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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #21
    Diamanten Mitglied
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    Zitat Zitat von bristol Beitrag anzeigen
    vielleicht kommt daher deine - für einen Anfänger in Dtl - hohe Erwartungshaltung an Oberärzte etc? Klar, es ist eine FA-Ausbildung, aber Lernen ist etwas Aktives; die Arbeit an einer Klinik wird dich nicht an etwas "heranführen", du musst schon selber gehen...
    Sowas kenn ich auch. Hat paar Jahre außerhalb D gearbeitet, kam und war völlig überfordert. Mit dem Tempo, mit dem Papierkram, mit den Pflegekräften. Und dann diese ständige Erwartungshaltung: ich kann das nicht also müssen die Oberärzte mir das beibringen. Niemals ein "ich versuch das mal und dann hol ich mir jemanden dazu". Immer ein "ich mach das nicht, das kann ich nicht, das muss man mir erst ganz genau beibringen". Und es ging drum z.B. mal zu dopplern ob der Bypass offen ist oder im Ultraschall eine Vene zu suchen für einen Bypass. Dieses aggressive Auftreten gegenüber den Oberärzten hat es natürlich nicht besser gemacht. Sie ist aber auch nicht zu den Assistenzarztkollegen gekommen dass wir ihr das vielleicht ein wenig zeigen. Eher immer so ein "könnt ihr das mal machen, ich kann das noch nicht". Und mit so einer Grundeinstellung und so einem Grundauftreten wurde natürlich nicht so viel draus.
    Zitat Zitat von bristol Beitrag anzeigen
    Es erwartet keiner von einem Neuling, alles zu wissen oder zu können - wohl aber Engagement, einen offensiven Umgang mit den eigenen, erwartbaren, Kenntnislücken und Motivation zu lernen. Hast du diese Eigenschaften?
    Kann es sein, dass du jeweils kompletten fachlichen Neustart gemacht hast, um den Erwartungen zu entgehen, die evtl. an dich gestellt werden könnten, da du im vorherigen Fach ja schon gearbeitet hast? Woher kommst du eigentlich drauf, dass all diese überzogenen Erwartungen an den vorherigen Stellen an dich gestellt wurden?
    Meine Oberärzte erwarten vor allem Engagement. Und das läuft z.B. so: wenn ein Assistent eine Frage stellt dann wird ihm die Frage kurz beantwortet, damit der weiterarbeiten kann. Und dann bekommt er den Auftrag sich das Thema ... abends zu Hause durchzulesen. Meist Anhand eines Artikels aus dem "Gefäßchirurg". Und am nächsten Tag wird das abgefragt. Ich find das voll fair. Meine Theorie zu lernen ist mein Job, nicht der meines Oberarztes. Der Job meines Oberarztes ist mir bei teils widersprüchlichen Aussagen zu helfen dies richtig einzusortieren. Ich bin damit gut gefahren, wenn man sich da massiv gesträubt hat hatte man es umso schwerer.

    Ansonsten find ich es schwer über "Assistentin" aus der Ferne zu urteilen. Kündigungsgründe, auch in der Probezeit gibt es viele. Ein Kollege der eine super Arbeit gemacht hat aber bissl chaotisch als Mensch strukturiert war hat sich mit einer Oberärztin null verstanden und wurde daher gegangen. Alles wussten dass es rein eine menschliche Antipathie war. Der Chef sagte: die Oberärztin wolle er aber auf jeden Fall behalten, ein Assistent ist austauschbar. Klare Ansage, klare Konsequenzen, traurige Geschichte. Wobei: vielleicht im nachhinein besser für den Assistenten.
    Wie gesagt: ich will nicht aus der Ferne urteilen oder über Gründe spekulieren. Ich kann nur über Fälle berichten die ich erlebt hab und was dann draus wurde. Ob das auf "Assistentin" zutrifft weiß nur sie oder vielleicht auch nichtmal sie.
    Zitat Zitat von jinkxed Beitrag anzeigen
    aber, man merkt doch selbst als Student in Famulaturen/PJ wie viele Ärzte es gibt, die einfach fachlich nicht die hellsten Kerzen auf der Torte sind, und trotzdem immer noch beibehalten werden?
    Es geht nicht nur um das Fachliche. Medizin ist ein Beruf von Menschen für Menschen und es menschelt in allen Ecken und Enden. Wenn das Zwischenmenschliche passt, dann ist sehr viel möglich, wenn nicht dann nicht...



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  2. #22
    Registrierter Benutzer
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    Zitat Zitat von anignu Beitrag anzeigen
    Sowas kenn ich auch. Hat paar Jahre außerhalb D gearbeitet, kam und war völlig überfordert. Mit dem Tempo, mit dem Papierkram, mit den Pflegekräften.
    LOL, ich bin seit mehreren Jahren im Ausland und habe auch Angst, bei einer Rückkehr nach Deutschland damit überfordert (oder genervt...) zu sein Aber ja, ich hatte auch mal ein paar PJler in Dtl, die vorher nur so Famulaturen in der Karibik oder "zum Fotomachen für Instagram mit den armen schwarzen Babys in Afrika" gemacht haben *örks* (ich will damit nicht sagen, dass die TE das getan hat, sondern nur meinem Ärger Luft machen )

    Zitat Zitat von anignu Beitrag anzeigen
    Dieses aggressive Auftreten gegenüber den Oberärzten hat es natürlich nicht besser gemacht. Sie ist aber auch nicht zu den Assistenzarztkollegen gekommen dass wir ihr das vielleicht ein wenig zeigen. Eher immer so ein "könnt ihr das mal machen, ich kann das noch nicht". Und mit so einer Grundeinstellung und so einem Grundauftreten wurde natürlich nicht so viel draus.
    @Assistentin: Da fällt mir ein: Frag deine AA-Kollegen und das Pflegepersonal - in den ersten Monaten lernst du da vermutlich viel mehr nützliches als von nem OA! Gerade am Anfang ist dessen/deren Aufgabe eher, dafür zu sorgen, dass du keinen allzu großen Schaden anrichtest (und nicht dir, schon alle fachlichen Finessen beizubringen).


    Zitat Zitat von anignu Beitrag anzeigen
    Ansonsten find ich es schwer über "Assistentin" aus der Ferne zu urteilen. Kündigungsgründe, auch in der Probezeit gibt es viele. Ein Kollege der eine super Arbeit gemacht hat aber bissl chaotisch als Mensch strukturiert war hat sich mit einer Oberärztin null verstanden und wurde daher gegangen.
    Klar, es kann tatsächlich auch mal viel Pech sein (selbst so nen CA erlebt, der sehr seltsame Maßstäbe hatte) - dennoch scheint es ja, wie sie selbst schreibt und ihr reflektiert wurde, durch Rückmeldungen und die Kündigungen, nicht nur daran gelegen zu haben.


    Zitat Zitat von anignu Beitrag anzeigen
    Es geht nicht nur um das Fachliche. Medizin ist ein Beruf von Menschen für Menschen und es menschelt in allen Ecken und Enden. Wenn das Zwischenmenschliche passt, dann ist sehr viel möglich, wenn nicht dann nicht...
    100% Zustimmung. Ich persönlich liebe ja das Akademische in der Medizin, aber im Alltag - sprich bei den Bread'n'Butter cases, die 90% der Alltagstätigkeiten ausmachen - kann imho eine Mischung aus soliden Grundlagenkenntnissen, Erfahrungswerten, menschlicher Kompetenz und gesundem Menschenverstand und den Kenntnissen seiner Grenzen sehr viel wettmachen.



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  3. #23
    Summsummsumm Avatar von Feuerblick
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    @jinxed: Das meinte ich ja. Ich hatte zwei Kollegen, die in der Probezeit gegangen wurden. Und das zu Recht!
    Beide waren weder fachlich noch organisatorisch noch menschlich tragbar. Sprich: Keine Ahnung von nix auch noch nach Monaten, null Arbeitsorganisation selbst wenn man ihnen geholfen hat (die kannten nicht mal ihre Patienten), keinerlei Einsicht bezüglich der Defizite und dann auch noch aufbrausend und maulig, wenn man ihnen ihre Fehler und Probleme aufgezeigt hat. Bei einem flogen sogar Akten und knallten Türen. Andere...mäßig fähige... Kollegen haben die Probezeit hingegen überstanden, auch wenn wir Assistentenkollegen davon wenig begeistert waren, weil wir die entstehende Mehrarbeit auffangen und immer die Arbeit dieser Typen kontrollieren mussten.
    Erinnerung für alle "echten" Ärzte: Schamanen benötigen einen zweiwöchigen Kurs mit abschließender Prüfung - nicht nur einen Wochenendkurs! Bitte endlich mal merken!

    „Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.“ (Matthias Claudius)



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  4. #24
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    OA Psychiatrie/Psychosomatik
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    Zitat Zitat von jinkxed Beitrag anzeigen
    man merkt doch selbst als Student in Famulaturen/PJ wie viele Ärzte es gibt, die einfach fachlich nicht die hellsten Kerzen auf der Torte sind, und trotzdem immer noch beibehalten werden?
    Deine Beobachtung ist leider richtig (wenngleich es natürlich viele Gegenbeispiele gibt). Aber so ist heute die Realität, für Abitur und Medizinstudium braucht man keine "helle Kerze" zu sein und Entsprechendes landet dann im Arztberuf. Keine Ahnung, ob das "früher" anders war, denke aber tendenziell schon.

    Das Können am Arztsein ist ja nicht Faktenwissen oder irgendwelche manuellen Fertigkeiten, sondern im besten Sinne der umfassende Blick für den Menschen in all seinen Bezügen, was durch die Medizin, wie sie größtenteils in unserem Lande betrieben wird, ad absurdum geführt wird.



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  5. #25
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    92
    Aus der Ferne urteilen und raten, gerade bei einem so komplexen Fall wie dir, ist schwer.

    Geh bitte zu einem Coaching, Beratung, lass dir helfen Bewerbung zu üben, dich einzuschätzen, Auftreten, den Lebenslauf vielleicht etwas geschickter schreiben. Dafür gibt's coachings.
    Ich würde unbedingt, sofern Kontakt noch zu den alten Kollegen besteht, erfragen was aus ihrer Sicht zur Kündigung geführt hat. Das wird dir weh tun, das geschriebene wird hart werden - aber ist dringend notwendig wenn du noch einen Fuß in die Türe als Arzt bekommen möchtest!

    Und ein paar Gedanken von mir, die mir beim lesen kamen - ich mag falsch sein, aber will ehrlich sein.
    1. einmal wegen doofer Umstände etc gekündigt werden - kann passieren. 4mal? Da muss wirklich mehr als nur "nicht schnell genug in Theorie sattelfest geworden" gewesen sein! Das sag ich nicht, weil ich gemein sein will - sondern bitte gehe in dich und sei schonungslos ehrlich zu dir selbst! Nur so kannst du etwas besser machen. Nur wegen mangelnder theoretischer Kenntnisse fliegt man nicht (es Seindenn diese haben wiederholt zu grober Fahrlässigkeit geführt etc)

    2. warum hast du eine Pause von 3 Monaten jetzt gemacht?? Halte ich für einen groben Fehler!
    Klar ist es menschlich nachvollziehbar dass man sich nach ner pleite erst mal sortieren muss etc. aber fachlich: jede Pause ist eine Lücke im Lebenslauf und diese 3 Monats Pause signalisiert jetzt einem zukünftigen Chef nicht "Hei, ich bin all in !" Sondern eher , dass sich jemand zum wunden lecken zurückgezogen hat.

    3. deine häufigen Fachrichtungswechsel wirken auf mich, auch wenn du es plausibel erklärt hast, trotzdem chaotisch.
    Bitte stelle vor der nächsten bewerbung dir unbedingt die Frage was deine endgültige Fachrichtung sein soll!! Und die muss es dann auch sein!

    4. du schreibst mehrfach von Theorie, die gefehlt hat. Kein Oberarzt der Welt erwartet von jemand neuem, dass er alles weiß . Aber er erwartet, dass man sich reinhängt, kämpft, lernt , für das Fach sich interessiert . Und ja , nach paar Wochen erwarten die eine Lernkurve.
    Wer 6 Wochen dieselben Fragen stellt , immer noch nicht schneller die stationsroutine erledigt - da ist ein OA oder ausbildungsverantwortlicher Altassistent hart genervt. Jeder hat Stress. Muss sein Zeug halt gebacken bekommen. Klar hilft man gern . Aber wenn der "neue" immer wieder wegen der gleichen kacke ankommt ist Frust vorprogrammiert. Chaos bei Visite ist übrigens auch so ein negativ Aushängeschild. Klar wird jetzt kein Chef über einen Berufsanfänger bei einer chaotischen Visite den Stab brechen. Aber wenn jemand im zweiten Jahr es nicht gebacken bekommt, die Infos klar und strukturiert rüber zu bringen... Entsteht schnell ein schlechter Eindruck. An der Stelle muss man auch sagen, du bist kein Berufsanfänger mehr. Auch wenn du dich immer noch nicht sattelfest fühlst. Jeder OA und Chef wird erwarten dass du dich gut strukturierst und den stationsalltsg wuppst. Und auch dienstfähig bist. Und Station managen ist ja eine reine Organisationsfrage, die mit dem fachlichen null zu tun hat.

    Vielleicht war es zu chaotisch ? Vielleicht hast du zu oft immer die gleichen Fragen gestellt? Warst nicht selbstständig genug? (Selbständigkeit bedeutet nicht dass du alles allein immer machst, aber dass du im Kern keinen konstanten Babysitter brauxhst und in der Lage bist abgesehen von gezielten Fragen an deinen OA die Station im Griff zu haben.

    Das soll dich nicht angreifen, sondern dir helfen die richtigen Fragen selbst zu stellen.
    Und bitte denk auch darüber nach, ob Arzt sein das richtige ist!
    Für den Beruf braucht man ein hohes Maß an Belastbarkeit , Selbständigkeit , harte nerven , eigenverantwortliches Lernen und Wille schnell früh viel Verantwortung zu schultern. Vielleicht bist du woanders glücklicher ?



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