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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #96
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    Zitat Zitat von McLaren422 Beitrag anzeigen
    ich hol das Thema mal wieder aus der Versenkung.

    Ich habe jetzt mein M3 bestanden und würde mich auch gerne in der Radioonkologie bewerben. Aus privaten Gründen käme auch der Großraum Frankfurt/Main in Betracht (ich würde dann in Offenbach wohnen).
    Is hier jemand, der dort ein paar Abteilungen kennt und mir eventuell sagen könnte, um welche Klinik ich lieber nen großen Bogen machen sollte, wegen schlechten Bedingungen/Personal etc? Über Vorschläge bzgl gute Kliniken wäre ich natürlich auch offen!
    Danke schon mal!
    Herzlichen Glückwunsch zum bestandenen StEx. Falls bei Dir sogar die Entscheidung pro Strahlentherapie fällt: Noch viel herzlicheren Glückwunsch zur gelungenen Weiterbildungswahl!
    Radioonkologie ist ein super Fach! Im medizinischen Curriculum stiefmütterlich behandelt, haben das die wenigsten auf dem Schirm und/oder sie besitzen nicht den Horizont, ein "Nischenfach" in Betracht zu ziehen und werden aufgrund der leider meist miesen Arbeitsbedingungen in einem der "Hauptfächer" unglücklich.

    Wie oben schon von daCapo geschrieben, macht es Sinn, die Weiterbildung an einem großen Haus (quasi gleichbedeutend mit eigener strahlentherapeutischer Station) zu absolvieren. Einfach weil man da den fachlichen "Rundumschlag" erhält und sein Stationsjahr direkt in der Betreuung strahlentherapeutischer PatientInnen absolviert.
    Eine Alternative hierzu wäre aber auch der Start in einer allgemein-internistischen Abteilung für 6-12 Monate, weil gute Innere-Basics mega sinnvoll für einen Radioonkologen, die Strahlentherapeuten selbst aber leider nicht die größten Leuchten in internistischen Fragestellungen sind (so nulpig wie die Chirurgen sind wir diesbezüglich aber zum Glück auch nicht :-P). Mit internistischer Vorerfahrung wirst du in jeder Strahlentherapie mit Handkuss genommen und bis zu 12 Monate sind auf den FA anrechenbar!

    Offenbach hat, wie oben geschrieben, den Ruf als Wiege der Brachy (das rührt noch vom alten Chefarzt, Prof. Zamboglou, her), leider hat die Abteilung aber im Zuge der Übernahme des Städt. Klinikums durch Sana ihre eigene Station verloren.

    In OF/FFM und Umgebung gibts ne Menge Strahlentherapien, große Abteilungen mit eigener Station sind aber nur in Frankfurt die Uni und das Nordwest-KH. Etwas weiter weg noch Darmstadt. Mit allen drei Abteilungen machst du ganz, ganz sicher nichts falsch!
    Ich würde an deiner Stelle um eintägige Hospitationen bitten, da reicht i.d.R. eine nette Mail mit Deinem Anliegen und Eckdaten und es muss nicht mal zwangsläufig ein CV mit.

    In Summe kannst du in der Strahlentherapie quasi nicht falsch landen, überall sind die Arbeitsbedingungen gut, obwohl es vor allem auch ein "klinisches" Fach ist. Die Entscheidung zur Strahlentherapie an sich ist schon der richtige Entschluss. Das eröffnet Dir den Spielraum, vor allem an andere wichtige Facts zu denken, wie die Frage nach dem gewünschten Lebensmittelpunkt/Wohnort, der Wohnsituation, z.B. auch dem Bedürfnis nach möglichst praktischer Pendelstrecke etc.. Wenn du Dir zunächst darüber im Klaren geworden bist, wirst du auch in der Radioonko überall eine Stelle finden können (ggf. etwas Flexibilität bzgl. Zeitpunkt des Einstiegs vorausgesetzt).



  2. #97
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    Hmmm. Stellenanzeigen gibt es tatsächlich viele, ein wenig Vorsicht sei jedoch geboten. Der interessante Aspekt des Fach sind die Mischung aus Technik und Klinik. Eine Mischung aus Radiologie und Onkologie. Was es zu beachten gibt, wurde in dem Thread bereits gesagt. Unbedingt notwendig ist Vorerfahrung in Innere nicht, aber auch nicht falsch. Wenn man nicht weiß, was man machen will, ist es generell nicht schlecht in der Innere mal zu arbeiten, einfach für die Basics.

    Ich würde vor allem folgende Fallstricke beachten
    a) Rotationen müssen möglich sein, ganz wichtig, selbst bei Personalmangel. Mit Kollegen sprechen, wie ist Stimmung in Abteilung?
    b) Die Station (und auch Ambulanz) sollten gut organisiert sein. Im Zweifel 1-2 Tage anschauen.
    c) Keine Stellen, wo bereits in der Stellenbeschreibung nur "Stationsarzt" steht, entspricht auch nicht der WB Ordnung.
    d) Dienstsystem anschauen vorher. Hier gibt es alles mögliche von Bereitschaft, Rufbereitschaft, keine Nachtdienst ggfs. nur Visitendienste am Wochenende.
    e) Falls es zusätzlich MVZ gibt: Bei Klinik und MVZ sollte man beschäftigt sein (z.B. 50/50), um alle Pat. behandeln zu dürfen
    f) Grundsätzlich sind 80% der Patienten ambulant. Also ein überwiegend ambulantes Fach.
    Geändert von daCapo (26.12.2020 um 10:15 Uhr)



  3. #98
    Fertig :)
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    vielen Dank nochmal an euch beide für die Beiträge! Wirklich nett!
    Sollte nicht doch noch ne Session als Corona-Impfarzt dazwischen kommen, werde ich nach Weihnachten noch mal einige Bewerbungen raushauen.

    Stimmt, viele haben Radioonko nicht auf dem Schirm. Ich glaube, die verpassen was. Ist ein technisches Fach, was bessere Bedingungen wie andere Fächer hat und auch noch gutes Zukunftspotential oben drein!

    Und ja, Offenbach hat auch nur 48 Monate und keine eigene Station, das kommt dann wohl eher erst als zweite Wahl. An erster Stelle steht dann mal das Nordwest, das Uniklinikum und eventuell noch Darmstadt, wobei das etwas weit zum Fahren wäre. Aber gerade ist das mit Frankfurt und Umgebung auch nicht mehr so sicher, da meine Liebste da wegtendiert... Zur Not gehts dann nach BW (Göppingen/Tübingen etc).

    Innere als Stelle kommt nicht in Frage. Innere braucht man ja eh überall und ich denke, das lerne ich auch auf ner radioonkologischen Station auch ganz gut.
    Geändert von McLaren422 (22.12.2020 um 00:44 Uhr)



  4. #99
    LA
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    "Just treat!"
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    688
    Interessanter Beitrag von der ASTRO frisch publiziert, passend zur Entwicklung des Faches in den USA
    https://www.astro.org/Blog/January-2...e-of-our-Field

    ASTRO Position Statement on the U.S. Radiation Oncology Workforce

    Radiation oncology has long been a critical component of multidisciplinary cancer management, driven by clinical and scientific innovation. Recent advances in technology and our understanding of cancer biology have allowed radiation oncologists to offer more accurate and effective therapies, often in fewer total treatments than before, resulting in improved patient care. ASTRO has observed growth in residency training positions over the past two decades. With more efficient treatment delivery, fewer radiation oncologists may be needed in the coming years. Residency training positions should be reserved for those who are enthusiastic about the field and should reflect the anticipated societal need for radiation therapy services. As we prepare the next generation of radiation oncologists for independent practice, we encourage stakeholders to carefully consider these aspects affecting our specialty as they review the size and scope of their training programs.

    Additionally, ASTRO acknowledges the continued need to grow and nurture diversity within the next generation of our workforce. We serve diverse peoples, and our trainees and faculty should reflect that diversity. We are committed to addressing all aspects of bias as we seek to ensure equity and inclusion within our specialty and to improve health outcomes for all our patients.


    In Deutschland können noch die Praxen die vielen Facharztabsolventen absorbieren, stellt sich nur die Frage, wie lange das noch gut gehen wird...
    In God we trust, all others must have data.



  5. #100
    Registrierter Benutzer
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    1.293
    Habt ihr zu viele Bewerbungen?

    Das weiß man nicht ganz genau . Es wird auch ein wenig Werbung für das Fach gemacht von einigen Stellen. Auf der anderen Seite gehen auch einige in Rente, es gibt auch einige Frauen, die nicht voll arbeiten oder ausfallen wegen Familienplanung. Grundsätzlich wäre es auch nicht schlecht wenn einige Fachärzte in der Klinik bleiben, viele gehen ja leider relativ schnell nach der Prüfung außer sie werden zeitnah Oberarzt .


    Die Gesellschaft wird weiter altern, ein gewisser Bedarf wird bleiben. Ob mehr oder weniger mit neuen kurzzeitkonzepten kann man schwer sagen.

    In Deutschland kannst du jeden facharzt machen und es gibt für alles Weiterbildungsstellen. Das ist nicht in allen Ländern so.

    In den USA ist das Fachgebiet auch populärer als in Deutschland. In den USA wird der stationäre Bereich meines Wissens nicht von den radioonkologen versorgt, daher auch möglicherweise weniger Bedarf. Zu viel Konkurrenz will man in den USA auch nicht, sonst würden sie es anders machen mit der Anerkennung von ausländischen Prüfungen.



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