es in meinen Augen unnötige diagnostische und therapeutische Maßnahmen und Korruption fördert. Aber gut, das wird wohl so schnell nicht passieren.
Ihr verwechselt da was. Die angestellten Ärzte sind zum größten Teil bei Ärzten angestellt. MVZs sind zumindest in der Dermatologie nicht sehr stark auf dem Vormarsch. Es werden auch sehr viele Praxisnachfolger gesucht. Es ist also ein selbst gewähltes Schicksal, wenn man sich anstellen lassen will, was anscheinend ziemlich viele wollen. Dafür muss man eben Abstriche machen gegenüber der selbständigen Tätigkeit. Man muss auch die Kirche im Dorf lassen. Die Threaderstellerin ist gerade frische Fachärztin, sie ist wahrscheinlich weder operativ spezialisiert, noch phlebologisch und wahrscheinlich auch nicht in einem anderen Bereich (wie auch als frische Fachärztin). Da als frische Fachärztin gleich ein horrendes Gehalt zu erwarten, wäre vielleicht auch etwas utopisch. Zumal sie ja auch an einer Klinik vermutlich erstmal nur Facharzt Tarifgehalt verdienen dürfte, was eben niedriger ist als die genannten Summen (40-45€/Stunde sind OA Einsteiger Niveau an der Klinik). Die Regeln der Marktwirtschaft sind ja nicht ausgehebelt.
Meiner Meinung nach ist aber klar, dass man mit entsprechender Spezialisierung und Können (das muss auf keinen Fall Ästhetik sein) sowohl angestellt und erst recht selbständig sehr viel mehr verdienen kann als üblicherweise an der Klinik. Vor allem, wenn man selbst in die Niederlassung/Selbständigkeit geht, das wollen aber immer weniger (lieber Teilzeit, Flexibilität behalten, weniger Stress, keine Verwaltung/ORganisation usw..).
Wenn ihr euch aber alles schwarz malen wollt, tut das ruhig. Ist aber nicht die Realität meiner Meinung nach.
Man hat ja auch die Möglichkeit ein Einstiegsgehalt für die ersten 6-12 Monate zu verhandeln und von vornherein schon eine Gehaltsteigerung zum Tag x im Vertrag zu fixieren.
Die Bereitschaft zu einer Gehaltserhöhung wird sich sicher sehr schnell einstellen, sobald der Inhaber sieht, dass sich die Kosten auch lohnen, wenn die/der Angestellte entsprechende Patientenzahlen schafft und Leistungen erbringt. Man muss ja auch überlegen, dass der Praxisinhaber ein Personalkostenbrutto zahlt, dass ca. 20 Prozent höher ist als das Bruttogehalt, das auf dem Konto landet. Für einen Facharzt in Vollzeit sind damit 90 -100 000€ fällig. Das muss eben auch wieder rein kommen. Wenn man also an seinem Marktwert durch entsprechende Spezialisierung und gute Arbeit feilt, wird sich ein entsprechendes Gehalt mit entsprechender Verhandlung von selber einstellen. ;-)
Am besten in dem ganzen Thread fand ich bisher die Rechnung: Überschuss je Inhaber (€200k) reduziert um Personalkosten (Lohn + Nebenkosten) für den angestellten FA (€115k) beläuft sich auf ein Jahresbrutto pro Inhaber (€85k). Achso stimmt, das kann ja dann nicht gehen. Danke für die erhellende Kalkulation :D
HalloBallo
25.02.2018, 15:31
Am besten in dem ganzen Thread fand ich bisher die Rechnung: Überschuss je Inhaber (€200k) reduziert um Personalkosten (Lohn + Nebenkosten) für den angestellten FA (€115k) beläuft sich auf ein Jahresbrutto pro Inhaber (€85k). Achso stimmt, das kann ja dann nicht gehen. Danke für die erhellende Kalkulation :D
...na ich will mal sehen, wie du von heute auf morgen mit weniger als der Hälfte deines eigentlich gewohnten Gehaltes klarkommst. Wir reden hier über Summen bei denen den meisten Deutschen schwindelig wird. Natürlich sind 85k Jahresbrutto immernoch viel. Wenn du aber vorher 200k hattest, wirst du dir schon überlegen, ob dir auch 85k reichen. Vermutlich haben aber etliche Praxisinhaber soweit ausgesorgt, dass es ihnen egal ist und sie lieber die gewonnene Zeit nehmen.
Diese "Kalkulation" ist völlig schwachsinnig. Denn der angestellte FA wird ja hoffentlich auch Einnahmen erwirtschaften. Darüber hat sich OhDaeSu (völlig zu Recht) lustig gemacht.
HalloBallo
25.02.2018, 19:14
Diese "Kalkulation" ist völlig schwachsinnig. Denn der angestellte FA wird ja hoffentlich auch Einnahmen erwirtschaften. Darüber hat sich OhDaeSu (völlig zu Recht) lustig gemacht.
Kenne genau diese Überlegung bzgl. Anstellung eines FA aus dem engsten Verwandtenkreis und denke durchaus, dass ich da einigermaßen mitreden kann.
Wo sollen denn plötzlich die Zusatzeinnahmen herkommen? Stellst du ein Schild vor die Tür und schreibst: "Achtung, wir haben jetzt auch noch einen zusätzlichen FA an Bord, bitte Eintreten." ???
Das funktioniert wie schon oben geschrieben nur, wenn der angestellte FA eine eigene Expertise mitbringt und das Praxisspektrum erweitert.
Ansonsten ist zumindest mir unklar, wie man davon ausgehen kann, dass die Einstellung eines einfachen jungen Facharztes zu plötzlichen Mehreinnahmen im 6-stelligen Bereich führen sollen???
Ansonsten ist zumindest mir unklar, wie man davon ausgehen kann, dass die Einstellung eines einfachen jungen Facharztes zu plötzlichen Mehreinnahmen im 6-stelligen Bereich führen sollen???
Soviele Privatpatienten das man die Ablehnen muss?:-nix
Hab selbst mal einen Dermatologen gesucht (privat versichert) und bei den Niedergelassenen sagte man mir ja so in 4-6 Monaten könnten wir Ihnen einen Termin anbieten.
Habe ich dann dankend abgelehnt und stattdessen den Termin in 3 Wochen in der Privatambulanz der Uniklinik genommen. :-nix
querfeldein
25.02.2018, 20:20
Ob es sich für den Inhaber rentiert einen zusätzlichen FA einzustellen bzw. ob er sich das leisten kann - das muss er dann schon selbst entscheiden. Man kann aber nicht erwarten, dass der AN Abstriche beim Gehalt macht, nur damit Cheffe sich weiter seinen bisherigen Lebensstil finanzieren kann?!
LasseReinböng
25.02.2018, 22:26
Ob es sich für den Inhaber rentiert einen zusätzlichen FA einzustellen bzw. ob er sich das leisten kann - das muss er dann schon selbst entscheiden. Man kann aber nicht erwarten, dass der AN Abstriche beim Gehalt macht, nur damit Cheffe sich weiter seinen bisherigen Lebensstil finanzieren kann?!
Es wird wohl kein vernünftiger Praxisinhaber einen Kollegen einstellen, ohne einen Benefit daraus zu ziehen, sei es hinsichtlich Reduktion der Arbeitsbelastung und/oder Einnahmen.
urinbeutel
26.02.2018, 08:11
Weiß nicht. Dermatologen sind besondere Empathen mit Nächstenliebe.
Nadine2707
16.10.2018, 13:34
Hallo Krissi, wäre das etwas für Dich, in der Schweiz zu arbeiten? Falls ja, melde Dich bei mir. Der Lohn ist DEUTLICH höher. Gruss
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