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mbs
02.07.2021, 19:42
@ rostick:
Wie wäre es mit den Musterlogbüchern der Bundesärztekammer?
https://www.bundesaerztekammer.de/aerzte/aus-weiter-fortbildung/weiterbildung/muster-weiterbildungsordnung/muster-logbuecher/

Letztlich geht es ja primär darum, dass man etwas hat wo die Zahlen festgehalten werden können. So ein allgemeineres Dokument ist von Vorteil, wenn man noch nicht weiß in welcher Bundesärztekammer man die Prüfung absolvieren wird. Nicht jeder bleibt die ganze Zeit in derselben Region.

rostick
04.07.2021, 14:42
Auch in den Logbüchern der BÄK geht es um die alte WBO, die gibt es auch in Hessen als Vordruck. Ich suche ja etwas für die Neue, aber vielleicht gibt es in Zeiten des eLogbook keine analogen Vorlagen mehr. Muss ich doch mit der LAEKH klären. Kann denn jemand im Rahmen eines Wechsel Vor- bzw. Nachteile der neuen WBO nennen?

mbs
04.07.2021, 17:19
Hauptsache es ist irgendwo dokumentiert was du gemacht hast. Wie genau ist dabei denke ich sekundär.

Ein Kollege hat mir den Tipp gegeben sich bei der Ärztekammer persönlich zur Anmeldung inklusive Abgabe der Unterlagen einzufinden, sich dafür einen Termin geben zu lassen und hinzufahren. Einen Stapel Papier zu bekommen und dann eine Ablehnung zu schreiben ist ein Leichtes; einem Menschen Kontra zu geben der einem die Unterlagen Seite für Seite vorzeigt und seinen Kommentar dazu abgibt, mit dem man ein Gespräch führt, abblitzen zu lassen fällt schon viel schwerer.

Bei ihm ging jedenfalls alles sofort ohne Probleme durch. Ein anderer Kollege hat ewig für die Anmeldung gebraucht weil immer irgendwas gefehlt hat oder reklamiert wurde.

pashtunwali
07.07.2021, 15:15
Hab die Nase immer mehr voll von innere (obwohl es eigentlich ein sehr sehr schönes Fach ist) liegt einfach an der schei** Krankenhauspolitik!

Fleddux
11.07.2021, 10:19
Liebe Kollegen
war bisher stiller Mitleser. Ich habe etwas über ein Jahr Psych gemacht, hatte immer Interesse an Innerer, aber PJ und Berichte von Bekannten (Arbeitsbedingungen) haben es mir ziemlich madig gemacht. Hab in der Psych mich immer mehr in die internistische Basisversorgung engagiert (quasi wie der kleine Hausarzt für die Pat.), weil mich das deutlich mehr interessiert als die Psych selbst. Jetzt bin ich allerdings soweit dass ich wechseln möchte. Werde mir hierzu jetzt mehrere KH anschauen.

Angesichts von Familie und dem was ich gehört habe, wäre es mir schon irgendwie wichtig, halbwegs günstige Arbeitsbedingungen zu erhalten, deshalb stellt sich nun die Frage nach der Planung der WB, gerade angesichts der neuen WBO 2020. Hier heißt es (und ich verstehe es nicht in Gänze)
60 Monate Innere, davon
- 48 Monate Innere oder mind. 2 Facharztkompetenzen, davon 12 Monate stationär
- 6 Monate NA
- 6 Monate Intensiv

Angesichts von "60 Monate Innere" kann ich wohl ja nichts anrechnen, aber:
- 60 Monate Innere, davon 48 Monate Innere oder 2 Fachrichtungen?? Was heißt 60 Monate Innere, davon 48 Monate Innere?
- theoretisch müsste man 12 Monate stationär, könnte den Rest (theoretisch!) ambulant machen? Theoretisch deshalb, weil man dann ja 6 Monate NA und dann gleich 6 Monate intensiv machen müsste. In der Realität ist man erstmal auf einer Station, denke ich? Rotiert dann im Verlauf in die NA und dann irgendwann Intensiv.
- Wie einfach oder schwer ist es allgemein, an einen Weiterbildungsplatz ambulant ranzukommen (nach mind. 1 Jahr KH)?
- ich lese immer wieder von Stellen, die sich vordergründig entspannt anhören, etwa die internistische Versorgung irgendwelcher Reha-Patienten (für irgendwann mal, nicht am Anfang!), denke mir aber, es könnte da schwer sein, seinen Katalog zu füllen? Prinzipiell zählt sowas - sofern WB Ermächtigung besteht - ja aber auch als die stationäre Zeit, oder?

hebdo
11.07.2021, 23:30
Die Facharztkompetenzen sind die einzelnen internistischen Disziplinen. 12 Monate werden durch ZNA und ITS reserviert.

Viele internistische FA-Praxen haben eine Weiterbildungsermächtigung. Aber es ist schwierig einen WBA in dem Bereich einzustellen, der die Diagnostik nicht beherrscht.

Der „einfachere“ Weg ist sicher eine Reha-Klinik. Aber: von dem Wissen, das du dir in der Weiterbildung aneignest, zehrst du den Rest deines Beruflebens.

mbs
12.07.2021, 20:25
Kann man vieles nicht auch über Kurse lernen? Neuerdings finden die ja wieder statt. Weiß zwar nicht wie empfehlenswert die sind, oder welche speziell zu empfehlen wären, aber kann mir schon vorstellen, dass das etwas leichter ist als in der Chirurgie. Vor allem da Lehrvideos und Webseminare in Bezug darauf in der Inneren Medizin vermutlich auch mehr bringen.

Nemesisthe2nd
13.07.2021, 07:09
auch in der Inneren Medizin lernt man gerade die händischen Dinge, wie auch in der Chirurgie, nur durch selber machen. Ein Sonokurs etc. ist zwar hilfreich, aber ersetzt nicht die Praxis

Andre95
24.07.2021, 10:49
Moin moin!
Bei uns im Hause werden Überstunden weder bezahlt noch mit Freizeitausgleich angerechnet, obwohl pro Tag etwa zwei anfallen. Mich empört das, aber die älteren Kollegen irgendwie überhaupt nicht. Da wollte ich mal fragen wie es bei euch ausschaut? Werden bei euch Überstunden in irgendeiner Form vergolten?

matthew90
24.08.2021, 01:26
Laut Ärztekammer in Hessen " man sollte ein E-Logbuch" haben. Hab n link wo darauf steht, dass man es auch ohne E-Logbuch machen kann z.mdst. Während der Übergangsphase ist eine Wechsel möglich. Hab endlich mich für den Alten entschieden wegen weniger Bürokratie

https://www.laekh.de/fuer-aerztinnen-und-aerzte/fort-und-weiterbildung/weiterbildung/neue-weiterbildungsordnung-fuer-hessen-ab-2020

Listerien
15.09.2021, 10:24
Guten Tag,

Ich suche Empfehlungen für gute preiswerte aber trotzdem mit hohen Lerneffekt online Fortbildungen in der Fachrichtung Innere Medizin.

Meine Partnerin befindet sich zur Zeit in Beschäftigungsverbot, hat den Herold bereit gekauft und liest fast täglich was 😅

Nebenbei noch eine Frage bezüglich Fachrichtung Wechsel:
Erkennt/ rechnet irgendein Ärztekammer 1 Jahr Ansthäsie für die innere Medizin Weiterbildungsjahren.

ninakatharina
15.09.2021, 15:13
Ich hab es hier glaub ich schon erwähnt, aber... Streamed up! Nach Registrierung mit EFN kostenlos und es gibt sogar Fortbildungspunkte. Fand die choosing wisely Sachen sehr gut, die covid Updates, aber auch die kardiologischen und onkologischen Fortbildungen dort... Gibt aber alle internistischen Fachrichtungen!
Ansonsten: Mitglied bei der DGim werden und den Internisten und die DMW empfangen...


Deine Frage zur Anrechnung kann dir sicher am besten deine zuständige Ärztekammer beantworten, ruf doch mal durch!

veriko
15.09.2021, 19:02
In Berlin gilt für FA Innere bis zu 12 Monate unmittelbare Patientenversorgung und für FA Allgemeinmefizin wären 6 Monate Anästhesie sogar Pflicht, am besten aktuelle WBO der ÄK Berlin lesen.

sparta144
20.09.2021, 10:05
Wer im 21. Jahrhundert sich die Überstunden nicht ausbezahlt/als Freizeit ausgleichen lässt, ist selber schuld. Das gibt es leider zu häufig in der Medizin, die Gehörigen naiven Ärzte. Es wundert mich nicht, dass manche deiner älteren Kollegen es nicht interessiert. Allerdings bin ich der Meinung, dass keiner umsonst arbeiten sollte. In meiner Klinik wird jede Minute BEZAHLT und >80% meiner internistischen Kollegen in anderen Häusern tun dies ebenfalls. Also geh zum Assistentensprecher/Marburger Bund und dann zum Chef und macht eure Rechte geltend, denn Tarifvertrag gilt für beide Seiten :)

sparta144
20.09.2021, 10:06
:-wow

Alpha664
21.09.2021, 15:01
Angelehnt an sparta144: Wer von euch Internisten hier kriegt hier Überstunden monetär oder mit Freizeit ausgeglichen?

Wäre auch seehr an Innere interessiert, aber bei den Bedingungen die ich bisher so gesehen habe - einige Stunden Überstunden tgl. + kein Ausgleich + üble Dienste - wäre das leider keinen Option von Dauer :)

kcl60
21.09.2021, 15:54
Hey, du musst wirklich gucken, was das Krankenhaus macht. Es gibt echt tausend verschiedene Systeme. Ich hatte ein KH mit Schichtdienst, daher nach 4 Nächten 1 Woche frei und nach 3 Nächten den Rest der Woche frei, damit hast du im Prinzip deine Überstunden (auch von Wochenenden) abgebaut, ein Teil wurde auch bezahlt. Bleiben musste ich tagsüber vielleicht mal 30-60 Minuten länger, was auch elektronisch dokumentiert wurde. Andere Krankenhäuser in der Stadt hatten 24h Dienst mit deutlich höherem Gehalt aber ohne ÜS-Dokumentation. Es gibt ja echt 1000 verschiedene Innere Medizin Abteilungen und du wirst finden was du suchst. Du kannst auch mit einer 75% Stelle anfangen, das aber wahrscheinlich nicht an der Uni. Wenn du nach 3 Jahren keine Lust mehr hast, machst du halt Allgemeinmedizin und kannst dir die Arbeitszeiten in Anstellung aussuchen wie sie dir gefallen.

ninakatharina
21.09.2021, 18:47
Hier wurde jetzt die elektronische Zeiterfassung eingeführt und mit dieser auch das Abfeiern bzw. die Auszahlung von Überstunden.

Eulentier
27.10.2021, 07:26
Hallo! Ich denke über einen Fachrichtungswechsel/Rotation nach und würde gerne für ein Jahr in die Innere Medizin (aktuell patientenfernes Fach), da ich das als gute Grundlage für jede andere unmittelbare Patientenversorgung halte, falls ich doch wechseln möchte.

Dementsprechend schaue ich gerade nach Kliniken für Hospitationen.
Auf was sollte ich auf jeden Fall achten zwecks einigermaßen vernünftiger Fortbildung/Arbeitsbedingungen? Maximalversorger oder lieber kleines peripheres KH? Hat jemand Tipps?
Wenn ich wirklich nur vorerst 1 Jahr in der Inneren bleibe, werde ich (sind wir realistisch) wahrscheinlich nicht so viel lernen/mitnehmen können.

Nulllinie
27.10.2021, 12:50
Auf was sollte ich auf jeden Fall achten zwecks einigermaßen vernünftiger Fortbildung/Arbeitsbedingungen? Maximalversorger oder lieber kleines peripheres KH? Hat jemand Tipps?
Wenn ich wirklich nur vorerst 1 Jahr in der Inneren bleibe, werde ich (sind wir realistisch) wahrscheinlich nicht so viel lernen/mitnehmen können.

Naja, dass kommt ganz darauf an was du suchst und was dir wichtig ist. Mir war es immer wichtig zu erfahren, wie viele Patienten realistisch auf einen Assistenzarzt entfallen. Würde mich nie mit Aussagen wie "alle Stellen sind offiziell besetzt" zufrieden geben, weil dir das nichts bringt, wenn ein Teil davon Langzeitkrank und ein Teil im Beschäftigungsverbot / Mutterschutz ist. Zudem fand ich die Menge an Diensten pro Monat entscheidend und welches Dienstsystem angewandt wird.

Bzgl großes oder kleines Haus: Je größer das Haus, desto wahrscheinlicher, dass die internistischen Subdisziplinen sehr spezialisiert sind. In den kleineren Häusern eher unterschiedlich. Manche relativ allgemeininternistisch aufgestellt, manche spezialisiert. D.h. du solltest dir eventuell vorher Gedanken machen, welcher Teilbereich der Inneren dich interessiert.

Ich persönlich finde, dass man in einem Jahr die ersten Grundlagen durchaus erlernen und mitnehmen kann (z.B. Blutdruck einstellen, grundlegende diagnostische Gedanken, usw.).

Alles weitere ist Geschmackssache, sprich willst du einigermaßen pünktlich Feierabend, wie viele Fortbildungen sollte das Haus anbieten, welche Rotationen sind in welcher Zeit geplant, wie eng ist die OA-Betreuung, usw.