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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Indikationsprüfung Basilaristhrombose



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easy-bisy
06.03.2018, 09:50
Meine Meinung als Neurologin:
1. Was mich nervt ist andauernde Disskussion, die oft länger dauert als das CT und dieses ggf. verzögert.
2. Ohne strukturierte Ablaufschemata ist alles mist. Das wäre aus meiner Sicht der beste Ansatzpunkt. Die Chefs sollen sich mal zusammenraufen und ein gemeisames Schema machen.
Bei uns laufen im Dienst z.B. alle Kopf-Angios als MR-solange keine KI vorliegt, weil wir radilog. Rufbereitschaft mit Teleradi haben. Die MR-Angio und die Mismatch Berechnung kann die MTA am Rechner selber machen. Für die CT-Perfusion müsste der Radiologe reinkommen. Das MR dauert zwar länger, dafür spart man die Anfahrtszeit des Radiologen.
3. Das absolut Wichtigste ist, sich auf AA-Ebene nicht in die Rosenkriege der Chefs einbinden zu lassen. Wer welches Bild bekommt, entscheidet üblicherweise der OA-Hintergrund. Wenn die Kacke am dampfen ist, steht man nämlich neben dem AA Kollegen der anderen Abteilung und dann ist ein gutes kollegiales Verhältnis einfach mal das Wichtigste.

LG Easy

abcd
06.03.2018, 19:54
Schön gesagt.

anignu
07.03.2018, 00:14
@easy: finde deine Ausführungen spannend und möchte dir an zwei Punkten maximal zustimmen: keine Kriege von CA/OA-Ebenen auf AA gegen AA runterziehen und das ganze Thema der Diskussionen. Das jetzt nicht grundsätzlich, manchmal muss man auch mal ein für alle mal Grundsatz-Diskussionen führen. Aber nicht im Dienst und nicht wenn der Ausgang von vornherein sinnlos ist.

Das mit den MRA auch im Notfall finde ich cool. Sowas hätte ich auch gern, noch lieber gleich mit Diffusion, wenn das geht. Bei uns gäbe es nur zwei Probleme:
1. die MTRA wäre ewig beschäftigt und könnte sonst nichts machen -> alles staut sich
2. es muss bei KM-Gabe immer ein Arzt anwesend sein. Und im Dienst wäre das dann der Chirurg (oder man turft es auf die Internisten/Neurologen wegen Schlaganfall). Das würde bedeuten, dass der Chirurg sich die ganze Zeit daneben hin setzt und sich derweil die Notaufnahme weiter füllt und füllt und füllt. Denn auch bei uns sind die Radiologen zu Hause...
Wie löst ihr dieses Problem? Setzt sich dann der Internist hin?

freak1
07.03.2018, 05:53
Der Vorteil bei der MR Diffusion ist doch gerade, dass man standartmäßig KEIN KM Brauch und deswegen ja auch der Radiologe nicht reinkommt?

Das Problem mit der MTRA bleibt natürlich. Aber wenn sie im CT auf den raidologen warten muss verliert sie ja auch viel Zeit.

abcd
07.03.2018, 07:29
Ich kann nur für CTA, die bei uns im Dienst gemacht wurden, sprechen. Wenn der Radiologe reingerufen wurde, hat der anmeldende Neurologe das mit der MTRA gefahren, während der Radiologe ggf. noch auf dem Weg ins Haus war.

FirebirdUSA
07.03.2018, 08:22
Nativ CT ist senstiver als Flair nach meiner Erfahrung für Demarkation und DWI interessiert mich nicht, da potentiell reversibel. Deswegen bin ich für CCT + CTA... aber natürlich nur bei akuter Klinik.
Problem aus meiner Erfahrung: Neurologen tun sich mit MR meist leichter. CT erfordert mehr Übung beim beurteilen

easy-bisy
09.03.2018, 12:07
Ja also das MRT mit flair, Diffusion ADC und Mismatchberechnung gibts natürlich nur bei akuter Interventionsmöglichkeit- also Lyse oder Angio-Indikation. Bei uns sitz die MTA natürlich mit am Rechner- aber die Zeit vom Ende des MRTs bis zum Ende der Mismatch-Berechnung ist gefühlt irgendwie nur 2 Minuten. Die läuft auch ganz am Ende- wenn man vorher schon was fettes beim live draufschauen sieht, brechen wir ab.
Natürlich sitzt der beauftragende Arzt daneben. Aber wenn ich eine so dringliche Notfallindikation habe, muss ich eh dabei sein.
Landen die chirurgischen Gefäßverschlüsse nach Bildgebung nicht direkt auf irgeneinem Tisch ???
Ich behaupte mal, wenn sich keine sofortige Konsequenz aus der Bildgebung ergibt, ist es auch keine "echte" Notfallindikation.
Wenn jemand nur "für die Planung" vom nächsten Tag wissen möchte, wie die Gefäße so aussehen, kann ich auch verstehen wenn die Seite MTA/ Radiologe da nicht regelmäßig bock drauf hat und die Indikation dann auch in Frage stellt.
ABER genau dass muss halt auf CA Ebene geklärt werden. Wenn der chir./ int./ Chef dann morgens meckert, weil eine Angio nicht gelaufen ist muss man halt sagen: war keine Notfallindikation, hatte keine Konsequenz, machen wir heute.