Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Treffpunkt für Anästhesisten
tragezwerg
29.09.2022, 04:57
Ach, Psychopathen gibt's in jeder Zunft...hängt glaub ich mehr von der Abteilung an sich und dem Psychopathielevel des jeweiligen Chefs ab als vom Fach.
Bei uns sind z.B. die Orthopäden recht harmlos, dafür hatten wir lange einen extrem problematischen Neurochirurgen, und haben weiterhin ein paar verhaltensoriginelle Viszeralchirurgen und so weiter .
Zum Ausgleich gibt's aber auch n paar verhaltensoriginelle Anästhesisten bei uns, die den Chirurgen so richtig auf die Nerven gehen :D
ZB Intensivmedizin :jump:
Herzlichen Glückwunsch!
Bonbonbon
02.10.2022, 18:31
Kannst du gerne machen, bei Spinaler rastet er aus weil dann keine Entspannung da sei.
Ein femoralis bei der KTEP ist ein massives Risiko für den Patienten und der Anästhesist muss sich vor Einleitung vergewissern ob das Blut bestellt wurde und ein aktuelles Labor abgenommen wurde.
Das meine Kollegin nicht 2 EK, nach seinem Wunsch, sondern nur eines gegeben hat, Hb von 10 nach dem 1.EK, hat mir einen 30-minütigen Vortrag eingebracht
Und das waren noch die harmlosen Geschichten der letzten 3 Monate
Bei uns eher so: Wer den Hb misst, selber Schuld… ähnliches beim Kalium. Neverendingstory…
Matzexc1
02.10.2022, 19:03
Bei uns eher so: Wer den Hb misst, selber Schuld… ähnliches beim Kalium. Neverendingstory…
Das der letzte Quick Wert eines HTEP von vor 6 Wochen bei 28 lag hat ebenfalls einen Anfall ausgelöst, es wurde bei Aufnahme nichts neues abgenommen. Das Donnerwetter hat er trotzdem bei der Anästhesie abgeladen
Hallo liebe Anästhesie-Bubble :)
Ich lerne gerade für das M3 und habe eine Frage zur Anästhesie bei Knie-TEP (passend zum oben diskutierten :D)
Und zwar kann man die ja in Vollnarkose oder in Spinaler machen, würde alternativ eine Kombination von Femoralisblock und Ischiadicus-Block auch ausreichen?
Ich frage mich da nur, ob das wegen des sensiblen Gebiets des Nervus obturatorius nicht funktioniert könnte?
Und wäre das Verfahren grundsätzlich irgendwie nachteilig, wegen der zusätzlichen Ausschaltung der Muskelfunktion für gewisse Zeit auch postoperativ?
In meinem Anästhesie-PJ-Haus wurden die Knie-TEPs nur in Spinaler oder Vollnarkose gemacht...
Wäre wirklich sehr lieb, wenn mir jemand da weiterhelfen könnte :) Online finde ich nur Verschiedenes zur postoperativen Wirkung von o.g. Blöcken...
Viele Grüße!
tragezwerg
25.10.2022, 05:24
Man kann potentiell (theoretisch) ne KTEP auch mit ner Kombi aus Femoralis- und Ischiadicuskatheter machen. ABER dann wird der Patient die Manschette für die Blutleere höchstwahrscheinlich nicht tolerieren, weil die sehr weit oben am Oberschenkel sitzt.
Eine Kombi eines oder beider Katheterverfahren mit Vollnarkose oder Spinalanästhesie wird aber an vielen Kliniken gemacht. Die Katheter bleiben dann ein paar Tage lang zur Schmerztherapie drin. Alternativ wird auch n Periduralkatheter gelegt...da hat wirklich jede Klinik ihre eigenen Schemata und Standards.
Oft gibt es mit Katheterverfahren zur postoperativen Schmerztherapie das Problem, dass die Patienten dadurch muskulär bzw. in der Propriozeption eingeschränkt sind und das finden die Physiotherapeuten doof. Daher nutzen viele Kliniken lieber Spinale oder Vollnarkose und danach Opioide i.v. statt Katheterverfahren. Hat alles Vor- und Nachteile.
PDK auf Station? Auf Peripherie ist das dort, wo ich bis jetzt war, sehr unüblich.
Hi tragezwerg,
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort- das hilft mir sehr weiter!
tragezwerg
25.10.2022, 09:44
PDK auf Station? Auf Peripherie ist das dort, wo ich bis jetzt war, sehr unüblich.
Klar, warum nicht? Wenn die Strukturen stimmen, es täglich Schmerzdienst-Visiten gibt und die Katheter mittels PCEA-Pumpen bestückt sind, funktioniert das super. Kenne mehrere Kliniken, wo das Standard ist. Gerade nach größeren abdominalchirurgischen Eingriffen ist es ja Blödsinn, den PDK schon beim Verlassen der Intensivstation zu entfernen.
Ja, mag Blödsinn sein (denke ich, wenn es nicht besonders komplikativ ist). In meiner PJ-Chirurgie wurden aber regelmäßig sublay-repairs abgesetzt, weil kein ITS-Platz frei war und PDK sinnvoll gewesen wäre.
Und in meiner Schmerztherapie-Famu gab es eine einzige (lumbale) PDK, die wir betreut haben, aber wohl explizit auf Weisung des Chefarztes hin bei einer sehr privaten sehr anspruchsvollen Patientin. Da hat sich der Oberarzt auch etwas verwundert gezeigt, dass das so gemacht wurde.
Bei uns ist es auch üblich, dass Patienten mit laufenden PDKs, an die PCEA Pumpen angeschlossen sind, auf Normalstation verlegt werden
. Sie werden in der Regel vom Akutschmerzdienst in den Umgang mit der Pumpe eingewiesen(vor allem Bolustaste) und sie werden jeden Tag visitiert
Ich wollte mal fragen wie bei euch die Dienste geregelt sind. Bei uns ist es so, dass es einen Arzt auf ITS gibt und einen, der für den Op Bereich zuständig ist. Es gibt auch einen OA im Hintergrund. Was mir in letzter Zeit auffällt, ist, dassder OA im Hintergrund öfters im KH übernachtet. Oft bekomme ich die Anweisung, mich jedes Mal telefonisch zu melden, wenn ich in den Saal gehe. Das finde ich einerseits gut, denn dann weiß der Hintergrund dass ich nicht abkömmlich bin, sollte ein Notfall kommen. Andererseits habe ich so manchmal den Eindruck, dass ich nicht selbstständig arbeite
Wie ist das bei euch geregelt?
Ja, mag Blödsinn sein (denke ich, wenn es nicht besonders komplikativ ist). In meiner PJ-Chirurgie wurden aber regelmäßig sublay-repairs abgesetzt, weil kein ITS-Platz frei war und PDK sinnvoll gewesen wäre.
Wer es sich leisten kann Patienten ausschließlich wegen eines PDK auf eine Intensivstation zu legen...
Kenne es so wie tragezwerg: tägliche Schmerzdienst-Visiten bei Schmerzkathetern. Bei viszeralchirurgischen Eingriffen, thoraxchirurgischen Eingriffen aber auch gefäßchirurgischen Eingriffen. Amputationen unter verschiedenen Blöcken (je nach Lokalisation mono oder kombi) und dann als Schmerzkatheter liegen gelassen für ein paar Tage. Kann man auch super kontrolliert pausieren oder eben wieder aufspritzen. Diese ganzen Regionalanästhesieverfahren sind tatsächlich ein absoluter Segen für die Patienten.
^^ Der PDK ist für mich kein Grund, jemanden nicht peripher zu legen. Man kann drüber streiten, ob es dann eine Easy-Pump mit Sufenta sein soll, oder nicht, aber auf die Station gehen die schon. Für mich wäre eher ein Grund für einen ITS-Aufenthalt, wenn KEIN PDK gelegt wurde, aus was für Gründen auch immer. Nur eine Schmerztherapie ohne PDK auf der Peripherie ist doof. Vor allem, weil ICH dann Nachts wieder angerufen werde, weil der Patient postop Schmerzen hat...
Hallo, liebe Kollegen und Kolleginnen! Ich habe Gesprächsbedarf und brauche auch Ratschlag. Also, ich bin jetzt das 2.Jahr in der Anä und es gefällt mir sehr, aber es gibt auch einpaaar Bereiche, wo ich Verbesserungsbedarf sehe. Z.B Sonographie, ich komme mit der Nadelführung nicht gut klar und habe manchmal auch bei ZVK Anlage Probleme, meine Nadel gut darzustellen. Da ich aber nicht mehr kompletter Anfänger bin, traue ich mich nicht, die Oberärzte darauf anzusprechen, da sie wahrscheinlich denken, dass ich das schon problemlos machen müsste. Spa klappt auch nicht immer gut
Ich weiß nicht wie ich das Problem am besten lösen kann. Auf eure Tipps und Vorschläge freue ich mich sehr!
Philip_MHH
08.11.2022, 17:15
Thema Sono und Nadelführung...
1. Üben
2. Üben
3. Üben
4. Ehrlich sein und Hilfe holen. du bist im 2. Jahr, jedem realistisch denkenden Oberarzt ist klar, dass du sicher einiges kannst und können solltest, aber ja auch noch weit weg bist davon , alles können zu können.
5. Hast du mal einen Sonographiekurs besucht? da gibt es ganz gute Formate, nicht billig, aber gerade für die Schallkopf-Nadel-Koordination und die Grundtechniken, wie man die Nadel verfolgt etc. sehr hilfreich.
Danke, Philip, ich schätze es sehr, dass du dir die Zeit nimmst!
Nadelvisualisierung kannst du beispielsweise am Tofu üben.
Matzexc1
15.11.2022, 09:40
Ich bin im 3.Jahr und kann mich nur Philip anschließen, Ax Plex kann ich sehr gut, Ischiadicus,Intraskalenär bei wenig bis überhaupt nicht. Auch wenn es manche Oberärzte nicht so sehen haben sie auch eine Ausbildungsverantwortung.
Ich kann dir übrigens den DEGUM Kurs für Regionalanästhesie empfehlen oder du fragst eine orthopädische Fachklinik in deiner Nähe ob du vorbeikommen kannst, vielleicht hat auch dein Chef Kontakte.
Üben! Üben! Üben! Mache ich übrigens auch immer noch. Und ich würde nicht sagen, dass ich einen bestimmten Block kann, einen anderen nicht. Ich steche z.B. den Plex ax in plane. Damit habe ich fast immer Erfolg. Unsere Chefin sticht den out of plane. Sie kann das, ich nicht. ISK, Ischiadicus ist kein Hexenwerk. Man muss es halt üben, üben, üben. Und immer wieder machen. Klappt nicht? Egal. Mund abputzen, wieder probieren. Nur so lernt man es.
Ich habe die ax. Plex. ohne Ultraschallerfahrung gelernt. Beim Chef geguckt, dann selbst gemacht. Immer wieder, bis es funktionierte. Den Kurs habe ich deutlich später gemacht.
Den kann ich auch durchaus empfehlen. Ultraschallkurs in Unna bei Armbruster | Eichholz | Notheisen.
Ziemlich teuer, aber auch ziemlich gut. (Bezahlen lassen!)
Howtolearn
01.12.2022, 11:14
Seht ihr beim ZVK legen tatsächlich immer die Spitze der Nadel?
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