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ninakatharina
14.06.2018, 06:00
Hallo zusammen,

Ich beziehe mich mit der folgenden Frage auf den Fall, wenn man nicht als allg Internist ambulant arbeiten will, sondern wenn ambulant, dann nur als spezialisierter Kardiologe:
Was für Vorteile hat es NICHT die direkte WB zum Kardiologen zu machen, sondern erst Allg Innere mit folgender WB Kardio? Vielen Dank schon mal für eure Antworten!
Je nachdem wo du wohnst und wie da die Dichte an Kassenärztlichen Stellen und an Ärzten ist, hast du mit dem zusätzlichen Allgemeininternisten mehr Niederlassungsmöglichkeiten, weil es mehr freie Kassenarztstellen gibt.

@internistische ICU: Ich war vor der Schwangerschaft auch auf einer großen internistischen ITS, mit hämato/onkol. Patienten und allgemeinintern. Patienten. Prinzipiell super spannend und gerade wenn zwecks Teaching noch andere Kollegen da auch sehr lehrreich... Aber das Schichtsystem und die Dominanz der Spät- und Nachtdienste hat mich echt fertig gemacht...

Christoph_A
14.06.2018, 10:15
Naja, wenn Du weißt, daß Du als Kardiologe arbeiten willst, dann ist der Weg über den 5 Jahres (Schmalspur) Internisten sicher nicht zielführend, wenn Du noch nicht sicher bist, ob Du nicht auch als z.B. internistischer Hausarzt arbeiten oder erst mal überhaupt nen FA Titel in der Tasche haben willst, dann ist der Weg 5 plus 3 zu empfehlen.

hebdo
22.06.2018, 06:57
Wenn man eine zweite Facharztausbildung machen möchte, zählt dann die Weiterbildungszeit ab Facharztprüfung oder schon ab Facharztreife (der Zeitpunkt, ab dem alle Zeiten erfüllt sind)?

Christoph_A
22.06.2018, 09:46
Ich denke ab Erlangung FA Titel, zumindest war das "früher" (jaja, Opa erzählt vom Krieg) so.

jassyh
23.06.2018, 19:12
Also ich zähle ab dem Zeitpunkt, zu welchem noch nicht für den ersten FA angerechnet wurde. Ich aber für die Prüfung gemeldet war und beim gleichen Arbeitgeber dann im speziellen Bereich weiter gemacht habe.

agouti_lilac
23.06.2018, 19:44
Ich bin in der Kardio und seit 4 Wochen auf der internistischen ITS, da will ich gar nicht mehr weg :-)

Nanu? Du warst doch ursprünglich in der Anästhesie? Wie kam's zum Wechsel?

Pflaume
24.06.2018, 07:53
Wenn man eine zweite Facharztausbildung machen möchte, zählt dann die Weiterbildungszeit ab Facharztprüfung oder schon ab Facharztreife (der Zeitpunkt, ab dem alle Zeiten erfüllt sind)?

Kommt letzten Endes wohl auf die Ärztekammer an. Sofern mehr als die Mindestzeit bei der ersten FA-Weiterbildung vergangen ist und man da auch schon Zeit bei einem Weiterbilder verbracht hat, die man für die zweite FA-Weiterbildung verwenden könnte, lohnt sich, z.B. unter Vorlage aller Dokumente und möglicherweise einem Zwischenstands-Logbuch o.ä. der zweiten FA-Ausbildung bei der Ärztekammer offiziell nachzufragen, wieviel Zeit man noch sammeln muß. Meistens wird einem wohl "überflüssige" Zeit aus der ersten FA-Bildung auf die zweite anerkannt - unter der Voraussetzung, dass es erkennbar ist, dass man in dieser Zeit auch schon Weiterbildungsinhalte für die zweite FA-Weiterbildung bekommen hat / in irgendeiner Form darauf hingearbeitet hat. Ist in solchen Fällen hilfreich, auch schon entsprechende Weiterbildungsgespräche nachweisen zu können.

Pflaume
25.06.2018, 22:06
Habe hier einen Befund von einem Kinderarzt, der bei einem Vierjährigen (laut U-Buch) ein "galopp. Herz" auskultiert hat. Ohne daß er (laut Mutter) eine Konsequenz daraus gezogen hätte. Jetzt fragt mich die Mutter, was das bedeutet. Was würdet ihr euch unter einem "galopp. Herz" vorstellen?

okay, das ist jetzt eine kinderärztliche Frage und keine internistische, aber irgendwie auch doch internistisch, oder?

Gesocks
26.06.2018, 09:00
Dritter (und vierter) Herzton

Pflaume
27.06.2018, 01:10
So würde ich das auch verstehen, herzlichen Dank für die Zweitmeinung :)
Und bei mir würde da das Thema Rechtsherzbelastung klingeln.

Gesocks
27.06.2018, 15:41
Schon auch, beziehungsweise als Zeichen rascher ventrikulärer Füllung, gilt bei Kindern aber als physiologisch.
(Ist bei denen doch immer so, wenn ich das richtig verstanden habe :-)))

Nathanael Beck
02.07.2018, 09:39
Hallo Ich habe mal eine Frage. Ich beschäftige mich der Vermeidung von unnötigen Wiederkehrern im Krankenhaus (v.a. chronische Patienten, die eher bei niedergelassenen Ärzten versorgt werden sollten). Dabei versuche ich mit Hilfe von Krankenkassedaten die Gruppe der Wiederkehren im Krankenhaus näher zu beschreiben, damit man im KH dann ein paar kleine Anpassungen z.B. an der Kommunikation o.ä. machen kann. Ziel ist es die Krankenhäuser zu entlasten und den Patienten in stabilen Phasen der chronischen Erkrankung den richtigen Versorger an die Seite zu stellen. Um meine Überlegungen zu prüfen bräuchte ich Hilfe von Euch. könntet ihr bis zum 09.07.18 eine Umfrage dazu unter diesem Link ausfüllen?: https://www.survey.bwl.lmu.de/hsm/index.php/467861?lang=de
Je mehr desto besser :-)
Vielen Dank!

Shizr
03.07.2018, 00:42
Ich hätte eine Frage an die Kardiologen hier:

Unser Labor setzt das NT-proBNP in Relation zu einem NYHA-Stadium.


Wie zuverlässig ist sowas?
Ich denke halt gerade an einen Patienten aus meinem PJ mit einem NT-proBNP von knapp 15000 pg/ml und klinisch NYHA I-II.

Christoph_A
03.07.2018, 12:44
Ist so pauschal nicht zu beantworten, da nicht immer eine Korrelation hergestellt werden kann, ist allerdings per se ein guter Verlaufsparameter.
Bei Vorhofflimmern ist es z.B. nicht besonders aussagekräftig, da hier fast immer zu hohe Werte erzielt werden, zur Verlaufsbeobachtung insbesondere dilatativer Kardiomyopathien ist es jedoch sehr gut geeignet.
Würde daher nicht das Labor als Gradmesser für die NYHA Klasse heranziehen, jedoch geht fast immer eine Reduktion des inviduellen BNP mit einer Verbesserung der NYHA Klasse einher.

Shizr
04.07.2018, 01:07
Danke.

Das deckt sich doch insgesamt gut mit dem, was ich aus dem PJ im Kopf hatte.



Ich denke an einen relativ konkreten Fall.
Tag 20 postoperativ. NT-proBNP 2500 pg/ml.
Persistierendes Vorhofflimmern, über eine knappe Woche immer wieder Rezidive, einmal bis 210/min mit kardiogenem Schock... erst nach einer Woche wirklich nachhaltig rhythmuskontrolliert, kam nur protrahiert von den Katecholaminen weg, deshalb jetzt NT-proBNP bestimmt.

Würdest du meinen, dass in dieser Größenordnung das Vorhofflimmern noch eine ausreichende Erklärung für das NT-proBNP darstellt?

hebdo
04.07.2018, 08:23
Ich denke 2000 ist mäßig erhöht und passt zu einem VHF. Bei Patienten, die "richtig" dekompensiert sind kann man Werte um 16.000 bis 20.000 oder sogar 30.000 erwarten.

Shizr
04.07.2018, 12:40
Danke.

Ist doch faszinierend, drei Jahre nach dem PJ festzustellen, dass tatsächlich was sinnvolles hängengeblieben ist ;-)

PinkiePie
27.10.2018, 10:40
Liebe Leutchen, komme grade aus dem ND. Hatte einen werten Herren mit 4,3%o der das ganze ziemlich amüsant fand. Natürlich zappelte er im cCT (Zustand nach Sturz).
Gebt ihr da bei jedem gleich was zum sedieren? Falls ja, was?
Über den Rest der Nacht war der Mann brav. Sah dann keinen Anhalt für eine sedierung. Der Chirurg wollte ihm mit Benzos sedieren. Das sah ich allerdings bei der akuten Intoxikation ohne Entzug eher kontraindiziert....

pottmed
27.10.2018, 13:12
Ausschlafen lassen, wenn Aggro Propofol bei akuter Intox.

LasseReinböng
27.10.2018, 14:22
Z.b. Clonidin wenn unruhig, agitiert, aggressiv, hypertensiv...


Wo lag denn der Patient zur Ausnüchterung ? ZNA, IMC ?